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	<title>Bernhard Harder - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T08:08:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2023-11-04T13:56:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Normdaten überprüft&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bernhard Harder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[15. Dezember]] [[1878]] in Alexandertal [[Mennonitenansiedlung Alt-Samara]]; † [[15. Juli]] [[1970]] in [[Hanau]]) war ein mennonitischer [[Unternehmer]], [[Prediger]] und [[Schriftsteller]] und Leiter der „Großstadt-Mission für Hamburg und Altona“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Familie ===&lt;br /&gt;
Bernhard Harder war das jüngste von fünf Kindern in der [[Mennoniten]]familie Julius und Elisabeth Harder aus Klein-Lichtenau im Danziger Werder. Die Familie Harder zog mit dem letzten westpreußischen Treck 1878 nach Alt-Samara, wo Bernhard kurz nach der Ankunft geboren wurde. Nach dem frühen Tod von Julius und Elisabeth Harder wurden deren Kinder von verschiedenen Verwandten aufgenommen, wie es unter den Mennoniten üblich war. Sowohl von seinen Eltern als auch von seiner Pflegefamilie wurde Harder in der mennonitischen Frömmigkeit und Tradition erzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bernhard Harder war seit 1899 mit Katharina Dyck verheiratet und hatte fünf Kinder, von denen nur zwei Söhne das Erwachsenenalter erreichten – den späteren Schriftsteller und Sozialisten [[Johannes Harder]] und den Kunstmaler [[Alexander Harder-Khasán|Alexander Harder]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Johannes Bernhard Alexander Harder.png|mini|Bernhard Harder (mittig) mit seinen Söhnen Johannes Harder (links) und Alexander Harder-Khasán (rechts)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beruflicher und geistlicher Werdegang bis zur Russischen Revolution ===&lt;br /&gt;
Mit 16 Jahren ging Bernhard Harder in die [[Mennonitenansiedlung Molotschna]], wo er das Schlosser- und Schmiedehandwerk erlernte. Während dieser Zeit ließ er sich von dem Ältesten der Mennonitengemeinde Gnadenfeld, Heinrich Dirks, taufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr eröffnete er in Neuhoffnung ([[Mennonitenansiedlung Alt-Samara]]) eine eigene Schmiedewerkstatt, die jedoch in der kleinen Kolonie nicht lange tragfähig war. Zusammen mit drei weiteren Unternehmern eröffnete er [[1909]] in dem russischen Marktort Koschki das Geschäftshaus „Harder, Wiebe und Co.“ zum Vertrieb [[Liste landwirtschaftlicher Geräte und Maschinen|landwirtschaftlicher Maschinen und Geräte]]. Das Geschäftshaus erfuhr in kurzer Zeit so reißenden Absatz, dass mehrere Filialen an verschiedenen Orten des Landes aufgebaut wurden. In den folgenden Jahren reiste Harder geschäftlich viel durch [[Russland]], einschließlich [[Sibirien]], und baute Kontakte zu ausländischen Firmen in [[Deutschland]], [[Schweden]] und den [[USA]] auf und knüpfte auf diese Weise ein breites Verbindungsnetz zwischen der Mennonitenkolonie an der [[Wolga]] und internationalen Handelshäusern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seiner geschäftlichen Tätigkeit engagierte Harder sich in der Jugendarbeit der Mennonitengemeinde in der Kolonie, wo er auch als Prediger tätig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] wurde Harder mit seiner Familie wegen seiner deutschen [[Staatsbürgerschaft]] enteignet und ebenso wie 20.000 weitere deutsche Staatsbürger in [[Orenburg]] interniert, wo sie bis zur [[Februarrevolution 1917|Februarrevolution]] 1917 verblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ausbruch der [[Revolution|Russischen Revolution]] kehrte Harder in die [[Mennonitenansiedlung Alt-Samara]] zurück und begann mit dem Aufbau einer Konsumgenossenschaft für sein engeres Heimatgebiet. Gleichzeitig engagierte er sich für die Jugendarbeit in der Mennonitengemeinde. Nachdem er durch die ersten Verhandlungen mit den Vertretern der sowjetischen Revolution zu der Einsicht gekommen war, dass jegliche wirtschaftliche Privatinitiative bald ein Ende haben würde, entschloss er sich kurzerhand, Russland zu verlassen. Gemeinsam mit über 20 weiteren Deutschen verließ er mit seiner Familie in einem ereignisreichen Treck Russland und ließ sich zunächst in [[Malbork|Marienburg]] (Westpreußen) nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tätigkeit während der Weimarer Republik ===&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende 1918 wurde Harder auf einer [[Schiffswerft]] in [[Elbląg|Elbing]] verpflichtet. Gleichzeitig begann er mit einer breiten und aktiven Predigttätigkeit und Jugendarbeit unter den Mennonitengemeinden des Kleinen Werders. 