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	<title>Bernhard Bavink - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-04-17T03:17:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bernhard Bavink.jpg|mini|Bernhard Bavink, Foto (etwa 1937)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bernhard Bavink&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[30. Juni]] [[1879]] in [[Leer (Ostfriesland)]]; † [[27. Juni]] [[1947]] in [[Bielefeld]]) war ein deutscher Naturwissenschaftler, Naturphilosoph und [[Eugenik|Eugeniker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Leer - Brunnenstraße - 22 03 ies.jpg|mini|Tafel am Elternhaus Bavinks in Leer]]&lt;br /&gt;
Bavink wurde in Leer als einziger Sohn des [[Mennoniten|mennonitischen]] Kaufmannes und Schokoladenfabrikanten Bernard Bavink und seiner lutherischen Mutter Elea Rulffes aus [[Oldenburg (Oldb)|Oldenburg]] geboren. Seit 1897 studierte Bavink in [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Bonn]] [[Chemie]] und [[Mathematik]] sowie in [[Georg-August-Universität Göttingen|Göttingen]] [[Physik]]. Er bestand im Jahr 1902 sein Staatsexamen und promovierte 1904. Während des Studiums wurde er Mitglied im [[Bonner Wingolf|Bonner]] und im [[Göttinger Wingolf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Göttingen]] und [[Goslar]] absolvierte er die Vorbereitungszeit für das Lehramt an höheren Schulen und wurde im Jahr 1904 Oberlehrer am Evangelisch Stiftischen Gymnasium in Gütersloh. Ab Herbst 1912 war Bavink Lehrer an der Auguste-Viktoria-Schule, einem Mädchengymnasium in Bielefeld, das von 1947 bis 1996 nach Bavink benannt war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.gymnasium-am-waldhof.de/schule/schulgeschichte.html |text=Geschichte des Gymnasiums Am Waldhof |wayback=20151231001005}}, abgerufen am 1. Juli 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; 1920 übernahm Bavink die wissenschaftliche Leitung des [[Keplerbund]]es, für den er von 1920 bis 1939 die Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Unsere Welt&amp;#039;&amp;#039; herausgab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee33&amp;quot;&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945&amp;#039;&amp;#039;. Fischer Taschenbuch Verlag, Zweite aktualisierte Auflage, Frankfurt am Main 2005, S. 33.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1929 wurde er zum Oberstudienrat ernannt; außerdem war er Fachberater des Provinzialschulkollegiums in [[Münster]]. Im Wintersemester 1931/1932 hielt er den Vortrag &amp;#039;&amp;#039;Eugenik und Protestantismus&amp;#039;&amp;#039;, 1932&amp;lt;ref&amp;gt;Günther Just (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Eugenik und Weltanschauung.&amp;#039;&amp;#039; Berlin/München 1932.&amp;lt;/ref&amp;gt; veröffentlicht durch [[Günther Just]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ute Felbor: &amp;#039;&amp;#039;Rassenbiologie und Vererbungswissenschaft in der Medizinischen Fakultät der Universität Würzburg 1937–1945.&amp;#039;&amp;#039; Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 1995, ISBN 3-88479-932-0 (= &amp;#039;&amp;#039;Würzburger medizinhistorische Forschungen.&amp;#039;&amp;#039; Beiheft 3.) – Zugleich: Dissertation Würzburg 1995), S. 154 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum 1. April 1933 trat er der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 1.727.284).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/1861321&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Buch &amp;#039;&amp;#039;Die Naturwissenschaft auf dem Wege zur Religion&amp;#039;&amp;#039; brachte es bereits im ersten Jahr (1933) auf drei Auflagen und wurde ins Englische und ins Schwedische übersetzt. Es wurde unter Naturwissenschaftlern und Theologen sehr kontrovers diskutiert. Im selben Jahr publizierte Bavink auch das Buch &amp;#039;&amp;#039;Eugenik als Forschung und Forderung&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee33&amp;quot; /&amp;gt; Nach [[Ernst Klee]] war Bavink ein Befürworter der [[Eugenik]]; er gab der „Gesellschaft das Recht, sich von Existenzen zu befreien, die wirtschaftlich rein gar nichts bedeuten und auf untertierischem Standpunkt dahinvegetieren“.