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	<title>Bernhard Greuter - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T12:19:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bernhard_Greuter&amp;diff=1923374&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bruno Wulfilo: Stilistische Anpassung.</title>
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		<updated>2024-07-28T10:52:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stilistische Anpassung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Bernhard Greuter.jpg|mini|Bernhard Greuter, Lithographie von [[Joseph Brodtmann]], 1833]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bernhard Greuter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[20. Februar]] [[1745]] in [[Ulisbach]]; † [[11. September]] [[1822]] in [[Islikon TG|Islikon]], [[Gachnang]]) war ein [[Schweiz]]er [[Industrieller]], [[Sozialreform]]er, [[Politiker]] und [[Landwirt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
=== Unternehmer ===&lt;br /&gt;
Bernhard Greuter war der dritte Sohn des [[Reisläufer]]s und [[Niederländisch-Indien|Ostindien]]-Händlers Konrad Greuter aus [[Kefikon]] und der Elisabeth Billeter aus Ulisbach.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Verena Rothenbühler |url=https://hls-dhs-dss.ch/articles/028455/2020-04-01/ |titel=Greuter, Bernhard |werk=Historisches Lexikon der Schweiz |datum=2020-04-01 |abruf=2021-03-13 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Hans Amann |url=https://www.digishelf.de/objekt/bsz407596828_1993_001/67/ |titel=Bernhard Greuter (1745–1822), eine Gründerpersönlichkeit der schweizerischen Vokswirtschaft |werk=Toggenburger Annalen 1993-001 |datum=1993 |abruf=2021-03-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Halbwaise – sein Vater starb um 1747 auf See – bemühte sich seine Mutter um eine gute Ausbildung. Anschliessend arbeitete Greuter als [[Hauslehrer]] und war als Arbeiter in [[Kattundruck]]ereien tätig. Er lernte die neu eingeführte [[Blaudruck|Blaufärberei]] in der Kattundruckerei von [[Johann Heinrich Streiff]] (1709–1780) in [[Glarus]] kennen, der ersten dieser Art in der Schweiz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Hermann Wartmann |url=https://www.deutsche-biographie.de/pnd136137717.html#allcontent |titel=Greuter, Bernhard |werk=Allgemeine Deutsche Biographie |datum=1879 |abruf=2021-03-13 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Weil er versuchte die geheime Zusammensetzung der [[Indigo]]-Farbe herauszufinden, musste Greuter aus Glarus fliehen; in der Folge arbeitete er in der Zeugdruckerei von Johannes Schiess und Daniel Merz in [[Herisau]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Anne Wanner und Jean Richard |url=http://www.annatextiles.ch/publications/indiennes/ind.htm |titel=Le développement de l&amp;#039;indiennage en Suisse |hrsg=annatextilies.ch |datum=2000 |abruf=2021-03-13 |sprache=fr}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1765 eröffnete er in Kefikon eine eigene kleine Textilfärberei und -druckerei, die er jedoch 1767 aus Angst vor Streiff, nun Landvogt, seinem Bruder Conrad übergab, um in [[Republik der Sieben Vereinigten Provinzen|Holland]] als Färbergeselle in der [[Indienne]]s-Industrie anzuheuern. 1770 kehrte er zurück und fand sein Unternehmen in schlechtem Zustand, konnte es aber wieder aufbauen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; 1773 heiratete er Maria Magdalena Wettstein aus Islikon, mit der er vier Söhne hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; In einem Anbau des Gasthauses zum «Sternen» ihres Vaters Heinrich Wettstein errichtete er 1777 eine Blaufärberei, als eine der ersten Fabriken der Schweiz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jürg Ganz und Hans Jossi |Hrsg=Gesellschaft für Industriekultur |Titel=Die Greutersche Fabrik in Islikon |Sammelwerk=IN.KU |Band=2 |Ort=Winterthur |Datum=1991-11 |Online=https://sgti.ch/site/wp-content/uploads/2019/05/In-Ku-02-Greuterhof-Islikon-TG.pdf |Format=PDF |KBytes=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er baute sein Textilgewerbe sukzessive aus, und bis Anfang des 19. Jahrhunderts entstand eine dorfartige Fabrikanlage, die ihre Wasserkraft aus künstlich angelegten Weihern bezog.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Im Umkreis der Fabrik befanden sich in 32 Häusern weitere Fertigungsräume und Spezialabteilungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1796 mit den [[Hans Jacob Rieter|Brüdern Rieter]] aus [[Winterthur]] gegründete &amp;#039;&amp;#039;Handelsgesellschaft Greuter &amp;amp; Rieter&amp;#039;&amp;#039; wurde eines der bedeutendsten Textilunternehmen der Schweiz im 19. Jahrhundert. 1805 wurde an der [[Murg (Thur)|Murg]] in [[Frauenfeld]] ein Zweiggeschäft eröffnet und 1806 die erste Filiale im Ausland, die Ziegler-Greuter &amp;amp; Cie. in [[Guebwiller]] im [[Elsass]]. Mit letzterer wurden die [[Napoleon Bonaparte|napoleonischen]] Zollschranken überwunden. Um 1810 beschäftigten diese Unternehmen zusammen über 3300 Arbeitnehmer.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.immobilie-greuterhof.ch/_pdf/GH_Geschichte.pdf |titel=Greuterhof Geschichte |werk=immobilie-greuterhof.ch |datum=2009-06-12 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20090612015954/http://www.immobilie-greuterhof.ch/_pdf/GH_Geschichte.pdf |abruf=2021-03-13 |format=PDF |offline=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1830 wurde in Islikon die Rotfärberei eingeführt; die Fabrik hatte rund 300 Beschäftigte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Das in den 1870er-Jahren in Schwierigkeiten geratene Unternehmen musste 1880 stillgelegt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der renovierte Gebäudekomplex des [[Greuterhof]]s in Islikon gehört seit 1981 der Stiftung Bernhard Greuter für Berufsinformation, später Stiftung Greuterhof Islikon.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.greuterhof.ch/stiftung-greuterhof |titel=Stiftung Greuterhof |werk=Hotel Greuterhof Islikon |abruf=2021-03-13 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pionier der Arbeiterfürsorge ===&lt;br /&gt;
