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	<title>Bernhard Kummer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T01:32:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bernhard_Kummer&amp;diff=2147835&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hejkal: /* Biografie */ erg.</title>
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		<updated>2024-09-10T21:26:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Biografie: &lt;/span&gt; erg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bernhard Kummer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[26. Januar]] [[1897]] in [[Leipzig]]; † [[1. Dezember]] [[1962]] in [[Klingberg]]) war ein deutscher Germanist und Spezialist für altnordische Sprachen sowie germanische Religionsgeschichte. Er war ab 1942 Lehrstuhlinhaber an der [[Universität Jena]]. Kummer wurde auch „Germanenbernhard“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee351f&amp;quot;&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 2007, S. 351–352.&amp;lt;/ref&amp;gt; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Deutsche Unitarier - Glaube und Tat - Titelseite Folge 11-1950-4Jg.jpg|mini|Titelseite der Publikation &amp;#039;&amp;#039;Glaube und Tat&amp;#039;&amp;#039; der [[Unitarier – Religionsgemeinschaft freien Glaubens|Deutschen Unitarier Religionsgemeinschaft]] (1953) mit Gedicht von Bernhard Kummer]]&lt;br /&gt;
Bernhard Kummer entstammte einer Kaufmannsfamilie und wuchs in Leipzig auf, wo er von 1907 bis 1916 das [[Königin-Carola-Gymnasium]] besuchte. Kurz nach seinem [[Abitur]] meldete er sich an die [[Westfront (Erster Weltkrieg)|Westfront]] im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]], wo er von 1918 bis 1920 in französische Kriegsgefangenschaft geriet. Nach seiner Rückkehr nach Leipzig begann Kummer 1920 an [[Universität Leipzig|der dortigen Universität]] ein Studium der [[Germanistik]], [[Geschichtswissenschaft|Geschichte]], [[Philosophie]] und [[Zeitungswissenschaft|Zeitungskunde]]. Nach einer Unterbrechung von vier Semestern, in denen er als Buchhändler tätig war, studierte Kummer [[Religionswissenschaft|Religions-]] und Altnordische Wissenschaft. Er wurde 1927 mit seiner [[Dissertation]] &amp;#039;&amp;#039;Midgards Untergang. Germanischer Kult und Glaube in den letzten heidnischen Jahrhunderten&amp;#039;&amp;#039; bei dem Nordisten [[Eugen Mogk]] und dem Religionswissenschaftler [[Hans Haas (Theologe)|Hans Haas]] in Leipzig [[Promotion (Doktor)|promoviert]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wiedemann151f&amp;quot;&amp;gt;Felix Wiedemann: &amp;#039;&amp;#039;Rassenmutter und Rebellin: Hexenbilder in Romantik, völkischer Bewegung, Neuheidentum und Feminismus&amp;#039;&amp;#039;. 2007, S. 151f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Mai 1928 trat Kummer in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 87.841)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/24130003&amp;lt;/ref&amp;gt; und in die [[Sturmabteilung|SA]] ein. Im Oktober 1930 trat er wieder aus der NSDAP aus. Von 1930 bis 1935 war Kummer Assistent bei [[Gustav Neckel]] in Berlin,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wiedemann151f&amp;quot;/&amp;gt; mit dem er im Laufe der Jahre einige Meinungsverschiedenheiten hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Fritz Paul: [https://www.uni-goettingen.de/de/91592.html &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte der Skandinavistik an der Georg-August-Universität Göttingen&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 27. Januar 2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Kummer verfasste zahlreiche Artikel für das &amp;#039;&amp;#039;[[Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Fritz Heinrich: &amp;#039;&amp;#039;Bernhard Kummer (1897–1962).&amp;#039;&amp;#039; In: Horst Junginger: &amp;#039;&amp;#039;The study of religion under the impact of fascism.&amp;#039;&amp;#039; Brill, Leiden 2008, S. 251.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er schrieb für den &amp;#039;&amp;#039;[[Völkischer Beobachter|Völkischen Beobachter]]&amp;#039;&amp;#039;, die &amp;#039;&amp;#039;NS-Schulungsbriefe&amp;#039;&amp;#039;, die &amp;#039;&amp;#039;[[Nationalsozialistische Monatshefte|NS-Monatshefte]]&amp;#039;&amp;#039; und fungierte als Herausgeber und teilweise auch als Verfasser der Reihe &amp;#039;&amp;#039;Reden und Aufsätze zum nordischen Gedanken&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee351f&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933 engagierte sich Kummer für die [[Deutsche Glaubensbewegung]] von [[Jakob Wilhelm Hauer]]. 1935 erhielt er einen Lehrauftrag an der Hochschule für Politik in Berlin. 1936 wurde Kummer auf Vorschlag des Gauleiters [[Fritz Sauckel]] an der [[Friedrich-Schiller-Universität Jena|Universität Jena]] zum Lehrbeauftragten für altnordische Sprache und Kultur und zum Leiter des dortigen &amp;#039;&amp;#039;Altnordischen Seminars&amp;#039;&amp;#039; ernannt. Kummers Germanenbild war innerhalb des NS-Regimes umstritten. Insbesondere der Germanist [[Otto Höfler]] kritisierte seine Theorien in scharfen Worten. Kummers Berufung auf einen Lehrstuhl verzögerte sich dadurch über mehrere Jahre.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Esther Gajek]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Germanenkunde]] und Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Walter Schmitz]], [[Clemens Vollnhals]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Völkische Bewegung, Konservative Revolution, Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;. Dresden 2005, S.&amp;amp;nbsp;336&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Schriftleitung für die Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Nordische Stimmen&amp;#039;&amp;#039; gab Kummer nach Auseinandersetzungen mit dem [[SS-Ahnenerbe]] 1938 ab. Ab 1939 gehörte er dem [[Volksbund für das Deutschtum im Ausland]] und dem [[Kulturkreis der SA]] sowie ab 1940 dem [[Nationalsozialistischer Deutscher Dozentenbund|NS-Dozentenbund]] an. Von 1942 bis 1945 war Kummer ordentlicher Professor für nordische Sprache und Kultur und germanische Religionsgeschichte an der Universität Jena. Kummer gehörte unter anderem der Gruppe „Lebensmächte und Wesen des Indogermanentums beim Kriegseinsatz der Geisteswissenschaften“ an. Im Jahr 1944 war er an „[[Germanisierung#Zeit des Nationalsozialismus|Germanisierungsversuchen]]“ des SS-Ahnenerbes beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Medizin im Dritten Reich. Karrieren vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-10-039310-4, S. 145.