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	<title>Berner Prozess - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T05:01:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt, deutsch, Kleinkram</title>
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		<updated>2025-08-10T17:50:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;, deutsch, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Berner Prozess Die beiden Kläger mit ihren Berner Anwälten - Staatsarchiv Bern FN Jost N 9914.jpg|mini|Berner Prozess Die beiden Kläger mit ihren Berner Anwälten: auf der Bank links Marcel Bloch; rechts davon Emil Bernheim. Anwälte der Klägerschaft: hinter den Klägern links Hans Matti; rechts davon [[Georges Brunschvig]]]]&lt;br /&gt;
Der sogenannte &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Berner Prozess&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein international beachteter Strafprozess, der 1933 bis 1935 aufgrund einer Strafanzeige des [[Schweizerischer Israelitischer Gemeindebund|Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds]] (SIG) und der [[Jüdische Gemeinde Bern|Israelitischen Kultusgemeinde Bern]] wegen Verstosses gegen das [[Kanton Bern|bernische]] &amp;#039;&amp;#039;Gesetz über das Lichtspielwesen und Massnahmen gegen die Schundliteratur&amp;#039;&amp;#039; von 1916&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [http://www.fschuppisser.ch/looslizion/1916de.html Wortlaut Art. 14–16].&amp;lt;/ref&amp;gt; geführt wurde. Im Mittelpunkt des [[Prozess (Recht)|Prozesses]] standen [[Zeuge#Bedeutung von Zeugenaussagen|Zeugenbefragungen]] und [[Expertise]]n zur aktuellen Verwendung der [[Antisemitismus|antisemitischen]] «[[Protokolle der Weisen von Zion]]» in der [[Schweiz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Urteil kam zu dem Ergebnis, dass es sich bei dieser Schrift um ein übles Machwerk, ein Plagiat und eine Fälschung handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frontistische Veranstaltung im Berner Casino ==&lt;br /&gt;
Am 13. Juni 1933 fand im [[Kultur Casino Bern|Casino Bern]] eine von der [[Nationale Front (Schweiz)|Nationalen Front]] und der [[Heimatwehr]] organisierte Veranstaltung mit dem ehemaligen Generalstabschef und [[Frontenbewegung|Frontisten]] [[Emil Sonderegger]] als Hauptredner statt. Weitere Redner an dieser Veranstaltung waren der Schweizer Offizier [[Arthur Fonjallaz]] und Heinrich Wechlin,&amp;lt;ref&amp;gt;Weiteres zur Biographie Wechlins in: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.dodis.ch/ Diplomatische Dokumente der Schweiz 1848–1945]&amp;#039;&amp;#039;. Benteli-Werd, Bern 1994.[http://www.fschuppisser.ch/looslizion/wechlin_dodis.pdf Vol. 12 = 1937–1938, p. 1095–1097] (PDF-Datei; 817&amp;amp;nbsp;kB) ISBN 3-7165-0846-2; am 10. Sept. 1940 wurde Wechlin nach der Niederlage Frankreichs beim sog. Frontistenempfang von Bundespräsident [[Marcel Pilet-Golaz]] empfangen.&amp;lt;/ref&amp;gt; damals Chefredaktor der Zeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Berner Tagblatt]]&amp;#039;&amp;#039;. Oberstdivisionär Emil Sonderegger wurde als Hauptredner vorgestellt von Major [[Ernst Leonhardt (Politiker)|Ernst Leonhardt]], Basel, Gauführer der Nationalen Front. An dieser Veranstaltung bot die Nationale Front die (aus Deutschland importierte) Broschüre &amp;#039;&amp;#039;Die zionistischen Protokolle&amp;#039;&amp;#039;, eine Ausgabe der «Protokolle der Weisen von Zion» mit einem Vor- und Nachwort des deutschen antisemitischen Herausgebers [[Theodor Fritsch]],&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [http://www.fschuppisser.ch/storepdf/fritsch1933.pdf Theodor Fritsch (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Die zionistischen Protokolle.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF-Datei; 496&amp;amp;nbsp;kB) Hammer Verlag, Leipzig 13. Aufl. 1933.&amp;lt;/ref&amp;gt; zum Verkauf an. Zudem verteilte der nicht zu den Veranstaltern gehörende [[Nationalsozialistische Eidgenössische Arbeiterpartei|Bund Nationalsozialistischer Eidgenossen]] (BNSE) ein Pamphlet &amp;#039;&amp;#039;Aufruf an alle heimattreuen und blutsbewussten Eidgenossen!&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. den [http://www.fschuppisser.ch/looslizion/aufruf.html Abdruck dieses Aufrufes in &amp;#039;&amp;#039;Der Eidgenosse&amp;#039;&amp;#039;], Staatsarchiv des Kt. Bern, Dokumente zum Prozess.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit wüsten Beschimpfungen gegenüber Juden&amp;lt;ref&amp;gt;Zitat aus dem &amp;#039;&amp;#039;Aufruf&amp;#039;&amp;#039;: &amp;#039;&amp;#039;«Wir Nationalsozialistischen Eidgenossen halten unverbrüchlich fest an der Erkenntnis, dass hinter allen Krankheitserscheinungen an unserem organischen Volkskörper, hinter Marxismus und Klassen-Kampf, hinter Defaitismus, Pazifismus und Dienstverweigerung, hinter einem bewusst anti-nationalen Kunst- und Wissenschaftsbetrieb, hinter der Gottlosenbewegung, hinter der planmässigen Störung des bodenständigen Wirtschaftslebens, hinter unsittlicher Literatur, verkehrtem Erziehungswesen und Parteikorruption ein einziger Krankheitserreger steckt: Der internationale Jude.»&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie das Kampfblatt des BNSE (&amp;#039;&amp;#039;Der Eidgenosse&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
