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	<title>Bernward Wember - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T14:38:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bernward_Wember&amp;diff=2076299&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2026-02-20T09:46:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bernward Wember&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[28. August]] [[1941]] in [[Berlin-Charlottenburg]]; † [[21. November]] [[2025]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://trauer.sueddeutsche.de/traueranzeige/bernward-wember Traueranzeige in der Süddeutschen Zeitung vom 29. November 2025], abgerufen am 29. November 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Medienwissenschaft]]ler, [[Buchautor]] und [[Filmemacher]]; aus seinen medialen Analyseformen entwickelte er erstmals die Definition der [[Bild-Ton-Schere|Bild-Text-Schere]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Bernward Wember war der Sohn des Kunsthistorikers [[Paul Wember]] und seiner Frau [[Tomma Wember (Künstlerin)|Tomma Wember]]. Er studierte [[Philosophie]] an der [[Hochschule für Philosophie München]] sowie [[Medienpädagogik]] an der [[Universität München]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lückenhaft|Er war offenbar mal Mitglied des Jesuitenordens, siehe den Eintrag im Index Theologicus und darin die Rezension von Lothar Lies zu seinem Tonbild „Sprache der Dinge: eine Diaphonie über die Schönheit und ihr Geheimnis“.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits zwischen 1964 und 1969 realisierte er eigene Dokumentar- und [[Kurzspielfilm]]e, unter anderem für die [[ARD]] und das [[ZDF]]. Bis Mitte der 70er Jahre war er zudem [[wissenschaftlicher Mitarbeiter]] am Institut für Pädagogik II der Universität München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Medienwissenschaftler beschäftigte sich Wember mit der angeblich neutralen Dokumentation und erforschte methodisch die Möglichkeiten zur „reinen“ [[Objektivität]] im [[Dokumentarfilm]]. Mit seinen Ergebnissen widerlegte Wember den [[Mythos]] der wertfreien Berichterstattung und formulierte daraus den Anspruch, dass die Haltung bzw. Motivation der Autoren und Filmemacher unmittelbar erkennbar und damit Teil des Werkes selbst sein sollten.&lt;br /&gt;
Im November 2025 starb er im Alter von 84 Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Mit seinen analytischen Arbeiten zur Informationsvermittlung u.&amp;amp;nbsp;a. &amp;#039;&amp;#039;Objektiver Dokumentarfilm?&amp;#039;&amp;#039; 1972 erregte Wember großes Aufsehen in Fachkreisen, als er den Begriff der [[Bild-Ton-Schere|Bild-Text-Schere]] erstmals prägte. Gleichzeitig hinterfragte er damit das widersprüchliche Auseinanderklaffen des Bildinhalts vom gesprochenen Text als gestalterisches Mittel in Dokumentarfilmen, [[Nachrichten]] und [[Lehrfilm]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitaus radikaler an der Bild-Text-Schere war Wembers Kritik, indem er ihr unmotiviertes Auftauchen als filmische [[Fehlleistung]] seitens der Macher beschrieb. Als Beleg zog er für seine Analyse den vermeintlich hervorragenden Dokumentarfilm &amp;#039;&amp;#039;Bergarbeiter im Hochland von Bolivien&amp;#039;&amp;#039; 1966 des [[Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht|Instituts für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht]] (FWU) heran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Pionierfilm des ZDF in eigener Sache war Bernward Wembers Film &amp;#039;&amp;#039;[[Wie informiert das Fernsehen? Ein Indizienbeweis]]&amp;#039;&amp;#039; zu verstehen. Im Rahmen der ZDF Fernsehreihe &amp;#039;&amp;#039;[[Betrifft: Fernsehen]]&amp;#039;&amp;#039; (1974–1984), und anhand der Berichterstattungen über den [[Nordirlandkonflikt]], untersuchte Wember die dazu im Fernsehen veröffentlichten Informationen und stellte einen eklatanten Widerspruch zu der damit erreichten Aufklärung fest. Mit großer Publikumsresonanz wurde seine Analyse der audio-visuellen Aufbereitung von Informationen am 11. Dezember 1975 zum ersten Mal ausgestrahlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1981 an bekleidete Bernward Wember den [[Lehrstuhl]] für „Theorie der audio-visuellen [[Kommunikation]]“ an der [[Hochschule der Künste Berlin]] (HdK), seit November 2001 [[Universität der Künste Berlin]] (UdK), im Fachbereich Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diese Zeit fiel sein wohl kritischster Fernsehfilm mit dem lakonischen Titel: &amp;#039;&amp;#039;[[Vergiftet oder arbeitslos?]]