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	<title>Bernhard Otte - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T19:41:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-07-27T22:57:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bernhard Otte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. Juli]] [[1883]] in [[Hopsten]]; † [[21. Oktober]] [[1933]] in [[Zielona Góra|Grünberg]]) war ein deutscher [[Politiker]] ([[Deutsche Zentrumspartei|Zentrum]]) und christlicher [[Gewerkschaft]]sführer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Bernhard Otte wurde am 12. Juli 1883 in der Bauerschaft Breischen bei Hopsten (Westfalen) geboren. Nach dem Besuch der Volksschule, die er mit 14 Jahren verließ, absolvierte er in [[Ibbenbüren]] eine [[Weber]]lehre und arbeitete anschließend in diesem Beruf. 1905 trat er in die [[christliche Gewerkschaft]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank seiner Arbeitskraft und seines Organisationsvermögens stieg Bernhard Otte im 1901 gegründeten Zentralverband Christlicher Textilarbeiter Deutschlands schnell auf. 1908 wurde er [[Arbeitersekretär]] in [[Kempen]], 1911 Vorsitzender des Bezirks Westliches Westfalen in [[Bocholt]], 1917 Redakteur der in Düsseldorf erscheinenden „Textilarbeiterzeitung“ und 1920 Vorsitzender des Zentralverbands Christlicher Textilarbeiter. Schon ein Jahr später nahm ihn der [[Gesamtverband Christlicher Gewerkschaften Deutschlands]] (GCG), die Dachorganisation aller Branchengewerkschaften, als Generalsekretär in Dienst. Im „[[Johannes Joseph van der Velden|Königswinterer Kreis]]“ katholischer Sozialwissenschaftler und Sozialpolitiker, dem Otte angehörte, wurde diskutiert, ob der Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit durch berufsständische Körperschaften und einen [[Korporatismus]] katholischer Prägung ausgeglichen oder überbrückt werden könne, – Vorschläge, wie sie auch in die [[Enzyklika]] &amp;#039;&amp;#039;[[Quadragesimo anno]]&amp;#039;&amp;#039; von Papst [[Pius XI.]] einflossen. Otte plädierte gegen solche Hoffnungen.&amp;lt;ref&amp;gt;William Patch: &amp;#039;&amp;#039;Fascism, Catholic Corporatism, and the Christian Trade Unions of Germany, Austria, and France&amp;#039;&amp;#039;. In: Lex Heerma van Voss (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Between Cross and Class. Comparative Histories of Christian Labour in Europe, 1840–2000&amp;#039;&amp;#039;. Peter Lang, Bern 2005, ISBN 3-03910-044-0, S. 173–201, hier S. 185–186.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dergleichen könne – so Otte – das Gesprächsklima zwischen Unternehmern und Arbeitern verbessern und sei hilfreich, um die berufliche Bildung oder die Arbeitssicherheit weiterzuentwickeln.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Otte: &amp;#039;&amp;#039;Wege der berufsständischen Ordnung&amp;#039;&amp;#039;. In: Joseph van der Velden (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die berufsständische Ordnung. Idee und praktische Möglichkeiten&amp;#039;&amp;#039;. Katholische Tat-Verlag, Köln 1932, S. 89–102.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch die Verhandlungsmacht starker Gewerkschaften bleibe unerlässlich, um die Interessen der Arbeiter zu wahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der GCG-Vorsitzende [[Adam Stegerwald]] die Führung der Zentrumsfraktion im Reichstag übernahm und zum [[Reichsverkehrsministerium|Reichsverkehrsminister]] ernannt wurde, wurde Bernhard Otte im Mai 1929 dessen Nachfolger. 1928 war er außerdem zum Vorsitzenden der Confédération Internationale des Syndicats Chrétiens (C.I.S.C.) / Internationaler Bund Christlicher Gewerkschaften gewählt worden. Am 24. April 1932 wurde Bernhard Otte für die Zentrumspartei in den [[Preußischer Landtag|Preußischen Landtag]] gewählt. Das Angebot, Reichsarbeitsminister im [[Kabinett Schleicher]] zu werden, lehnte er ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass die Nationalsozialisten nach der Machtübergabe die Gewerkschaften zerschlagen würden, wollte Bernhard Otte zunächst nicht wahrhaben. Doch am 3. Mai 1933 wurde der Rumpfvorstand der Christlichen Gewerkschaften gezwungen, sich dem „Aktionskomitee zum Schutze der deutschen Arbeit“ unter Robert Ley zu unterstellen. Bernhard Otte rechtfertigte seine Unterschrift u.