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	<title>Bernhard Joseph Docen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T11:08:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bernhard_Joseph_Docen&amp;diff=86056&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mhandschug: /* Grabstätte */Lint-Fehler behoben (Doppelte IDs = Standort doppelt)</title>
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		<updated>2025-12-04T13:17:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Grabstätte: &lt;/span&gt;Lint-Fehler behoben (Doppelte IDs = Standort doppelt)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[File:Docen-Bernhard-1782-1828-Scherenschnittkopf-mit-Text.png|thumb|Bernhard Joseph Docen]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bernhard Joseph Docen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. Oktober]] [[1782]] in [[Osnabrück]]; † [[21. November]] [[1828]] in [[München]]) war ein deutscher [[Germanist]] und [[Bibliothekar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Bernhard Joseph Docen wurde am 1. Oktober 1782 als Sohn des Philipp Werner Docen, Sekretär der Land- und Justizkanzlei in Osnabrück&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Indexeintrag: Deutsche Biographie |url=https://www.deutsche-biographie.de/sfz11456.html |titel=Docen, P hilipp Werner |sprache=de |abruf=2025-02-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und dessen Frau Anna Franziska Driver († 1820) aus Vechta in Osnabrück geboren. Nach der Schule studierte Docen zunächst [[Medizin]], wechselte dann aber zur Literaturwissenschaft. Beim Studium in Göttingen und Jena lernte er [[Clemens Brentano]] kennen und entdeckte seine Liebe zum [[Mittelalter]] und zur [[Archäologie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1803 siedelte er sich in München an, wo ihn [[Johann Christoph von Aretin]] an die zunächst noch kurfürstliche, später königliche Hof- und Staatsbibliothek berief (heute: [[Bayerische Staatsbibliothek|Bayerische Staatsbibliothek München]]). Als Bibliotheksangestellter sichtete und publizierte Docen zahlreiche kulturell wie materiell wertvolle alte Handschriften und Bücher, welche während der [[Säkularisation in Bayern|Säkularisation]] der bayerischen Klöster nach München gebracht wurden. Docen entdeckte unter anderem 1810 Fragmente von Wolfram von Eschenbachs &amp;#039;&amp;#039;[[Titurel]]&amp;#039;&amp;#039; aus der Münchner Handschrift G, die er in seinem sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Titurel-Sendschreiben&amp;#039;&amp;#039; [[August Wilhelm Schlegel]] in emphatischer Weise zueignete, was diesen in der Folge noch im gleichen Jahr zu der für die germanistische Forschung bahnbrechenden Entdeckung brachte, dass der &amp;#039;&amp;#039;[[Titurel|Ältere]]&amp;#039;&amp;#039; und nicht – wie vordem gedacht – der &amp;#039;&amp;#039;[[Jüngerer Titurel|Jüngere Titurel]]&amp;#039;&amp;#039; von Wolfram stammt.&lt;br /&gt;
Zwischen 1806 und 1812 reiste Docen nach Augsburg, Ulm und Regensburg, um noch mehr Bestände für München zu requirieren. Er wurde 1811 [[Bibliothekar|Kustos]], bald darauf [[Adjunkt (Beruf)|Adjunkt]]. Seit 1803 pflegte er Kontakte zu Bibliotheksbesuchern wie [[Ludwig Tieck]], Clemens Brentano und [[Achim von Arnim]] und führte umfangreiche Briefwechsel mit dem Verleger [[Johann Friedrich Cotta]] und Gelehrten wie A.W. Schlegel. 1827 wurde er zum ordentlichen Mitglied der [[Bayerische Akademie der Wissenschaften|Bayerischen Akademie der Wissenschaften]] gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Germanist publizierte er zahlreiche kleinere Texte, verfasste viele Arbeiten über das Mittelalter und gab zusammen mit [[Johann Gustav Büsching]] und [[Friedrich Heinrich von der Hagen]] zwei Bände der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Museum für altdeutsche Literatur&amp;#039;&amp;#039; heraus. Mit [[Jacob Grimm]] trug er eine &amp;#039;Fehde&amp;#039; über die [[Minnesänger|Minne-]] und [[Meistersang|Meistersänger]] aus, in die sich auch von der Hagen und Büsching mischten. Hierbei wendet sich Docen gegen Grimms These einer Formelhaftigkeit des Minnesangs. Es geht ihm darum, die Unmittelbarkeit des poetischen Ausdrucks als Bestandteil des romantischen Mittelalterbildes zu retten. Die Minnesinger beschreibt er in diesem Zusammenhang als „die erotischen Dichter des 13ten Jahrhunderts, [...] die unter freiem Himmel die schönsten Gefühle ihres Herzens in Gesänge ausströmten; entfernt von aller Stubensitzerei, durfte ihnen wenig daran liegen, ob sie mit Lesen und Schreiben umzugehen wußten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bernhard Docen starb 1828 im Alter von 46 Jahren in München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grabstätte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grab-Bernhard-Joseph-Docen-Alter-Suedl-Friedhof-Muenchen-GF-12-2-39.jpg|mini|Grab von Bernhard Docen auf dem [[Alter Südfriedhof (München)|Alten Südlichen Friedhof]] in München]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabstätte von Bernhard Docen befindet sich auf dem [[Alter Südfriedhof (München)|Alten Südlichen Friedhof]] in München (Gräberfeld 12 – Reihe 2 – Platz 39, {{Coordinate|text=Standort|name=Grab von Bernhard Docen|NS=48/7/40.50/N|EW=11/33/56.65/E|type=landmark|region=DE-BY}}).