Mit der Begründung, damit sei gegen das Verbot, Schundliteratur in Verkehr zu bringen, verstossen worden, erstattete [[Georges Brunschvig]] im Namen des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds und der [[Jüdische Gemeinde Bern|Israelitischen Kultusgemeinde Bern]] am 26. Juni 1933 Strafanzeige gegen die Gauleitung des BNSE sowie gegen Unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Theodor Fritschs «Zionistische Protokolle» ==&lt;br /&gt;
Die frontistische Propaganda erklärte die «[[Protokolle der Weisen von Zion]]» für echt: Diese seien ein von Juden verfasstes geheimes Programm mit dem Ziel, mit allen Mitteln die politische [[Weltjudentum|Weltherrschaft zu erlangen]] (z.&amp;amp;nbsp;B. durch die Unterstützung korrupter Politiker, durch die Benutzung von Untergrundbahnen zum Bombenlegen, durch verschiedene wirtschaftliche Massnahmen etc.). Fritsch behauptete in seiner inkriminierten Ausgabe des Buches, dass die «Protokolle der Weisen von Zion» am ersten [[Zionistenkongress]] 1897 in Basel von Juden verfasst worden seien. Im Vorwort bringt er als vermeintlichen Beweis dafür ein irreführend kommentiertes Zitat des Rabbiners [[Mordechai Ehrenpreis|Marcus Ehrenpreis]], der 1897 selbst am Basler Kongress teilgenommen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beginn der Hauptverhandlung am 16. November 1933 ==&lt;br /&gt;
Nach Vorermittlungen wurde schliesslich gegen fünf Personen die Hauptverhandlung eröffnet: den Zürcher Architekten [[Theodor Fischer (Politiker, 1895)|Theodor Fischer]], Bundesleiter des BNSE,&amp;lt;ref&amp;gt;Im Archiv für Zeitgeschichte der ETH Zürich befinden sich [http://www.fschuppisser.ch/looslizion/ETH_fischer.pdf persönliche Dokumente] (PDF-Datei; 62&amp;amp;nbsp;kB) von Theodor Fischer.&amp;lt;/ref&amp;gt; als Verantwortlichen des inkriminierten Pamphlets und als Herausgeber des BNSE-Kampfblattes &amp;#039;&amp;#039;Der Eidgenosse&amp;#039;&amp;#039;, in welchem der verleumderische antisemitische Artikel &amp;#039;&amp;#039;Schweizermädchen hüte Dich vor den schändenden Juden!&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fschuppisser.ch/looslizion/schweizermaedchen.html Wortlaut dieses Artikels]. Der Artikel erinnert an analoge Verleumdungen im &amp;#039;&amp;#039;[[Der Stürmer|Stürmer]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Julius Streicher]]. Staatsarchiv des Kt. Bern, Dokumente zum Berner Prozess.&amp;lt;/ref&amp;gt; von Alberto Meyer, Zürich, erschienen war; daneben als Vertreter der Berner Gauleitung des BNSE gegen den Kaufmann Georg Haller, zum Zeitpunkt der Veranstaltung Gauleiter, sowie den Rechtsanwalt Johann Konrad Meyer.&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Haller, Kaufmann, Bern, geb. 1879; Dr. iur. Johann Konrad Meyer, Rechtsanwalt, Bern, geb. 1907. Der zeitweilige Gauleiter Georg Haller war Oberstleutnant der Schweizer Armee und Sohn eines Pfarrers an der Berner [[Heiliggeistkirche (Bern)|Heiliggeist-Kirche]]. An der Hauptverhandlung 1935 gab er eine längere Auskunft über seine Person, vgl. [http://www.fschuppisser.ch/looslizion/erkhaller1935.pdf Stenographisches Protokoll] (PDF-Datei; 4,69&amp;amp;nbsp;MB), Staatsarchiv des Kt. Bern, Dokumente zum Prozess.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegen des Vertriebs von Schriften der Nationalen Front an diesem Abend, darunter &amp;#039;&amp;#039;Die zionistischen Protokolle&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Die zum Verkauf angebotenen Exemplare der Broschüre trugen den Stempel «Buchabteilung der Nationalen Front».&amp;lt;/ref&amp;gt; standen Silvio Schnell, Mitglied der Nationalen Front, Ortsgruppe Bern, und der im Polizeirapport als «Führer dieser Gruppe» bezeichnete Walter Ebersold vor Gericht.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [http://www.fschuppisser.ch/looslizion/anklage.html#Dokument_3: Polizeirapport vom 28. Juni 1933]; Walter Ebersold, Architekt, Bern, geb. 1894; Silvio Schnell, Musiker, Bern, geb. 1909&amp;lt;/ref&amp;gt; Richter war Walter Meyer. In ihren Aussagen übernahmen Theodor Fischer für das Pamphlet und Silvio Schnell für den Vertrieb von Schriften der Nationalen Front die Verantwortung, während die übrigen Beschuldigten jegliche persönliche Verantwortung ablehnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. das [http://www.fschuppisser.ch/looslizion/prot19331116.pdf Protokoll der Ersten Hauptverhandlung] (PDF-Datei; 531&amp;amp;nbsp;kB) vom 16. November 1933.