&amp;amp;nbsp;a. damit, dass mit dem Ende der sozialistischen Gewerkschaften auch die christlichen Gewerkschaften als deren Gegenstück nicht mehr nötig seien: „Es wäre kleinlich von uns, wenn wir diesen neuen Tatbestand nicht positiv bejahen wollten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Otte: &amp;#039;&amp;#039;Neue Wege und Ziele&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zentralblatt der Christlichen Gewerkschaften Deutschlands&amp;#039;&amp;#039;. Jahrgang 1933, Heft 10 (15. Mai 1933), S. 117–119.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch am 23./24. Juni 1933 wurden die als Feigenblatt vorgesehenen christlichen Gewerkschaftsführer, darunter Bernhard Otte, aus dem Arbeitskonvent der [[Deutsche Arbeitsfront|Deutschen Arbeitsfront]] ausgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterwegs, eine neue Existenz aufzubauen, starb Bernhard Otte am 21. Oktober 1933 in [[Zielona Góra|Grünberg]] (Schlesien) an den Folgen eines Verkehrsunfalls tags zuvor. Es ist nicht ausgeschlossen, dass der Unfall „inszeniert“ wurde, d. h. ein Mord war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachlass ==&lt;br /&gt;
Bernhard Ottes [[Nachlass]] mit [[Schriftgut]] aus den Jahren von 1922 bis 1933 befindet sich im [[Bundesarchiv (Deutschland)|Bundesarchiv]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/fc0a67d5-f00a-4b68-b3f0-903523940cdd/ BArch N 1519], abgerufen am 9. Mai 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Posthume Ehrung ==&lt;br /&gt;
* 1980 wurde in Hopsten das damalige Krankenhaus der Pfarrgemeinde St. Georg in eine katholische [[Heimvolkshochschule]] des Bistums Münster umgewandelt, die zu Ehren Bernhard Ottes den Namen „Bernhard-Otte-Haus“ trug. Ende 2006 wurde der Tagungsbetrieb eingestellt und das Gebäude verkauft. 2010 wurde die Hopstener „Bernhard-Otte-Stiftung“ nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
* In [[Bocholt]] ist die Bernhard-Otte-Straße im Ortsteil Biemenhorst nach ihm benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Seggewiß: &amp;#039;&amp;#039;Bocholter Straßen erzählen Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Unser Bocholt&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 40 (1989), S. 49–64, hier S. 51.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Christliche Gewerkschaften und Sozialismus. Rede des Verbandsvorsitzenden Bernhard Otte auf dem IV. Kongreß der christlichen Gewerkschaften Österreichs vom 4. bis zum 7. September 1921&amp;#039;&amp;#039;.  Verlag der Zentralkommission der christlichen Gewerkschaften Österreichs, Wien 1921.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Führertum und Zukunft der christlichen Gewerkschaftsbewegung&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;25 Jahre christliche Gewerkschaftsbewegung 1899–1924. Festschrift&amp;#039;&amp;#039;. Christlicher Gewerkschaftsverlag, Berlin-Wilmersdorf 1924 (Sonderdruck).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gewerkschaftsbewegung und soziale Ziele&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;25 Jahre christliche Gewerkschaftsbewegung 1899–1924. Festschrift&amp;#039;&amp;#039;. Christlicher Gewerkschaftsverlag, Berlin-Wilmersdorf 1924 (Sonderdruck).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Unsere Stellung zur Wirtschafts- und Sozialpolitik&amp;#039;&amp;#039;. Christlicher Gewerkschaftsverlag, Berlin-Wilmersdorf 1925.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Weshalb muß jeder Gewerkschafter auch Genossenschafter sein?&amp;#039;&amp;#039;. Christlicher Gewerkschaftsverlag, Berlin-Wilmersdorf  1926 (2., verbesserte Aufl. 1928).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Krise der Sozialpolitik&amp;#039;&amp;#039;. In: Oscar Müller (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Krisis. Ein politisches Manifest&amp;#039;&amp;#039;. Lichtenstein, Weimar 1932, S. 131–139.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wege der berufsständischen Ordnung in deutschen Landen&amp;#039;&amp;#039;. Christlicher Gewerkschaftsverlag, Berlin-Wilmersdorf 1932.