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	<title>Berthold von Wehingen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Manha28 am 26. April 2026 um 12:22 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Fürstengang Bischöfe 38 - Berthold von Wehingen.jpg|miniatur|Berthold von Wehingen auf einem Gemälde im [[Fürstengang]] [[Freising]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fürstengang Tafel 38 - Berthold von Wehingen.jpg|miniatur|Wappentafel von Berthold von Wehingen im Fürstengang Freising]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Berthold von Wehingen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Berthold von Vaihingen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, * um 1345 bei [[Wien]]; † [[1410]] ebenda) war [[Bischof]] von [[Freising]] und kurzzeitig auch Gegen-[[Erzbischof]] von [[Salzburg]]. Er erlangte vor allem als Kanzler der österreichischen Herzöge große politische Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
=== Jugend und frühe Tätigkeit ===&lt;br /&gt;
Berthold von Wehingen aus dem Adelsgeschlecht [[Wehingen (Adelsgeschlecht)|Wehingen]] wurde um 1345 bei [[Wien]] geboren. Er studierte an den erst wenige Jahre zuvor gegründeten ältesten Universitäten Mitteleuropas, der [[Karls-Universität Prag]] (gegr. 1348) und der [[Universität Wien]] (gegr. 1365). Den [[Sieben Freie Künste|Artistenmagister]] erlangte er 1373 in Wien. Mit diesem Ausbildungsweg gehörte er zu einer hochgebildeten Elite und war prädestiniert für den Einsatz in verschiedenen leitenden Verwaltungsfunktionen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1373 bis 1375 bekleidete er das [[Liste der Rektoren der Karls-Universität|Amt des Rektors der juristischen Universität Prag]]; in dieser Phase waren die vormaligen Fakultäten für einige Zeit selbstständig. Sein Wirken an dieser Institution fiel damit in die letzten Jahre des „goldenen Zeitalters Prags“, das mit dem Tode von Kaiser [[Karl IV. (HRR)|Karl&amp;amp;nbsp;IV.]] (* 1316; † 1378) endet. Berthold von Wehingen wurde später [[Dompropst]] von [[Stephansdom|St.&amp;amp;nbsp;Stephan]] in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berthold als Bischof von Freising ===&lt;br /&gt;
Von 1381 an war er über Jahrzehnte Landesherr der Besitzungen des [[Hochstift Freising|Bistums Freising]]: Von 1381 bis 1404 als Bischof von Freising, von 1404 bis 1406 als [[Administrator (Katholische Kirche)|Administrator]] und schließlich wieder als Bischof bis zu seinem Tode 1410. Berthold von Wehingen erlangte diese Funktion als Kandidat der [[Habsburg]]er, denen es von 1377 bis 1443 durchgehend gelang, ihre Parteigänger gegen die Interessen der [[Wittelsbach|wittelsbacher Herzöge]] auf den Freisinger Bischofsstuhl zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berthold als Gegenerzbischof von Salzburg ===&lt;br /&gt;
Von 1404 bis 1406 war Berthold von Wehingen auch [[Liste der Erzbischöfe von Salzburg|Gegenerzbischof von Salzburg]]. Während die Wahl [[Eberhard III. von Neuhaus|Eberhards&amp;amp;nbsp;III. von Neuhaus]] zum „Erwählten Erzbischof“ im [[Erzdiözese Salzburg|Erzbistum Salzburg]] selbst allgemeine Zustimmung fand, war das österreichische Haus Habsburg reserviert, da es als Nachbar Salzburgs an der Vergrößerung seiner Machtbefugnisse sehr interessiert war. Vor allem Herzog Wilhelm war dabei sehr bedacht, im Nachbarland Salzburg einen eignen Vertrauten als Fürsterzbischof zu sehen. Auf Intervention von Herzog Wilhelm verwarf Papst [[Bonifatius&amp;amp;nbsp;IX.]] die Wahl des Salzburger Erzbischofs und ernannte den Bischof von Freising, Berthold von Wehingen, zum Erzbischof. Papst [[Innozenz&amp;amp;nbsp;VII.]] unterstützte als Nachfolger von Bonifatius ebenfalls Berthold von Wehingen und forderte zudem auch die Bürger von Wien auf, Erzbischof Berthold zu unterstützen. Dagegen wusste sich Eberhard von Neuhaus neben dem Domkapitel und den Salzburger Ständen die Unterstützung der Brüder Herzog Wilhelms, die ihrem ältesten Bruder feindlich gegenüberstanden, zu sichern. Auf Grund der hohen Schulden, die Berthold gegenüber der Kurie hatte, erklärte der Papst aber dann doch Eberhard zum Erzbischof und verwies Berthold zurück in sein Freisinger Bistum. Letztlich verzichtete auch Berthold selbst – gegen Übernahme seiner Schulden durch den Erwählten Salzburger Erzbischof und gegen eine stattliche jährliche Pension – auf seine Position. 1406 wurde darauf Eberhard III. von Neuhaus zum Bischof geweiht und damit auch formell Erzbischof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Aufgaben von Berthold ===&lt;br /&gt;