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schliesslich wurde die Verhandlung mit dem Beschluss, über die Echtheit oder Unechtheit der «Protokolle der Weisen von Zion» Expertise einzuholen, auf unbestimmte Zeit vertagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweite Hauptverhandlungsphase im Oktober 1934 ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Weizmann 1934.jpg|mini|rechts|350px|Vorladung von Dr. [[Chaim Weizmann]] als Zeuge beim Berner Prozess 1934 (Staatsarchiv des Kt. Bern)]]&lt;br /&gt;
Der Prozess konzentrierte sich von nun an auf die Frage, ob die «Protokolle der Weisen von Zion» echt oder vielmehr ein [[Plagiat]] und eine Fälschung seien. Für die Fortsetzung der Hauptverhandlung vom 29. bis 31. Oktober 1934 waren Zeugen vorgeladen worden: einmal Teilnehmer des Ersten [[Zionistenkongress|Zionistischen Kongresses]] 1897 in Basel, unter ihnen Oberrabbiner [[Mordechai Ehrenpreis|Marcus Ehrenpreis]] aus Stockholm; sodann verschiedene im Exil (meist in Paris) lebende Russen, welche Auskunft geben konnten über eine allfällige Abfassung der «Protokolle der Weisen von Zion» im Auftrag der zaristischen politischen Polizei [[Ochrana]], mit dem Zweck, liberale Politiker zu isolieren und [[Geschichte des Antisemitismus bis 1945|antisemitische]] Gefühle zur Zeit der berüchtigten russischen [[Pogrom]]e zu schüren. Zudem war auch die behauptete Komplizenschaft zwischen Juden und [[Freimaurerei|Freimaurern]] ein Thema, und Berner Freimaurer wurden als Zeugen dazu angehört. Ebenso wurde die Frage des Ausmasses der jüdischen Beteiligung an der [[Bolschewismus|bolschewistischen]] [[Rat der Volkskommissare der Sowjetunion|Sowjetregierung]] verhandelt. Die Kläger hatten die meisten dieser Zeugen aufgeboten und das Erscheinen dieser oft aus dem Ausland angereisten Augenzeugen mit erheblichem finanziellem Einsatz ermöglicht. Unter den Zeugen befand sich auch [[Chaim Weizmann]], der spätere erste Präsident des Staates [[Israel]]. Der einzige von den Beklagten benannte Zeuge war Alfred Zander, Zürich, der in der Zeitung der Nationalen Front &amp;#039;&amp;#039;Der eiserne Besen&amp;#039;&amp;#039; einige Artikel über die «Protokolle der Weisen von Zion» verfasst hatte. Im Anschluss an die Zeugenaussagen erstattete der Beklagte Fischer gegen verschiedene von der Klägerschaft aufgebotene Zeugen Anzeige wegen angeblich falscher Zeugenaussage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liste von Zeugen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Chaim Weizmann]], London&amp;lt;ref&amp;gt;Weizmann hatte nicht am Ersten Zionistischen Kongress in Basel teilgenommen, weil er damals zu arm gewesen war, wie er selbst ausführte. Viele seiner Freunde waren jedoch Teilnehmer am Kongress. In Bern 1934 gab Weizmann als Zeuge einen lesenswerten Überblick über die verschiedenen Strömungen im Judentum und den Zionismus und ging auch auf die Frage der Vertretung des Judentums in der [[Kommunistische Partei Russlands (Bolschewiki)|bolschewistischen Partei Russlands]] ein.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zeugen zum zaristischen Russland ====&lt;br /&gt;
* [[Alexandre du Chayla]] (1885–1947);&amp;lt;ref&amp;gt;Der gebürtige Franzose Alexandre Armand de Blanquet du Chayla kämpfte während des Ersten Weltkrieges in der [[Kaiserlich Russische Armee|russischen]] und nach der [[Oktoberrevolution]] im [[Russischer Bürgerkrieg|Russischen Bürgerkrieg]] in der [[Weiße Armee|Weissen Armee]] (Don-Armee).&amp;lt;/ref&amp;gt; er besuchte [[Sergei Alexandrowitsch Nilus|Sergei Nilus]]&lt;br /&gt;
* [[Sergius Swatikow]] (1880–1942)&lt;br /&gt;
* [[Wladimir Lwowitsch Burzew]] (1862–1942)&lt;br /&gt;
* [[Boris Iwanowitsch Nikolajewski]] (1887–1966)&lt;br /&gt;
* [[Henrich Sliosberg|Henry Sliosberg]] (1863–1937),&amp;lt;ref&amp;gt;Sliosberg veröffentlichte Memoiren, die einen guten Einblick ins [[Geschichte der Juden in Russland#Russisches Kaiserreich: Zweite Phase (1881–1917)|jüdische Leben zur Zarenzeit]] geben.&amp;lt;/ref&amp;gt; ein jüdischer Anwalt&lt;br /&gt;
* [[Pawel Nikolajewitsch Miljukow|Pawel Miljukow]] (1859–1943),&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. die Publikationen: [http://www.archive.org/details/russiaitscrisis00miliuoft &amp;#039;&amp;#039;Russia and its crisis (1905)&amp;#039;&amp;#039;] by P.&amp;amp;nbsp;N. Miliukov; [http://www.archive.org/details/russiatodaytomor00miliiala Russia, to-day and to-morrow (1922)] by P.&amp;amp;nbsp;N. Miliukov.&amp;lt;/ref&amp;gt; liberaler Politiker und Aussenminister der [[Provisorische Regierung (Russland)|Provisorischen Regierung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Teilnehmer am Ersten Zionistischen Kongress ====&lt;br /&gt;