&amp;lt;ref&amp;gt;Schiermeier/Scheungraber, Alter Südlicher Friedhof in München, Übersichtsplan, 2008, ISBN  978-3-9811425-6-3 [https://www.stadtatlas-muenchen.de/shopdb1f8b85/Alter-Südlicher-Friedhof-in-München-p160402830 Titel auf Verlagsseite]&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf dem Grabstein ist Bernhard Docen nicht aufgeführt aber im Grabbuch vermerkt&amp;lt;ref&amp;gt;Reiner Kaltenegger, [https://litera-bavarica.de/literatur/d_literatur.php?id=11457 &amp;#039;&amp;#039;Gräber des Alten Südfriedhofs München - Inschriften · Biographien &amp;#039;&amp;#039;], 1. Auflage 2019, PDF-Ausgabe, S. 2670&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensgeber für Straße ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Bernhard Docen wurde 1947 in München im Stadtteil Allach (Stadtbezirk 23 - Allach-Untermenzing) die Docenstraße benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://geohack.toolforge.org/geohack.php?pagename=Docenstraße&amp;amp;language=de&amp;amp;params=48.19606_N_11.48040_E_region:DE-BY_type:landmark&amp;amp;title=Strassenlage Lageplan]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://stadtgeschichte-muenchen.de/strassen/d_strasse.php?id=989 Webseite zur Namensgebung der Docenstraße auf Stadtgeschichte-Muenchen]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Miscellaneen zur Geschichte der deutschen Literatur (2 Bände, 1806/07)&lt;br /&gt;
* Beiträge zum &amp;#039;&amp;#039;Museum für altdeutsche Literatur&amp;#039;&amp;#039; (&amp;quot;Über den Unterschied und die gegenseitigen Verhältnisse der Minne= und Meistersänger. Ein Beitrag zur Karakteristik der früheren Zeitalter der Deutschen Poesie. Museum, Bd. I, S. 73–125, S. 445–490.), zu Aretins &amp;#039;&amp;#039;Aurora&amp;#039;&amp;#039; und zu [[Johann Friedrich Cotta|Cottas]] &amp;quot;[[Morgenblatt für gebildete Stände]]&amp;quot;&lt;br /&gt;
* (Hg.) Erstes Sendschreiben über den Titurel, enthaltend die Fragmente einer Vor Eschenbachischen Bearbeitung des Titurel. Aus einer Handschrift der Königlichen Bibliothek zu München herausgegeben und mit einem Kommentar begleitet, Berlin u. Leipzig 1810.&lt;br /&gt;
* [https://opacplus.bsb-muenchen.de/metaopac/search?View=default&amp;amp;oclcno=815926953 Nachlass &amp;#039;&amp;#039;Doceniana&amp;#039;&amp;#039; in der Bayer. Staatsbibliothek]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|4|8|9|Docen, Bernhard Joseph|Adalbert Elschenbroich|100082505}}&lt;br /&gt;
* [[Angelika Koller]]: &amp;#039;&amp;#039;Minnesang-Rezeption um 1800. Falldarstellungen zu den Romantikern und ihren Zeitgenossen und Exkurse zu ausgewählten Sachfragen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Europäische Hochschulschriften.&amp;#039;&amp;#039; Reihe 1: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Sprache und Literatur.&amp;#039;&amp;#039; 1297). Peter Lang, Frankfurt am Main u. a. 1992, ISBN 3-631-42568-6 (Zugleich: München, Universität, Dissertation, 1989).&lt;br /&gt;
* {{ADB|5|278|280|Docen, Bernhard Joseph|[[Wilhelm Scherer]]|ADB:Docen, Bernhard Joseph}}&lt;br /&gt;
* Gesa Singer: &amp;#039;&amp;#039;Bernhard Joseph Docen (1782–1828) und sein Beitrag zur frühen Germanistik. Eine biographisch orientierte wissenschaftsgeschichtliche Untersuchung&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Germanistische Texte und Studien.&amp;#039;&amp;#039; 86). Olms, Hildesheim u. a. 2010, ISBN 978-3-487-14497-9 (Zugleich: Oldenburg, Universität, Dissertation, 2005).&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
|Autor=Max Joseph Hufnagel&lt;br /&gt;
|Titel=Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München; Docen, Bernhard; Nr.&amp;amp;nbsp;214, Seite&amp;amp;nbsp;145&lt;br /&gt;
|Verlag=Zeke Verlag, 4.&amp;amp;nbsp;Auflage&lt;br /&gt;
|Ort=Würzburg&lt;br /&gt;
|Datum=1983&lt;br /&gt;
|ISBN=3-924078-00-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Bernhard Joseph Docen}}&lt;br /&gt;
* {{WestfAutoren|75}}&lt;br /&gt;
* [https://opacplus.bsb-muenchen.de/title/BV040432532 Nachlass in der Bayerischen Staatsbibliothek]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=100082505|LCCN=n/84/192080|VIAF=56951495}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Docen, Bernhard Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bibliothekar (München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bayerische Staatsbibliothek)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1782]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1828]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Docen, Bernhard Joseph&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Germanist und Bibliothekar&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Oktober 1782&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Osnabrück]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. November 1828&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mhandschug</name></author>
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