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	<title>Besichertes Geldmarktpapier - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Besichertes_Geldmarktpapier&amp;diff=572879&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Amherst99 am 2. April 2026 um 07:28 Uhr</title>
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		<updated>2026-04-02T07:28:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;besichertes Geldmarktpapier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|asset-backed commercial paper}}; ABCP) ist im [[Finanzwesen]] eine Gruppe von [[Forderungsbesichertes Wertpapier|forderungsbesicherten Wertpapieren]], die von einem [[Conduit (Kapitalmarkt)|Conduit]] [[Emission (Wirtschaft)|emittiert]] werden und als [[Deckung (Wirtschaft)#Anleihen|Anleihedeckung]] eine Vielzahl von kurzfristigen [[Forderung]]en in einem [[Portfolio|Pool]] vereinigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Besicherte Geldmarktpapiere sind [[Strukturierte Finanzierungen|strukturierte]] verzinsliche [[Geldmarktpapier]]e, die kurzfristige [[Liquidität]] mobilisieren sollen und als Anleihedeckung kurzfristige [[Forderung]]en (insbesondere [[Bankkredit]]e, [[Kreditkarte]]nforderungen, [[Leasing]]forderungen) mit einer [[Laufzeit (Wirtschaft)|Laufzeit]] von maximal einem Jahr enthalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wolfgang Münchau |Titel=Kernschmelze im Finanzsystem |Verlag=[[Carl Hanser Verlag]] |Ort=München |Datum=2008 |ISBN=978-3-446-41847-9 |Seiten=13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besicherte Geldmarktpapiere sind das typische [[Refinanzierung]]sinstrument für [[Conduit (Kapitalmarkt)|Conduits]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einordnung ==&lt;br /&gt;
Im Rahmen der [[Verbriefung]] sind besicherte Geldmarktpapiere wie folgt einzuordnen:&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Jobst, &amp;#039;&amp;#039;Collateralized Loan Obligations (CLOs): A Primer CFS Working Paper&amp;#039;&amp;#039;, 2003, S. 11&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;padding:1em; vertical-align:top; border:2px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! [[Asset Backed Securities]] (ABS)&lt;br /&gt;
! Unterart/[[Portfolio]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Asset Backed Securities]] &amp;lt;br /&amp;gt; im engeren Sinn: || [[Autobank|Autokredite]], &amp;lt;br /&amp;gt; [[Bankkredit]]e, &amp;lt;br /&amp;gt; [[Konsumkredit]]e, &amp;lt;br /&amp;gt; [[Kreditkarte]]nforderungen, &amp;lt;br /&amp;gt; [[Leasing]]forderungen              &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Mortgage Backed Securities]] (MBS) || [[Hypothekenbesichertes Wertpapier]] &amp;lt;br /&amp;gt; [[Collateralized Mortgage Obligation]]s (CMO) &amp;lt;br /&amp;gt; [[Commercial Mortgage Backed Securitisation]] (CMBS) &amp;lt;br /&amp;gt; [[Residential Mortgage Backed Securities]] (RMBS)  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Collateralized Debt Obligation]]s (CDO) || [[Collateralized Bond Obligation]]s (CBO), &amp;lt;br /&amp;gt; [[Collateralized Loan Obligation]]s (CLO) &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Asset Backed Securities &amp;lt;br /&amp;gt; im weiteren Sinn: || besicherte Geldmarktpapiere  (ABCP)  &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Asset Backed Securities im engeren Sinn auf dem [[Kapitalmarkt]] gehandelt werden, sind die besicherten Geldmarktpapiere typische [[Handelsobjekt]]e auf dem [[Geldmarkt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ablauf ==&lt;br /&gt;
Ein Conduit erwirbt laufend von einem oder mehreren [[Originator]]en kurzfristige Forderungen (insbesondere [[Autobank|Autokredite]], [[Bankkredit]]e, [[Konsumentenkredit]]e, [[Kreditkarte]]nforderungen, [[Leasing]]forderungen&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Prätsch/Uwe Schikorra/Eberhard Ludwig, &amp;#039;&amp;#039;Finanzmanagement&amp;#039;&amp;#039;, Springer-Verlag/Berlin, 2007, S. 184 f.; ISBN 978-3-540-70786-8&amp;lt;/ref&amp;gt;) und bringt diese in einen [[Portfolio|Pool]] ein. Damit gilt das Conduit als Daueremittent im Gegensatz zur [[Zweckgesellschaft]] bei anderen forderungsbesicherten Wertpapieren, die nur einmal tätig wird ({{enS|special purpose vehicle}}). Die [[Refinanzierung]] des Conduits erfolgt ausschließlich durch [[Commercial Paper]] (CP), die durch den Pool zu besicherten Geldmarktpapieren werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Die_neue_Unternehmensfinanzierung/XkFCCgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Conduit+Kapitalmarkt&amp;amp;pg=PT280&amp;amp;printsec=frontcover Matthias Neumüller/Rita Hochgatterer, &amp;#039;&amp;#039;Verbriefung von Unternehmensforderungen – Asset Backed Securities&amp;#039;&amp;#039;, in: Hanna Rieger/Wilfried Stadler (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Die neue Unternehmensfinanzierung&amp;#039;&amp;#039;, 2013, o. S.