* [[Mayer Ebner]], [[Czernowitz]]/damals in Rumänien (1872–1955)&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [http://www.jewishgen.org/Yizkor/Bukowinabook/bu2P136a.html#Page136b Porträt] und [http://czernowitz.ehpes.com/czernowitz8/ebner/MEbner.html Cyber-Memorial Mayer Ebner]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Mordechai Ehrenpreis|Marcus Ehrenpreis]], Stockholm (Oberrabbiner)&lt;br /&gt;
* [[David Farbstein]], Zürich (1868–1953), Schweizer Nationalrat&lt;br /&gt;
* [[Max I. Bodenheimer]], Amsterdam (1865–1940)&lt;br /&gt;
* Franz Sieber (Stenograph)&lt;br /&gt;
* Hermann Dietrich (Stenograph)&lt;br /&gt;
* [[Otto Zoller]] (1897 Redaktor der &amp;#039;&amp;#039;[[Basler Nachrichten]]&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zeugen zur Freimaurerei ====&lt;br /&gt;
* [[Theodor Tobler]], Bern (Schokoladefabrikant, Freimaurer)&amp;lt;ref&amp;gt;Im Anschluss an die Ausführungen des Experten Ulrich Fleischhauer über die Freimaurerei als geheime Organisation klagte Tobler gegen Fleischhauer.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Eduard Welti, Bern (Freimaurer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zeuge der Beklagten ====&lt;br /&gt;
* [[Alfred Zander]] (1905–1997)&amp;lt;ref&amp;gt;Weitere Details vgl. {{Webarchiv | url=http://www.martinnaef.ch/downloads/alfred_zander_2003.htm | wayback=20110706235016 | text=Martin Näf: &amp;#039;&amp;#039;Alfred Zander 1905–1997. Pädagoge, Frontist, Landesverräter&amp;#039;&amp;#039;}}, in: &amp;#039;&amp;#039;Traverse, Zeitschrift für Geschichte – Revue d’histoire&amp;#039;&amp;#039; Nr. 3, 2003, S. 144–159.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nicht erschienene Zeugen ====&lt;br /&gt;
* [[Philip Graves (Journalist)|Philip Graves]], London (hinterlegte eine schriftliche Zeugenaussage beim Gericht)&lt;br /&gt;
* [[Armand Kaminka]], Wien/Jerusalem (vorgeladen, aber verhindert)&lt;br /&gt;
* Alberto Meyer, Zürich (Verfasser des inkriminierten antisemitischen Artikels &amp;#039;&amp;#039;Schweizermädchen …&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;Der Eidgenosse&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dritte Hauptverhandlungsphase 1935 ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Carl Albert Loosli - Staatsarchiv Bern FN Jost N 9895.jpg|mini|Von links: Richter Walter Meyer, Carl Albert Loosli und der Sachverständige der jüdischen Kläger, [[Arthur Baumgarten]] (stehend).]]&lt;br /&gt;
In der Fortsetzung der Hauptverhandlung in der Zeit vom 29. April bis 13. Mai 1935 traten drei Experten auf: [[Carl Albert Loosli]], Bern-Bümpliz, als vom Richter Walter Meyer benannter Experte, [[Arthur Baumgarten]], Basel, als von den Klägern benannter Experte und Oberstleutnant a.&amp;amp;nbsp;D. [[Ulrich Fleischhauer]],&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. engl. Wikipedia [[:en:Ulrich Fleischhauer|Ulrich Fleischhauer]].&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Erfurt]], als von den Beklagten benannter (antisemitischer) Experte aus Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;Fleischhauer wurde als Ersatz für den deutschen Nationalsozialisten «Pastor a.&amp;amp;nbsp;D.» [[Ludwig Münchmeyer]], den die Beklagten zuerst als ihren Experten benannten, der aber durch die deutsche Post bei der Übersendung seiner Vorladung in Oldenburg nicht aufzufinden war. Der von den Beklagten als Experte erwünschte Prof. Hausherr, Orientalist an der Universität Zürich, sagte ab. Ulrich Fleischhauer veröffentlichte als einziger Experte [http://www.fschuppisser.ch/storepdf/fleischhuaer.pdf seine Expertise] (PDF-Datei; 11,59&amp;amp;nbsp;MB) sogleich in Buchform.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die benannten Experten hatten folgende Fragen des Richters Walter Meyer zu beantworten:&lt;br /&gt;
# Sind die Protokolle der Weisen von Zion (wie sie oben näher bezeichnet sind) eine Fälschung?&lt;br /&gt;
# Sind sie ein Plagiat?&lt;br /&gt;
# Wenn ja, welches sind ihre Quellen? Welches ihre Herkunft und Urheberschaft?&lt;br /&gt;
# In welcher Beziehung stehen sie zum zionistischen Kongress 1897 in Basel?&lt;br /&gt;
# Fallen die Protokolle in literarischer Hinsicht unter den Begriff der Schundliteratur?&lt;br /&gt;
Zusätzliche Fragen zuhanden der Experten wurden von der Klägerschaft formuliert&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [http://www.fschuppisser.ch/looslizion/expfragenklaeger.html Fragen der Kläger an die Experten], Staatsarchiv des Kt. Bern, Dokumente zum Prozess.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Während dieser Hauptverhandlung 1935 wurden keine weiteren Zeugen mehr vorgeladen.&lt;br /&gt;
