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	<title>Bernhard Wensch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T13:49:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bernhard_Wensch&amp;diff=496107&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;ErichanderElbe: /* Ehrungen und Andenken */ Eigenes Foto mit Erklärung eingefügt</title>
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		<updated>2025-01-10T04:30:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ehrungen und Andenken: &lt;/span&gt; Eigenes Foto mit Erklärung eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bernhard Wensch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. Juli]] [[1908]] in [[Berlin-Wilmersdorf|Wilmersdorf]] bei Berlin; † [[15. August]] [[1942]] in [[KZ Dachau|Dachau]]) war ein [[römisch-katholisch]]er Priester, Doktor der [[Theologie]], erster Jugendseelsorger im [[Bistum Meißen]], ein entschiedener [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Gegner des Nationalsozialismus]] und ein christlicher [[Märtyrer|Glaubenszeuge]] des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts. Er starb im [[Konzentrationslager Dachau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kindheit und Jugend ==&lt;br /&gt;
Die Familie Wensch wohnte zunächst in Berlin, 1918 zog sie nach [[Dresden]]. Bernhard Wensch besuchte das [[König-Georg-Gymnasium]] in Dresden und legte dort 1927 auch sein Abitur ab. Während seiner Schulzeit gehörte Bernhard Wensch zum katholischen [[Bund Neudeutschland]], durch den er sehr stark in seinem Denken und Handeln geprägt wurde. In dieser Zeit entstand und verfestigte sich sein Wunsch, katholischer Priester zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Studium, Promotion und Priesteramt ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfarrkirche St. Maria Magdalena in Kamenz.JPG|mini|hochkant|Pfarrkirche St. Maria Magdalena in Kamenz mit dem Dr.-Bernhard-Wensch-Weg entlang der Kirche]]&lt;br /&gt;
Nach seinem Abitur studierte Bernhard Wensch [[Theologie]] und [[Philosophie]] an der [[Universität Innsbruck]], wo er 1930 zum Doktor der Theologie [[Promotion (Doktor)|promovierte]]. Anschließend trat er in das [[Katholisches Priesterseminar|Priesterseminar]] seines Heimatbistums Meißen ein. Am 17. März 1934 weihte ihn Bischof [[Petrus Legge]] im [[Dom St. Petri (Bautzen)|Bautzener Dom]] zum Priester. Nach der [[Weihesakrament#Presbyterat|Priesterweihe]] war er zunächst [[Kaplan]] an der Pfarrkirche [[St. Maria Magdalena (Kamenz)|St. Maria Magdalena]] in [[Kamenz]], bis er 1937 zum Diözesanjugendseelsorger berufen wurde. Zudem war Bernhard Wensch – gleichzeitig mit seinem später ebenfalls im [[KZ Dachau]] umgekommenen Mitbruder [[Alois Andritzki]] – Kaplan an der [[Katholische Hofkirche|Katholischen Hofkirche]] zu Dresden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eintreten für die christliche Überzeugung ==&lt;br /&gt;
Bernhard Wensch durchschaute sehr hellsichtig die Propaganda der Nationalsozialisten. Als Jugendseelsorger wollte er die ihm anvertrauten jungen Menschen befähigen, sich nicht vom [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen]] Zeitgeist hinreißen zu lassen. In diesem Sinne hielt er Kurse und Einkehrtage für die Jugendlichen seines Bistums ab und ermutigte die jungen Menschen, gegen die nationalsozialistischen Verlockungen und Anfeindungen zum christlichen Glauben zu stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verfolgung durch den Nationalsozialismus ==&lt;br /&gt;
Als Seelsorger, der sich der [[Gleichschaltung]] von Kirche und Verbänden durch den nationalsozialistischen Staat widersetzte, stand Bernhard Wensch unter besonderer Beobachtung der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und der [[Gestapo]]. Am 19. Mai 1941 wurde er aus Anlass der Beschlagnahme von Rundbriefen, die katholische Jugendliche in Sachsen verfasst und hergestellt hatten, von der Gestapo verhaftet und über Monate in Untersuchungshaft gefangen gehalten und verhört. Die Anklage gegen ihn lautete, die Jugend „gegen den Staat aufgehetzt“ zu haben. Ohne gerichtliches Urteil blieb er weiter in Haft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Haft und Tod ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dresden Alter Kath Friedhof Priestergrab.JPG|mini|Priestergruft mit dem Grab von Bernhard Wensch auf dem Alten Katholischen Friedhof in Dresden]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Alter Katholischer Friedhof Dresden - Priestergräber (4).JPG|miniatur|Gedenktafel zur Erinnerung an die sorbischen Märtyrer am vormaligen Grab]]&lt;br /&gt;