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch [[Risikostreuung]] auf viele [[Schuldner]] und verschiedene [[Kreditart]]en sowie [[Branchenmix]] erfolgt im Pool eine [[Risikodiversifizierung]], welche die [[Granularität (Kredit)|Granularität]] erhöht und das [[Klumpenrisiko]] ermäßigt. Die in den Pool eingebrachten [[Vermögenswert]]e werden durch [[Verbriefung]] ({{enS|[[securitisation]]}}) in handelbare ABCPs „umverpackt“ ({{enS|repackaging}}) und auf dem Geldmarkt veräußert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gewählte Fälligkeit hängt vom [[Barwert]] beziehungsweise der [[Umschlagskennzahl|Umschlagsgeschwindigkeit]] der zugrundeliegenden Forderungen ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Gegebenenfalls werden auch [[Medium Term Notes]] (MTN) mit einer Laufzeit bis 24&amp;amp;nbsp;Monaten ausgegeben.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anders als bei ABS gibt es bei ABCP keine [[Tranche]]n, die Wertpapiere werden also nicht in [[Risikoklasse]]n eingeteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.true-sale-international.de/fileadmin/tsi_downloads/ABS_Aktuelles/Verbriefungsmarkt/Schoening__Rutsch_ABCP_wisu_4.2011.pdf Stephan Schöning/Jan Christian Rutsch, &amp;#039;&amp;#039;Finanzierung durch Asset Backed Commercial Papers&amp;#039;&amp;#039;, in: WISU - Das Wirtschaftsstudium, 40. Jg., 2011, S. 523–527], abgerufen am 19. Januar 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsfragen ==&lt;br /&gt;
Eine vollständige [[Rekapitalisierung]] der Originatoren durch Entlastung ihrer [[Eigenmittel (Kreditinstitut)|Eigenmittel]] findet nur statt, wenn die [[Forderungsverkauf|Forderungsverkäufe]] an das Conduit mit Hilfe eines [[Verbriefung#True-Sale-Verbriefung|True-Sale]] durchgeführt werden. Die [[Bankenaufsicht]] erkennt die Übertragung von Kreditforderungen aus dem Bestand des Originators auf das Conduit nur dann an, wenn der [[Risikotransfer]] tatsächlich stattfindet ({{enS|clean break}}).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Regulatorische_Erfassung_des_Kreditrisik/dykjBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=abs+clean+break&amp;amp;pg=PA170&amp;amp;printsec=frontcover Thomas Söhlke, &amp;#039;&amp;#039;Regulatorische Erfassung des Kreditrisikos&amp;#039;&amp;#039;, 2002, S. 170 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das bedeutet, dass der Originator dann nicht weiter dafür haften darf, dass die Forderungen am [[Fälligkeit]]stag durch den Schuldner beglichen werden. Zu diesem Zweck muss die [[Unternehmensstruktur]] des Conduits nach Art. 4 Abs. 1 Nr. 66 {{EU-Verordnung|2013|575|titel=Kapitaladäquanzverordnung (CRR)}} darauf ausgelegt sein, die eigenen Verpflichtungen von denen des Originators zu trennen und deren [[Wirtschaftliches Eigentum|wirtschaftliche Eigentümer]] die damit verbundenen Rechte uneingeschränkt [[Verpfändung|verpfänden]] oder [[Veräußerung|veräußern]] können. Der Originator darf beispielsweise im Rahmen des [[Credit Enhancement]]s keine [[Rückkaufvereinbarung]]en mit dem Conduit schließen oder [[Zahlungsgarantie]]n für den Pool abgeben. Zudem darf das Conduit sich nicht im [[Konsolidierung (Finanzwesen)#Konzernkonsolidierung|Konsolidierungskreis]] des Originators befinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von &amp;#039;&amp;#039;Wiederverbriefungspositionen&amp;#039;&amp;#039; betroffen sind in erster Linie besicherte Geldmarktpapiere, die im Rahmen von Asset Backed Commercial Paper-Programmen begeben werden und die unter bestimmten Voraussetzungen nicht als Wiederverbriefungspositionen anzurechnen sein könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BT-Drs|17|1720}} vom 17. Mai 2010, &amp;#039;&amp;#039;Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der geänderten Bankenrichtlinie und der geänderten Kapitaladäquanzrichtlinie&amp;#039;&amp;#039;, S. 32&amp;lt;/ref&amp;gt; Die &amp;#039;&amp;#039;Wiederverbriefung&amp;#039;&amp;#039; ist gemäß Art. 2 Nr. 4 {{EU-Verordnung|2017|2402|titel=vom 12. Dezember 2017 zur Festlegung eines allgemeinen Rahmens für Verbriefungen und zur Schaffung eines spezifischen Rahmens für einfache, transparente und standardisierte Verbriefung}} ([[Verbriefungsverordnung]]) „eine Verbriefung, bei der mindestens eine der zugrunde liegenden [[Risikoposition]]en eine Verbriefungsposition ist.