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	<title>Besenginster - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Besenginster&amp;diff=206850&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Seysi am 7. Juli 2025 um 08:23 Uhr</title>
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		<updated>2025-07-07T08:23:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Gewöhnlicher Besenginster&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Cytisus scoparius&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Carl von Linné|L.]]) [[Heinrich Friedrich Link|Link]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Geißklee&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Cytisus&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Schmetterlingsblütler&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Faboideae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Hülsenfrüchtler&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Fabaceae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Schmetterlingsblütenartige&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Fabales&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Eurosiden I&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Bild             = Cytisus scoparius3.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Besenginster (&amp;#039;&amp;#039;Cytisus scoparius&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Besenginster&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Cytisus scoparius&amp;#039;&amp;#039;), genauer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gewöhnlicher Besenginster&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist eine [[Art (Biologie)|Pflanzenart]] in der Unterfamilie der [[Schmetterlingsblütler]] (Faboideae) innerhalb der Familie der [[Hülsenfrüchtler]] (Fabaceae). Obwohl der Besenginster den Wortbestandteil „-ginster“ im [[Trivialname]]n trägt, gehört er nicht zur [[Gattung (Biologie)|Gattung]] [[Ginster]] (&amp;#039;&amp;#039;Genista&amp;#039;&amp;#039;), sondern zur Gattung [[Geißklee]] (&amp;#039;&amp;#039;Cytisus&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Cytisus scoparius Habitus 2009April26 SierraMadrona.jpg|mini|Habitus]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Cytisus scoparius1.jpg|mini|Zweig mit Blütenknospen, offenen Blüten und jungen Früchten kurz nach der Befruchtung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Cytisus scoparius flos.jpg|mini|Zygomorphe Blüte nach „Explosion“ des Schiffchens]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Besenginster.JPG|mini|Zweige mit reifen Hülsenfrüchten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:XN Cytisus scoparius 00.jpg|mini|Besenginster auf einer [[Exposition (Geographie)|exponierten]] [[Extensivweide]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Cytisus scoparius - Köhler–s Medizinal-Pflanzen-200.jpg|mini|Illustration aus &amp;#039;&amp;#039;Köhler&amp;#039;s Medizinalpflanzen&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegetative Merkmale ===&lt;br /&gt;
Der Besenginster ist ein winterkahler, auch sommerkahler [[Strauch]] (Rutenstrauch), der Wuchshöhen von 1 bis 2 Metern erreicht, selten auch ein kleiner, bis zu 3 Meter hoher Baumstrauch. Er besitzt lange, besenförmig dichtstehende, fünfkantige, aufrechte grüne Zweige. Er besitzt auch eine sehr kräftige Pfahlwurzel, die an den Seitenwurzeln handförmig gelappte Knöllchen trägt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HegiGams1964&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wechselständigen, dreiteiligen [[Blatt (Pflanze)|Laubblätter]] haben verkehrt-eiförmige bis lanzettliche Teilblättchen und sind seidig-behaart. Der Blattstiel ist höchstens 1 Zentimeter lang, die Teilblättchen sind 1 bis 2 Zentimeter lang.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HegiGams1964&amp;quot; /&amp;gt; An den oberen Langtrieben entwickeln sich meist erst postfloral bis zum Winter ungestielte und ungeteilte Blätter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HegiGams1964&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Generative Merkmale ===&lt;br /&gt;
