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	<title>Bernwardpsalter - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bernward_psalter.jpg|miniatur|Bernwardpsalter: [[Initiale]] S und Beginn von [[Psalm]] 12 / [[Vulgata]] 11]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bernwardpsalter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine kostbare [[Liturgie|liturgische]] [[Manuskript|Handschrift]] im Besitz der [[Herzog August Bibliothek]] [[Wolfenbüttel]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde zwischen 1010 und 1020 in [[Hildesheim]] von der Hand des Regensburger [[Kalligraphie|Kalligraphen]] und [[Buchmalerei|Buchmalers]] [[Guntbald]] in einer repräsentativen [[Karolingische Minuskel|karolingischen Minuskel]] im schräg-ovalen Stil ausgeführt. Bischof [[Bernward von Hildesheim|Bernward]] gab die Handschrift in Auftrag. Das legt der hohe materielle und künstlerische Anspruch der Handschrift nahe, der – ungeachtet des Verlusts von drei Zierseiten – dem der drei anderen Guntbaldhandschriften (Hildesheim, Dom-Museum, DS 19, DS 33; Nürnberg, GNM, Cod. 29770) nahekommt. Aufgrund von Nachträgen und Modifikationen des Textes ist der Psalter seit ungefähr 1022 im Besitz des [[St. Michael (Hildesheim)|Michaelisklosters Hildesheim]] nachzuweisen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Die Handschrift umfasst 141 großformatige [[Pergament]]blätter. Es handelt sich um ein sogenanntes Psalterium gallicanum non feriatum, d.&amp;amp;nbsp;h. einen auf der [[Septuaginta]] basierenden Text, in dem die Psalmen nicht nach der vom Stundengebet vorgegebenen Ordnung, sondern kontinuierlich notiert sind. Vierzehn repräsentative, mit Silberranken verflochtene Goldinitialen untergliedern den Text, der damit eine kombinierte Dreier- und Dekadengliederung aufweist. Auf die Psalmen folgen Hymnen, Glaubensbekenntnisse ([[Nicäno-Konstantinopolitanum|Credo]], [[Athanasisches Glaubensbekenntnis|Athanasianum]]) und weitere Gebete. In der [[Allerheiligenlitanei|Heiligenlitanei]] sind zahlreiche Heilige aus dem süddeutschen Raum aufgeführt, darunter v.&amp;amp;nbsp;a. der hl. [[Emmeram von Regensburg|Emmeram]]. &lt;br /&gt;
Am Ende der Handschrift wurde in der Mitte des 12. Jahrhunderts die Reliquienschenkung des Hildesheimer Domkanonikus Ricbertus an das Michaeliskloster eingetragen. Im 15. Jahrhundert fügten dort auch zwei Schreiber [[Kolophon (Schriftstück)|kolophonartige]] Verse hinzu, die den Psalter Bischof Bernward zueignen. Der Abt des Michaelisklosters, Johannes Jacke, ließ den Psalter im Jahre 1615 neu binden und gab ihn dabei inschriftlich sogar als [[Autograph]] Bischof Bernwards aus. Damit ist der Bernwardpsalter ein bedeutendes Zeugnis des Hildesheimer Heiligen- und Bernwardkults. Liturgiehistorisch dokumentiert er eine wichtige Entwicklungsstufe von Psalterhandschriften in Richtung Brevier und Stundenbuch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wolfenbüttel Übergabe Bernward-Psalter.jpg|miniatur|Übergabe des Bernward-Psalters an die Herzog August Bibliothek, 19. September 2007: Bibliotheksdirektor [[Helwig Schmidt-Glintzer]] (links); Landesminister [[Lutz Stratmann]]]]&lt;br /&gt;
Bereits im 17./18. Jahrhundert muss sich der Psalter gemäß einem nur schriftlich überlieferten [[Exlibris]] im Besitz des Freiherrn Dietrich Otto Corff gen. Schmising befunden haben. Dieser war ab 1669 als [[Domherr]] zu [[Bistum Münster|Münster]], 1674 auch zu Hildesheim präsentiert und 1676 in das dortige [[Domkapitel|Kapitel]] aufgenommen worden. Vermutlich gelangte der Psalter durch diesen Domherrn in den Besitz des Hauses [[Landsberg (Adelsgeschlecht)|Landsberg-Velen]], da zwischen den Adelshäusern enge Verbindungen durch parallele Ämterausführung und biographische Verknüpfungen bestanden. Später wurde er als Depositum im [[Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen|Staatsarchiv Münster]] aufbewahrt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archiv.twoday.net/stories/4387974/ Bernward-Psalter von Landsberg-Velen nach Wolfenbüttel], Archivalia vom 27. Oktober 2007&amp;lt;/ref&amp;gt; 2007 erwarb die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel den Psalter für 1,5 Millionen Euro aus Mitteln des Landes [[Niedersachsen]] und verschiedener Stiftungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.mwk.niedersachsen.de/live/live.php?navigation_id=6257&amp;amp;article_id=18577&amp;amp;_psmand=19 Bernward Psalter], Pressemitteilung des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur vom 19. September 2007&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gerd Bauer: &amp;#039;&amp;#039;„Neue“ Bernward-Handschriften&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Bernwardinische Kunst. Bericht über ein wissenschaftliches Symposium in Hildesheim vom 10. bis 13. Oktober 1984&amp;#039;&amp;#039;, Göttingen 1988, S. 211–236. &lt;br /&gt;
* [[Matthias Exner]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Guntbald-Evangeliar: Ein ottonischer Bilderzyklus und sein Zeugniswert für die Rezeptionsgeschichte des Lorscher Evangeliars&amp;#039;&amp;#039;, Regensburg 2008.&lt;br /&gt;
* [[Monika E. Müller]]: &amp;#039;&amp;#039;Ein Buch als Reliquie. Aspekte der Bernward- und der Reliquienverehrung im sog. Bernwardpsalter&amp;#039;&amp;#039;, in: Wolfenbütteler Beiträge 15, 2009, S. 45–101.&lt;br /&gt;
* Monika E. Müller: &amp;#039;&amp;#039;Nr. 17 Bernward-Psalter&amp;#039;&amp;#039;, in: Dies. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schätze im Himmel – Bücher auf Erden. Mittelalterliche Handschriften aus Hildesheim&amp;#039;&amp;#039;, Wolfenbüttel/Wiesbaden 2010, S. 312–316.&lt;br /&gt;
* Hans Jakob Schuffels: &amp;#039;&amp;#039;Sogenannter Bernwardpsalter&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Bernward von Hildesheim und das Zeitalter der Ottonen&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 2, Hildesheim 1993, S. 566–568.&lt;br /&gt;
* Hans Jakob Schuffels: &amp;#039;&amp;#039;Privatbesitz. Sog. Bernwardspsalter&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Hartmut Hoffmann (Historiker)|Hartmut Hoffmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Buchkunst und Königtum im ottonischen und frühsalischen Reich&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;[[Monumenta Germaniae Historica]]&amp;#039;&amp;#039; 30,1), Bd. 1, Stuttgart 1986, S. 297–298.&lt;br /&gt;
* Hans Jakob Schuffels: &amp;#039;&amp;#039;Dietrich Otto (von) Korff genannt Schmising (1651–1727)&amp;#039;&amp;#039;, in: Christian Schuffels, Peter Marmein, Thomas Scharf-Wrede, [[Jochen Bepler]]: &amp;#039;&amp;#039;Kirche und Adel in Norddeutschland. Das Aufschwörungsbuch des Hildesheimer Domkapitels.&amp;#039;&amp;#039; Regensburg 2010. S. 41–52.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://diglib.hab.de/wdb.php?dir=mss/113-noviss-4f&amp;amp;lang=de Digitalisat des Bernwardpsalters] in der [[Herzog August Bibliothek|Wolfenbütteler Digitalen Bibliothek]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=1027337155|LCCN=no/2013/010354|VIAF=272671570}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psalter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bernward von Hildesheim]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handschrift der Herzog August Bibliothek (Wolfenbüttel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildung und Forschung in Hildesheim]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bilderhandschrift (11. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ottonische Buchmalerei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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