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	<title>Bezirk Lothringen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-03-01T15:50:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;archivlink gemeindeverzeichnis.de&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; &lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; bgcolor=&amp;quot;#DEFFAD&amp;quot; | Bezirk Lothringen&amp;lt;br/&amp;gt;Département de la Lorraine&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | [[Datei:Blason Lorraine.svg|120px]]&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | [[Datei:Flag of Lorraine (district).svg|120px|border=on]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Sitz|| [[Metz]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bestandszeitraum||1871–1918&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fläche ||6.228 [[Quadratkilometer|km²]]&amp;lt;small&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;(1910)&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Einwohner||655.211 &amp;lt;small&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;(1910)&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Volkszählung 1910&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bevölkerungsdichte]] || 105 Einw./km² &amp;lt;small&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;(1910)&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Liste der deutschen Kfz-Kennzeichen (historisch)|Kfz-Kennzeichen]]|| VI C &amp;lt;small&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;(ab 1906)&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Stadtkreis || 1 &amp;lt;small&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;(1918)&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/small&amp;gt; &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| Übrige Kreise || 8 &amp;lt;small&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;(ab 1901)&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/small&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | [[Datei:DistrictLotharingen.png|240px|Bezirk Lothringen im Reichsland]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | Bezirk Lothringen (orange) im Reichsland&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bezirk Lothringen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{FrS|{{lang|fr|&amp;#039;&amp;#039;Département de la Lorraine&amp;#039;&amp;#039;}}}}&amp;lt;ref&amp;gt;Zwar war Deutsch die Amtssprache und ihr Gebrauch wurde gefördert, aber eingedenk des starken Anteils französischsprachiger Lothringer gab es vor allem in ihren Wohngebieten im Westen und Süden des Bezirks und im Zusammenhang mit bezirksweiten Anlässen und Organisationen bilinguale Veröffentlichungen, worin die Bezeichnung Bezirk Lothringen mit &amp;#039;&amp;#039;Département de la Lorraine&amp;#039;&amp;#039; übersetzt wird. Cf. &amp;#039;&amp;#039;Amtsblatt für den Bezirk Lothringen / Recueil officiel des actes administratifs du Département de la Lorraine&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war von 1871 bis 1918 einer der drei Bezirke des [[Reichsland Elsaß-Lothringen|Reichslandes Elsaß-Lothringen]] im [[Deutsches Kaiserreich|Deutschen Reich]]. Bezirksstadt war [[Metz]]. Das Gebiet des Bezirks entsprach weitgehend dem des heutigen französischen [[Département Moselle|Départements Moselle]]. Der Bezirk umfasste 1910 6.228 km² und zählte 655.211 Einwohner.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?elsass/lothringen1900.htm |titel=Bezirk Lothringen im Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 |werk=gemeindeverzeichnis.de |hrsg=Uli Schubert |archiv-url=https://web.archive.org/web/20230725131747if_/https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?elsass/lothringen1900.htm |archiv-datum=2023-07-25 |offline=2025-12-15 |abruf=2025-12-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Nach dem [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Krieg]] trat das unterlegene Frankreich im [[Friede von Frankfurt|Frieden von Frankfurt]] am 10. Mai 1871 das [[Elsass]] und Teile [[Lothringen]]s an Deutschland ab. Sie bildeten seither das Reichsland Elsaß-Lothringen. Das Reichsland war ein Gliedstaat des Deutschen Reichs mit besonderem Status, da es anfangs keine eigene Gesetzgebung durch elsässische und