Im Jahre 1802 wurde die von Greuter angeregte und ausgearbeitete „Geselschaft Druker und Modelstecher Islicon B.G.“ als erste betriebliche [[Sozialversicherung]] der Schweiz bestehend aus Kranken-, Militär-, Altersspar- und einer Reisekasse zu Ausbildungszwecken sowie einer Viehversicherung errichtet. Die in der Fabrik tätigen Zeichner, Coloristen, Modelstecher, Färber und Drucker schlossen sich zu dieser [[Selbsthilfegruppe|Hilfsgesellschaft]] zusammen. Greuter errichtete auch einen Schulfonds, um allen Kindern die Möglichkeit zu geben, lesen, rechnen und schreiben zu lernen. Ab 1823 wurde die Versicherung der Arbeitnehmer für die kleinen und mittleren Unternehmungen in Frauenfeld obligatorisch. 1874 wurde die [[Militärversicherung]] auf nationaler Ebene als älteste [[Sozialversicherung (Schweiz)|Sozialversicherung]] der Schweiz eingeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ref-gachnang.ch/geschichte/historische-persoenlichkeiten/ |titel=Historische Persönlichkeiten |werk=Evangelische Kirchgemeinde Gachnang |abruf=2021-03-13 |sprache=de-CH}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politiker ===&lt;br /&gt;
Greuter war Mitglied im Landeskomitee, der ersten thurgauischen Regierung unter [[Paul Reinhart (Freiheitskämpfer)|Paul Reinhart]], das nach der am 3. März 1798 von der [[Tagsatzung|Eidgenössischen Tagsatzung]] verfügten Entlassung des [[Kanton Thurgau|Thurgaus]] aus seiner Untertanenschaft seit 1460 eingesetzt wurde. In der [[Helvetische Republik|Helvetischen Republik]] war Greuter vom April 1798 bis 1800 helvetischer Grossrat und von 1803 bis 1822 Mitglied des Thurgauer [[Grosser Rat (Thurgau)|Grossen Rat]]. Von 1813 bis 1816 liess er den Stadtgraben in Frauenfeld auffüllen und eine [[Promenade]] anlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landwirt auf Musteranlagen ===&lt;br /&gt;
1805 übernahmen die vier Söhne zunehmend das Geschäft, während sich Bernhard Greuter bis zu seinem Tod vorwiegend der [[Landwirtschaft]] widmete und ihr wichtige Impulse gab. Er pflanzte als einer der Ersten [[Kartoffel]]n, züchtete Rinder und legte Obstkulturen an. Um 1800 baute er die damals grösste Scheune der Schweiz. Die Greuterscheune diente einerseits dem landwirtschaftlichen Musterbetrieb und anderseits der Färberei, indem sie den zum Färben benötigten Mist lieferte und Raum fürs Trocknen der Textilien bot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ADB|9|645|647|Greuter, Bernhard|Hermann Wartmann|ADB:Greuter, Bernhard}}&lt;br /&gt;
* Jürg Ganz: &amp;#039;&amp;#039;Die Greuter’sche Fabrik in Islikon.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archithese&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 5, 1980.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Greuterhof&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Gemeinnützige Stiftung Bernhard Greuter für Berufsinformation, Islikon 1991.&lt;br /&gt;
* Hans Amann: &amp;#039;&amp;#039;Bernhard Greuter&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Toggenburger Annalen&amp;#039;&amp;#039;, 20, 1993, S. 69–75 ([https://www.digishelf.de/objekt/bsz407596828_1993_001/67/ Online]).&lt;br /&gt;
* Ottavio Clavuot, Jürg Ganz: &amp;#039;&amp;#039;Der Greuterhof in Islikon, ein Baudenkmal aus der Frühzeit der Industrialisierung&amp;#039;&amp;#039;. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Hrsg. in Zusammenarbeit mit der Stiftung Greuterhof Islikon, Islikon (ehemals Stiftung Bernhard Greuter für Berufsinformation) und der Denkmalpflege des Kantons Thurgau, Frauenfeld, Verlag GSK, Bern 2006, ISBN 3-85782-797-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{HLS|28455|Greuter, Bernhard|Autor=Verena Rothenbühler}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|136137717}}&lt;br /&gt;
* [https://www.greuterhof.ch/geschichte Geschichte des Greuterhofes]&lt;br /&gt;
* [http://www.portraitindex.de/documents/obj/33422731 Bildnis des Bernhard Greuter] auf portraitindex.de&lt;br /&gt;
* [https://sgti.ch/site/wp-content/uploads/2019/05/In-Ku-02-Greuterhof-Islikon-TG.pdf IN.KU 02: Greuterhof Islikon TG], [[Schweizerische Gesellschaft für Technikgeschichte und Industriekultur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=136137717|VIAF=80533221}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Greuter, Bernhard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grossrat (Thurgau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Textilunternehmer (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Versicherungswesen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialreformer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirt (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1745]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1822]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Greuter, Bernhard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Schweizer Unternehmer, Sozialreformer und Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. Februar 1745&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Ulisbach]], Wattwil&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. September 1822&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Islikon TG]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bruno Wulfilo</name></author>
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