Die Blütezeit reicht von Mai bis Juni. Die Blüten stehen einzeln oder zu zweien an Kurztrieben in den oberen Zweigteilen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HegiGams1964&amp;quot; /&amp;gt; Diese Kurztriebe stehen in langen Blütenständen am Ende der Zweige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zwittrigen [[Blüte]]n sind bei einer Länge von bis zu 2,5 Zentimetern als Schmetterlingsblüten [[zygomorph]] und fünfzählig mit doppelter [[Blütenhülle]]. Von den Kelchlippen, die rasch vertrocknen, ist die obere zweizähnig, die untere dreizähnig. Die fünf [[Kronblatt|Kronblätter]] sind goldgelb. Die Fahne ist zurückgeschlagen, die Flügel sind stumpf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HegiGams1964&amp;quot; /&amp;gt; Alle zehn [[Staubblatt|Staubblätter]] sind zu einer Röhre verwachsen. Der [[Fruchtknoten]] ist weißzottig mit kahlem, gekrümmtem [[Griffel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zuletzt schwarzen [[Hülsenfrucht|Hülsenfrüchte]] sind stark abgeflacht, auf den Flächen kahl und an den Nähten dicht mit langen weißen oder gelblichen Haaren besetzt. Die Samen sind länglich-rundlich und tragen ein [[Elaiosom]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;HegiGams1964&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Chromosomenzahl]] beträgt 2n = 46 oder 48.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologie ==&lt;br /&gt;
Der Besenginster ist schnellwüchsig, Jungpflanzen werden im ersten Jahr bis 45 Zentimeter hoch. Im zweiten Jahr beginnen sie sich zu verzweigen und werden bis über 1 Meter hoch. Der Holzzuwachs ist im vierten Jahr am stärksten, danach nimmt das Wachstum rasch ab. Der Blühbeginn liegt meist im dritten Jahr. Der frostempfindliche Strauch friert in strengen Wintern bis auf den dicken Stamm zurück. Der Besenginster ist ein [[Rohboden-Pionier]]. Der Besenginster wird meist nicht älter als zwölf Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er ist ein Tiefwurzler und besitzt, wie es bei Hülsenfrüchtlern die Regel ist, Wurzelknöllchen mit Stickstoff bindenden symbiontischen Bakterien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blütenökologisch handelt es sich um „Pollen-Schmetterlingsblumen mit Schnellmechanismus“. [[Nektar (Botanik)|Nektar]] wird nicht vorgehalten.&lt;br /&gt;
Der Bestäubungsmechanismus kann nur von großen [[Hummeln]] ausgelöst werden: Setzt sich ein größerer Blütenbesucher auf die Flügel, wird das über eine Falte mit den Flügeln verbundene [[Schiffchen (Botanik)|Schiffchen]] niedergedrückt. Dabei öffnet es sich an der Oberseite und es schnellen zuerst die fünf kürzeren Staubblätter hervor und schleudern ihren Pollen an den Bauch des Besuchers (Explosionsmechanismus). Ist das Schiffchen bis zur Spitze gespalten, kommt es zu einer zweiten Explosion, durch die der Griffel und fast gleichzeitig die vier längeren, unteren Staubblätter des inneren Kreises hervorschnellen und dem Besucher auf den Rücken schlagen. Explodierte Blüten werden von [[Pollen]] sammelnden, kleineren Bienen und Käfern besucht. [[Selbstbestäubung]] ist erfolglos.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jane Catherine Stout |Titel=Does size matter? Bumblebee behaviour and the pollination of Cytisus scoparius L. (Fabaceae) |Sammelwerk=Apidologie |Band=31 |Nummer=1 |Datum=2000-01 |ISSN=0044-8435 |DOI=10.1051/apido:2000111 |Seiten=129–139 |Online=http://www.edpsciences.org/10.1051/apido:2000111 |Abruf=2023-08-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schwarzen und deshalb Wärme speichernden Hülsenfrüchte sind typische Austrocknungsstreuer. Meist in der Mittagshitze platzen die Hülsen mit einem Knall längs der oberen und unteren Naht auf, die beiden Hülsenhälften rollen sich schraubig auseinander und schleudern dabei ihre Samen mehrere Meter weit in die Umgebung – so wie es auch bei anderen Ginstern üblich ist. Zudem ist eine Ausbreitung der runden Samen als Rollsamen möglich, ebenso eine Ausbreitung über den Kropf von Tauben oder wegen der Ölkörper ([[Elaiosom]]en) durch [[Ameisen]]. Die hartschaligen Samen reifen Ende August bis Anfang September, sie keimen erst im zweiten Jahr und bleiben Jahrzehnte keimfähig. Die Keimung erfolgt nur im Licht und wird durch Brand gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den Pflanzen findet sich neben weiteren spezialisierten Insekten oft der [[Exapion fuscirostre|Besenginster-Spitzmausrüssler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Der Besenginster hat ursprüngliche Vorkommen in fast allen Ländern Europas und fehlt nur in Island, Finnland, Luxemburg, Albanien, Bulgarien und in der Türkei. Eingeschleppt kommt er vor in Nord- und Südamerika, in Südafrika, Madagaskar, Indien, Korea, Japan, Australien und Neuseeland.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Euro+Med&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Standorte ===&lt;br /&gt;