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierzu hielt er vor norwegischen Studenten, die Häftlinge im [[KZ Buchenwald]] waren, Vorlesungen ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee351f&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende befand sich Kummer als Kriegsgefangener in französischer Internierung, aus der er 1946 entlassen wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee351f&amp;quot; /&amp;gt; In der [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungszone]] wurden 1946 die von ihm verfassten und herausgegebenen Schriften aus den Jahren 1933 bis 1939 auf die [[Liste der auszusondernden Literatur]] gesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.polunbi.de/bibliothek/1946-nslit-k.html; http://www.polunbi.de/bibliothek/1946-nslit-w.html; http://www.polunbi.de/bibliothek/1946-nslit-r.html&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1949 war er an der [[Volkshochschule]] [[Lübeck]], wo ab 1952 der Zoologe [[Gotthilft von Studnitz]] Direktor&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Medizin im Dritten Reich. Karrieren vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-10-039310-4, S. 145.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde, tätig und erhielt zudem als Professor [[Gesetz zur Regelung der Rechtsverhältnisse der unter Artikel 131 des Grundgesetzes fallenden Personen#Gesetzliche Regelung|zur Wiederverwendung]] ein Stipendium der [[Deutsche Forschungsgemeinschaft|Deutschen Forschungsgemeinschaft]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee351f&amp;quot; /&amp;gt; Ab 1950 war er Mitarbeiter von Jakob Wilhelm Hauer in der &amp;#039;&amp;#039;Arbeitsgemeinschaft für freie Religionsforschung und Philosophie&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hubert Cancik]], [[Uwe Puschner]], Hubert Mohr: &amp;#039;&amp;#039;Antisemitismus, Paganismus, Völkische Religion&amp;#039;&amp;#039;. K.G. Saur, München 2004, S. 131.&amp;lt;/ref&amp;gt; Kummer war auch Herausgeber der Monatszeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Forschungsfragen unserer Zeit&amp;#039;&amp;#039;, die  im rechtsextremen und antisemitischen [[Verlag Hohe Warte]] erschien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee351f&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Midgards Untergang. Germanischer Kult und Glaube in den letzten heidnischen Jahrhunderten&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig 1927&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Persönlichkeit und Gemeinschaft. (Band 1 von: Herd und Altar – Wandlungen altnordischer Sittlichkeit im Glaubenswechsel)&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig 1934&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Machtkampf zwischen Volk, König und Kirche im alten Norden. (Band 2 von: Herd und Altar – Wandlungen altnordischer Sittlichkeit im Glaubenswechsel)&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig 1939&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Brunhild und Ragnarök. Die Gestaltung der isländischen Brünhilddichtung aus dem Erlebnis des Glaubenswechsels&amp;#039;&amp;#039;. Lübeck 1950&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kampf um ein Heiligtum. Der Irminsulgedanke und die religionsgeschichtliche Bedeutung der [[Externsteine]]&amp;#039;&amp;#039;. Hohe Warte – von Bebenburg, Pähl 1953&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Königsweg des Sverrir Unasson&amp;#039;&amp;#039;. Hohe Warte, Pähl 1953&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Lieder des Codex Regius (Edda) und verwandte Denkmäler&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Mythische Dichtung. Erster Teil: Die Schau der Seherin (Voluspa).&amp;#039;&amp;#039; Text, Übersetzung und religionsgeschichtliche Ergänzungen. Zeven 1961&lt;br /&gt;
** Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Heldendichtung. Erster Teil: Die Dichtung von Helgi und der Walküre.&amp;#039;&amp;#039; Text, Übersetzung, Erläuterung. Zeven 1959&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Michael Grüttner]]: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon zur nationalsozialistischen Wissenschaftspolitik&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Wissenschafts- und Universitätsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 6). Synchron, Heidelberg 2004, ISBN 3-935025-68-8, S. 104.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|9783596160488}}&lt;br /&gt;
* Felix Wiedemann: &amp;#039;&amp;#039;Rassenmutter und Rebellin: Hexenbilder in Romantik, völkischer Bewegung, Neuheidentum und Feminismus.&amp;#039;&amp;#039; Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 2007, S.&amp;amp;nbsp;151–155.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116609834}}&lt;br /&gt;
* [http://homepages.uni-tuebingen.de/gerd.simon/nordkummer.pdf Schreiben von Walter Wüst an den Reichsführer SS über „das Bedenkliche und Gefährliche in der Germanenauffassung von Dr.&amp;amp;nbsp;Bernhard Kummer, insbesondere im Hinblick auf die SS“] (PDF; 28&amp;amp;nbsp;kB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116609834|LCCN=nr/95/19273|VIAF=54524321}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kummer, Bernhard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Friedrich-Schiller-Universität Jena)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1897]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1962]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kummer, Bernhard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Germanist und Spezialist für altnordische Sprachen&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. Januar 1897&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. Dezember 1962&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Klingberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hejkal</name></author>
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