&amp;#039;&amp;#039; 1982 für das ZDF. Anhand des bereits im Filmtitel angedeuteten Dilemmas zwischen Umweltschutz und ökonomisch orientierter Nahrungsmittelerzeugung beschrieb Wember den Interessenskonflikt von [[Chemische Industrie|Chemischer Industrie]] und [[ökologische Landwirtschaft|ökologischer Landwirtschaft]]. Bei seiner filmischen Aufklärung wandte er konsequent die von ihm gewonnenen, kommunikationswissenschaftlichen Forschungsergebnisse zur rezeptionsorientierten Aufbereitung von Informationen gegenüber dem Fernsehzuschauer an. Im gleichen Jahr erhielt er dafür den [[Deutscher Kritikerpreis|Deutschen Kritikerpreis]] in der Kategorie „Fernsehen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Weiteren beschäftigte sich Wember mit Vermittlungsformen im Fernsehen vor, während und nach der Etablierung des bundesdeutschen [[Duales Rundfunksystem|dualen Rundfunksystems]]. Aufgrund der Zunahme von dokumentarischen Unterhaltungsformaten im deutschsprachigen [[Privatfernsehen]] und bewusst als Anschlussmodell seiner „Bild-Text-Schere“ entwickelte Wember den Begriff der sog. „Bauch-Kopf-Schere“. Damit definierte er das dramaturgische Wechselspiel der Ansprache von [[Emotion]] und [[Vernunft|Ratio]] beim Zuschauer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenstand seiner Untersuchung war, inwieweit in dokumentarischen Filmen eine Balance zwischen der Erzeugung von Betroffenheit und Aufklärung über Hintergründe bzw. Zusammenhängen enthalten ist, und welche Konsequenzen für die audio-visuelle Aufbereitung von Informationen erwachsen, um einerseits diese nachhaltig zu vermitteln, andererseits für den gewünschten Unterhaltungswert auf die Erzeugung von [[Empathie]] oder [[Identifikation (Psychologie)|Identifikation]] nicht verzichten zu müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1989, mit seinem Film &amp;#039;&amp;#039;Elektro-Lähmung – Ein Film gegen die Ohnmacht&amp;#039;&amp;#039;, bearbeitete Wember den Konflikt, inwiefern das menschliche Bedürfnis zu handeln von seinem Bedürfnis nach Sicherheit blockiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu seinen wissenschaftlichen Analysen und durchgängig mit hohem Anspruch an ihre praktische wie kreative Anwendbarkeit engagierte sich der renommierte Medienwissenschaftler für die [[Qualitätssicherung]] im universitären [[Lehrbetrieb]]. Bernward Wembers [[Professur]] an der Hochschule der Künste Berlin endete im Jahr 2000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spätwerk ==&lt;br /&gt;
Im März 2007 erschien sein Buch &amp;#039;&amp;#039;Große Steine auf Rügen: Steinmythos und [[Megalithkultur]]. Eine Schatzkammer der [[Steinzeit]]&amp;#039;&amp;#039;. Wembers Entdeckungsreise in die Menschheitsgeschichte vor 4000 Jahren ist zudem mit aktuellen Forschungsergebnissen ergänzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 2015 legte Wember ein weiteres Werk zur Megalithkultur vor: „Menhire der Bretagne. Das Rätsel der stehenden Steine“. Das Buch zeigt zwei Seiten der Arbeitsweise Wembers: Es zeigt einerseits den akribischen Forscher und andererseits eine Ästhetik des Fotografierens, der es gelingt, mit der Abbildung zugleich das Wesen des Objektes sichtbar zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Objektiver Dokumentarfilm? – Modell einer Analyse.&amp;#039;&amp;#039; Colloquium Verlag, Berlin 1972, ISBN 3-7678-0323-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wie informiert das Fernsehen?&amp;#039;&amp;#039; List, München 1976, ISBN 3-471-79120-5.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vergiftet oder arbeitslos? Ein Sachbilderbuch zum Streit zwischen Umweltschutz und Wirtschaftsinteressen, Der Fall: ZDF – Wember – Chemie.&amp;#039;&amp;#039; Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 1983, ISBN 3-8218-1707-0.&lt;br /&gt;