“ Diese Wiederverbriefung ist gemäß Art. 8 Verbriefungsverordnung verboten; hiervon gibt es wenige Ausnahmen, die in einer [[Bankenkrise]] gelten. Die [[Bafin]] entscheidet, ob ein [[Finanzinstrument]] als Wiederverbriefung einzustufen ist oder nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Das Conduit ist als &amp;#039;&amp;#039;Daueremittent&amp;#039;&amp;#039; für unbegrenzte Zeit angelegt und erwirbt regelmäßig Forderungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Finanzkrise_und_Wirtschaftsordnung/hJVEliZYlAAC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Conduit+Kapitalmarkt&amp;amp;pg=PA43&amp;amp;printsec=frontcover Christian Hofmann/Florian Möslein/Stefan Grundmann, &amp;#039;&amp;#039;Finanzkrise und Wirtschaftsordnung&amp;#039;&amp;#039;, 2009, S. 43 FN 14]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Ausfallrisiko|Ausfallrisiken]] des [[Emittent (Finanzmarkt)|Emittenten]] werden über den [[Geldmarkt]] [[Risikotransfer|transferiert]].&amp;lt;ref&amp;gt;Stephan Schöning/Jan Christian Rutsch, &amp;#039;&amp;#039;Finanzierung durch Asset Backed Commercial Papers&amp;#039;&amp;#039;, in: WISU - Das Wirtschaftsstudium, 40. Jg., 2011, S. 523–527&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Conduits finanzieren den Erwerb der Forderungen durch die [[Emission (Wirtschaft)|Emission]] von Commercial Papers mit einer Laufzeit von bis zu 90 Tagen, während die Forderungen Laufzeiten bis zu 1 Jahr aufweisen können. Damit liegt formal eine [[Fristenkongruenz|fristeninkongruente]] [[Deckung (Wirtschaft)|Deckung]] vor, die das mit einer [[Anschlussfinanzierung]] verbundene [[Zinsänderungsrisiko]] beinhaltet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Immobilieninvestition_und_finanzierung_k/2G3pBQAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Conduit+Kapitalmarkt&amp;amp;pg=PA124&amp;amp;printsec=frontcover Michaela Hellerforth, &amp;#039;&amp;#039;Immobilieninvestition und -finanzierung kompakt&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 124]&amp;lt;/ref&amp;gt; Um [[Liquiditätsrisiko|Liquiditätsrisiken]] zu vermindern oder auszuschließen, müssen [[Bank]]en eine [[Kreditfazilität]] ([[Liquiditätslinie]]; {{enS|(CP) back-up facility}}) bereitstellen, was durch [[Ratingagentur]]en zur Voraussetzung für ein gutes [[Rating (Finanzwesen)|Emissionsrating]] gemacht wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Babett Gehring, &amp;#039;&amp;#039;Asset Backed Securities im amerikanischen und im deutschen Recht&amp;#039;&amp;#039;, 1999, S. 25; ISBN 978-3-406-44481-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Liquiditätsrisiko kann beispielsweise dann auftreten, wenn neue Commercial Papers nicht oder nicht in ausreichendem Umfang am Markt platziert werden können ([[Marktenge]]) und damit die [[Marktliquidität]] zur Ablösung fälliger Commercial Papers fehlt. Letzteres kann im Falle von [[Marktstörung]]en der Fall sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Wie z.&amp;amp;nbsp;B. zuletzt durch die [[Finanzkrise ab 2007]] am US-amerikanischen [[Subprime-Markt]] für [[Hypothekendarlehen]] im Sommer 2007, durch die auch die [[IKB Deutsche Industriebank|IKB]] in Schwierigkeiten geriet, weil sie für ein Conduit (die &amp;#039;&amp;#039;Rhineland Funding Capital Corporation&amp;#039;&amp;#039;) eine Liquiditätslinie in erheblichen Umfang bereithielt.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ohne eine solche Liquiditätslinie würde das Rating solcher Commercial Papers schlechter ausfallen, was sich wiederum auf Verzinsung beziehungsweise [[Disagio]] auswirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Derivatives Wertpapier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzmarktgeschäft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreditgeschäft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Amherst99</name></author>
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