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	<title>Berthold Goldschmidt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;RohMusik: /* Weblinks */ {{Discogs}}</title>
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		<updated>2025-09-20T19:41:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; {{Discogs}}&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Goldschmidt Berthold.jpg|mini|Gedenktafel für Berthold Goldschmidt, Hamburg, Steinstraße 12]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Berthold Goldschmidt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren [[18. Januar]] [[1903]] in [[Hamburg]]; gestorben [[17. Oktober]] [[1996]] in [[London]]) war ein deutsch-britischer [[Komponist]]. Nach vielversprechendem Beginn seiner Laufbahn in [[Deutschland]] wurde er als Jude 1935 von den [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] zur Emigration nach [[England]] gezwungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Berthold Goldschmidt wuchs als Sohn einer Kaufmannsfamilie in Hamburg auf. Er erhielt früh Musikunterricht. Sein späteres Schaffen prägten Orgelkonzerte [[Alfred Sittard]]s in der [[Hauptkirche Sankt Michaelis (Hamburg)|Hauptkirche Sankt Michaelis]]. 1922 bestand er in Hamburg die Abiturprüfung und studierte danach ein Semester Kunstgeschichte und Philosophie an der [[Universität Hamburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend wechselte er zur [[Universität der Künste Berlin|Berliner Hochschule für Musik]], wo er bis 1926 Kurse in Komposition und Dirigieren belegte. Seine Lehrer waren [[Rudolf Krasselt]], [[Julius Prüwer]] und [[Franz Schreker]].&amp;lt;ref name=mgg&amp;gt;{{MGG2|Verfasser=Michael Struck|Lemma=Goldschmidt, Berthold|Band=P7|SpalteVon=1253|SpalteBis=1261|ID=mgg05457}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1925 gewann er den [[Mendelssohn-Preis]] mit seiner &amp;#039;&amp;#039;Passacaglia für Orchester op.4&amp;#039;&amp;#039;, die von [[Erich Kleiber]] uraufgeführt wurde. Schon während des Studiums wurde er dessen Assistent und war an dessen Uraufführung der Oper [[Wozzeck (Berg)|Wozzeck]] von [[Alban Berg]] am 14. Dezember 1925 beteiligt. In den Wozzeck-Aufführungen spielte er die [[Celesta]] – ein Instrument, dessen Part er auch bei einigen anderen wichtigen Werken der so genannten [[Wiener Schule (Moderne)|Zweiten Wiener Schule]] übernahm; beispielsweise bei den [[Gurre-Lieder]]n von [[Arnold Schönberg]] oder der Uraufführung von [[Anton Webern]]s Passacaglia op.1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werke von Goldschmidt wurden in [[Chemnitz]], [[Oldenburg (Oldenburg)|Oldenburg]], [[Wien]] und [[Genf]] aufgeführt. Es folgte in [[Mannheim]] die Uraufführung seiner ersten Oper &amp;#039;&amp;#039;[[Der gewaltige Hahnrei]]&amp;#039;&amp;#039; im Jahr 1932. Zu geplanten Wiederaufnahmen des Werks in Berlin für 1933 kam es nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goldschmidt, „eine der großen Hoffnungen der deutschen Musik vor 1933“ (Hans Ferdinand Redlich), konnte 1935 nach England fliehen und musste wie viele [[Emigration|Emigranten]] neu anfangen. Der Emigrant [[Martin Esslin]] schrieb 1949 für ihn das [[Libretto]] für die Oper &amp;#039;&amp;#039;[[Beatrice Cenci (Oper)|Beatrice Cenci]]&amp;#039;&amp;#039; nach [[Percy Bysshe Shelley|Shelley]]. Die Oper wurde allerdings erst 1988 bei einem Festival in London zusammen mit anderen Opern von [[Emigration|Emigranten]] [[Konzertante Aufführung|konzertant]] uraufgeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Blankenburg256&amp;quot;&amp;gt;Elke Mascha Blankenburg: &amp;#039;&amp;#039;Dirigentinnen im 20. Jahrhundert. Portraits von Marin Alsop bis Simone Young.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg Europäische Verlagsanstalt, 2003, ISBN 3-434-50536-9, S. 256.