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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Beta-Binomialverteilung</id>
	<title>Beta-Binomialverteilung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T06:44:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Beta-Binomialverteilung&amp;diff=1725546&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;FishiWasTaken am 14. Juni 2025 um 15:10 Uhr</title>
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		<updated>2025-06-14T15:10:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beta-Binomialverteilung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine spezielle [[Wahrscheinlichkeitsverteilung]] in der [[Stochastik]]. Sie zählt zu den [[diskrete Wahrscheinlichkeitsverteilung|diskreten Wahrscheinlichkeitsverteilungen]] und ist [[Univariate Wahrscheinlichkeitsverteilung|univariat]]. Sie kann als eine Art Verallgemeinerung der [[Binomialverteilung]] angesehen werden, da in dieser die Wahrscheinlichkeit von &amp;lt;math&amp;gt;x&amp;lt;/math&amp;gt; Erfolgen auf &amp;lt;math&amp;gt;n&amp;lt;/math&amp;gt; bei gegebener Wahrscheinlichkeit eines Einzelerfolges angegeben wird, während in der Beta-Binomialverteilung die Erfolgswahrscheinlichkeit nur ungenau bekannt ist und durch eine [[Betaverteilung]] B(a,b) beschrieben wird. Es handelt sich somit um eine [[Mischverteilung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beta-Binomialverteilung hat drei [[Parameter (Mathematik)|Parameter]]: &amp;#039;&amp;#039;n&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;a&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;b&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Beta-binomial distribution pmf.png|mini|Die Wahrscheinlichkeitsfunktion der Beta-Binomialverteilung für unterschiedliche Parameter]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Beta-binomial cdf.png|mini|Die Verteilungsfunktion der Beta-Binomialverteilung für unterschiedliche Parameter]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Zufallsvariable &amp;lt;math&amp;gt;X&amp;lt;/math&amp;gt; hat eine Beta-Binomialverteilung mit den Parametern &amp;lt;math&amp;gt;n \in \N_0&amp;lt;/math&amp;gt;, &amp;lt;math&amp;gt;a &amp;gt; 0&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;b &amp;gt; 0&amp;lt;/math&amp;gt;, in Zeichen &amp;lt;math&amp;gt;X \sim BeB(n,a,b)&amp;lt;/math&amp;gt;, wenn sie für alle &amp;lt;math&amp;gt;x&amp;lt;/math&amp;gt; aus dem [[Träger (Mathematik)|Träger]] &amp;lt;math&amp;gt;\{0,1,\ldots,n\}&amp;lt;/math&amp;gt; die [[Wahrscheinlichkeitsfunktion]]&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;P(X=x) = {n \choose x} \frac{\Beta(a+x , b+n-x)}{\Beta (a, b)}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hat, wobei &amp;lt;math&amp;gt;\Beta&amp;lt;/math&amp;gt; die [[Eulersche Betafunktion|Betafunktion]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konstruktion ===&lt;br /&gt;
Ist &amp;lt;math&amp;gt; f(x|p,n) &amp;lt;/math&amp;gt; die Wahrscheinlichkeitsfunktion der Binomialverteilung und &amp;lt;math&amp;gt; b(p|a,b) &amp;lt;/math&amp;gt; die Dichte der Beta-Verteilung, so berechnet sich die Wahrscheinlichkeitsfunktion der Mischverteilung als&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;P(X=x)= M(x|n,a,b)=\int_0^1f(x|p,n)b(p|a,b) dp &amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Integral entspricht genau der obigen Wahrscheinlichkeitsfunktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alternative Darstellung ===&lt;br /&gt;
Alternativ lässt sich die Wahrscheinlichkeitsfunktion auch darstellen als&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;P(X=x) = C {n \choose x} \Gamma(a+x) \Gamma(b+n-x).&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ist die Konstante &amp;#039;&amp;#039;C&amp;#039;&amp;#039; eine Normierungskonstante und wird folgendermaßen berechnet:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;C = \frac{\Gamma(a+b)}{\Gamma(a) \Gamma(b) \Gamma (a+b+n)}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dabei ist &amp;lt;math&amp;gt;\Gamma&amp;lt;/math&amp;gt; die [[Gammafunktion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