lothringische Volksvertreter hatte. Ab 1874 gab es den indirekt gewählten [[Landtag des Reichslandes Elsaß-Lothringen|Landesausschuss]], der erst 1911 zu einer direkt gewählten Volksvertretung aufgewertet wurde. Diese war, wie in vielen Bundesstaaten des Reiches, nicht voll umfänglich für die Gesetzgebung zuständig und wählte nicht die Landesregierung. In den deutschen Bundesstaaten mit beschränkter Legislatur und Kontrolle der Regierung lag die Macht bei den jeweiligen Monarchen, im Reichsland dagegen bei dem vom Reich bestimmten [[statthalter#Elsaß-Lothringen|kaiserlichen Statthalter]]. Im [[Bundesrat (Deutsches Reich)|Bundesrat]] war das Reichsland bis 1911 nicht vertreten. Daher die Bezeichnung Reichsland und nicht Bundesstaat. Ab 1911 entsandte es drei Vertreter, doch wegen des besonderen Status blieb die Bezeichnung Reichsland. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lorraine1870.jpg|mini|rechts|Farbig die Gebiete der Départements bis 1870, als Linien deren Grenzen heute. Das heutige Département Moselle gleicht territorial dem Bezirk Lothringen.]] &lt;br /&gt;
[[Datei:Lothringen deutches Sprachgebiet im Wandel.jpg|mini|Verlauf der deutsch-französischen Sprachgrenze in Lothringen im Jahr 1000, 1500 und 1885 (nach This)&amp;lt;ref&amp;gt;Constant This: &amp;#039;&amp;#039;Die deutsch-französische Sprachgrenze in Lothringen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Landes- und Volkskunde von Elsass-Lothringen&amp;#039;&amp;#039;. Erster Band, Heft I, J. H. Ed. Heitz (Heitz &amp;amp; Mündel), Straßburg 1887 ([https://books.google.de/books?id=6SsGAAAAMAAJ&amp;amp;printsec=frontcover books.google.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt; im Vergleich zur deutschen Reichsgrenze von 1871]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bezirk Lothringen umfasste neben dem [[Deutsch-Lothringen|deutschsprachigen Teil Lothringens]] auch französischsprachige Gebiete westlich der deutsch-französischen Sprachgrenze um Metz und [[Château-Salins]]. Am 22. Juni 1877 wurden die amtlichen Ortsnamen neu festgelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Bekanntmachung Nr. 142 vom 22. Juni 1877&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Amts-Blatt für den Bezirk Lothringen&amp;#039;&amp;#039; Nr. 26 vom 3. Juli 1877, S. 181–182 ([https://books.google.de/books?id=RzjVD4DBo_oC&amp;amp;pg=PA181 books.google.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezirke des Reichslandes waren höhere Kommunalverbände, daher dem [[Bezirksverband Pfalz]] nicht unähnlich, dessen Strukturen 1816 ebenfalls aus einem französischen Département mit Conseil général hervorgegangen waren und der bei Schaffung der [[Bezirk (Bayern)|Bezirke im übrigen Bayern]] 1828 Pate stand. Als [[höherer Kommunalverband]] führte der Bezirk Lothringen ein Wappen, das traditionelle Wappen Lothringens, das in Siegeln, auf Gutscheinen und Schuldverschreibungen des Bezirks erscheint. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet des Bezirks Lothringen mit seiner Hauptstadt Metz blieb nach der Rückgliederung des Landstrichs an Frankreich 1919 in seiner territorialen Gestalt unverändert und bildet das heutige Département Moselle. Während der deutschen Besetzung 1940–1944 bildete dieses Gebiet das [[CdZ-Gebiet Lothringen]], ein Teil des [[Westmark (Gau)|Gaus Westmark]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Territoriale Gliederung ==&lt;br /&gt;
Aus den durch Deutschland annektierten östlichen vier Fünfteln des französischen Départements Moselle und dem nordöstlichen Drittel des ehemaligen [[Département Meurthe|Départements Meurthe]] (und zwar dessen [[Arrondissement Château-Salins|Arrondissements Château-Salins]] und [[Arrondissement Sarrebourg|Sarrebourg]]) wurde der Bezirk Lothringen gebildet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bezirk Lothringen&amp;quot;&amp;gt;[http://www.territorial.de/elslo/bezlo.htm „Bezirk Lothringen“], auf: Rolf Jehke, [http://www.territorial.de/index.htm &amp;#039;&amp;#039;Territoriale Veränderungen in Deutschland und deutsch verwalteten Gebieten 1874 – 1945&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 25. Februar 2013. Siehe auch „Gesetz, betreffend die Einrichtung der Verwaltung, vom 30. Dezember 1871“, els.-loth. GBl. 1872, S. 49 &amp;lt;/ref&amp;gt; Daneben bestanden die Bezirke Oberelsass und Unterelsass. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bezirk war in Kreise unterteilt, dabei wurde meistenteils die Struktur der vordem bestehenden französischen [[Arrondissement]]s übernommen. Die Kreise des Bezirks waren die folgenden: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; width=&amp;quot;65%&amp;quot;&lt;br /&gt;