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitat Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; Fischer Taschenbuch 2005, S. 33.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1936 wurde Bavink Mitglied des wissenschaftlichen Ausschusses der [[Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte]]; sechs Jahre später korrespondierendes Mitglied der [[Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://adw-goe.de/mitglieder/personendetails/person/bernhard-bavink/| titel=Mitglieder: Bernhard Bavink| hrsg=Niedersächsische Akademie der Wissenschaften zu Göttingen| zugriff=2025-08-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1943 erhielt er von der [[Julius-Maximilians-Universität Würzburg|Universität Würzburg]] den [[Rienecker-Preis]]. Im Herbst 1944 wurde er pensioniert, im gleichen Jahr erhielt er die Ehrendoktorwürde der [[Westfälische Wilhelms-Universität|Westfälischen Wilhelms-Universität]] zu Münster, an welcher er 1947 zum Honorarprofessor für Naturphilosophie ernannt wurde. In diesem Jahr erschien Bavinks Werk &amp;#039;&amp;#039;Die Atomenergie und ihre Ausnutzung&amp;#039;&amp;#039;, worin er das „Fürchten und Hoffen“ verdeutlicht und die Atomenergie als „in das politische Gebiet weisende Frage“ erkennt (Einleitung), ein Zeugnis aus dieser frühen Periode der Atomenergienutzung mit ihren teils überschwänglichen Erwartungen. Kurz vor seinem Tod im Jahre 1947 erhielt er eine Berufung auf den Lehrstuhl für Naturphilosophie an der [[Universität Stuttgart|Technischen Hochschule Stuttgart]], der er jedoch nicht mehr folgen konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee33&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bavink war Protestant und zweimal verheiratet. Aus seiner Ehe 1905 mit Maria „Mieze“ Meyer aus Barmen entstammen ein Sohn und eine Tochter, aus der Ehe 1918 mit Hertha Lohmann verwitwete König zwei weitere Töchter und ein Sohn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Würdigungen ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1947 wurde die Auguste-Viktoria-Schule in Bielefeld in „Bavink-Gymnasium“ umbenannt. Dieser Name wurde nach kontrovers geführten Diskussionen um die Person und das publizistische Werk Bavinks zum 1. August 1996 in „[[Gymnasium am Waldhof]]“ geändert. In den Mittelpunkt der Diskussion geriet dabei Bavinks grundsätzlich befürwortende Stellung zur [[Nationalsozialistische Rassenhygiene|nationalsozialistischen Rassenhygiene]], zur „[[Vernichtung lebensunwerten Lebens]]“ ([[Nationalsozialistische Rassenhygiene|Euthanasie]]) und zum [[Antisemitismus (bis 1945)|Antisemitismus]] im NS-Regime – freilich mit Eigenwilligkeiten, die ihn mit diesem Regime manchmal in Widerspruch brachten. So hatte er 1933 in &amp;#039;&amp;#039;Organische Staatsauffassung und Eugenik&amp;#039;&amp;#039; geschrieben: „Ein anständig gesinnter Mensch wird sich immer wieder dagegen empören, daß Grausamkeitsinstinkte sich an Unschuldigen unter der Maske nationaler Begeisterung auslassen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Ute Felbor: &amp;#039;&amp;#039;Rassenbiologie und Vererbungswissenschaft in der Medizinischen Fakultät der Universität Würzburg 1937–1945.&amp;#039;&amp;#039; 1995, S. 157.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Berichte von Zeitzeugen, wie Bavink jüdische Schülerinnen vor NS-Verfolgung in Sicherheit brachte, konnten die Entscheidung zur Umbenennung nicht verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Geburtsstadt Leer (Ostfriesland) wurde im Jahre 1963 eine Straße nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Organische Staatsauffassung und Eugenik.&amp;#039;&amp;#039; Alfred Metzner-Verlag, Berlin 1933 (= &amp;#039;&amp;#039;Schriften zur Erblehre und Rassenhygiene.&amp;#039;&amp;#039; ohne Bandzahl).&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. dazu Ute Felbor: &amp;#039;&amp;#039;Rassenbiologie und Vererbungswissenschaft in der Medizinischen Fakultät der Universität Würzburg 1937–1945.