=== Erwartungswert ===&lt;br /&gt;
Der [[Erwartungswert]] hängt von allen drei Parametern ab:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;E(X) = n \frac{a}{a+b},&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Varianz ===&lt;br /&gt;
Die [[Varianz (Stochastik)|Varianz]] ist:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;Var(X) = n \frac{a b}{(a+b)^2} \frac{a+b+n}{a+b+1}.&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schiefe ===&lt;br /&gt;
Die [[Schiefe (Statistik)|Schiefe]] wird angegeben mit&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\operatorname{v}(X)=(a + b + 2 n)\frac{b-a}{a+b+2} \sqrt{\frac{1+a+b}{n a b (n+a+b)}}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wahrscheinlichkeitserzeugende Funktion ===&lt;br /&gt;
Die [[wahrscheinlichkeitserzeugende Funktion]] der Beta-Binomialverteilung ist&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; m_X\left(t\right)={_{2}F_{1}}\left(-n,a;a+b;1-t\right)\!&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierbei ist &amp;lt;math&amp;gt;_2F_1 &amp;lt;/math&amp;gt; die [[gaußsche hypergeometrische Funktion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Charakteristische Funktion ===&lt;br /&gt;
Durch Substitution folgt daraus die [[Charakteristische Funktion (Stochastik)|charakteristische Funktion]]:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; \varphi_X\left(t\right)={_{2}F_{1}}\left(-n,a;a+b;1-e^{it}\right)\!&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
=== Momenterzeugende Funktion ===&lt;br /&gt;
Damit ist die [[momenterzeugende Funktion]]&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; M_X\left(t\right)={_{2}F_{1}}\left(-n,a;a+b;1-e^{t}\right)\!&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spezialfälle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls &amp;lt;math&amp;gt; a=1&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt; b=1&amp;lt;/math&amp;gt;, dann handelt es sich um eine [[diskrete Gleichverteilung]] mit &amp;lt;math&amp;gt;P(X=x)=\tfrac1{n+1}&amp;lt;/math&amp;gt;, da der Träger &amp;lt;math&amp;gt;n+1&amp;lt;/math&amp;gt; Werte beinhaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungsbereiche ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beta-Binomialverteilung wird typischerweise in Fällen angewendet, bei denen man üblicherweise eine Binomialverteilung benutzen würde, aber nicht davon ausgehen kann, dass alle Einzelereignisse dieselbe Wahrscheinlichkeit haben einzutreten, sondern diese Wahrscheinlichkeiten mehr oder minder glockenförmig um einen Wert liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Will man zum Beispiel wissen, wie viele Glühlampen innerhalb der nächsten 12 Monaten ausfallen werden, geht aber davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls einer Glühlampe zwischen verschiedenen Lieferkartons abweicht, dann ist eine Beta-Binomialverteilung angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Empirisch kann man vermuten, mit einer Beta-Binomialverteilung zu tun zu haben, obwohl man eher an ein Binomialmodell denken würde, falls die Daten mehr streuen als von der Binomialverteilung vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Modell in der bayesschen Statistik ===&lt;br /&gt;
Eine [[Urnenmodell|Urne]] enthält eine unbekannte Anzahl von Bällen, von denen man aus anderen Stichproben weiß, dass der Anteil roter Bälle von einer Betaverteilung &amp;lt;math&amp;gt;B(a,b)&amp;lt;/math&amp;gt; beschrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sollen &amp;#039;&amp;#039;n&amp;#039;&amp;#039;-mal Bälle gezogen werden (mit Zurücklegen). Die Wahrscheinlichkeit, dass &amp;#039;&amp;#039;x&amp;#039;&amp;#039;-mal ein roter Ball gezogen wird, ist in der Beta-Binomialverteilung &amp;lt;math&amp;gt;BeB(n,a,b)&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zahlenbeispiel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgehend von einer kompletten Unwissenheit der apriori Verteilung, die mit einer &amp;lt;math&amp;gt;Beta(1,1)&amp;lt;/math&amp;gt; beschrieben wird (Alternativen sind z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;lt;math&amp;gt;Beta(\tfrac 12,\tfrac 12)&amp;lt;/math&amp;gt;), wird eine „Vorstudie“ mit einer Ziehung (mit Wiederholung) von 15 Bällen organisiert. Einer dieser Bälle ist rot. Somit wird die a posteriori Verteilung mit der &amp;lt;math&amp;gt;Beta(1+1,1+14)=Beta(2,15)&amp;lt;/math&amp;gt; beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eigentliche „Studie“ sieht eine Ziehung von 40 Bällen vor. Gefragt ist die Wahrscheinlichkeit, dass genau zwei Mal ein roter Ball gezogen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da in dieser zweiten Ziehung die Wahrscheinlichkeit &amp;lt;math&amp;gt;P(X=x)&amp;lt;/math&amp;gt; jene einer &amp;lt;math&amp;gt;BeB(40,2,15)&amp;lt;/math&amp;gt; ist, lässt sie sich wie folgt berechnen:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;P(X=2, n=40, a=2, b=15) = C {40 \choose 2} \Gamma(2+2) \Gamma(15+40-2)&amp;lt;/math&amp;gt;,&lt;br /&gt;
wobei&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;C = \frac{\Gamma(2+15)}{\Gamma(2) \Gamma(15) \Gamma (2+15+40)}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und da &amp;lt;math&amp;gt;{40 \choose 2} =  780&amp;lt;/math&amp;gt; und außerdem allgemein &amp;lt;math&amp;gt;\Gamma(k) = (k-1)!\, &amp;lt;/math&amp;gt; ist, erhält man&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:BetaBinomVsBinom.svg|300px|mini|Die im Beispiel benutzten Zufallsvariablen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;&lt;br /&gt;
\begin{align}P(X=2 | n=40, a=2, b=15) &amp;amp;= \frac{16!}{1 \cdot 14! \cdot 56!} (780 \cdot 6 \cdot 52!) \\&lt;br /&gt;
&amp;amp;= 780 \cdot 6 \cdot \frac{16!}{14!} \cdot \frac{54!}{56!} = \frac{780}{53} \cdot  \frac{6}{54} \cdot  \frac{15}{55} \cdot \frac{16}{56}\\&lt;br /&gt;
&amp;amp;= \frac{260}{53}  \cdot  \frac{2}{77} = 0{,}12741975 = 12{,}74\,\%.&lt;br /&gt;
\end{align}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Ergebnis weicht wesentlich von jenem, welches mit einer „einfachen“ Binomialverteilung &amp;lt;math&amp;gt;B(n=40, p=\tfrac 1{15})&amp;lt;/math&amp;gt; berechnet worden wäre, ab. In diesem Fall wäre das Ergebnis &amp;lt;math&amp;gt;P(X=2,n=40, p=\tfrac1{15})= 25{,}19\,\%&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Grafik wird ersichtlich, dass die „einfache“ Binomialverteilung &amp;lt;math&amp;gt;B(n=40, p=\tfrac 1{15})&amp;lt;/math&amp;gt; weniger Ergebnisse „zulässt“ als die &amp;lt;math&amp;gt;BeB(n=40,a=2,b=15)&amp;lt;/math&amp;gt;. Dies geschieht, da man in dem bayesschen Modell nicht vernachlässigt, dass der „wahre“ Anteil an roten Bällen im Grunde unbekannt ist, und somit die Ergebnisse stärker streuen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Leonhard Held: &amp;#039;&amp;#039;Methoden der statistischen Inferenz. Likelihood und Bayes&amp;#039;&amp;#039;, Unter Mitwirkung von Daniel Sabanés Bové, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-1939-2.&lt;br /&gt;
* Jim Albert: &amp;#039;&amp;#039;Bayesian Computation With R&amp;#039;&amp;#039;, Springer New York, 2009, ISBN 978-0-387-92297-3, {{doi|10.1007/978-0-387-92298-0}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Poisson-Gamma-Verteilung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* http://www.vosesoftware.com/ModelRiskHelp/Distributions/Discrete_distributions/Beta-Binomial_distribution.htm&lt;br /&gt;
* {{MathWorld|BetaBinomialDistribution|Beta-Binomial Distribution}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Wahrscheinlichkeitsverteilungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diskrete Wahrscheinlichkeitsverteilung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Univariate Wahrscheinlichkeitsverteilung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;FishiWasTaken</name></author>
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