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	<title>Bernhard von Raesfeld - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-11-01T10:16:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bernhard von Raesfeld&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[9. November]] [[1508]]&amp;lt;ref&amp;gt;LA Westfalen, Abteilung Münster, Mscr. VI. S. 87, hier werden alle 20 Kinder des Arnd von Raesfeld mit genauem Geburtstag aufgeführt, Bernhard wird als 2. Kind genannt &amp;quot;Item Bernd v Raesfeldt Anno 1508 up Donnerstag nach Leonardi, nona Novembris, hora secunda post meridiem&amp;quot;. http://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&amp;amp;tx_dlf%5Bid%5D=http%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Westfalen%2FMsc_VI%2F00255%2Fmets.xml&amp;amp;tx_dlf%5Bpage%5D=87&amp;amp;cHash=18af2fa1ccc1e63638f8ca7099093003&amp;lt;/ref&amp;gt;; auf [[Haus Hameren]] bei [[Billerbeck]]; † [[18. April]] [[1574]] in [[Münster]]) war vom 4. Dezember 1557 bis 25. Oktober 1566 [[Fürstbischof]] des [[Hochstift Münster|Bistums Münster]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Raesfeld-Wappen.png|mini|Wappen derer [[Raesfeld (Adelsgeschlecht)|von Raesfeld]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bernhard von Raesfeld Bischof zu Muenster Siegel.jpg|mini|Siegel des Bernhard von Raesfeld, Fürstbischofs zu Münster (1560)]]&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Bernhard entstammte dem [[Westfalen|westfälischen]] Adelsgeschlecht [[Raesfeld (Adelsgeschlecht)|Raesfeld]]. Seine seit 1506 verheirateten Eltern waren der Rittergutsbesitzer Arnd von Raesfeld zu Hameren&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.jokuhl.de/karl.htm Arnd von Raesfeld zu Hameren (* 1479) war wie sein älterer Bruder Johann (II.) von Raesfeld zu Ostendorf ein Sohn des Goswin von Raesfeld zu Ostendorf und Hameren (1428–1503), der seinerseits ein Nachkomme Kaiser [[Karl der Große|Karls des Großen]] in 22. Generation war. Arnds Sohn, Bischof Bernhard von Raesfeld, war somit ein Nachkomme Karls des Großen in 24. Generation. Homepage von Joachim Kuhl. Abgerufen am 31. März 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; (1479–1567) und Petronella [[Merveldt (Adelsgeschlecht)|von Merfeld zu Merfeld]] (†&amp;amp;nbsp;1534), die gemeinsam 20 Kinder hatten, darunter auch Bernhards Brüder [[Gottfried von Raesfeld]] (bedeutender [[Domdechant]]) und die Domherren [[Heinrich von Raesfeld (Domherr, † 1573)|Heinrich]], [[Arnd von Raesfeld|Arnd]], [[Bitter von Raesfeld (Domherr, † 1581)|Bitter]] und [[Dietrich Franz von Raesfeld|Dietrich Franz]]. Nachdem der Vater verwitwet war, hatte er schon längere Zeit mit seiner Magd Adelheid Mensing zusammengelebt, ehe er sie 1555 heiratete, wodurch auch die sieben Kinder aus dieser Verbindung (möglicherweise waren auch Kinder mit einer weiteren Magd namens Christine darunter) legitimiert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geistliche Laufbahn ==&lt;br /&gt;
Da Bernhard nicht als Erbe des Ritterguts [[Billerbeck|Hameren]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://wiki.genealogy.net/Haus_Hameren |titel=Website mit Stammreihen der Besitzer von Haus Hameren bei Billerbeck | werk=wiki.genealogy.net | abruf=2025-04-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; vorgesehen war, schlug er die geistliche Laufbahn ein. Traditionell geschah dies bei einem Sohn aus der Familie [[Raesfeld (Adelsgeschlecht)|Raesfeld]] im [[Hochstift Münster]], wo durch Vorfahren und Verwandte bereits beste Beziehungen zum dortigen [[Domkapitel]] bestanden. Bernhard von Raesfeld hatte als [[Kanoniker]] bzw. [[Domherr]] schon einige Ämter bekleidet (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Kellerei (Amtsbereich)|Domkellner]] und [[Propst]] des [[Stift (Kirche)|Stifts]] [[St.-Mauritz-Kirche (Münster)|St.&amp;amp;nbsp;Mauritz]] und Inhaber des [[Archidiakonat]]s zu [[Stadtlohn]]), als er am 4.&amp;amp;nbsp;Dezember 1557 bei Gelegenheit der [[Vakanz]] des Bischofsamtes im Alter von 49 Jahren vom Domkapitel von Münster zum [[Fürstbischof]] gewählt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fürstbischof von Münster ==&lt;br /&gt;