Zunächst wurde Bernhard Wensch ins [[KZ Sachsenhausen]] gebracht, am 7. November 1941 dann ins KZ Dachau eingeliefert, wo er im [[Pfarrerblock (KZ Dachau)|Pfarrerblock]] untergebracht wurde. Dort zeigte er insbesondere angesichts der von der [[Schutzstaffel|SS]] gegen die inhaftierten Geistlichen gerichteten Aktionen eine vorbildhafte Ruhe, Gefasstheit und Hingabebereitschaft. [[Hermann Scheipers]], der bis zu seinem Tod 2016 vermutlich letzte lebende Priesterhäftling des KZ Dachau, berichtete, dass Bernhard Wensch während der seit Frühjahr 1942 unter den Häftlingen herrschenden [[Typhus]]epidemie heimlich und unter Lebensgefahr zum [[Invalidenblock des KZ Dachau|Invalidenblock]] kam und ihm, der dort todkrank lag und deshalb mit dem bevorstehenden Abtransport in die [[Tötungsanstalt Hartheim]] im Rahmen des [[Geschichte der Euthanasie|NS-Euthanasieprogramms]] rechnete, sowie anderen kranken Häftlingen die [[Kommunion]] brachte. Einmal habe ihm Bernhard Wensch seine ganze eigene Tagesration Brot geschenkt, obwohl er selbst bereits vom ständigen Hungern krank war und unter schwerem Durchfall litt. Bereits wenige Tage später wurde Bernhard Wensch selbst ins Krankenrevier eingeliefert, wo er nach drei Tagen verstarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die angebliche Asche der sterblichen Überreste von Bernhard Wensch wurde von der KZ-Verwaltung den Angehörigen des Verstorbenen zugeschickt. Sie wurden 1942 in der Priestergruft auf dem [[Alter Katholischer Friedhof (Dresden)|Alten Katholischen Friedhof]] in Dresden beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen und Andenken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stolperstein für Dr. Bernhard Wensch, Dr.-Bernhard-Wensch-Weg, Talstraße 14, Kamenz.JPG|miniatur|Stolperstein für Dr. Bernhard Wensch]]&lt;br /&gt;
* [[Datei:Dresden Bernhard Wensch Str 7307.P.jpg|mini|Bernhard-Wensch-Str. in Dresden]]Bereits 1946 wurde im Dresdner Vorort Hohen[[dölzschen]] die vormalige Hindenburgstraße in Bernhard-Wensch-Straße umbenannt. &lt;br /&gt;
* Aus der Sicht seines mitgefangenen geistlichen Mitbruders [[Hermann Scheipers]] hat Bernhard Wensch durch sein seelsorgerisches und selbstloses Handeln gegenüber ihm selbst und den anderen Kranken im Invalidenblock des KZ Dachau sein Leben im Sinne des christlichen [[Evangelium (Glaube)|Evangeliums]] eingesetzt und geopfert. Scheipers gedenkt in seinem Buch und in seinen Vorträgen in besonderer Weise Bernhard Wenschs und anderer im KZ Dachau umgekommener Priester aus dem damaligen Bistum Meißen.&lt;br /&gt;
* Bernhard Wensch ist im Jahr 1999 als Glaubenszeuge in das [[Deutsches Martyrologium des 20. Jahrhunderts|deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts]] aufgenommen worden.&lt;br /&gt;
* In der Stadt [[Heidenau (Sachsen)|Heidenau]] wurde am 19. Januar 2005 bei der dortigen vierten Gedenkfeier (seit der [[Wende (DDR)|Wende]]) für die Verfolgten des Nationalsozialismus diesmal insbesondere der im KZ Dachau umgekommene katholische Priester Bernhard Wensch gewürdigt.&lt;br /&gt;
* In der Stadt [[Kamenz]] wurde am 30. April 2009 posthum ein Weg entlang der katholischen Pfarrkirche St. Maria Magdalena nach Bernhard Wensch benannt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://mariamagdalena-kamenz.de/Archiv_02_09.html |titel=Benennung des Weges zwischen der Pfarrkirche St. Maria Magdalena und dem Pfarrhaus nach Dr. Bernhard Wensch |autor=Michael Kleiner |hrsg=Katholische Pfarrgemeinde Sankt Maria Magdalena Kamenz/Sa. |datum=2009 |zugriff=2017-06-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bereits am 13. Oktober 2008 war ein „[[Liste der Stolpersteine in Kamenz#Bernhard Wensch|Stolperstein]]“, eine Messingplatte mit seinem Namen und wichtigen biografischen Daten, in den Boden vor dem Pfarrhaus der katholischen Pfarrei St. Maria Magdalena eingelassen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.bistum-dresden-meissen.de/aktuelles/archiv-2008/stolperstein-erinnert-in-kamenz-an-katholischen-priester-bernhard-wensch.html |titel=Stolperstein erinnert in Kamenz an katholischen Priester Bernhard Wensch |hrsg=Bistum Dresden-Meißen |datum=2008-10-01 |zugriff=2017-06-18 |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.bistum-dresden-meissen.de/aktuelles/archiv-2008/unbekannte-taeter-stehlen-gedenkplatte-des-ns-opfers-kaplan-wensch.html |titel=Unbekannte Täter stehlen Gedenkplatte des NS-Opfers Kaplan Wensch |hrsg=Bistum Dresden-Meißen |datum=2008-10-14 |zugriff=2017-06-18 |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die Urnen von Bernhard Wensch sowie seiner beiden ebenfalls im KZ Dachau umgekommenen Mitbrüder [[Alois Andritzki]] und [[Aloys Scholze]] wurden am 5. Februar 2011 in einer Prozession vom Alten Katholischen Friedhof Dresden zur [[Katholische Hofkirche|Katholischen Hofkirche]] überführt. Seit Pfingstmontag 2011 werden die drei Urnen auf Dauer in einem Schrein in der Kathedrale aufbewahrt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.bistum-dresden-meissen.de/aktuelles/archiv-2011/grosse-beteiligung-an-urnen-prozession-in-dresden.html |titel=Über 2.000 Menschen begleiten Urnen-Prozession in Dresden: Asche von Alojs Andritzki, Aloys Scholze und Bernhard Wensch feierlich in die Kathedrale überführt |hrsg=Bistum Dresden-Meißen |datum=2011-02-05 |zugriff=2017-06-18 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160407205344/http://www.bistum-dresden-meissen.de/aktuelles/archiv-2011/grosse-beteiligung-an-urnen-prozession-in-dresden.html |archiv-datum=2016-04-07 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Rudolf Siegel, Johannes Lubczyk, Hermann Scheipers: &amp;#039;&amp;#039;Blutzeuge der Wahrheit. Ein Gedenkblatt für den im KZ Dachau verstorbenen Jugendseelsorger des Bistums Meißen Dr. Bernhard Wensch.&amp;#039;&amp;#039; Morus-Verlag, Berlin 1948, 16&amp;amp;nbsp;S.&lt;br /&gt;
* Hermann Scheipers: &amp;#039;&amp;#039;Gratwanderungen – Priester unter zwei Diktaturen.&amp;#039;&amp;#039; St.-Benno-Verlag, Leipzig 1997, 202&amp;amp;nbsp;S., ISBN 3-7462-1221-9.&lt;br /&gt;
* Siegfried Seifert, Art.: &amp;#039;&amp;#039;Diözesanjugendseelsorger Dr. Bernhard Wensch&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Helmut Moll]] (Hrsg. im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz), &amp;#039;&amp;#039;Zeugen für Christus. Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, Paderborn u. a. 1999, 8. erweiterte und aktualisierte Auflage 2024, ISBN 978-3-506-79130-6, Band I, S. 194–196.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.bistum-dresden-meissen.de/front_content.php?idart=6157 Bistum Dresden-Meißen: Gedenken an den im KZ Dachau umgekommenen katholischen Jugendseelsorger Dr. Bernhard Wensch am 27. Januar 2005 in Heidenau/Sachsen]&lt;br /&gt;
* [http://www.tdh-online.de/archiv_2008_bis_2011/tdh_artikel_12410.php &amp;#039;&amp;#039;Blutzeuge der Wahrheit – Erinnerung an Dr. Bernhard Wensch Diözesan-Jugendseelsorger.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Tag des Herrn&amp;#039;&amp;#039; – Kath. Wochenzeitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=129036781|VIAF=50295660}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wensch, Bernhard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (Bistum Dresden-Meißen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (Dresden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märtyrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer im KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Oberlausitz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Sachsen ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1908]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1942]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wensch, Bernhard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Priester der katholischen Kirche&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. Juli 1908&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin-Wilmersdorf]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. August 1942&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Dachau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ErichanderElbe</name></author>
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