Während die Experten Carl Albert Loosli und Arthur Baumgarten die «Protokolle der Weisen von Zion» als Plagiat und als von Helfern der russischen politischen Polizei Ochrana fabrizierte Fälschung sowie als [[Schundliteratur]] bezeichneten, meinte der deutsche Experte Ulrich Fleischhauer, die «Protokolle der Weisen von Zion» seien vom jüdischen Autor [[Achad Ha&amp;#039;am]] verfasst und an einem (parallel zum Ersten Zionistischen Kongress in Basel) 1897 abgehaltenen geheimen Treffen der [[B’nai B’rith]] von jüdischen Freimaurern verabschiedet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Urteil vom 14. Mai 1935 und Revision des Urteils 1937 ==&lt;br /&gt;
Schliesslich wurden die Beklagten Theodor Fischer und Silvio Schnell von Richter Walter Meyer&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Meyer war Mitglied der [[Sozialdemokratische Partei Schweiz|Sozialdemokratischen Partei der Schweiz]].&amp;lt;/ref&amp;gt; verurteilt, während die drei weiteren Beklagten freigesprochen wurden. Die ausgesprochenen Strafen waren allerdings eher symbolischer Art: Theodor Fischer, schuldig gesprochen des Verstosses gegen Artikel 14 des &amp;#039;&amp;#039;Gesetzes über das Lichtspielwesen und Massnahmen gegen die Schundliteratur&amp;#039;&amp;#039; durch Verteilenlassen des &amp;#039;&amp;#039;Aufrufs an alle heimattreuen und blutsbewussten Eidgenossen&amp;#039;&amp;#039;, durch Anpreisen der Broschüre &amp;#039;&amp;#039;Die zionistischen Protokolle&amp;#039;&amp;#039; in mehreren Nummern der Zeitung &amp;#039;&amp;#039;Der Eidgenosse&amp;#039;&amp;#039; und durch Veröffentlichung des Artikels &amp;#039;&amp;#039;Schweizermädchen hüte Dich vor den schändenden Juden!&amp;#039;&amp;#039;, wurde zur Busszahlung von 50 [[Schweizer Franken|Franken]] und Silvio Schnell, schuldig gesprochen der Widerhandlung gegen Artikel 14 des Gesetzes durch Vertrieb der Broschüre &amp;#039;&amp;#039;Die zionistischen Protokolle&amp;#039;&amp;#039;, wurde zur Busszahlung von 20 Franken verurteilt. Die Verurteilten hatten jedoch einen erheblichen Teil der Staatskosten des Prozesses sowie einen Teil der Kosten der Klägerpartei zu übernehmen. In seiner mündlichen Begründung des Urteils&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [http://www.fschuppisser.ch/looslizion/meyerzuurteil1935.pdf Stenographisches Protokoll, Urteilsbegründung] (PDF-Datei; 5,72&amp;amp;nbsp;MB), Staatsarchiv des Kt. Bern, Dokumente zum Prozess.&amp;lt;/ref&amp;gt; führte Walter Meyer aus, er sei aufgrund seiner Beurteilung der Zeugenaussagen und der Expertisen zum Schluss gelangt, die «Protokolle der Weisen von Zion» seien ein Plagiat sowie «Schundliteratur» im Sinne des bernischen Gesetzes, die eine Minderheit verleumde und allenfalls zu Verbrechen aufreizen könne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Theodor Fischer selbst&amp;lt;ref&amp;gt;Fischers Anwalt Heinrich Büeler, Zürich, besass kein [[Rechtsanwalt (Schweiz)|Fürsprechpatent]] für den Kanton Bern, deshalb verfasste Fischer selbst eine Eingabe zur Appellation. Vgl. die [http://www.fschuppisser.ch/looslizion/ETH_bueler.pdf Dokumente zu Büeler] (PDF-Datei; 66&amp;amp;nbsp;kB) im Archiv für Zeitgeschichte der ETH Zürich.&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie der Anwalt von Silvio Schnell (Hans Ruef, Bern)&amp;lt;ref&amp;gt;Fürsprecher Hans Ruef war Mitglied der Berner Bürgerpartei (jetzt [[Schweizerische Volkspartei]]); später während des Zweiten Weltkrieges war er Mitglied des Stadtberner Parlaments als einziger gewählter Vertreter der Bauernheimatbewegung ([[Jungbauernbewegung|Jungbauern]]). Als weiterer Anwalt war Werner Ursprung, Zurzach, für die Partei der Beklagten tätig. Ursprung war Rechtsanwalt der Nationalen Front.&amp;lt;/ref&amp;gt; erklärten sogleich, sie würden Berufung einlegen und ans [[Obergericht des Kantons Bern|Berner Obergericht]] (als zweite Instanz) appellieren. Das Berner Obergericht sprach am 1. November 1937 in der [[Revision (Recht)|Revisionsverhandlung]] unter Oberrichter Otto Peter die beiden in erster Instanz verurteilten Angeklagten Theodor Fischer und Silvio Schnell aus formaljuristischen Gründen frei, weil der Begriff der «Schundliteratur» des Berner Gesetzes nicht auf «politische Publikationen» anwendbar sei, sondern nach dem Willen des Gesetzgebers nur auf «unmoralische und sittengefährdende (obszöne) Schriften». Jedoch lehnte das Gericht die Übernahme der Parteikosten der in Revision freigesprochenen Beklagten durch die Kläger ab mit der Begründung: «Wer aber solche Hetzartikel gemeinster Sorte in Verkehr setzt, muss die ihm daraus entstehenden Kosten selbst tragen.»&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. die [http://www.fschuppisser.ch/5helv/revision1937.pdf Urteilsbegründung des Berner Obergerichtes] (PDF-Datei; 9,13&amp;amp;nbsp;MB), S. 50, Staatsarchiv des Kt. Bern, Dokumente zum Prozess.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auftreten nationalsozialistischer Mittelsmänner ==&lt;br /&gt;