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;der-neue-Online_M&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://der-neue-merker.eu/dortmund-beatrice-cenci-von-bertold-goldschmidt |titel=Online Merker |autor= |werk=der-neue-merker.eu |datum= |zugriff=2017-07-20 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20120718121253/http://www.der-neue-merker.eu/dortmund-beatrice-cenci-von-bertold-goldschmidt |archiv-datum=2012-07-18 |offline=ja |archiv-bot=2024-07-27 07:26:04 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Festival stand unter der Leitung von [[Odaline de la Martinez]], die &amp;#039;&amp;#039;Beatrice Cenci&amp;#039;&amp;#039; selbst dirigierte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Blankenburg256&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis in die achtziger Jahre war er als Komponist vergessen. Zwischen 1958 und 1982 entstand nur eine einzige Komposition. In dieser Zeit arbeitete er auch als [[Dirigent]] und engagierte sich für die Musik [[Gustav Mahler]]s, aus dessen Fragmenten zu einer [[10. Sinfonie (Mahler)|10. Sinfonie]] er zusammen mit [[Deryck Cooke]] 1964 eine Aufführungsversion erstellte, die bis heute immer wieder gespielt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seiner Wiederentdeckung standen fast 20 Werke zur Verfügung, die international und auch wieder in Berlin, uraufgeführt wurden. Auch seine Oper &amp;#039;&amp;#039;Der gewaltige Hahnrei&amp;#039;&amp;#039; wurde 1994 nach über 60 Jahren in Berlin aufgeführt und ist inzwischen wie zahlreiche andere Werke auf Tonträgern verfügbar. Ein bemerkenswertes Spätwerk entstand bis zu seinem Tod im Jahr 1996, darunter ein Streichtrio, zwei Streichquartette und einige Lieder und Violinstücke.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Barbara Busch]]: &amp;quot;Berthold Goldschmidts Opern im Kontext von Musik- und Zeitgeschichte.&amp;quot; Oldenburg 2000.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1993 wurde Goldschmidt mit dem [[Deutscher Kritikerpreis|Deutschen Kritikerpreis]] ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
Auswahl aus über 70 Werken, die zum Teil verschollen sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klavier ===&lt;br /&gt;
* 1926: Sonate op.&amp;amp;nbsp;10, 1929 bei den VII. Weltmusiktagen der [[Internationale Gesellschaft für Neue Musik|Internationalen Gesellschaft für Neue Musik]] (ISCM World Music Days) in [[Genf]] aufgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://iscm.org/wnmd-world-new-music-days/previous-festivals/ Programme der ISCM World Music Days von 1922 bis heute]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Anton Haefeli: &amp;#039;&amp;#039;Die Internationale Gesellschaft für Neue Musik – Ihre Geschichte von 1922 bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Zürich 1982, S.&amp;amp;nbsp;480ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1927: Capriccio op.&amp;amp;nbsp;11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Oper ===&lt;br /&gt;
* 1930: &amp;#039;&amp;#039;[[Der gewaltige Hahnrei]]&amp;#039;&amp;#039; op.&amp;amp;nbsp;14&lt;br /&gt;
* 1948/1950: &amp;#039;&amp;#039;[[Beatrice Cenci (Oper)|Beatrice Cenci]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lieder ===&lt;br /&gt;
* 1933: &amp;#039;&amp;#039;Zwei Gesänge aus „Melancolie“ von Christian Morgenstern&amp;#039;&amp;#039; für mittlere Stimme und Klavier op.&amp;amp;nbsp;27&lt;br /&gt;
* ca. 1942: &amp;#039;&amp;#039;Der Verflossene&amp;#039;&amp;#039; (Cabaret Song) für Gesang und Klavier&lt;br /&gt;
* 1957/58: &amp;#039;&amp;#039;Mediterranean Songs&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kammermusik ===&lt;br /&gt;
* 1925/26: Streichquartett Nr.&amp;amp;nbsp;1 op.&amp;amp;nbsp;8&lt;br /&gt;
* 1936: Streichquartett Nr.&amp;amp;nbsp;2&lt;br /&gt;
* 1982/83: Quartett für Klarinette, Violine, Viola und Violoncello&lt;br /&gt;
* 1985: Klaviertrio&lt;br /&gt;
* 1988/1989: Streichquartett Nr.&amp;amp;nbsp;3&lt;br /&gt;
* 1992: Streichquartett Nr.&amp;amp;nbsp;4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Orchesterwerke ===&lt;br /&gt;
* 1926: Passacaglia für Orchester op.&amp;amp;nbsp;4&lt;br /&gt;
* 1953: Konzert für Violoncello und Orchester op.&amp;amp;nbsp;23&lt;br /&gt;
* 1953/54: Konzert für Klarinette und Orchester&lt;br /&gt;