! width=20% | Kreis || width=25% | Hervorgegangen aus&amp;lt;br&amp;gt; [[Arrondissement]] || width=15% | Kreisstadt || width=15% | Bevölkerung || width=25% | Anmerkung &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Metz]] (Stadtkreis) || [[Arrondissement Metz]] || Metz || 60.186 (1890)&amp;lt;br /&amp;gt;68.598 (1910) || 22 % der Einwohner gaben Französisch als Sprache den Vorzug (1900)&amp;lt;ref&amp;gt;Die Angaben zur bevorzugten Sprache entstammen der Materialsammlung von {{Verwaltungsgeschichte.de |pfad=elsass_lot.html |name=Reichsland Elsaß-Lothringen |abruf=2023-10-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kreis Bolchen|Bolchen]] || [[Arrondissement Boulay-Moselle|Boulay-Moselle]] || [[Boulay-Moselle|Bolchen (Boulay)]] || 41.621 (1890)&amp;lt;br /&amp;gt;41.825 (1910) || 12,8 % gaben Französisch den Vorzug (1900)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kreis Château-Salins|Château-Salins]] || [[Arrondissement Château-Salins|Château-Salins]] || [[Château-Salins]] || 48.956 (1890)&amp;lt;br /&amp;gt;45.303 (1910) || 69,7 % gaben Französisch den Vorzug (1900)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kreis Diedenhofen|Diedenhofen]] || [[Arrondissement Briey|Briey]] (teils) und [[Arrondissement Thionville|Thionville]] || [[Thionville|Diedenhofen (Thionville)]] || 84.505 (1890)&amp;lt;br /&amp;gt;115.873 (1900) || 20,8 % gaben Französisch, 9,5 % dem Italienischen&amp;lt;ref&amp;gt;Die Italienischsprachigen waren vor allem Arbeitsmigranten in der Montanindustrie und deren Nachfahren.&amp;lt;/ref&amp;gt; den Vorzug (1900)&amp;lt;br/&amp;gt;1901 geteilt in Diedenhofen-Ost und -West&amp;lt;ref name=&amp;quot;ORDO_080401&amp;quot;&amp;gt;Durch kaiserliche Verordnung vom 8. April 1901 durch Teilung des Kreises Diedenhofen gebildet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kreis Diedenhofen-Ost|Diedenhofen-Ost]] || 1901 neu gebildet || Diedenhofen || 62.980 (1910) || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kreis Diedenhofen-West|Diedenhofen-West]] || 1901 neu gebildet || Diedenhofen || 88.232 (1910) ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kreis Forbach|Forbach]] || [[Arrondissement Forbach|Forbach]] || [[Forbach (Moselle)|Forbach in Lothringen]] || 68.696 (1890)&amp;lt;br /&amp;gt;94.191 (1910) || 95 % und mehr zogen Deutsch vor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Landkreis Metz|Metz-Land]] || [[Arrondissement Metz|Metz]] || Metz || 76.805 (1890)&amp;lt;br /&amp;gt;113.674 (1910) || 57,1 % gaben Französisch den Vorzug (1900)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kreis Saarburg|Saarburg]] || [[Arrondissement Sarrebourg|Sarrebourg]] || [[Sarrebourg|Saarburg in Lothringen (Sarrebourg)]] || 63.096 (1890)&amp;lt;br /&amp;gt;66.222 (1910) || 22,8 % gaben Französisch den Vorzug (1900)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kreis Saargemünd|Saargemünd]] || [[Arrondissement Sarreguemines|Sarreguemines]] || [[Sarreguemines|Saargemünd (Sarreguemines)]] || 66.527 (1890)&amp;lt;br /&amp;gt;74.186 (1910) || 95 % und mehr zogen Deutsch vor&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Datei:Bezirk Lothringen.jpg|mini|rechts|300px|Kreiseinteilung des Bezirks 1890]] &lt;br /&gt;
=== Gebietsveränderungen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Administrativ-Karte des Bezirkes Lothringen 1876.jpg|mini|Administrativ-Karte des Bezirkes Lothringen von 1876 mit Gerichtsbezirks- und Gemeindegrenzen]]&lt;br /&gt;
