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	<title>Besitzschutzinterdikt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T18:08:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Besitzschutzinterdikt&amp;diff=707468&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;FWS AM: Interpunktion</title>
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		<updated>2025-02-16T08:49:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Interpunktion&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Besitzschutzinterdikte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (lat. &amp;#039;&amp;#039;Interdicta possessoria&amp;#039;&amp;#039;) sind [[Interdikt (Römisches Recht)|Interdikte]] des [[Römisches Recht|Römischen Rechts]], die der [[Prätor]] bei Besitzstreitigkeiten auf Antrag einer [[Partei]] aussprechen konnte, um den [[Besitz]]schutz zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besitzrecht (&amp;#039;&amp;#039;possessio&amp;#039;&amp;#039;) ==&lt;br /&gt;
Besitz bezeichnete bereits in Rom kein [[dingliches Recht]], sondern die tatsächliche Inhaberschaft einer Sache, soweit sie rechtlichen Schutz erfahren konnte. Grundsätzlich war der [[Eigentum|Eigentümer]] geschützt und derjenige, der sich in einer vergleichbaren Rechtssituation befand, weshalb Interdiktionsrechte als Besitzschutzrechte dem Eigenbesitzer und Rechtsbesitzern zustanden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Harke&amp;quot;&amp;gt;[[Jan Dirk Harke]]: &amp;#039;&amp;#039;Römisches Recht. Von der klassischen Zeit bis zu den modernen Kodifikationen&amp;#039;&amp;#039;. Beck, München 2008, ISBN 978-3-406-57405-4 (&amp;#039;&amp;#039;Grundrisse des Rechts&amp;#039;&amp;#039;), § 13 Rnr. 7–10 (S. 216–218).&amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter fielen Berechtigte aus [[Nießbrauch]]s- und [[Dienstbarkeit]]sverträgen,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Fragmenta Vaticana|Vat.]] 92 [[Ulpian]] 3int; [[Pandekten|D]] 43.19.1pr.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Erbpacht|Erbpächter]] und [[Erbbaurecht|Erbbauberechtigte]],&amp;lt;ref&amp;gt;[[Pandekten|D]] 43.18.1pr.;[[Ulpian]] 70ed.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Pfandrecht|Pfandgläubiger]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gaius (Jurist)|Gaius]] 4.147.&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie – aufgrund ihres besonderen Rechtsschutzbedürfnisses – Berechtigte aus [[Prekariumsvertrag|Gebrauchsüberlassung]]sverträgen&amp;lt;ref&amp;gt;[[Pandekten|D]] 43.26.4.1; Ulpian 71ed.&amp;lt;/ref&amp;gt; und ganz gelegentlich Pächtern.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Pandekten|D]] 43.16.12 [[Ulpius Marcellus]] 19 Digesta des [[Publius Iuventius Celsus (Jurist)|Celsus]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Besitzschutzgedanke beruht nicht darauf, dass Besitzstörungen grundsätzlich unterbunden werden, sondern dass im Streit über das Eigentum nicht zur Selbsthilfe gegriffen wird. Veränderungen der tatsächlichen Sachherrschaftsverhältnisse standen somit unter Prozessvorbehalt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Harke&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interdikte ==&lt;br /&gt;
Besitzschutzinterdikte sind entweder restitutorisch&amp;lt;ref&amp;gt;Gaius 4.154.&amp;lt;/ref&amp;gt; (auf Zurückgabe gerichtet), exhibitorisch (auf Vorlage gerichtet) oder prohibitorisch&amp;lt;ref&amp;gt;[[Pandekten|D]] 43.17.1pr. Ulpian 69ed.&amp;lt;/ref&amp;gt; (auf Verhinderung gerichtet). Während exhibitorische Interdikte der Erlangung von Besitz vor dem Prätor dienen, richten sich die restitutorischen Interdikte auf die Wiedererlangung bereits verlorenen Besitzes und mittels der prohibitorischen Interdikte wird der aktuelle Besitz während der Anrufung der Prätors verteidigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jan Dirk Harke]]: &amp;#039;&amp;#039;Römisches Recht. Von der klassischen Zeit bis zu den modernen Kodifikationen&amp;#039;&amp;#039;. Beck, München 2008, ISBN 978-3-406-57405-4 (&amp;#039;&amp;#039;Grundrisse des Rechts&amp;#039;&amp;#039;), § 13 Rnr. 30–40 (S. 227–231).