Der Besenginster lebt häufig und gesellig auf [[Extensive Landnutzung in Mitteleuropa|Extensivweiden]] (Brandweiden), in [[Schlag (Forstwirtschaft)|Waldschlägen]], an Waldsäumen, in [[Brache]]n, an Wegen und Böschungen sowie in lichten bodensauren Eichen- und Hainbuchenwäldern. In [[Eifel]], [[Rheinisches Schiefergebirge|Rheinischem Schiefergebirge]] und [[Sauerland]] entwickelte sich auf den als [[Allmende]]n genutzten Grünlandflächen die [[Besenginsterheide]] als Folge einer Form der [[Wechselwirtschaft]], die als [[Feld-Heide-Wechselwirtschaft]] bezeichnet wird. Auf einigen Weiden im Schwarzwald und in den Vogesen hat sich der Besenginster unerwünscht als [[Plage]] und giftiger [[Weideverderber]] ausgebreitet. Dort kommt er bis in Höhenlagen von ungefähr 800 Metern vor und wird danach vom kleineren [[Flügelginster]] abgelöst.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Liehl1986&amp;quot; /&amp;gt; In den Allgäuer Alpen steigt er im Großen Wald an der Straße zwischen Fallenberghütte und Alpe Schnitzlertal südlich [[Wertach]] in Bayern bis zu einer Höhenlage von 1070 Metern auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dörr-Lippert&amp;quot; /&amp;gt; Im [[Bergell]] steigt die Art bis 1620 Meter Meereshöhe auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HegiGams1964&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Besenginster gedeiht am besten auf basen- und stickstoffarmen [[Boden (Bodenkunde)|Böden]], die lehmig, sandig oder steinig sein können. Er fehlt in reinen Kalkgebieten. Nach [[Zeigerwerte nach Ellenberg|Ellenberg]] ist er eine Lichtpflanze, ozeanisch verbreitet und eine Verbands[[charakterart]] der Besenginster-Gebüsche (Sarothamnenion). Die ökologischen [[Zeigerwerte]] nach [[Elias Landolt (Botaniker)|Landolt]] [[et al.]] 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2+ (frisch), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 2 (sauer), Temperaturzahl T = 4 (kollin), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 2 (subozeanisch).&amp;lt;ref name=&amp;quot;InfoFlora&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Taxonomie und Systematik ==&lt;br /&gt;
Die Erstveröffentlichung erfolgte 1753 unter dem Namen ([[Basionym]]) &amp;#039;&amp;#039;Spartium scoparium&amp;#039;&amp;#039; durch [[Carl von Linné]] in &amp;#039;&amp;#039;Species Plantarum&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Seite 709. Die Neukombination zu &amp;#039;&amp;#039;Cytisus scoparius&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(L.) Link}} wurde durch [[Heinrich Friedrich Link]] 1822 in &amp;#039;&amp;#039;Enumeratio Plantarum Horti Regii Berolinensis Altera&amp;#039;&amp;#039;, Band 2 Seite 241 veröffentlicht. Weitere [[Synonym (Taxonomie)|Synonym]] für &amp;#039;&amp;#039;Cytisus scoparius&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(L.) Link}} sind: &amp;#039;&amp;#039;Genista scoparia&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(L.) Lam.}}, &amp;#039;&amp;#039;Sarothamnus bourgaei&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Boiss.}}, &amp;#039;&amp;#039;Sarothamnus oxyphyllus&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Boiss.}}, &amp;#039;&amp;#039;Sarothamnus vulgaris&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Wimm.}} nom. illeg., &amp;#039;&amp;#039;Sarothamnus scoparius&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(L.) W.D.J.Koch}}.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Euro+Med&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Autor gibt es etwa zwei Unterarten:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Euro+Med&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Cytisus scoparius&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(L.) Link}} subsp. &amp;#039;&amp;#039;scoparius&amp;#039;&amp;#039;: Sie ist in Europa weitverbreitet.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Cytisus scoparius&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;maritimus&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Rouy) Heywood}} (Syn.: &amp;#039;&amp;#039;Genista scoparia&amp;#039;&amp;#039; var. &amp;#039;&amp;#039;maritima&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Rouy}}): Diese Unterart mit niederliegenden Ästen kommt an der Küste von Frankreich, Großbritannien, Irland, Dänemark und Deutschland vor. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 46.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FE2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Giftigkeit ==&lt;br /&gt;