Am 1. März 1873 wurden die zuvor durch Staatsvertrag mit Frankreich an das Deutsche Reich gekommenen, unbewohnten Teile der Gemeinde [[Raon-lès-Leau]], die zunächst – als früher dem Arrondissement Sarrebourg zugehörig – dem Kreis Saarburg i. Lothr. zugefallen waren, in den [[Kreis Molsheim]] im [[Bezirk Unterelsaß]] umgegliedert.&amp;lt;ref&amp;gt;Kaiserliche Verordnung vom 1. März 1873 [https://digital.staatsbibliothek-berlin.de/werkansicht?PPN=PPN751025240&amp;amp;PHYSID=PHYS_0061&amp;amp;DMDID=DMDLOG_0001]&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 1. Januar 1881 wurde die Kommune [[Grostenquin|Großtänchen]] vom Kreis Forbach in den Kreis Château-Salins umgegliedert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bezirk Lothringen&amp;quot;/&amp;gt; Am 14. Mai 1884 wechselten Teile des Gebiets der Gemeinde [[Haegen|Hagen]] vom [[Kreis Zabern]], Unterelsaß, in den Kreis Saarburg, während Teile des Gebiets der Gemeinde [[Hultehouse|Hültenhausen]] in umgekehrter Richtung aus dem Kreis Saarburg in den Kreis Zabern übergingen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bezirk Lothringen&amp;quot;/&amp;gt; Am 27. Juni 1890 wechselte die Kommune [[Laudrefang|Lauterfingen]] vom Kreis Château-Salins zum Kreis Saarburg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bezirk Lothringen&amp;quot;/&amp;gt; 1891 kam Lauterfingen wieder an den Kreis Château-Salins und dieser gab dafür [[Mittersheim]] an den Kreis Saarburg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bezirk Lothringen&amp;quot;/&amp;gt; Am 1. April 1896 erging eine neue [[Gemeindeordnungen in Deutschland|Gemeindeordnung]] für das Reichsland.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bezirk Lothringen&amp;quot;/&amp;gt; Am 8. April 1901 kam ein Teil des Gemeindegebiets von [[Gandrange|Gandringen]] an den Kreis Metz (Land) und der [[Kreis Diedenhofen]] wurde in einen Ost- und einen Westkreis geteilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bezirk Lothringen&amp;quot;/&amp;gt; Die Kommunen Devant-les-Ponts und Plantières, Kreis Metz (Land), wurden am 1. April 1908 in die Stadt Metz eingemeindet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bezirk Lothringen&amp;quot;/&amp;gt; Am 1. April 1914 wurde Le Sablon nach Metz eingemeindet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bezirk Lothringen&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste deutsch-französischer Ortsnamen in Lothringen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ämter und Organe ==&lt;br /&gt;
An der Spitze jedes Bezirks im Reichsland stand ein &amp;#039;&amp;#039;Bezirkspräsident/Président du département&amp;#039;&amp;#039;. Seine Behörde war das Bezirkspräsidium/la Présidence du département. Jeder Bezirk hatte als Vertretungsorgan einen [[Bezirkstag (Elsaß-Lothringen)|Bezirkstag]] bestehend aus gewählten Vertretern (Vgl. [[Bezirkstag (Bayern)|Bezirkstage in Bayern]]). Darin unterschieden sich die Bezirke im Reichsland von [[Regierungsbezirk]]en in Preußen, die keine Verbände von Gebietskörperschaften waren, sondern regierungsseitige territoriale Verwaltungseinheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsidenten des Bezirkstags von Lothringen ===&lt;br /&gt;
Die Präsidenten wurden vom &amp;#039;&amp;#039;Bezirkstag von Lothringen&amp;#039;&amp;#039; ({{FrS|&amp;#039;&amp;#039;Conseil Général de la Lorraine&amp;#039;&amp;#039;}}) gewählt, dessen Mitglieder ihrerseits von den angeschlossenen Kommunen gewählt worden waren. &lt;br /&gt;
* 1874–1881: [[Auguste-François Adam]]&lt;br /&gt;
* 1881–1911: [[Eduard Jaunez]]&lt;br /&gt;
* 1911–1918: [[Georges Ditsch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bezirkspräsidenten ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Siegelmarke Kaiserlicher Bezirks - Präsident für Lothringen W0213323.jpg|mini|Siegelmarke des Bezirkspräsidenten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bezirk Lothringen 1909.jpg|mini|Schuldverschreibung des Bezirks Lothringen vom 1. April 1909 mit Unterschrift des Bezirkspräsidenten]]&lt;br /&gt;
Im Laufe des Krieges waren in den besetzten französischen Gebieten Militärgouverneure eingesetzt. [[Adolf von Bonin]] war Generalgouverneur des besetzten Lothringens bis zum Ende der Militärverwaltung (Generalgouvernements) am 28. März 1871.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ADB|3|128|128|Bonin, Adolf von|N. N.|ADB:Bonin, Adolf von}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwischen Ende März und September 1871 amtierte ein deutscher Präfekt von Metz anstelle eines französischen Amtsinhabers. Im Mai wurde das Gebiet des späteren Bezirks eingegliedert. Das Amt des Präfekten erhielt nun die Bezeichnung Bezirkspräsident, der jeweils vom [[Statthalter#Elsass-Lothringen|Kaiserlichen Statthalter]] ernannt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1871, März–September: [[Leonce von Könneritz]], als Präfekt &lt;br /&gt;
