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	<title>Bernhard Plockhorst - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T00:55:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bernhard_Plockhorst&amp;diff=725564&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;FordPrefect42: BKL ersetzt mit bkl-replace</title>
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		<updated>2026-01-20T15:58:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BKL ersetzt mit &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:CennoxX/js/bkl-replace.js&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:CennoxX/js/bkl-replace.js (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;bkl-replace&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bernhard Plockhorst. Photographie von J. C. Schaarwächter.png|mini|Bernhard Plockhorst. Fotografie von [[Julius Cornelius Schaarwächter]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bernhard Plockhorst&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. März]] [[1825]] in [[Braunschweig]]; † [[18. Mai]] [[1907]] in [[Berlin]]) war ein deutscher Maler und Grafiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während Plockhorst heute in Deutschland nur Experten bekannt ist, so sind seine [[Christusdarstellung]]en in den USA nach wie vor sehr beliebt, wo sie als [[Poster]] rege gehandelt werden und zahlreiche Kirchen und Häuser schmücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bernhard Plockhorst - Good Shephard.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Der gute Hirte&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Zuerst absolvierte Plockhorst am [[Technische Universität Braunschweig|Collegium Carolinum]] in Braunschweig eine fünfjährige Ausbildung zum [[Lithografie|Lithograf]]en. In Leipzig trat er mit [[Ferdinand Piloty (Lithograf)|Piloty]] in Kontakt, der ihn bewog, für ein Jahr mit ihm nach München an die Akademie zu gehen, wo er auch an der [[Alte Pinakothek|Alten Pinakothek]] die Bilder von [[Peter Paul Rubens|Rubens]] und [[Tizian]] kopierte.&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabanlage Plockhorst.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Grabanlage der Familie Plockhorst, Südwestkirchhof Stahnsdorf; Zustand 2022&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabplatte Bernhard Plockhorst.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Grabplatte Bernhard Plockhorst, Südwestkirchhof Stahnsdorf; Zustand 2022&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Zeit in München zog Plockhorst 1853 nach Paris, wo er unter [[Thomas Couture]] seine Studien fortsetzte. Im Anschluss an Studienreisen nach Belgien, Holland und Italien – 1869/1870 weilte er in [[Rom]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Noack (Kulturhistoriker)|Friedrich Noack]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Deutschtum in Rom seit dem Ausgang des Mittelalters&amp;#039;&amp;#039;. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1927, Band 2, S. 456.&amp;lt;/ref&amp;gt; – ließ er sich in Berlin nieder, wo er eine Reihe von Porträts malte, zugleich aber mit einem großen Gemälde seine Begabung für die religiöse Malerei offenbarte (&amp;#039;&amp;#039;Maria und Johannes vom Grab Christi zurückkehrend&amp;#039;&amp;#039;), welche er seither in erster Reihe pflegte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1866 bis 1869 war er Professor an der [[Großherzoglich-Sächsische Kunstschule Weimar|Großherzoglich-Sächsischen Kunstschule Weimar]], dort u.&amp;amp;nbsp;a. als Lehrer des Malers [[Otto Piltz]]. Danach kehrte Plockhorst nach Berlin zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bernhard Plockhorst starb 1907 im Alter von 82&amp;amp;nbsp;Jahren in Berlin und wurde auf dem [[Alter St.-Matthäus-Kirchhof Berlin|Alten St.-Matthäus-Kirchhof]] in [[Berlin-Schöneberg|Schöneberg]] beigesetzt. Im Zuge der von den Nationalsozialisten 1938/1939 durchgeführten Einebnungen auf dem Friedhof wurden Plockhorsts sterbliche Überreste auf den [[Südwestkirchhof Stahnsdorf]] bei Berlin umgebettet.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Jürgen Mende: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Berliner Grabstätten&amp;#039;&amp;#039;. Haude &amp;amp; Spener, Berlin 2006. S.&amp;amp;nbsp;307, 475.