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wege der berufsständischen Ordnung&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Johannes Joseph van der Velden|Joseph van der Velden]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die berufsständische Ordnung. Idee und praktische Möglichkeiten&amp;#039;&amp;#039;. Katholische Tat-Verlag, Köln 1932, S. 89–102.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Fahrenbrach]]: &amp;#039;&amp;#039;Otte, Bernhard&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Ludwig Heyde]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Internationales Handwörterbuch des Gewerkschaftswesens&amp;#039;&amp;#039;. 2 (1932), S. 1216–1217 ([http://library.fes.de/cgi-bin/ihg2pdf.pl?vol=2&amp;amp;f=256&amp;amp;l=257 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* [[Ernst Kienast]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch für den Preußischen Landtag&amp;#039;&amp;#039;, Ausgabe für die 5. Wahlperiode, Berlin 1933, S. 368–369.&lt;br /&gt;
* [[Ludwig Rosenberg]], [[Bernhard Tacke]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Weg zur Einheits-Gewerkschaft&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. DGB-Bundesvorstand. Druck: satz + druck gmbh, Düsseldorf 1977.&lt;br /&gt;
* [[Herbert Hömig]]: &amp;#039;&amp;#039;Bernhard Otte (1883–1933).&amp;#039;&amp;#039; In: [[Jürgen Aretz]], [[Rudolf Morsey]], [[Anton Rauscher]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zeitgeschichte in Lebensbildern. Aus dem deutschen Katholizismus des 19. und 20. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Band 3. Matthias-Grünewald-Verlag, Mainz 1979, ISBN 3-7867-0738-3, S. 176–190 (Nachdruck bei Aschendorff, Münster 2022, [https://www.aschendorff-buchverlag.de/digibib/?digidownload&amp;amp;tid=17578 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* [[Michael Schneider (Historiker)|Michael Schneider]]: &amp;#039;&amp;#039;Die christlichen Gewerkschaften 1894–1933&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Neue Gesellschaft, Bonn 1982, ISBN 3-87831-356-X.&lt;br /&gt;
* Bernhard Koch: &amp;#039;&amp;#039;100 Jahre christliche Gewerkschaften – Historisches, Grundsätzliches, Erlebtes.&amp;#039;&amp;#039; Edition Bentheim, Würzburg 1999, ISBN 3-934471-10-2.&lt;br /&gt;
* {{NDB|19|650|651|Otte, Bernhard|Herbert Hömig|133307697}}&lt;br /&gt;
* Eckhard Hansen, [[Florian Tennstedt]] (Hrsg.) u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon zur Geschichte der deutschen Sozialpolitik 1871 bis 1945]].&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Sozialpolitiker in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus 1919 bis 1945.&amp;#039;&amp;#039; Kassel University Press, Kassel 2018, ISBN 978-3-7376-0474-1, S. 149 f. ([https://www.uni-kassel.de/upress/online/OpenAccess/978-3-7376-0474-1.OpenAccess.pdf Online], PDF; 3,9&amp;amp;nbsp;MB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|109417151}}&lt;br /&gt;
* {{AdR|133307697}}&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/fc0a67d5-f00a-4b68-b3f0-903523940cdd/ Nachlass BArch N 1519]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=133307697|VIAF=11031204}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Otte, Bernhard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDGB-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zentrum-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Preußischen Landtags (Freistaat Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Hopsten)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1883]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1933]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Otte, Bernhard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Gewerkschaftsführer und Politiker (Zentrum), MdL&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. Juli 1883&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hopsten]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. Oktober 1933&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Zielona Góra|Grünberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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