* {{Patent| Land=DE| V-Nr=3719665| Code=C1| Titel=Fahrbare Stativvorrichtung für eine Filmkamera, insbesondere für Treppenfahrten| A-Datum=1987-06-10| V-Datum=1988-08-18| Erfinder=Bernward Wember}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Große Steine auf Rügen: Steinmythos und Megalithkultur. Eine Schatzkammer der Steinzeit.&amp;#039;&amp;#039; Reprint-Verlag Rügen, Bergen 2007, ISBN 978-3-939915-00-3.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Menhire der Bretagne. Das Rätsel der stehenden Steine.&amp;#039;&amp;#039; Reprint-Verlag Rügen, Bergen 2015, ISBN 978-3-939915-05-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fernsehfilme ==&lt;br /&gt;
* Strand ist überall – Dokumentarfilm 1968 ARD (mit Dietmar Müller)&lt;br /&gt;
* Die Schaukel – [[Das kleine Fernsehspiel]] 1969 ZDF (mit Dietmar Müller)&lt;br /&gt;
* Wieso denn ideologisch? Eine Analyse filmischer Fehlleistungen 1972, ZDF-Sendung&lt;br /&gt;
* [[Wie informiert das Fernsehen|Wie informiert das Fernsehen? Ein Indizienbeweis 1975, ZDF]]&lt;br /&gt;
* [[Vergiftet oder arbeitslos?|Vergiftet oder arbeitslos? 1982, ZDF]]&lt;br /&gt;
* Elektro-Lähmung – Ein Film gegen die Ohnmacht 1989&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* [[Adolf-Grimme-Preis 1973#Publikumspreis der Marler Gruppe|Adolf-Grimme-Preis: Publikumspreis der Marler Gruppe 1973]] für „Wieso denn ideologisch?“&lt;br /&gt;
* [[Deutscher Kritikerpreis]] 1982 für „Vergiftet oder arbeitslos?“&lt;br /&gt;
* [[Karl-Hofer-Preis]] 1984 für den Satire-Kurzfilm „Atomacho“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{IMDb|nm2162403}}&lt;br /&gt;
* [https://www.surf-inn.net/FernsehGebuehrenzahler/BernwardWember.htm Surf-Inn, Bernward Wembers Analyse]&lt;br /&gt;
* [https://www.bpb.de/publikationen/6E9E14,0,0,Wie_informiert_das_Fernsehen.html Bundeszentrale für politische Bildung, Wie informiert das Fernsehen?]&lt;br /&gt;
* {{LdiF|28684|Vergiftet oder arbeitslos?}}&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=NHR_ZhM9F0g ZDF-Sende-Mitschnitt (1982) „Vergiftet oder arbeitslos?“ Ausschnitte Diskussionen des Moderators mit dem Autor Teil 1]&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=XOn9E5By-fE ZDF-Sende-Mitschnitt (1982) „Vergiftet oder arbeitslos?“ Ausschnitte Diskussionen des Moderators mit dem Autor Teil 2]&lt;br /&gt;
* [http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-7809900.html „Wir wollen uns nicht weh tun“] (Der Spiegel, 4-1998)&lt;br /&gt;
* [https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13734211.html „Störfaktor Student“] (Der Spiegel, 24-1999)&lt;br /&gt;
* BR-alpha Forum: [http://www.br-online.de/download/pdf/alpha/w/wember.pdf Bernward Wember im Gespräch mit Ludwig Maaßen] (PDF, 46 kB)&lt;br /&gt;
* [https://www.menhire-bretagne.de/ „Menhire der Bretagne“] (Website)&lt;br /&gt;
* [https://medien.bernward-wember.de Website von Bernward Wember]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118766813|LCCN=no/2009/89953|VIAF=45098004}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wember, Bernward}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medienwissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medienkritiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalismuslehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dokumentarfilmer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität der Künste Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuchautor (Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1941]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2025]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wember, Bernward&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Medienwissenschaftler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. August 1941&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin-Charlottenburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. November 2025&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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