Nur widerwillig, und nachdem er die auf ihn gefallene Wahl erst abgelehnt hatte, nahm Bernhard auf eindringlichen Zuspruch seitens der [[Domkapitular]]e und der [[Landstand|Landstände]], die ihm zusicherten, ihn bei der Regierung so gut wie möglich zu unterstützen, die Fürstenwürde, die er mehr für eine [[Bürde]] hielt, an. Eine seiner ersten Amtshandlungen als [[Fürstbischof]] war 1558, einen gerichtlichen Vergleich zu bestätigen, nach dem es der Stadt [[Münster]] zustand, straffällig gewordene Geistliche bis zur Übergabe an die [[Gerichtsbarkeit]] des Bischofs gefangenzusetzen, allerdings nur in &amp;#039;&amp;#039;gelinde Haft&amp;#039;&amp;#039;. Zu den [[Reichstage zu Augsburg|Reichstagen zu Augsburg]] sandte Bernhard von 1559 bis 1566 regelmäßig seinen Bruder [[Gottfried von Raesfeld]], einen hochgelehrten [[Domherr]]n und geschickten [[Diplomat]]en. 1561 forderte Kaiser [[Ferdinand I. (HRR)|Ferdinand&amp;amp;nbsp;I.]] den Fürstbischof Bernhard zu einem Bericht über die von der Stadt Münster erbetene Bestätigung ihrer [[Privileg]]ien auf. Bernhard bestätigte die Privilegien endlich 1566.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedrohung des Hochstifts Münster ==&lt;br /&gt;
Im Sommer 1563 zog Herzog [[Erich II. (Braunschweig-Calenberg-Göttingen)|Erich II. von Braunschweig-Calenberg]] mit einem Heer gegen Münster und kündigte von [[Bramsche]] aus dem Fürstbischof Bernhard unter dem Vorwand rückständiger Zahlungen die [[Fehde]] an. Vergeblich baten die Bürger von [[Warendorf]] den Bischof um Hilfe gegen den bevorstehenden Überfall durch den Herzog. Notgedrungen öffneten sie am 19. Juli Erich die Tore der Stadt und zahlten 3000 Gulden [[Brandschatzung|Brandschatz]]. Schließlich konnte Bischof Bernhard gegen die Zahlung eines [[Lösegeld]]es von 32.000 Gulden den Abzug des Herzogs aus der münsteranischen Stadt aushandeln. Die Bevölkerung war damals allerdings über die bereitwillige Zahlung einer solch hohen Summe ohne den Versuch, den Herzog zu vertreiben, empört. Aber niemand war mit diesem unrühmlichen Verlauf unzufriedener als der Bischof selbst, doch die Umstände hatten ihn dazu gezwungen. Erst nachdem der zufriedene Herzog Erich abgezogen war, warb Bischof Bernhard mit Hilfe des [[Komtur (Amt)|Deutschordenkomturs]] [[Hoerde (Adelsgeschlecht)|Alhard von Hörde]] 300 bewaffnete Reiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Resignation ==&lt;br /&gt;
=== Gründe zur Resignation ===&lt;br /&gt;
Die enttäuschende Entwicklung der [[Kirchenreform]] führte bei Bernhard schon frühzeitig dazu, an [[Resignation]] zu denken. Das [[Domkapitel]] und auch Herzog [[Wilhelm (Jülich-Kleve-Berg)|Wilhelm von Jülich-Kleve-Berg]] baten ihn wiederholt, im Amt zu bleiben. 1563 nach dem Überfall durch Herzog [[Erich II. (Braunschweig-Calenberg-Göttingen)|Erich]] führte Bernhard als weitere Gründe für seine Rücktrittsgedanken an, dass die [[Landstände]] und das Domkapitel ihn bei seiner Regierung nicht so unterstützten wie anfangs zugesichert. Laut bestehender Ordnung hatte im Kriegsfall die [[Landschaft (historisch)|Landschaft]] die auflaufenden Unkosten zu tragen. Bei dem jüngsten Überfall durch Herzog Erich hatte sich aber gezeigt, dass die Landstände zur Erfüllung ihrer diesbezüglichen Pflichten nicht geneigt waren, so dass Bischof Bernhard die Unkosten allein zu tragen hatte, was seinen [[Haushaltsplan|Haushalt]] sehr belastete. Zudem seien die Einnahmen aus den [[Steuer|Landsteuern]] in den letzten Jahren ohnedies erheblich gesunken, andererseits erforderten Hofhaltung und Regierung immer mehr Aufwand. Letztlich fügte Bernhard hinzu, dass statt es ihm vormals zugesagten Rat und Beistands er nur &amp;#039;&amp;#039;Uneinigkeit und Widerwärtigkeit&amp;#039;&amp;#039; bei den Landständen verspüre, wodurch die &amp;#039;&amp;#039;gemeine Wohlfahrt verhindert, gute Ordnung zerrüttet und das Verderben des Staates herbeigeführt&amp;#039;&amp;#039; werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Resignation selbst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Grab Bischof Bernhard von Raesfeld.jpg|mini|Grab von Bischof Bernhard von Raesfeld im Altarraum des Domes zu Münster/Westfalen, Deutschland]]&lt;br /&gt;