* 1871–1872: [[Guido Henckel von Donnersmarck]]&lt;br /&gt;
* 1872–1873: [[Botho zu Eulenburg]]&lt;br /&gt;
* 1873–1874: [[Adolf von Arnim-Boitzenburg]]&lt;br /&gt;
* 1875–1876: [[Robert Viktor von Puttkamer]]&lt;br /&gt;
* 1877–1880: [[Friedrich von Reitzenstein]]&lt;br /&gt;
* 1881–1882: [[Adalbert von Flottwell]]&lt;br /&gt;
* 1883–1900: [[Hans von Hammerstein-Loxten]]&lt;br /&gt;
* 1901–1912: [[Friedrich von Zeppelin-Aschhausen]]&lt;br /&gt;
* 1913–1918: [[Karl von Gemmingen-Hornberg (1857–1935)|Karl von Gemmingen-Hornberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Amtsblatt für den Bezirk Lothringen / Recueil officiel des actes administratifs du Département de la Lorraine&amp;#039;&amp;#039; (sieh: [https://www.sudoc.abes.fr//DB=2.1/SET=1/TTL=1/PRS=HOL/SHW?FRST=#674821001 Katalogeintrag der National- und Universitätsbibliothek Straßburg]; hervorgegangen aus dem besatzungsamtlichen &amp;#039;Amtsblatt des Départements Deutsch-Lothringen / Recueil officiel des actes administratifs du Département de la Lorraine allemande&amp;#039;, erschienen ab 18. Dezember 1870).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Alten Territorien des Bezirkes Lothringen mit Einschluß der zum Oberrheinischen Kreise gehörigen Gebiete im Bezirke Unter-Elsaß nach dem Stande vom 1. Januar 1648&amp;#039;&amp;#039;, Teil II, Köln: DuMont Schauberg, 1909, pp. 176–185.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Verhandlungen des Bezirkstages von Lothringen / Procès-verbaux des délibérations du Conseil Général de la Lorraine&amp;#039;&amp;#039;, Metz (erschienen: 1874–1918).&lt;br /&gt;
* Ernst Bruck: &amp;#039;&amp;#039;Das Verfassungs- und Verwaltungsrecht von Elsaß-Lothringen&amp;#039;&amp;#039;: 3 Bde., Straßburg im Elsass: Trübner, 1908–1910. ([http://www-scd-ulp.u-strasbg.fr/wiki/doku.php/auteur:Bruck%2C%20Ernst%20Robert Online-Ausgabe]).&lt;br /&gt;
* Stefan Fisch: &amp;#039;&amp;#039;Das Elsaß im deutschen Kaiserreich (1870/71–1918)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Das Elsass. Historische Landschaft im Wandel der Zeit&amp;#039;&amp;#039;, Michael Erbe (Hrsg.), Stuttgart: Kohlhammer, 2003, S. 123–146. ISBN 3-17-015771-X.&lt;br /&gt;
* Georg Lang: &amp;#039;&amp;#039;Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch&amp;#039;&amp;#039;, Metz 1874 ([https://books.google.de/books?id=Zb1fAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover books.googl.de]).&lt;br /&gt;
* [[François Roth (Historiker)|François Roth]]: &amp;#039;&amp;#039;La Lorraine annexée: étude sur la Présidence de Lorraine dans l&amp;#039;Empire allemand (1870 - 1918)&amp;#039;&amp;#039;, 2. Aufl., Woippy: Serpenoise, 2007. ISBN 978-2-87692-720-9.&lt;br /&gt;
* Statistisches Büreau des Kaiserlichen Ministeriums für Elsaß-Lothringen: &amp;#039;&amp;#039;Ortschafts-Verzeichniß von Elsaß-Lothringen. Aufgestellt auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1880&amp;#039;&amp;#039;. C. F. Schmidts Universitäts-Buchhandlung Friedrich Bull, Straßburg 1882, 85–145 ([https://books.google.de/books?id=4JJMAQAAIAAJ&amp;amp;pg=PA85 books.google.de]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Bezirk Lothringen&amp;quot; auf [http://territorial.de/elslo/bezlo.htm territorial.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Kreise in Elsaß-Lothringen 1918}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=39959-0|VIAF=123109645}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Lothringen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichsland Elsaß-Lothringen|Lothringen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliger Gemeindeverband in Deutschland|Lothringen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliger Regierungsbezirk|Lothringen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Geographie (Lothringen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Département Moselle]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungseinheitsgründung 1871|Lothringen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1918]]&lt;/div&gt;</summary>
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