* 1995/1996: Deux Nocturne. Dramatic Aria for Soprano and Orchestra&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der vom NS-Regime oder seinen Verbündeten verfolgten Komponisten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{MGG2|Verfasser=[[Michael Struck]]|Lemma=Goldschmidt, Berthold|Band=P7|SpalteVon=1253|SpalteBis=1261|ID=mgg05457}}&lt;br /&gt;
* Barbara Busch: &amp;#039;&amp;#039;Felix Mendelssohn Bartholdy und Berthold Goldschmidt: zwei Klassiker ihrer Zeit&amp;#039;&amp;#039;. Schriftenreihe Oldenburger Universitätsreden. BIS-Verlag 2004. ISBN 3-8142-1155-3.&lt;br /&gt;
* [[Peter Petersen (Musikwissenschaftler)|Peter Petersen]] und die Arbeitsgruppe Exilmusik am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Hamburg (Herausgeber): &amp;#039;&amp;#039;Berthold Goldschmidt. Komponist und Dirigent. Ein Musiker-Leben zwischen Hamburg, Berlin und London.&amp;#039;&amp;#039; von Bockel, Hamburg 1994, 2. Auflage 2003, ISBN 3-932696-50-6.&lt;br /&gt;
* [[Peter Petersen (Musikwissenschaftler)|Peter Petersen]]: &amp;#039;&amp;#039;Berthold Goldschmidt in Hamburg.&amp;#039;&amp;#039; In: A. Kreutziger-Herr u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wege. Festschrift für Susanne Rode-Breymann&amp;#039;&amp;#039;. Olms, Hildesheim u.&amp;amp;nbsp;a. 2018 (Studien und Materialien zur Musikwissenschaft; 100), ISBN 3-487-15677-6, S. 501–515.&lt;br /&gt;
* Peter Petersen: &amp;#039;&amp;#039;Goldschmidt and Hamburg&amp;#039;&amp;#039;. In: Malcolm Miller / Jutta Raab Hansen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Music and Exile. From 1933 to the Present Day&amp;#039;&amp;#039;. Brill, Leiden / Boston 2023 (Yearbook of the Research Centre for German and Austrian Exile Stories; 22), ISBN 978-90-04-54065-1, S. 134–154.&lt;br /&gt;
* {{HambBio|Goldschmidt, Berthold|1|108 || Giesela Jaacks}}&lt;br /&gt;
* [[Werner Röder]]; [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Band 2,1. Saur, München 1983, ISBN 3-598-10089-2, S. 393.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Video ==&lt;br /&gt;
* Berthold Goldschmidt: [https://www.youtube.com/watch?v=nYhCDkj-3KA &amp;#039;&amp;#039;In den 20er Jahren gehörte ich zur Avantgarde&amp;#039;&amp;#039;]. Der Komponist Berthold Goldschmidt im Gespräch mit Reinhold Jaretzky (1994).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11917488X|TYP=Werke von und über}}&lt;br /&gt;
* {{Discogs}}&lt;br /&gt;
* {{LexMusikNS |929|Berthold Goldschmidt|Autor=Peter Petersen|Stand=2017-09-29}}&lt;br /&gt;
* [http://docserver.bis.uni-oldenburg.de/publikationen/bisverlag/2001/busber00/busber00.html Berthold Goldschmidts Opern im Kontext von Musik- und Zeitgeschichte]&lt;br /&gt;
* [http://www.bockelverlag.de/Einzeltitel/Goldschmidt.html Zum Buch: Berthold Goldschmidt. Komponist und Dirigent. Ein Musiker-Leben zwischen Hamburg, Berlin und London.]&lt;br /&gt;
* [https://archiv.adk.de/bigobjekt/8115 Berthold-Goldschmidt-Archiv] im Archiv der [[Akademie der Künste (Berlin)|Akademie der Künste, Berlin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11917488X|LCCN=n/81/5184|VIAF=114876095}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Goldschmidt, Berthold}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist klassischer Musik (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Oper)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dirigent]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klassischer Pianist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musiker (Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Echo-Klassik-Preisträger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brite]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1903]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1996]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Goldschmidt, Berthold&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Komponist, der 1935 nach England fliehen musste&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. Januar 1903&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. Oktober 1996&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[London]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;RohMusik</name></author>
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