Als Konsequenz zog Bischof Bernhard mehrere Nachfolgekandidaten in Betracht, und als der Entschluss zur Resignation endgültig feststand, wurden am 13. Februar 1565 Gottfried Gropper und Gottschalk Freher beauftragt, in Rom um die erforderliche &amp;#039;&amp;#039;licentia resignandi&amp;#039;&amp;#039; zu bitten. Am 5.&amp;amp;nbsp;Dezember 1565 legte Bischof Bernhard die Bedingungen fest, unter denen er resignieren wollte. Der Tod von Papst [[Pius IV.]] am 9.&amp;amp;nbsp;Dezember 1565 verzögerte den Fortgang der Sache. Am 24. Oktober 1566 entband Fürstbischof Bernhard seine Amtleute und Untertanen vom Eid, und am Tag darauf legte er in [[Wolbeck]], ohne dass er die &amp;#039;&amp;#039;licentia resignandi&amp;#039;&amp;#039; erhalten hatte (die [[Bischofsweihe]] hatte er übrigens auch nie empfangen), sein Amt zu Händen des Domkapitels von Münster nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Letzte Jahre ==&lt;br /&gt;
Bernhard zog sich auf die ihm eingeräumte [[Kurie (Gebäude)|Domkurie]] auf der [[Domimmunität]] in Münster zurück, wo er auch am 18. April 1574 gestorben ist. In [[Billerbeck]], wo sein Elternhaus, Haus Hameren, steht, gründete er ein Armenhaus für je sechs Frauen und Männer. Im Übrigen hat er, ähnlich wie sein Vater und wie viele Domherren seiner Zeit, Kinder hinterlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu ihnen vgl. u.&amp;amp;nbsp;a. Warnecke (1983) und Kohl (2003).&amp;lt;/ref&amp;gt; Beigesetzt wurde Bischof Bernhard von Raesfeld im Dom zu Münster, ebenso wie später an seiner Seite seine Brüder Gottfried und Bitter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Kohl (Historiker)|Wilhelm Kohl]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Bistümer der Kirchenprovinz Köln. Das Bistum Münster 7, 3: Die Diözese&amp;#039;&amp;#039; (Germania sacra, Neue Folge Bd.&amp;amp;nbsp;37,&amp;amp;nbsp;3). Berlin 2003, ISBN 3-11-017592-4, S.&amp;amp;nbsp;579–585.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Kohl: &amp;#039;&amp;#039;Die Bistümer der Kirchenprovinz Köln. Das Bistum Münster 4, 2: Das Domstift St. Paulus zu Münster&amp;#039;&amp;#039; (Germania sacra, Neue Folge Bd.&amp;amp;nbsp;17,&amp;amp;nbsp;2). Berlin 1982, ISBN 3-11-008508-9, S.&amp;amp;nbsp;136–141.&lt;br /&gt;
* Hans-Jürgen Warnecke: &amp;#039;&amp;#039;Die Kinder Bernhard von Raesfelds, Bischofs von Münster (1557–1566).&amp;#039;&amp;#039; In: Beiträge zur westfälischen Familienforschung 1983, Bd. 41, S.&amp;amp;nbsp;326–334 ([https://www.westfaelische-geschichte.de/lit9760 Online-Volltext]).&lt;br /&gt;
* Heinrich August Erhard: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Münsters. Nach den Quellen bearbeitet.&amp;#039;&amp;#039; Münster 1837, S. 384–392.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Catholic-hierarchy|bishop|braes}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste|VORGÄNGER=[[Wilhelm Ketteler (Bischof)|Wilhelm Ketteler]]|NACHFOLGER=[[Johann II. von Hoya]]|AMT=[[Liste der Bischöfe von Münster|Bischof von Münster]]|ZEIT=[[1557]]–[[1566]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=189429879|VIAF=220647664}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Raesfeld, Bernhard von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bischof (Hochstift Münster)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bischof von Münster]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Bischof (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Raesfeld|Bernhard]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1508]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1574]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Raesfeld, Bernhard von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Bischof von Münster&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. November 1508&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Haus Hameren bei [[Billerbeck]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. April 1574&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Münster]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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