Der Besenginster ist in allen Pflanzenteilen giftig. Verantwortlich dafür sind [[Alkaloid]]e wie (−)-[[Spartein]] (Hauptalkaloid, rund 90 % der Gesamtalkaloide), (−)-17-Oxospartein, (±)-[[Lupanin]] und [[Hydroxylupanin]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;ding&amp;quot;&amp;gt;T. Dingermann, K. Hiller, G. Schneider, I. Zündorf: &amp;#039;&amp;#039;Schneider Arzneidrogen&amp;#039;&amp;#039;. 5. Auflage, Elsevier 2004, ISBN 3-8274-1481-4, S. 440.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;teusch&amp;quot;&amp;gt;E. Teuscher: &amp;#039;&amp;#039;Biogene Arzneimittel.&amp;#039;&amp;#039; 5. Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, 1997. ISBN 3-8047-1482-X. S. 355 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Flavonoide sind möglicherweise an der Wirkung beteiligt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;teusch&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Inhaltsstoffe sind [[Phenylethylamine]] (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Tyramin]], [[Dopamin]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;teusch&amp;quot; /&amp;gt; Das Flavonglykosid [[Scoparin]] (8-C-β-&amp;lt;small&amp;gt;D&amp;lt;/small&amp;gt;-Glucosyl-3&amp;#039;-O-methyl[[luteolin]]) kommt ebenfalls im Besenginster vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergiftungssymptome sind u.&amp;amp;nbsp;a. Erbrechen, Durchfall, Benommenheit und Kopfschmerzen. Hohe Dosen führen zunächst zu [[Atemlähmung#Periphere Atemlähmung|peripherer Atemlähmung]], dann zu [[Bradykardie]] und asystolischem [[Herzstillstand]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;teusch&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Medizinische Verwendung ===&lt;br /&gt;
Als [[Droge (Pharmazie)| pharmazeutische Drogen]] sind beschrieben:&lt;br /&gt;
* die getrockneten, holzigen, grünen Sprosse mit Zweigen und Blättern (&amp;#039;&amp;#039;Sarothamni scoparii herba&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Cytisi scoparii herba&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref name=&amp;quot;kommission-e1&amp;quot;&amp;gt;[https://buecher.heilpflanzen-welt.de/BGA-Kommission-E-Monographien/cytisi-scoparii-herba-besenginsterkraut.htm Monographie &amp;#039;&amp;#039;Cytisi scoparii herba&amp;#039;&amp;#039; (Kommission E, BGA/BfArM)], abgerufen am 4. April 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* die frischen Blüten und Blätter (&amp;#039;&amp;#039;Cytisi flos&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref name=&amp;quot;kommission-e2&amp;quot;&amp;gt;[https://buecher.heilpflanzen-welt.de/BGA-Kommission-E-Monographien/cytisi-scoparii-flos-besenginsterblueten.htm Negativ-Monographie &amp;#039;&amp;#039;Cytisi flos&amp;#039;&amp;#039; (Kommission E, BGA/BfArM)], abgerufen am 4. April 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkstoffe sind: [[Chinolizidinalkaloide]], vor allem Spartein und Lupanin; [[biogene Amine]] wie Dopamin und Tyramin; [[Flavonoide]], etwa Scoparin.&amp;lt;!--- {{Belege fehlen}}und [[Astragalin]]; in den [[Blüte]]n geringe Mengen [[Ätherische Öle|Ätherischen Öls]]; in den [[Same (Pflanze)|Samen]] [[Lectine]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirkung von Besenginsterkraut beruht weitgehend auf dem Alkaloidgehalt. Es dient zur unterstützenden Therapie von Kreislaufregulationsstörungen und zu niedrigem Blutdruck.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ding&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;teusch&amp;quot; /&amp;gt; In der [[Volksheilkunde]] auch als harntreibendes Mittel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HegiGams1964&amp;quot; /&amp;gt; Wegen des wechselnden Gehalts an [[Spartein]] sind eher Fertigpräparate mit standardisierten Extrakten für den Therapieeinsatz geeignet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;teusch&amp;quot; /&amp;gt; Das früher angewandte isolierte Spartein (als Sparteinsulfat) wird heute wegen seiner unsicheren Wirksamkeit und Giftigkeit nicht mehr als Arzneimittel eingesetzt. Keine Bedenken bestehen bei der Nutzung der Blüten mit sehr geringem Sparteingehalt als Schmuckdroge in [[Tee]]mischungen. Sie dürfen bis zu 1 % enthalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kommission-e2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstige Verwendung ===&lt;br /&gt;
