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	<title>Berliner Theater - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Passjosi am 5. Juni 2025 um 09:17 Uhr</title>
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		<updated>2025-06-05T09:17:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Siehe auch: [[Berliner Theater (Schöneberg)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Berliner Theater in Berlin SW, Charlottenstraße 90-92, Bestuhlung 1912.jpg|mini|hochkant=1.5|Innenansicht mit Bestuhlung (1912)&amp;lt;ref&amp;gt;Ansicht entnommen aus dem Berliner Adressbuch 1912&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Berliner Theater&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein historisches [[Theater]] an der [[Charlottenstraße (Berlin)|Charlottenstraße]] 90–92 in [[Berlin-Kreuzberg]], das bis 1936 bestand. Es ist vor allem als [[Operette]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;ntheater&amp;lt;/nowiki&amp;gt; und in den 1930er Jahren als Veranstaltungsort des [[Jüdischer Kulturbund |Jüdischen Kulturbunds]] bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte des Gebäudes ===&lt;br /&gt;
Das ursprüngliche Gebäude war vom Architekten [[Eduard Titz]] um 1850 auf dem unbebauten Gelände Charlottenstraße 90–92 errichtet worden&amp;lt;ref&amp;gt;{{Berliner Adressbuch|1850|593| Charlottenstraße 92–92 &amp;gt; Baustellen |Teil=Teil II|Seite=19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und diente dem [[Circus Renz]] nur eine Saison als Veranstaltungsort. 1852 erwarb der Rentier Friedrich Gottlieb Großkopf das Haus und verpachtete es an den [[Impresario]] [[Rudolf Cerf]], der es im Oktober 1852 unter dem Namen Neues  [[Wallner-Theater#Wallner-Theater 1855–1894|Königsstädtisches Theater]] eröffnete.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Berliner Adressbuch|1853|625| Charlottenstraße 90–92 &amp;gt; Cerf, Theaterdir. und weitere Personen|Teil=Teil II|Seite=22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Berliner Adressbuch|1854|77| Cerf, Rudolph, Direktor des Königsstädtischen Theaters|Teil=Teil I|Seite=74}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Gespielt wurden hier überwiegend Berliner [[Lokalposse]]n. [[Oper]]n standen eher selten auf dem Spielplan. 1854 übersiedelte das Theater in die Blumenstraße, wo Rudolf Cerf sein &amp;#039;&amp;#039;Königsstädtisches Vaudeville-Theater&amp;#039;&amp;#039; eröffnete. Das Theater in der Charlottenstraße wurde daraufhin in &amp;#039;&amp;#039;Spezialitäten-Theater&amp;#039;&amp;#039; umbenannt. Großkopf betrieb dort das erste Berliner &amp;#039;&amp;#039;[[Café-concert|Café-Chantant]]&amp;#039;&amp;#039; und gab diesem 1856 den Namen &amp;#039;&amp;#039;Walhalla&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Handbuch Populäre Kultur: Begriffe, Theorien und Diskussionen&amp;#039;&amp;#039;, herausgegeben von Hans-Otto Hügel, Verlag J.B. Metzler, Stuttgart - Weimar, 2003, S. 449&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Das Verwirrende der wechselnden Berliner Theaternamen zeigt sich bei dieser Institution vielleicht am deutlichsten: 1856 erhielt das Theater die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Spezialitäten-Theater&amp;#039;&amp;#039;, weil der Name [[Königsstädtisches Theater]] für ein Haus an der Blumenstraße vergeben war.  XX&amp;gt;&amp;gt;&amp;gt; In den Adressbüchern 1855, 1856, 1857 gibt es an der angegebenen Adresse GAR KEIN Theater. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
