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	<title>Bernhard Heising - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T15:52:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bernhard_Heising&amp;diff=1203603&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-28653-6: Die Bronzeplastik steht heute in Dresden vor der Hoffnungskirche</title>
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		<updated>2025-07-29T11:36:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Bronzeplastik steht heute in Dresden vor der Hoffnungskirche&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bernhard Heising&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. August]] [[1865]] in [[Wiedenbrück]]; † [[29. Dezember]] [[1903]] in [[Berlin]]) war ein deutscher Bildhauer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:2007-05-27,04, Betender Landmann, doppel.jpg|miniatur|Betender Arbeiter]]&lt;br /&gt;
Bernhard Heising, Bildhauer, wurde in [[Wiedenbrück]] (Westfalen) als zweiter Sohn der Eheleute Wilhelm Heising (Blaufärber) und Elisabeth Schwarzer geboren. Nach dem Besuch der Volksschule lernte er mit vierzehn Jahren die Bildhauerei bei heimischen Künstlern wie [[Christoph Siebe]] (1849–1912) und [[Anton Mormann]] (1851–1940). Er wurde von 1884 bis 1886 in [[Münster]] Mitarbeiter des Künstlers [[Heinrich Fleige]] (1840–1890). Von dort ging Heising nach Berlin, bevor er 1887 als Werkstudent nach [[Freising]] ging. Ab Herbst 1889 besuchte er die [[Akademie der Bildenden Künste München|Münchener Kunstakademie]]. [[Wilhelm von Rümann]] (1850–1906) wurde sein bevorzugter Lehrer. Als Nicht-Bayer blieben ihm trotz bester Zeugnisse jegliche Stipendien versagt, deshalb ging er im Herbst 1891 nach Berlin. Besondere Förderung erfuhr er durch [[Gerhard Janensch]] (1860–1933) und durch [[Anton von Werner]] (1843–1915), den Direktor der Unterrichtsanstalt &amp;#039;&amp;#039;Akademische Hochschule für bildende Künste&amp;#039;&amp;#039;, kurz „[[Bauakademie]]“ genannt (einer Abteilung der &amp;#039;&amp;#039;[[Preußische Akademie der Künste|Königlichen Akademie der Künste]]&amp;#039;&amp;#039;, gegründet 1696). Im Frühjahr 1896 gewann er mit seiner Großplastik &amp;#039;&amp;#039;Heimkehr des verlorenen Sohnes&amp;#039;&amp;#039; den Wettbewerb zur Zweihundertjahrfeier der Akademie. Im Herbst bereiste er mit dem Preisgeld (3.300 Goldmark) für ein knappes Jahr Italien, verweilte in Florenz, Rom, Neapel und Sizilien und gründete, im August 1897 nach Berlin zurückgekehrt, in [[Berlin-Wilmersdorf|Wilmersdorf]] seine Werkstatt. Neben dem Schaffen eigener Werke arbeitete er auch für [[Reinhold Begas]] (1831–1911), welcher seine Kunst sehr schätzte. Daher vertraute er seiner Meisterschaft in der Personendarstellung Einzelaufgaben beim [[Bismarckdenkmal]] und bei der [[Siegesallee]] an, wie er auch Heisings guten Freund [[August Gaul]] (gebändigter Tiger) und [[Ludwig Cauer (Bildhauer)|Ludwig Cauer]] (Brunnengruppen) um ihre helfende Hand gebeten hat. Trotz verschiedener Kunstauffassung blieb er Bernhard Heising stets freundschaftlich verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1898 brachte Heising einen weiblichen Bronzekopf, „Roma“, auf die Große Berliner Ausstellung. Der am 2. Mai 1898 gegründeten [[Berliner Secession]] trat er sogleich bei und steuerte eigene Werke zu ihren Ausstellungen bei, „Lotse“ (1902), „Wächter“ (1903). Für den [[Westfälischer Bauernverein|Westfälischen Bauernverein]] schuf er 1902 das überlebensgroße Bronzestandbild seines Gründers, des [[Burghard Freiherr von Schorlemer-Alst]], das vor dem Landeshaus in Münster aufgestellt wurde, jedoch im Zweiten Weltkrieg verloren ging. (Das Gipsmodell zur Ausschreibung mit über 20 Bewerbern ist als Leihgabe im Besitz des [[Wiedenbrücker Schule Museum]].) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für seine Vaterstadt Wiedenbrück, heute [[Rheda-Wiedenbrück]], im Auftrag des ehemaligen dortigen Landrats [[Ernst Osterrath]] (1851–1925), konnte er 1903 das Bronzestandbild „Betender Arbeiter“, auch „Betender Landmann“ genannt (siehe Rheda-Wiedenbrück 4.7: Skulpturen, Sehenswürdigkeiten), trotz einer schweren Lungenkrankheit noch fertigstellen, musste jedoch der Enthüllungsfeier auf dem Wiedenbrücker Marktplatz am 1. November 1903 fernbleiben und verstarb am 29. Dezember 1903 im Hedwigskrankenhaus zu Berlin-Friedenau. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde am 1. Januar 1904 auf dem Friedhof der St. Matthias-Gemeinde, Röblingstraße 32, beigesetzt. Bernhard Heising hinterließ seine Ehefrau Helene, geborene Sittler (1866–1941), und zwei künstlerisch begabte Söhne, Wilhelm (1897–1980) und Fritz (1899–1918). Fritz fiel kurz vor Kriegsende am 30. September 1918 bei Cambrai in Frankreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werkkatalog ==&lt;br /&gt;
Beim verheerenden Bombenangriff auf Münster in Westfalen wurde am 3. Oktober 1944 auch das Haus seines Bruders Johannes Heising in der Georgstraße Nr. 6 völlig zerstört. So gingen Dokumente, Urkunden, Aufzeichnungen, Entwürfe, Skizzen in Flammen auf, auch das große Modell des „Schorlemers“ konnte nicht gerettet werden. Gipsmodelle, die vorher von seinem Sohn Wilhelm in Sicherheit gebracht werden konnten, sind im Folgenden aufgeführt. Sie befinden sich zum großen Teil zusammen mit Bronzeabgüssen als Leihgabe im [[Wiedenbrücker Schule Museum]].&lt;br /&gt;
=== 1. Großbronzen ===&lt;br /&gt;
* 1896 &amp;#039;&amp;#039;Heimkehr des verlorenen Sohnes&amp;#039;&amp;#039; (Bronze), Museum Albertinum Dresden (1900 auf der Pariser Weltausstellung gezeigt, heute vor der Hoffnungskirche Dresden - Löbtau).&lt;br /&gt;
* 1902 &amp;#039;&amp;#039;Dr. Burghard Freiherr von Schorlemer-Alst&amp;#039;&amp;#039; (Bronze), Denkmal in Münster, gestiftet vom Westfälischen Bauern-Verein (im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen).&lt;br /&gt;
* 1903 &amp;#039;&amp;#039;Betender Arbeiter&amp;#039;&amp;#039; (Bronze), Denkmal auf dem Marktplatz von Wiedenbrück, gestiftet von Landrat Ernst Osterrath.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2. Plastiken ===&lt;br /&gt;
* o. J. &amp;#039;&amp;#039;Weiblicher Akt&amp;#039;&amp;#039;, Gips-Original&lt;br /&gt;
* 1896 &amp;#039;&amp;#039;Ceres-Allegorie&amp;#039;&amp;#039;, Gips-Original&lt;br /&gt;
* 1897 &amp;#039;&amp;#039;Büste eines Knaben, „Florentiner“&amp;#039;&amp;#039;, Gips-Original&lt;br /&gt;
* 1898 &amp;#039;&amp;#039;„Roma“, weibliche Büste&amp;#039;&amp;#039;, Bronze-Original (Große Berliner Ausstellung)&lt;br /&gt;
* 1902 &amp;#039;&amp;#039;Lotse&amp;#039;&amp;#039; (Bronze), Bronze-Original (Berliner Sezession) – verschollen&lt;br /&gt;
* 1902 &amp;#039;&amp;#039;Max, Baby-Kopf&amp;#039;&amp;#039;, Ton / Bronzeguss&lt;br /&gt;
* 1903 &amp;#039;&amp;#039;Wächter&amp;#039;&amp;#039;, Bronze-Original (Berliner Sezession)&lt;br /&gt;
* 1903 &amp;#039;&amp;#039;Gruppe Hockendes Weib&amp;#039;&amp;#039;, Gips-Original&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 3. Reliefs ===&lt;br /&gt;
* 1888 &amp;#039;&amp;#039;Bernard Schwarzer&amp;#039;&amp;#039;, Gips-Original&lt;br /&gt;
* 1896 &amp;#039;&amp;#039;Pontifex maximus&amp;#039;&amp;#039;, Gips-Original&lt;br /&gt;
* 1898 &amp;#039;&amp;#039;Ehejubiläumsmedaille&amp;#039;&amp;#039;, Bronze-Original&lt;br /&gt;
* 1898 &amp;#039;&amp;#039;Taufmedaille&amp;#039;&amp;#039;, Bronze-Original&lt;br /&gt;
* 1903 &amp;#039;&amp;#039;Portrait Frauenkopf&amp;#039;&amp;#039;, Gips-Original&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 4. Modelle ===&lt;br /&gt;
der Bewerbungen für die Ausschreibungen.&lt;br /&gt;
* 1. o. J. &amp;#039;&amp;#039;B. v. Schorlemer-Alst&amp;#039;&amp;#039;, Gips-Original&lt;br /&gt;
* 2. 1903 &amp;#039;&amp;#039;Betender Arbeiter&amp;#039;&amp;#039;, Gips-Original&lt;br /&gt;
