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	<title>Bernhard Strasser - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T22:31:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Khatschaturjan: /* Leben */</title>
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		<updated>2024-12-08T21:34:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bernhard Strasser&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [[Benediktiner|OSB]], Taufname Paul (* [[21. März]] [[1895]] in [[Bad Windsheim|Windsheim]]; † [[11. Mai]] [[1981]] in [[Norfolk (Nebraska)|Norfolk]], [[Madison County (Nebraska)|Madison County]], [[Nebraska]], [[Vereinigte Staaten]]), war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Benediktiner]]mönch und [[Publizist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Paul und Gregor Strasser 1897.jpg|mini|hochkant|Paul Strasser als Zwei&amp;amp;shy;jähriger zusammen mit dem älteren Bruder [[Gregor Strasser|Gregor]] (1897)]]&lt;br /&gt;
Paul Strasser war das zweite von fünf Kindern des bayerischen Staatsbeamten Peter Strasser (1855–1928) und seiner Ehefrau Pauline Strobel (1873–1943). Zu seinen Geschwistern zählten die Politiker [[Gregor Strasser]] (1892–1934) und [[Otto Strasser]] (1897–1974). Nach dem Schulbesuch nahm Paul Strasser von 1915 bis 1918 am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Heimkehr aus dem Krieg trat Strasser 1919 oder 1920 in das [[Bayern|bayerische]] [[Kloster Metten|Benediktinerkloster Metten]] ein und nahm den [[Ordensname]]n Bernhard an. In den folgenden Jahren studierte er [[katholische Theologie]] an den Universitäten [[Ludwig-Maximilians-Universität München|München]] und [[Julius-Maximilians-Universität Würzburg|Würzburg]]. Nachdem er 1923 die [[Priesterweihe]] erhalten hatte, wurde er ab 1924 als Seelsorger in den vom Kloster betreuten Pfarreien und als Präfekt im [[Internat]] des Klosters eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der politischen Tätigkeit seiner Brüder Gregor und Otto, die bis in die frühen 1930er Jahre zu den führenden Persönlichkeiten der [[NSDAP]] gehörten, hatte Bernhard Strasser nur am Rande und meist nur als Beobachter Anteil. Er lieferte als Zeitzeuge jedoch später zahlreiche Informationen und Einschätzungen über mögliche verborgen gebliebene Ansichten, Handlungen und politische Bestrebungen seiner Brüder. Seine – stark persönlich eingefärbten und früher bisweilen zu unkritisch herangezogenen – Erinnerungen werden daher von Historikern genutzt, um die frühe Geschichte der NSDAP zu erforschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während Strassers älterer Bruder Gregor im Rahmen der [[Röhm-Putsch|Röhm-Affäre]] im Frühsommer 1934 von SS-Männern erschossen wurde und sein jüngerer Bruder Otto als Führer der von den NS-Behörden verbotenen „[[Schwarze Front|Schwarzen Front]]“ im Mai 1933 in die Emigration gegangen war, floh Strasser selbst im Juli 1935 aus Deutschland. Zuvor hatten sich Hinweise gehäuft, dass die [[Gestapo]] sich für ihn interessierte, wobei die genauen Gründe dafür unklar blieben. Es gibt Vermutungen, dass der als antiklerikal bekannte nationalsozialistische [[Aufhausen|Aufhauser]] Bürgermeister Franz Xaver Froschhammer an [[Denunziation]]en gegen Strasser beteiligt war.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Neumaier: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.sueddeutsche.de/bayern/rettung-vor-dem-konzentrationslager-karl-valentins-heldentat-1.1643820 Karl Valentins Heldentat.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Süddeutsche Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 9. April 2013, abgerufen am 4. Mai 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach kurzen Aufenthalten in Österreich, der Schweiz und Frankreich lebte Strasser zunächst in einer Benediktinerabtei in Luxemburg. Beim Ausbruch des Zweiten Weltkriegs ging er nach Frankreich. Nach der [[Deutsche Besetzung Frankreichs im Zweiten Weltkrieg|deutschen Besetzung Frankreichs]] floh Strasser – nachdem er kurzzeitig in [[Le Havre]] als vermeintlicher deutscher Spion verhaftet worden war – nach Portugal. Dort verhalf er seinem zu dieser Zeit ebenfalls in dem Land untergetauchten Bruder Otto zu einem Versteck in einem Kloster. Aus Portugal siedelte Bernhard Strasser im Herbst 1940 in die USA über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den nationalsozialistischen Polizeiorganen wurde Bernhard Strasser Ende