Der Name deutet auf die einstige Verwendung als [[Besen]]reisig hin. Der Besenginster dient als Winterfutter für Hasen und Rehe. Er wird auch als [[Bodenverbesserer]] ([[Knöllchenbakterien]]) und als raschwüchsiger Bodenfestiger eingesetzt. Kulturformen mit abweichender Blütenfarbe werden als Ziersträucher genutzt. [[Emil Gött]] versuchte die Fasern der Pflanze wirtschaftlich zu verwenden, sie erwiesen sich jedoch als zu schwach.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Oltmanns]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Pflanzenleben des Schwarzwaldes&amp;#039;&amp;#039; Band 1, S. 226 etc.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Orobanche rapum-genistae.jpg|mini|Ginster-Sommerwurz (&amp;#039;&amp;#039;Orobanche rapum-genistae&amp;#039;&amp;#039;) auf Besenginster schmarotzend]]&lt;br /&gt;
== Schmarotzer ==&lt;br /&gt;
Zahlreiche Pilzarten leben vom Besenginster.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HegiGams1964&amp;quot; /&amp;gt; Auch Milben und Gallmücken leben auf ihm. An Blütenpflanzen schmarotzt besonders die [[Ginster-Sommerwurz]] (&amp;#039;&amp;#039;Orobanche rapum-genistae&amp;#039;&amp;#039;) auf ihm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HegiGams1964&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivialnamen ==&lt;br /&gt;
Ein weiterer volkstümlicher Name ist &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Besenstrauch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Für den Besenginster bestehen bzw. bestanden auch die weiteren deutschsprachigen [[Trivialnamen]]: Besenginster ([[Schweiz]]), Besenkraut (Schweiz), Besenstrauch ([[Bayern]]), Bessenkrut ([[Schleswig-Holstein]]), Bessenstruk ([[Mecklenburg]]), Braem, Brâm ([[Lübeck]] bis [[Ostfriesland]]), gele Bram ([[mittelniederdeutsch]]), Bran ([[Sachsen]]), Branen (Sachsen), Breem ([[mittelhochdeutsch]]), Brehme (Sachsen), Breme (mittelhochdeutsch), Brempt, Brimma ([[althochdeutsch]]), Brimme ([[Pommern]], mittelhochdeutsch), Bromen, Brumme (mittelniederdeutsch), Farbpfriem, Flomber (mittelhochdeutsch), Frauenschüchel, Frumme (mittelhochdeutsch), Gäst, Gaister, Galstern, Ganster, Gast, Gelster, Genester (Schweiz), Genist, Genst, Genster, Gester ([[Eifel]] um [[Lutzerath]]), Gienitz, Gienst ([[Schlesien]]), Gimps (Eifel), Gimst (Eifel), Ginst, Gister (Eifel um [[Bertrich]]), Grausen (Schlesien), Grauweide (Bayern), Gripsche, Grimsche (Sachsen), Grinitsch ([[Schwaben]]), Grinz, Grinzsche, Grische (Sachsen), Grünitz, Grünling, Grünsper, Günst, Günster, Gunste (mittelhochdeutsch), Gurst, Gynst, Hasenbram (Mecklenburg), Hasengeil ([[Prignitz]], Mecklenburg), Hasenheide, Hasenhuss, Hasenkräutich ([[Niederlausitz]]), Hasenkraut (Mark bei [[Strausberg]] und [[Wriezen]]), Hasenstruch, Heidepfriemen, Heyde (mittelhochdeutsch), Judenruthen, Kranweig (bereits 1519 erwähnt), Krientsch (Mark bei Strausberg), Kühnschoten (Schlesien), Kühnschroten ([[Frankfurt (Oder)]], Sachsen), Kühschoten (Schlesien), Kühschroten, Kunschruthen, Pehfriede, Pfingstblume (mittelhochdeutsch) Pfingstpfriemen, Pfremen, Pfriemholz, Pfriemenheide, Pfrim, Pfrimmen (mittelhochdeutsch), Pfrimme, Pfrimmholz, Phriemkrut (mittelhochdeutsch), Phrimma (althochdeutsch), Pinkstblaumen ([[Grafschaft Mark]]), Prumen, Prymen, wild Reben (mittelhochdeutsch), Ramse (Schwarzwald),&amp;lt;ref name=&amp;quot;Liehl1986&amp;quot; /&amp;gt; Rechheide, Rehkraut, Schachtkraut, Smelhe (mittelhochdeutsch), Smelohe (mittelhochdeutsch), Stechpfriemen, Vitschen (Sachsen), Wildholz und Witschen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pritzel1882&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|9783494014241}}&lt;br /&gt;
* Ingrid Schönfelder, Peter Schönfelder: &amp;#039;&amp;#039;Das neue Handbuch der Heilpflanzen.&amp;#039;&amp;#039; Sonderausgabe. Franckh-Kosmos, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-440-12932-6.&lt;br /&gt;