Die Verteidigungskosten der Beklagten des Prozesses wurden teilweise von nationalsozialistischen Agenten aufgebracht, die im Auftrag der deutschen Regierung handelten.&amp;lt;ref&amp;gt;Der &amp;#039;&amp;#039;Volksbund&amp;#039;&amp;#039;-Führer [[Ernst Leonhardt (Politiker)|Ernst Leonhardt]] klagte gegen [[Carl Albert Loosli]], weil dieser 1935 als Experte am Prozess die Fronten als vom Dritten Reich (materiell) «ausgehalten» bezeichnet hatte. 1937 wurden dann die frontistischen Beziehungen zu Deutschland enthüllt. Vgl. [[Willy Bretscher]]: &amp;#039;&amp;#039;Frontistische Moral&amp;#039;&amp;#039;. Leitartikel [[Neue Zürcher Zeitung]] vom 1. Oktober 1937, wieder abgedruckt in: &amp;#039;&amp;#039;Im Sturm von Krise und Krieg. Neue Zürcher Zeitung 1933–1944. Siebzig Leitartikel von Willy Bretscher.&amp;#039;&amp;#039; Verlag NZZ, Zürich 1987, S. 169–174, ISBN 3-85823-192-4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ulrich Fleischhauer, der von den Beklagten ernannte Experte, war selbst mit seinem &amp;#039;&amp;#039;[[Welt-Dienst]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. die bei den Gerichtsakten deponierten Nummern des antisemitischen &amp;#039;&amp;#039;Welt-Dienst&amp;#039;&amp;#039;, Staatsarchiv des Kt. Bern: [http://www.fschuppisser.ch/looslizion/weltdienst19340901.pdf 1. September 1934] (PDF-Datei; 3,61&amp;amp;nbsp;MB), [http://www.fschuppisser.ch/looslizion/weltdienst19341015.pdf 15. Oktober 1934] (PDF-Datei; 4,03&amp;amp;nbsp;MB), [http://www.fschuppisser.ch/looslizion/weltdienst19350315.pdf 15. März 1935] (PDF-Datei; 2,95&amp;amp;nbsp;MB), [http://www.fschuppisser.ch/looslizion/weltdienst19350401.pdf 1. April 1935] (PDF-Datei; 3,08&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt; international als antisemitischer Organisator tätig und übernahm dabei auch nachrichtendienstliche Aufgaben zugunsten des nationalsozialistischen Deutschland im Ausland.&amp;lt;ref&amp;gt;Fleischhauers Rolle als Informant der deutschen nationalsozialistischen Regierung wurde klar, als die Polizei 1936 bei einer Hausdurchsuchung die Korrespondenz des Schweizer Frontisten Boris Tödtli (1901–1944) sicherstellte. Der Russlandschweizer Tödtli war ein Bewunderer von Hitlers Deutschland und wurde 1938 von einem Berner Gericht (in absentia) als Spion verurteilt. Vgl. Catherine Arber: [http://www.bezg.ch/img/publikation/03_1/arber.pdf &amp;#039;&amp;#039;Frontismus und Nationalsozialismus in der Stadt Bern&amp;#039;&amp;#039;], Bern 2002. Tödtli wird in einem [http://www.fschuppisser.ch/looslizion/anklage.html#Dokument_3: Polizeirapport] auch als Beteiligter beim Verteilen des inkriminierten &amp;#039;&amp;#039;Aufrufs&amp;#039;&amp;#039; des BNSE am 13. Juni 1933 im Casino Bern genannt, aber er erscheint dann nicht als Beklagter des Berner Zionistenprozesses.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu reden gab auch eine Intervention Ulrich Fleischhauers 1935, als dieser persönlich beim damaligen Bundespräsidenten [[Rudolf Minger]] vorsprach, um sich über die despektierlichen Äusserungen des Experten Carl Albert Loosli über das nationalsozialistische Deutschland zu beschweren.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. die Ausführungen von Richter Walter Meyer zu Fleischhauers Intervention im [http://www.fschuppisser.ch/looslizion/meyerzufleischhauer1935.pdf Stenographischen Protokoll 1935] (PDF-Datei; 163&amp;amp;nbsp;kB), Staatsarchiv des Kt. Bern.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Kläger, der Schweizerische Israelitische Gemeindebund (SIG) und die Israelitische Kultusgemeinde Bern, wurden vor Gericht durch die Berner Anwälte Hans Matti und [[Georges Brunschvig]] (assistiert von Emil Raas&amp;lt;ref&amp;gt;Raas schrieb in Zusammenarbeit mit Georges Brunschvig ein Buch über den Berner Prozess, das als Quelle erster Hand gelten darf und viele Details enthält; die antisemitische Gegenseite veröffentlichte bereits 1935 ein Buch von Vász über den Prozess.&amp;lt;/ref&amp;gt;) vertreten. Die Klägerpartei übernahm einen wesentlichen Teil der Kosten für den Auftritt der Zeugen vor Gericht und für die Abfassung der Expertisen von Arthur Baumgarten und Carl Albert Loosli.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archivmaterial in den Prozessakten ==&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Unterlagen in den Gerichtsakten und die Verhandlungsprotokolle des Prozesses zur Frage der Entstehung der «Protokolle der Weisen von Zion» gelten heute als wichtige Quellen für Forscher und Historiker.