1923 übertrug ihm das Missionswerk „[[Licht im Osten]]“ in [[Wernigerode]] a.H. das Hausvateramt des Seminars und zugleich ein Lehramt für die ehemaligen russischen [[Kriegsgefangene]]n auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Harder widmete sich aktiv und ausführlich seinen biblisch-theologischen Studien und setzte sich zwei Jahre lang in mehreren polnischen und baltischen Gemeinden mit Vorträgen und Kursen zu biblischen und theologischen Themen ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Engagement in der „Großstadt-Mission für Hamburg und Altona“ ===&lt;br /&gt;
Von 1930 bis 1950 war Harder Vorsteher der „Großstadt-Mission für Hamburg und Altona“, die ein Säuglingsheim, ein Altenheim, eine „Heimstatt für die sittlich gefährdete weibliche Jugend“, ein Seminar für Gemeindehelferinnen in den slawischen Gemeinden Osteuropas, ein großes Kinderheim und eine Predigtstätte in der alten Mennonitenkirche auf der Großen Freiheit hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er redigierte die Monatsschrift „Wort und Werk“, die aufgrund ihres klaren bibeltreuen Kurses auch während der nationalsozialistischen Zeit besonders in Kreisen der [[Bekennende Kirche|Bekennenden Kirche]] Beachtung fand. Nach Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] widmete Harder sich dem Wiederaufbau der während der [[Operation Gomorrha|Bombardierung Hamburgs]] [[1943]] vernichteten Heime der Großstadt-Mission.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Letzte Lebensjahre und Tod ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem seine Ehefrau 1949 nach fast 50 Ehejahren verstorben war, zog Harder 1951 zu seinem Sohn, dem Kunstmaler Alexander Harder, in den Spessart. Hier verfasste er das Buch „Alexandertal: Geschichte der letzten deutschen Stammsiedlung in Russland“, das 1955 in Berlin erschien und die Geschichte der [[Mennonitenansiedlung Alt-Samara]] beschreibt. 1951 heiratete er ein zweites Mal. Bernhard Harder verstarb am [[15. Juli]] [[1970]] in [[Hanau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mennonitisches Jahrbuch 1954.&amp;#039;&amp;#039; Mennonite Publication Office, USA, S. 3–6.&lt;br /&gt;
* Viktor Fast (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Vorübergehende Heimat. 150 Jahre Beten und Arbeiten in Alt-Samara (Alexandertal und Konstantinow)&amp;#039;&amp;#039;. Samenkorn, Steinhagen 2009, ISBN 978-3-936894-86-8.&lt;br /&gt;
* Bernhard Harder: &amp;#039;&amp;#039;Alexandertal. Die Geschichte der letzten deutschen Stammsiedlung in Rußland.&amp;#039;&amp;#039; Kohnert, Berlin o.&amp;amp;nbsp;J. [1955].&lt;br /&gt;
* Wilhelm Matthies: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Entstehung der mennonitischen Kolonie Alt-Samara&amp;#039;&amp;#039;. Alexandertal 1927, unveröffentlichtes Manuskript.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|VIAF=306217112|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2023-11-04}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Harder, Bernhard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mennonit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russlandmennoniten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russlanddeutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1878]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1970]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Harder, Bernhard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=mennonitischer Unternehmer, Prediger und Schriftsteller&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. Dezember 1878&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Alexandertal, [[Mennonitenansiedlung Alt-Samara]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. Juli 1970&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hanau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Silewe</name></author>
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