* [[Peter Schönfelder]], Ingrid Schönfelder: &amp;#039;&amp;#039;Der Kosmos-Heilpflanzenführer. Europäische Heil- und Giftpflanzen.&amp;#039;&amp;#039; 6., neu bearbeitete Auflage. Franckh-Kosmos, Stuttgart 1995, ISBN 3-440-06954-0.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3494013276}}&lt;br /&gt;
* Eckehart J. Jäger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. 20. Auflage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;InfoFlora&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{InfoFlora|ID=1014600|WissName=Cytisus scoparius (L.) Link| Abruf=2025-05-28}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{BibISBN|3800131315| Seite=582}}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;ref name=&amp;quot;FE2&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
David G. Frodin, [[Vernon Heywood|Vernon H. Heywood]]: &amp;#039;&amp;#039;Cytisus L.&amp;#039;&amp;#039; In: {{BibISBN|052106662X|Seite=86–90}}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;ref name=&amp;quot;Euro+Med&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daten aus ILDIS &amp;#039;&amp;#039;World Database of Legumes&amp;#039;&amp;#039;, 2010: [https://europlusmed.org/cdm_dataportal/taxon/7c00a930-7d52-4d8b-a63b-50851c89c938 &amp;#039;&amp;#039;Cytisus scoparius&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
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&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dörr-Lippert&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erhard Dörr, [[Wolfgang Lippert (Botaniker)|Wolfgang Lippert]]: &amp;#039;&amp;#039;Flora des Allgäus und seiner Umgebung.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, IHW, Eching 2004, ISBN 3-930167-61-1, S. 116.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Liehl1986&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ekkehard Liehl]]: &amp;#039;&amp;#039;Hinterzarten. Gesicht und Geschichte einer Schwarzwald-Landschaft.&amp;#039;&amp;#039; Rosgarten, Konstanz 1986, ISBN 3-87685-054-1, S. 35 und S. 76.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pritzel1882&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Georg August Pritzel]], [[Carl Jessen]]: &amp;#039;&amp;#039;Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze.&amp;#039;&amp;#039; Philipp Cohen, Hannover 1882, S. 127–128. ([http://archive.org/stream/diedeutschenvol00pritgoog#page/n145/mode/2up eingescannt]).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;HegiGams1964&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Gustav Hegi]], [[Helmut Gams]]: &amp;#039;&amp;#039;Familie Leguminosae.&amp;#039;&amp;#039; In: Gustav Hegi: &amp;#039;&amp;#039;Illustrierte Flora von Mitteleuropa.&amp;#039;&amp;#039; 1. Auflage, Band IV, Teil 3, S. 1182–1189. Verlag Carl Hanser, München 1964.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Cytisus scoparius|Besenginster (&amp;#039;&amp;#039;Cytisus scoparius&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{FloraWeb|1837|Cytisus scoparius (L.) Link, Gewöhnlicher Besenginster}}&lt;br /&gt;
* {{BIB|1837}}&lt;br /&gt;
* Thomas Meyer: [http://www.blumeninschwaben.de/Zweikeimblaettrige/Schmetterlingsbluetler/cytisus_3.htm#Besenginster%C2%A0 Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei &amp;#039;&amp;#039;Flora-de: Flora von Deutschland&amp;#039;&amp;#039; (alter Name der Webseite: &amp;#039;&amp;#039;Blumen in Schwaben&amp;#039;&amp;#039;).]&lt;br /&gt;
* [http://www.awl.ch/heilpflanzen/cytisus_scoparius/besenginster.htm Besenginster als Heilpflanze bei &amp;#039;&amp;#039;awl.ch/heilpflanzen&amp;#039;&amp;#039;.]&lt;br /&gt;
* [http://www.giftpflanzen.com/cytisus_scoparius.html Inhaltsstoffe von &amp;#039;&amp;#039;Cytisus scoparius&amp;#039;&amp;#039; bei &amp;#039;&amp;#039;giftpflanzen.com&amp;#039;&amp;#039;.]&lt;br /&gt;
* [http://www.kaesekessel.de/kraeuter/b/besenginster.htm &amp;#039;&amp;#039;Cytisus scoparius&amp;#039;&amp;#039; auf &amp;#039;&amp;#039;kaesekessel.de&amp;#039;&amp;#039;.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Genisteae (Tribus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilpflanze]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Seysi</name></author>
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