&amp;lt;ref&amp;gt;Wichtiges Quellenmaterial zum Prozess befindet sich jetzt im Archiv für Zeitgeschichte der ETH Zürich unter den [http://www.fschuppisser.ch/looslizion/ETH_SIG.pdf Beständen des SIG] (PDF-Datei; 54&amp;amp;nbsp;kB) und den persönlichen [http://www.fschuppisser.ch/looslizion/ETH_brunschvig.pdf Akten von Georges Brunschvig] (PDF-Datei; 63&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Von besonderem Interesse sind auch die sogenannten «Russischen Akten»,&amp;lt;ref&amp;gt;Jetzt (zum Teil mit deutscher Übersetzung) deponiert im {{Webarchiv | url=http://www.afz.ethz.ch/version1/ | wayback=20120316142111 | text=Archiv für Zeitgeschichte}} der ETH Zürich.&amp;lt;/ref&amp;gt; die dem Experten Carl Albert Loosli in Kopie vom Moskauer Anwalt (und Verfasser eines Buches über den [[Beilis-Affäre|Beilis-Prozess]]) Aleksandr Tager (1888–1939) mit Bewilligung der Sowjetregierung zum ausschliesslich persönlichen Gebrauch überlassen worden sind. Es handelt sich um Originaldokumente der zaristischen Polizei und Verwaltung, deren Echtheit von einigen sachverständigen Zeugen 1934 bestätigt wurde. Der in Russland geborene Berner Anwalt [[Boris Lifschitz]] (1879–1967)&amp;lt;ref&amp;gt;Boris Lifschitz (1879–1967) war 1918 während des [[Landesstreik|Generalstreiks 1918]] Rechtskonsulent der Sowjetmission in Bern und an Devisentransaktionen beteiligt; nach der Beschlagnahmung der Korrespondenz Tödtli durch die Bundespolizei 1936 wurde Lifschitz als Übersetzer der russischen Briefe herangezogen, wobei er einige brisante Briefe der Schweizer Presse zuspielte. Die Tochter des Experten C. A. Loosli war in Lifschitz’ Kanzlei angestellt.&amp;lt;/ref&amp;gt; hatte Kontakte zur sowjetischen Verwaltung und spielte eine wichtige Rolle bei der Beschaffung der «Russischen Akten» und der Vorladung exilrussischer Zeugen. Als Kontaktperson der Kläger zu den nach Frankreich emigrierten russischen Zeugen des Berner Prozesses 1934 (die alle gegen den Bolschewismus waren) diente der nach Hitlers Machtergreifung von Berlin nach Paris emigrierte [[Elias Tcherikower]] (1881–1943).&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Michael Hagemeister]]: &amp;#039;&amp;#039;Russian Émigrés in the Bern Trial of the ‹Protocols of the Elders of Zion› (1933–1935).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Cahiers Parisiens / Parisian Notebooks.&amp;#039;&amp;#039; 5, 2009, S. 375–391, hier: S. 382–383; [[Encyclopaedia Judaica]], Second Edition: &amp;#039;&amp;#039;s.v. Tcherikower, Elias&amp;#039;&amp;#039;. Thomson Gale, Detroit 2007, Bd. 19, S. 563.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hadassa Ben-Itto]]: &amp;#039;&amp;#039;«Die Protokolle der Weisen von Zion». Anatomie einer Fälschung.&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Englischen von Helmut Ettinger und Juliane Lochner. Aufbau-Verlag, Berlin 1998, ISBN 3-351-02470-3.&lt;br /&gt;
* [[Norman Cohn (Historiker)|Norman Cohn]]: &amp;#039;&amp;#039;Warrant for Genocide.&amp;#039;&amp;#039; Serif, London 1967/1996, ISBN 1-897959-25-7.&lt;br /&gt;
* Norman Cohn: &amp;#039;&amp;#039;«Die Protokolle der Weisen von Zion»: Der Mythos von der jüdischen Weltverschwörung.&amp;#039;&amp;#039; Mit einer kommentierten Auswahlbibliographie von Michael Hagemeister. Elster-Verlag, Baden-Baden/Zürich 1998, ISBN 3-89151-261-9.&lt;br /&gt;
* [[John S. Curtiss]]: &amp;#039;&amp;#039;An Appraisal of the Protocols of Zion.&amp;#039;&amp;#039; Columbia University Press, New York 1942.&lt;br /&gt;
* Rudolf Gafner: &amp;#039;&amp;#039;Thema «Die Weisen von Zion». 100 Jahre «Protokolle der Weisen von Zion» und kein Ende – wiewohl vor 70 Jahren als «lächerlicher Unsinn» entlarvt&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Bund]].&amp;#039;&amp;#039; 13. Mai 2005 ([http://www.fschuppisser.ch/storepdf/derbund2005.pdf online] (PDF-Datei; 245&amp;amp;nbsp;kB)).&lt;br /&gt;
* Urs Hafner: &amp;#039;&amp;#039;Verschwörung, Gegenverschwörung.&amp;#039;&amp;#039; In: Schweizer Nationalfonds: &amp;#039;&amp;#039;Horizonte.&amp;#039;&amp;#039; Juni 2008, S. 22‒24 ([http://www.snf.ch/SiteCollectionDocuments/horizonte/Horizonte_gesamt/Horizonte_77_D.pdf#search=Verschw%C3%B6rung,%20Gegenverschw%C3%B6rung online] (PDF-Datei; 370&amp;amp;nbsp;kB); zu den Forschungen von Michael Hagemeister, mit Fotos vom Prozess).&lt;br /&gt;
* [[Michael Hagemeister]]: &amp;#039;&amp;#039;Russian Émigrés in the Bern Trial of the «Protocols of the Elders of Zion» (1933–1935).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Cahiers Parisiens / Parisian Notebooks.&amp;#039;&amp;#039; 5, 2009, S. 375–391.&lt;br /&gt;