&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Interdikte (&amp;#039;&amp;#039;uti possidetis&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;utrubi&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;unde vi&amp;#039;&amp;#039;) setzen voraus, dass der Besitz &amp;#039;&amp;#039;nec vi nec clam nec precario&amp;#039;&amp;#039; (weder gewaltsam noch heimlich noch als Bittleihe) erlangt wurde. Bei Zutreffen dieser Besitzkriterien spricht man heute von [[Besitz (Deutschland)#Arten des Besitzes|echtem oder fehlerfreiem Besitz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Interdikte zur Erlangung des Besitzes (&amp;#039;&amp;#039;Interdicta adipiscendae possessionis&amp;#039;&amp;#039;):&lt;br /&gt;
** Interdictum Salvianum: Ermöglicht dem Grundstückseigentümer, die vom Pächter für die Pachtzinsen verpfändeten Sachen zu erlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Interdikte zur Erhaltung des Besitzes (&amp;#039;&amp;#039;Interdicta retinendae possessionis&amp;#039;&amp;#039;):&lt;br /&gt;
** Interdictum [[uti possidetis]]: Verbietet dem Gegner des letzten echten Besitzers einer unbeweglichen Sache die Gewaltanwendung, um das Ausüben des echten Besitzes zu verhindern.&lt;br /&gt;
** Interdictum utrubi: Verbietet dem Gegner des im Vorjahr längsten echten Besitzers einer beweglichen Sache die Gewaltanwendung, um das Ausüben des echten Besitzes zu verhindern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=[[Herbert Hausmaninger]], [[Walter Selb]]|Hrsg=Böhlau Verlag Wien|Titel=Römisches Privatrecht|Sammelwerk=|Band=|Nummer=|Auflage=9|Verlag=Böhlau Verlag Wien|Ort=|Datum=2001|Seiten=137|ISBN=978-3-205-99372-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Interdictum quod vi aut clam: Diese Klage ist gegen jedes verbotswidrige Handeln seitens des Besitzstörers gerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Interdikte zur Wiedererlangung des Besitzes (&amp;#039;&amp;#039;Interdicta recuperandae possessionis&amp;#039;&amp;#039;):&lt;br /&gt;
** Interdictum [[uti possidetis]]: Verbietet dem Gegner des letzten echten Besitzers einer unbeweglichen Sache die Gewaltanwendung, um das Ausüben des echten Besitzes zu verhindern.&lt;br /&gt;
** Interdictum utrubi: Verbietet dem Gegner des letzten echten Besitzers einer beweglichen Sache die Gewaltanwendung, um das Ausüben des echten Besitzes zu verhindern.&lt;br /&gt;
** Interdictum unde vi: Verpflichtet denjenigen, der einen echten Besitzer einer unbeweglichen Sache mit Gewalt vertrieben hat, den Vorbesitzer wiedereinzusetzen.&lt;br /&gt;
** Interdictum de vi armata: Verpflichtet denjenigen, der einen Besitzer einer unbeweglichen Sache mit Gewalt, mit zusammengerotteten oder bewaffneten Menschen vertrieben hat, den Vorbesitzer wiedereinzusetzen.&lt;br /&gt;
** Interdictum de precario: Verpflichtet den Leihnehmer einer [[Bittleihe]], die Sache auf Verlangen des Leihgebers herauszugeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Quellen ==&lt;br /&gt;
* [[Institutiones (Gaius)|Institutiones]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Jan Dirk Harke]]: &amp;#039;&amp;#039;Römisches Recht. Von der klassischen Zeit bis zu den modernen Kodifikationen&amp;#039;&amp;#039;. Beck, München 2008, ISBN 978-3-406-57405-4 (&amp;#039;&amp;#039;Grundrisse des Rechts&amp;#039;&amp;#039;), § 13 Rnr. 7–10 (S. 216–218).&lt;br /&gt;
* [[Herbert Hausmaninger]], [[Walter Selb]]: &amp;#039;&amp;#039;Römisches Privatrecht&amp;#039;&amp;#039;, Böhlau, Wien 1981 (9. Aufl. 2001) (Böhlau-Studien-Bücher) ISBN 3-205-07171-9, S. 136–139.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
| Autor=Max Kaser, Rolf Knütel&lt;br /&gt;
| Titel=Römisches Privatrecht&lt;br /&gt;
| Reihe=Juristische Kurz-Lehrbücher&lt;br /&gt;
| Auflage=19.&lt;br /&gt;
| Verlag=C.H. Beck&lt;br /&gt;
| Ort=München|Datum=2008| Seiten=115 ff | ISBN=978-3-406-57623-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisches Recht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachenrecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Obligationenrecht (Römisches Recht)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;FWS AM</name></author>
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