&amp;#039;&amp;#039; 1995, S. 156 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Bedeutung des Konvergenzprinzips für die Erkenntnistheorie der Naturwissenschaft&amp;#039;&amp;#039;. In: ZphF, Bd. II, 1947&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ergebnisse und Probleme der Naturwissenschaften. Eine Einführung in die heutige Naturphilosophie.&amp;#039;&amp;#039; [[S. Hirzel Verlag|Hirzel]], Leipzig 1914 (9. Auflage 1948; die 8. Auflage von 1944 hat VIII + 813 Seiten). [https://openlibrary.org/books/OL20582165M/Ergebnisse_und_Probleme_der_Naturwissenschaft_Eine_Einf%C3%BChrung_in_die_moderne_Naturphilosophie (vollständiger Text von 1921 mit 448 Seiten in der Open Library)]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Naturwissenschaft auf dem Wege zur Religion. Leben und Seele, Gott und Willensfreiheit im Lichte der heutigen Naturwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Moritz Diesterweg, Frankfurt am Main 1933.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Atomenergie und ihre Ausnutzung.&amp;#039;&amp;#039; Francke, Bern 1947. (Sammlung Dalp, Bd. 44).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wissen und Glauben als Bundesgenossen in der heutigen Zeit.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Natur – das Wunder Gottes&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben von Wolfgang Dennert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Professor Dr. Bernhard Bavink zum Gedächtnis. Seine Heimat, sein Leben und sein Werk.&amp;#039;&amp;#039; Festschrift anlässlich der Bavink-Gedächtnisfeier in Leer (Ostfriesland) am 21. Februar 1952, herausgegeben von der Stadt Leer.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070613104232/http://www.bautz.de/bbkl/b/bavink_b.shtml |band=1|autor=[[Friedrich Wilhelm Bautz]]|spalten=430-431}}&lt;br /&gt;
* [[Klaus Hentschel]]: &amp;#039;&amp;#039;Bernhard Bavink (1879–1947): der Weg eines Naturphilosophen vom deutschnationalen Sympathisanten der NS-Bewegung bis zum unbequemen Non-Konformisten&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Sudhoffs Archiv&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 77, Heft 1 (1993), S. 1–32 ([https://elib.uni-stuttgart.de/opus/volltexte/2010/5119/pdf/hen12.pdf online]; PDF; 2,1&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* [[Michael Schwartz]]: &amp;#039;&amp;#039;Bernhard Bavink. Völkische Weltanschauung – Rassenhygiene – „Vernichtung lebensunwerten Lebens“&amp;#039;&amp;#039;. (= Bielefelder Beiträge zur Stadt- und Regionalgeschichte; 13). Bielefeld 1993.&lt;br /&gt;
* {{NDB|1|676||Bavink, Bernhard|Aloys Wenzl|11910654X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11910654X}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|11910654X}}&lt;br /&gt;
* [https://www.gaw-bielefeld.de/ Gymnasium am Waldhof]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11910654X|LCCN=nr95021329|NDL=00539809|VIAF=56676785}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bavink, Bernhard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturwissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturphilosoph]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Münster]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im Wingolf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schullehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ostfriese]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1879]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1947]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bavink, Bernhard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Naturwissenschaftler und Naturphilosoph&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. Juni 1879&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Leer (Ostfriesland)|Leer, Ostfriesland]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. Juni 1947&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bielefeld]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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