* Michael Hagemeister: &amp;#039;&amp;#039;Berner Prozess um die «Protokolle der Weisen von Zion».&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wolfgang Benz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des Antisemitismus.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 4: &amp;#039;&amp;#039;Ereignisse, Dekrete, Kontroversen.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin 2011, ISBN 978-3-598-24076-8, S. 49–51.&lt;br /&gt;
* Michael Hagemeister: &amp;#039;&amp;#039;The «Protocols of the Elders of Zion» in Court. The Bern trials, 1933–1937.&amp;#039;&amp;#039; In: Esther Webman (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Global Impact of «The Protocols of the Elders of Zion».&amp;#039;&amp;#039; Routledge, London/New York 2011, ISBN 978-0-415-59892-7, S. 241‒253.&lt;br /&gt;
* Michael Hagemeister: Carl Albert Loosli und der Berner Prozess um die Protokolle der Weisen von Zion. In: [[Gregor Spuhler]] (Hrsg.): Anstaltsfeind und Judenfreund. Carl Albert Looslis Einsatz für die Würde des Menschen. Zürich: Chronos 2013, S. 95–115. (Veröffentlichungen des Archivs für Zeitgeschichte der ETH Zürich; 8)&lt;br /&gt;
* Michael Hagemeister: Die «Protokolle der Weisen von Zion» vor Gericht. Der Berner Prozess 1933–1937 und die «antisemitische Internationale». Zürich: Chronos 2017. (Veröffentlichungen des Archivs für Zeitgeschichte der ETH Zürich; 10) ISBN 978-3-0340-1385-7.&lt;br /&gt;
* Sibylle Hofer: &amp;#039;&amp;#039;Richter zwischen den Fronten. Die Urteile des Berner Prozesses um die «Protokolle der Weisen von Zion» 1933‒1937.&amp;#039;&amp;#039; Helbing Lichtenhahn, Basel 2011, ISBN 978-3-7190-3144-2.&lt;br /&gt;
* [[Carl Albert Loosli]]: &amp;#039;&amp;#039;Judenhetze&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. v. [[Fredi Lerch]] und Erwin Marti. Rotpunktverlag, Zürich 2008, ISBN 978-3-85869-335-8 (&amp;#039;&amp;#039;Werke.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 6).&lt;br /&gt;
* Carl Albert Loosli: &amp;#039;&amp;#039;Die «Geheimen Gesellschaften» und die Schweizerische Demokratie.&amp;#039;&amp;#039; Bern 1935 (Sonderdruck aus dem offiziellen Gutachten des überparteilichen gerichtlichen Experten im Berner Prozess betreffend die «Zionistischen Protokolle»).&lt;br /&gt;
* Urs Lüthi: &amp;#039;&amp;#039;Der Mythos von der Weltverschwörung: Die Hetze der Schweizer Frontisten gegen Juden und Freimaurer, am Beispiel des Berner Prozesses um die «Protokolle der Weisen von Zion».&amp;#039;&amp;#039; Helbing &amp;amp; Lichtenhahn, Basel 1992, ISBN 3-7190-1197-6.&lt;br /&gt;
* Catherine Nicault: &amp;#039;&amp;#039;Le procès des «Protocoles des Sages de Sion». Une tentative de riposte juive à l’antisémitisme dans les années 1930.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vingtième Siècle. Revue d’histoire.&amp;#039;&amp;#039; No. 53 (Jan.–Mar. 1997), S. 68–84 ([http://www.persee.fr/web/revues/home/prescript/article/xxs_0294-1759_1997_num_53_1_3596 online]).&lt;br /&gt;
* [[Jacques Picard (Historiker)|Jacques Picard]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Schweiz und die Juden 1933–1945. Schweizerischer Antisemitismus, jüdische Abwehr und internationale Migrations- und Flüchtlingspolitik.&amp;#039;&amp;#039; Chronos Verlag, Zürich 1997, ISBN 978-3-905311-22-8.&lt;br /&gt;
* Emil Raas, [[Georges Brunschvig]]: &amp;#039;&amp;#039;Vernichtung einer Fälschung. Der Prozess um die erfundenen «Weisen von Zion».&amp;#039;&amp;#039; Die Gestaltung, Zürich 1938.&lt;br /&gt;
* Stephan Vász: &amp;#039;&amp;#039;Das Berner Fehlurteil über die Protokolle der Weisen von Zion: Eine kritische Betrachtung über das Prozessverfahren.&amp;#039;&amp;#039; U. Bodung-Verlag, Erfurt 1935.&lt;br /&gt;
* Walter Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Faschismus in der Schweiz. Die Geschichte der Frontenbewegung in der deutschen Schweiz 1930–1945.&amp;#039;&amp;#039; Flamberg-Verlag, Zürich 1969.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Berner Bilderbuch vom Zionisten-Prozess um die «Protokolle der Weisen von Zion».&amp;#039;&amp;#039; U. Bodung-Verlag, Erfurt 1936.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.fschuppisser.ch/4gesch/indexzion.html Originaldokumente zum Berner Prozess aus dem Staatsarchiv des Kantons Bern]&lt;br /&gt;
* [http://www.query.sta.be.ch/detail.aspx?ID=406842 Zahlreiche Fotos vom Prozess von Carl Jost im Staatsarchiv des Kantons Bern]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antisemitismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jüdische Geschichte (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Bern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russisch-schweizerische Beziehungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1930er]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Judentum in Bern]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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