* 3. 1903 &amp;#039;&amp;#039;Betender Arbeiter&amp;#039;&amp;#039;, Großes Modell für den Bronzeguss, Gips-Original&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 5. Werk in Stein ===&lt;br /&gt;
* ca. 1880 &amp;#039;&amp;#039;Agathenstandbild&amp;#039;&amp;#039;, Kath. Pfarrkirche St.&amp;amp;nbsp;Aegidius zu Wiedenbrück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 6. Werke in Holz ===&lt;br /&gt;
* 1897 &amp;#039;&amp;#039;Madonna mit Kind&amp;#039;&amp;#039; 1897, Linde.&lt;br /&gt;
* o. J. &amp;#039;&amp;#039;Kruzifix&amp;#039;&amp;#039;, verzierte Balkenenden, Eiche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 7. Zeichnungen ===&lt;br /&gt;
* 1886 &amp;#039;&amp;#039;Knabe mit Hut&amp;#039;&amp;#039;, Kohle.&lt;br /&gt;
* 1903 &amp;#039;&amp;#039;Selbstbildnis&amp;#039;&amp;#039;, Kohle.&lt;br /&gt;
* o. J. &amp;#039;&amp;#039;Mutter des Künstlers&amp;#039;&amp;#039;, Bleistiftskizze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 8. Verschollen, nur in der Literatur erwähnt ===&lt;br /&gt;
* 1895 &amp;#039;&amp;#039;Jagdgruppe&amp;#039;&amp;#039;	&lt;br /&gt;
* o. J. &amp;#039;&amp;#039;Fischer&amp;#039;&amp;#039;	 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 9. Manuskript ===&lt;br /&gt;
In fünf Heften:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Stilgeschichte der Architektur und des Ornamentes&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1898 (Entwurf einer Habilitationsschrift, da Heising Aussicht auf eine Professur hatte.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
Auf der Pariser [[Weltausstellung Paris 1900|Weltausstellung 1900]] erhielt Heising die &amp;#039;&amp;#039;Große Silberne Medaille zuerkannt&amp;#039;&amp;#039;. 1901 gewährte ihm die Dresdner Kunstausstellung die &amp;#039;&amp;#039;Goldene Plakette&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur und Quellen ==&lt;br /&gt;
* [[Franz Flaskamp]]: &amp;#039;&amp;#039;Bernhard Heising (1865–1903), Ein deutsches Künstlerleben&amp;#039;&amp;#039;, Münster i. Westf. 1932, Regenbergsche Buchdruckerei.&lt;br /&gt;
* Jahrbuch der bildenden Kunst 1902, herausgegeben von Max Martersteig, Verlag der deutschen Jahrbuchgesellschaft M. B. H. &amp;lt;br /&amp;gt;Berlin SW 48 – 1902, S. 19: große Abbildung der „Heimkehr des verlorenen Sohnes“, Bronze&lt;br /&gt;
* Katalog. &amp;#039;&amp;#039;Berlin Große Kunstausstellung 1897&amp;#039;&amp;#039; – (Abb. „Heimkehr des verlorenen Sohnes“)&lt;br /&gt;
* Katalog, &amp;#039;&amp;#039;Dresden Internationale Kunstausstellung 1901&amp;#039;&amp;#039; – (Abb. „Heimkehr des verlorenen Sohnes“)&lt;br /&gt;
* République Francaise, Ministère du commerce, de l&amp;#039; industrie, des postes et de Télègraphes, Exposition Universelle de 1900 à Paris,&amp;lt;br /&amp;gt;Liste des Récompenses [dt. Liste der Auszeichnungen] (Groupe II.) Classe 9. (S. 129), Paris, Imprimerie Nationale MCMI&lt;br /&gt;
* Zeitschrift, Kunst für alle, XI 1896&lt;br /&gt;
* Zeitschrift, Münsterland, VIII 1921, S. 194 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1078328986|VIAF=279144782960470357618}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Heising, Bernhard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildhauer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wiedenbrücker Schule]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildhauer des Historismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1865]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1903]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Heising, Bernhard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Bildhauer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. August 1865&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wiedenbrück]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. Dezember 1903&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-28653-6</name></author>
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