der 1930er Jahre als wichtige Zielperson eingestuft: Im Frühjahr 1940 setzte ihn das [[Reichssicherheitshauptamt]] in Berlin, das ihn irrtümlich in Großbritannien vermutete, auf die [[Sonderfahndungsliste G.B.]], ein Verzeichnis von Personen, die im Falle einer erfolgreichen deutschen Invasion Großbritanniens durch die Sonderkommandos der SS-[[Einsatzgruppen]] mit besonderer Priorität ausfindig gemacht und verhaftet werden sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.forces-war-records.co.uk/hitlers-black-book/person/1006/paul-strasser/ Eintrag zu Strasser auf der Sonderfahndungsliste G.B. (Wiedergabe auf der Website des Imperial War Museums in London)].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den USA war Strasser bis 1950 als Lehrer im Benediktinerkloster St. John in [[Collegeville (Minnesota)|Collegeville]] im US-Bundesstaat [[Minnesota]] tätig. Anschließend wirkte er als Pfarrer in Primrose (1950–1963) und &amp;#039;&amp;#039;St. Henry’s Church&amp;#039;&amp;#039;, Howell ([[Nebraska]]) (1963–1968). Von 1968 bis zu seinem Tod war er Hausgeistlicher im &amp;#039;&amp;#039;St. Joseph’s Nursing Home&amp;#039;&amp;#039; in Norfolk (Nebraska).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der frühen Nachkriegszeit beteiligte Bernhard Strasser sich von den Vereinigten Staaten aus an den erfolglosen Versuchen seines Bruders Otto, eine katholische [[Volkspartei (Deutschland)|Volkspartei]] in [[Westdeutschland]] aufzubauen.&amp;lt;ref&amp;gt;Robert Edgar Cazden: &amp;#039;&amp;#039;The Free German and Free Austrian Press and Booktrade in the United States&amp;#039;&amp;#039;, 1965, S. 50.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Deutschland veröffentlichte Strasser ein Erinnerungsbuch über seine Brüder. Außerdem korrespondierte er mit prominenten Personen der Zeitgeschichte wie [[Heinrich Brüning]]&amp;lt;ref&amp;gt;John Hellman: &amp;#039;&amp;#039;The Communitarian Third Way. Alexandre Marc&amp;#039;s Ordre Nouveau, 1930–2000&amp;#039;&amp;#039;, 2002, S. 58.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Historikern wie [[Udo Kissenkoetter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Beichte gut!&amp;#039;&amp;#039;. Abtei Metten 1932&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gregor und Otto Straßer&amp;#039;&amp;#039;. München 1954. (Neuauflage 1965 als &amp;#039;&amp;#039;Gregor und Otto Strasser. Kurze Darstellung ihrer Persönlichkeit und ihres Wollens&amp;#039;&amp;#039;) ([https://www.ifz-muenchen.de/archiv/zs/zs-1822.pdf Digitalisat des englischen Manuskriptes beim Institut für Zeitgeschichte])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ein Leben im Schatten der Sippenhaft. P. Bernhard Strasser, der Bruder von Gregor Strasser, 70 Jahre alt&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Straubinger Tagblatt&amp;#039;&amp;#039; vom 21. März 1965&lt;br /&gt;
* Michael Kaufmann: &amp;#039;&amp;#039;Memento mori. Zum Gedenken an die verstorbenen Konventualen der Benediktinerabtei Metten seit der Wiedererrichtung 1830&amp;#039;&amp;#039; (= Entwicklungsgeschichte der Benediktinerabtei Metten, V. Teil), Metten 2008, S. 434f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=14064878X|LCCN=no2001006132|VIAF=107655472}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Strasser, Bernhard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant in den Vereinigten Staaten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschwister einer berühmten Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Benediktiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bayer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1895]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1981]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Strasser, Bernhard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Strasser, Paul (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Benediktinermönch und Publizist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. März 1895&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bad Windsheim|Windsheim]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. Mai 1981&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Norfolk (Nebraska)|Norfolk]], [[Madison County (Nebraska)|Madison County]], [[Nebraska]], Vereinigte Staaten&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Khatschaturjan</name></author>
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