Parallel zu seiner Funktion als Bischof und Landesherr Freisings hatte er von 1381 bis 1410 auch das Amt des Kanzlers der habsburgisch österreichischen Herzöge inne, das in dieser Zeit typischerweise namhaften Persönlichkeiten geistlichen Standes mit juristischer Ausbildung verliehen wurde. Auf diese Weise stand er in den Diensten von Herzog [[Albrecht III. (Österreich)|Albrecht&amp;amp;nbsp;III. (mit dem Zopfe)]] reg. 1365–1395, Herzog [[Albrecht IV. (Österreich)|Albrecht&amp;amp;nbsp;IV. (der Geduldige)]] reg. 1395 bis 1404 und Herzog [[Leopold IV. (Habsburg)|Leopold&amp;amp;nbsp;IV. (der Dicke)]] reg. 1404 bis 1411.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Wirkungsbereich als Kanzler war das Gebiet des heutigen [[Wien]]s, [[Niederösterreich]]s und [[Oberösterreich]]s. Die damals von den Habsburgern regierten Bereiche waren wesentlich größer und umfassten auch die Steiermark, Krain (heutiges Slowenien), Kärnten, Tirol, Vorarlberg und die (heute schweizerischen) Vorlande. Die Gebiete wurden in den Jahrzehnten seiner Kanzlerschaft meist von mehreren Familienmitgliedern getrennt verwaltet. Insbesondere war er auf Seiten von Herzog Leopold&amp;amp;nbsp;IV. an den teilweise bürgerkriegsartigen Auseinandersetzungen mit dessen Bruder [[Ernst der Eiserne|Ernst dem Eisernen]] beteiligt, die um die Vormundschaft des neunjährigen [[Albrecht II. (HRR)|Albrecht&amp;amp;nbsp;V.]] nach dem Tode von Herzog Albrecht&amp;amp;nbsp;IV. (1404) entbrennen. Die Situation klärte sich durch das Eingreifen der [[Landstände des Erzstifts Salzburg|Landstände]] erst ein Jahr nach dem Tode Bertholds.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch seine beiden Funktionen, als Landesherr der freisingischen Besitzungen in Österreich und der österreichischen Kanzlerschaft gelang es ihm, die freisingischen Gebiete (Teile des heutigen [[Niederösterreich]]s) nachhaltig zu fördern: So betrieb er den Ausbau der Verteidigungsanlagen von [[Waidhofen an der Ybbs]], den Ausbau der [[Burg Ulmerfeld]] und der Burg bei [[Ruine Bertholdstein|Hollenburg]]. Außerdem erreichte er für Enzersdorf, wo er den Bau der [[Stadtbefestigung Groß-Enzersdorf]] initiierte, die Erhebung zur Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berthold von Wehingen gilt als bedeutender Förderer und Reformator der Universität Wien in der sensiblen Phase zwischen der Gründung der Universität (1365) und der päpstlichen Bewilligung der, für die Universität essentiellen theologischen Fakultät (1384).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod und Grabstätte ===&lt;br /&gt;
Berthold von Wehingen starb 1410 in Wien und ist gemeinsam mit seinem Bruder Reinhard in der 1394 errichteten Wehingerkapelle im Kreuzgang des [[Stift Klosterneuburg|Stiftes Klosterneuburg]] unter prächtig gearbeiteten Grabsteinen beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Würdigung ==&lt;br /&gt;
In Waidhofen an der Ybbs ist die &amp;#039;&amp;#039;Berthold von Wehingen-Straße&amp;#039;&amp;#039; nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ADB|2|520|521|Bertold von Wähing|[[Franz Krones]]|ADB:Berthold (Bischof von Freising)|}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|2|154|154|Berthold (Berchtold, Berichtolt) von Wehingen (Wähingen)|Kurt Becher|133598268}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste|VORGÄNGER=[[Leopold von Sturmberg]]|AMT=[[Liste der Erzbischöfe von München und Freising|Bischof von Freising]]|ZEIT=1381–1410|NACHFOLGER=[[Konrad von Hebenstreit|Konrad V. von Hebenstreit]]}}&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste der Fürstbischöfe von Freising (1282–1803)&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Erzbischöfe von Salzburg (seit 1403)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=133598268|VIAF=11040108}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Berthold #Wehingen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bischof (Hochstift Freising)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bischof von Freising]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fürsterzbischof von Salzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Bischof (14. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Bischof (15. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor (Karls-Universität)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dompropst (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (HRR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 14. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1410]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Berthold von Wehingen&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Bischof von Freising&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 1345&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=bei [[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1410&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Manha28</name></author>
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