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Plockhorst war ein Vertreter der Kunstrichtung der romantischen Schule der [[Nazarener (Kunst)|(Spät-)Nazarener]] (gemeinsam mit den anderen religiösen Malern und Vertretern des protestantischen Glaubens wie [[Karl Gottfried Pfannschmidt]] und [[Heinrich Ferdinand Hofmann|Heinrich Hofmann]]), die beeinflusst durch die [[Präraffaeliten]] auf Kunstthemen des Mittelalters zurückgriffen. Gleichzeitig steht er auch für die zunehmende Industrialisierung und teilweise auch „[[Kitsch|Verkitschung]]“ der nazarenischen Kunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religiöse Themen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bernhard Plockhorst - Schutzengel.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Schutzengel&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1862/63 schuf Plockhorst ein Bild, das bald als sein Hauptwerk galt: &amp;#039;&amp;#039;Kampf des Erzengels Michael mit dem Satan um den Leichnam des Moses&amp;#039;&amp;#039;. Es wurde 1864 mit Mitteln des Richartz-Fonds für das [[Wallraf-Richartz-Museum]] erworben, im Mai 1923 aber mit anderen Gemälden des Museums über das [[Kunsthaus Lempertz]] versteigert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/lempertz1923_05_08/0010 Auktionskatalog], Los Nr. 81&amp;lt;/ref&amp;gt; Es folgte ein im Auftrag des preußischen Kultusministeriums geschaffenes Altargemälde, die &amp;#039;&amp;#039;Auferstehung Christi&amp;#039;&amp;#039; für den Dom zu [[Kwidzyn|Marienwerder]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Werke zeigten &amp;#039;&amp;#039;Christi Abschied von seiner Mutter&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Christus auf dem Weg nach Emmaus&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Christus erscheint der Maria Magdalena&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Aussetzung des Moses&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Auffindung des Mose&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Lasset die Kindlein zu mir kommen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Luther am Weihnachtsabend&amp;#039;&amp;#039; (1887), &amp;#039;&amp;#039;Die Ehebrecherin vor Christus&amp;#039;&amp;#039; (Moskau, ehemals Galerie Löwenstein). Plockhorsts 1886 ausgestellter &amp;#039;&amp;#039;Schutzengel&amp;#039;&amp;#039; mit zwei Kindern am Abgrund wurde tausendfach als Farblithografie verbreitet und hatte auf die weitere Entwicklung der populären [[Schutzengelbild]]er großen Einfluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1883 schuf er das Altarblatt mit einer Christusdarstellung für die neu erbaute [[Immanuelkirche (Berlin)|Immanuelkirche]] in Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glasfenster nach Gemälden von Plockhorst schmücken mehrere Kirchen in den USA, so in der Emmanuel Episcopal Church in [[Shawnee (Oklahoma)|Shawnee, Oklahoma]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Geburt&amp;#039;&amp;#039;, in der First Congregational Church UCC, [[Owosso]], Michigan: &amp;#039;&amp;#039;Moses überreicht Aaron am Berg Sinai die Zehn Gebote&amp;#039;&amp;#039;, in der Stanford Memorial Church, [[Stanford University]], Kalifornien: &amp;#039;&amp;#039;Die Flucht nach Ägypten&amp;#039;&amp;#039; und in der [[Zion Church of the City of Baltimore|Zion Lutheran Church]], [[Baltimore]], Maryland: &amp;#039;&amp;#039;Der Gute Hirte&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Ölbild &amp;#039;&amp;#039;[[Noli me tangere (Lateinische Phrase)|Noli me tangere]]&amp;#039;&amp;#039; erfuhr ein bemerkenswertes Schicksal: Das über 2 m² große Bild war ursprünglich für einen deutschen Gerichtshof gemalt worden und dann nach England verkauft worden. Im Jahr 1880 fand in Melbourne die erste große [[Melbourne International Exhibition (1880)|Weltausstellung]] statt und Plockhorsts Gemälde sollte hier im so genannten German Court ausgestellt werden. Auf dem Weg von England nach Australien sank allerdings das Transportschiff Sorata 80 km südlich von Adelaide. Das Werk konnte zwar gerettet werden, war jedoch völlig mit einer weißen Schicht verkrustet. Es sah aus, als habe das Meerwasser die Farbpartikel zersetzt. In diesem Zustand kam das Bild schließlich zur Weltausstellung, wo es der für die deutschen Gemälde zuständige Professor Rouleaux an den Kunsthändler Alexander Fletcher (1837–1914) zu einem Spottpreis verkaufte. Fletcher brachte es zu seinem Restaurator Peacock. Dieser fand heraus, dass die weiße Schicht von den Gipsresten des Bilderrahmens herrührte. Peacock konnte sie leicht entfernen und die intakten Farben kamen wieder zum Vorschein. Fletcher verkaufte das restaurierte Bild daraufhin für einen ansehnlichen Preis an die [[National Gallery of Victoria]]. Über seinen cleveren Coup wurde damals in den drei größten Tageszeitungen von Melbourne ausführlich berichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Caroline Jordan, The Australian Centre, The University of Melbourne, Published in The Latrobe Journal, no. 75, Autumn 2005, S. 77–93 ({{Webarchiv|url=http://nishi.slv.vic.gov.au/latrobejournal/issue/latrobe-75/t1-g-t10.html |wayback=20091001133112 |text=online |archiv-bot=2023-06-15 19:33:17 InternetArchiveBot }}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Porträts ===&lt;br /&gt;
1857 schuf Plockhorst ein Porträt des Musikers [[Franz Liszt]], ferner weitere zahlreiche Porträts mitteldeutscher Fürstlichkeiten, darunter die des Kaisers Wilhelm I. und der Kaiserin Augusta (Berliner Nationalgalerie) und anderer bedeutender Zeitzeugen, wie des bedeutenden Leipziger Verlegerehepaares [[Christian Bernhard Tauchnitz|Tauchnitz]] („Tauchnitz Editions“), [[David Hansemann]] und der Kinder der Familie Platzmann. Von 1859 stammt das Porträt der Ehefrau des Verlegers Spamer, Leipzig. Ein lebensgroßes Porträt des Leipziger Ehrenbürgers [[Carl Lampe (Unternehmer)|Carl Lampe]] befindet sich in Privatbesitz der Familie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Illustrationen ===&lt;br /&gt;
Im Rahmen der Tauchnitz Editions zeichnete Plockhorst verschiedene Titelblätter und [[Frontispiz]]e, beispielsweise für &amp;#039;&amp;#039;Three Tales for Girls&amp;#039;&amp;#039; der englischen Schriftstellerin Dinah Maria Mulock Craik und für Charlotte M. Yonge &amp;#039;&amp;#039;The little Duke or Richard the Fearless. Ben Sylvester’s Word&amp;#039;&amp;#039; (1861).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitreichenden Erfolg hatten seine Illustrationen für &amp;#039;&amp;#039;Von Bethlehem nach Golgatha. Das Leben unseres Herrn und Heilandes Jesu Christi nach den vier Evangelisten&amp;#039;&amp;#039; von [[Karl von Gerok]] (1881), wovon 1882 eine dänische Ausgabe mit einem Text von Carl David af Wirsén (1842–1912) erschien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die „neue Jubel-Ausgabe“ von [[Philipp Spitta (Theologe)|Philipp Spitta]]s &amp;#039;&amp;#039;Psalter und Harfe&amp;#039;&amp;#039; schuf er gemeinsam mit [[Friedrich Wanderer]] 24 Vollbilder, das Porträt Spittas, Illustrationen und 42 Initialen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [https://archive.org/details/malerwerkedesne01boetgoog/page/n298/mode/2up &amp;#039;&amp;#039;Plockhorst, Bernhard&amp;#039;&amp;#039;]. In: [[Friedrich von Boetticher (Kunsthistoriker)|Friedrich von Boetticher]]: &amp;#039;&amp;#039;Malerwerke des neunzehnten Jahrhunderts. Beitrag zur Kunstgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Dresden 1898, Band 2, S. 288.&lt;br /&gt;
* {{ThiemeBecker|Band=25|Seite=155|Lemma=Plockhorst, Bernhard}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Bernhard Plockhorst}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116245921}}&lt;br /&gt;
* {{DDB-Suche}}&lt;br /&gt;
* {{Spk-digital}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116245921|LCCN=n/2012/72410|VIAF=25348769}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Plockhorst, Bernhard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler (Braunschweig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Großherzoglich-Sächsische Kunstschule Weimar)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historienmaler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Porträtmaler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nazarener]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grafiker (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1825]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1907]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Plockhorst, Bernhard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Maler und Grafiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. März 1825&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Braunschweig]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. Mai 1907&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;FordPrefect42</name></author>
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