Großkopf ließ das Theater 1869 umbauen und eröffnete es als &amp;#039;&amp;#039;Walhalla-Volks-Theater&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Nic Leonhardt: &amp;#039;&amp;#039;Piktoral-Dramaturgie: Visuelle Kultur und Theater im 19. Jahrhundert (1869–1899)&amp;#039;&amp;#039;, transcript Verlag, Bielefeld, 2007, S. 340f&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Berliner Adressbuch|1870|932| Charlottenstraße 90–92 &amp;gt; Großkopf, Besitzer der Walhalla |Teil=Teil II|Seite=42}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in dem Einakter, Possen, Singspiele, aber auch Spezialitäten und Operetten gezeigt wurden. 1873 übernahm sein Sohn Emil Großkopf die Direktion. Von 1881 bis 1883 hatte es den Namen &amp;#039;&amp;#039;Walhalla-Theater&amp;#039;&amp;#039; (nicht zu verwechseln mit dem Zirkus Alhambra, der seit 1905 [[Walhalla-Theater (Berlin)|Walhalla-Theater]] hieß). 1883 bekam das Haus den Namen &amp;#039;&amp;#039;Walhalla-Operetten-Theater&amp;#039;&amp;#039;. Als Eröffnungsstück spielte man [[Nanon (Operette)|Nanon]] von [[Richard Genée]], das über ein Jahr lief.  Von 1885 bis 1887 übernahm Franz Steiner die Leitung.&amp;lt;ref&amp;gt;Nic Leonhardt: &amp;#039;&amp;#039;Piktoral-Dramaturgie: Visuelle Kultur und Theater im 19. Jahrhundert (1869–1899)&amp;#039;&amp;#039;, transcript Verlag, Bielefeld, 2007, S. 320&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berliner Theater ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Berliner Theater Charlottenstraße.jpg|mini|links|Das Berliner Theater in der Charlottenstraße im Jahr 1888]]Im Jahr 1888 befand sich die Kultureinrichtung zwar weiterhin im Besitz von Emil Großkopf, der die Leitung jedoch dem Theaterdirektor [[Ludwig Barnay]] überlassen hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Berliner Adressbuch|1891|1740| Charlottenstraße 90–92 &amp;gt; Großkopf, Kommissionsrath&amp;lt;!--sic!--&amp;gt; und Barnay, Theaterdirektor |Teil=Teil II|Seite=78}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Barnay ließ die Einrichtung durch den Oldenburgischen Hofbaumeister [[Gerhard Schnitger]] (1841–1917) umbauen und eröffnete sie am 16. September mit der Aufführung des Dramas &amp;#039;&amp;#039;[[Demetrius (Schiller)|Demetrius]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Friedrich Schiller]] als &amp;#039;&amp;#039;Berliner Theater&amp;#039;&amp;#039; wieder.&amp;lt;!--Gelegentlich hieß das Haus nach seinem Leiter auch &amp;#039;&amp;#039;Barnay-Theater&amp;#039;&amp;#039;. XXX Belege fehlt--&amp;gt; Barney leitete das Theater mit einem der besten [[Ensemble (Theater)|Ensembles]] in Deutschland bis 1894 mit großem Erfolg. Nachfolger wurden [[Oskar Blumenthal]] (bis 1895), [[Alois Prasch]] (bis 1899) und [[Paul Lindau]] (bis 1903). In dessen Zeit wurde 1901 das Erfolgsstück &amp;#039;&amp;#039;[[Alt-Heidelberg]]&amp;#039;&amp;#039; uraufgeführt. Am 25. Februar 1905 fand die 500. Aufführung statt. Im Mai 1905 gastierte hier [[Sarah Bernhardt]]. 1908 übernahmen die Schauspieler [[Carl Meinhard]] und [[Rudolf Bernauer]] das Theater und führten es bis zum Ende des Ersten Weltkrieges. Danach wechselten die Direktionen dann häufig. Seit 1910 fanden hier vorwiegend Operettenaufführungen statt, namentlich wurden einige Gemeinschaftswerke von [[Walter Kollo]] und [[Willy Bredschneider]] uraufgeführt, beispielsweise 1913 &amp;#039;&amp;#039;[[Wie einst im Mai (Operette)|Wie einst im Mai]]&amp;#039;&amp;#039;, 1922 auch &amp;#039;&amp;#039;[[Madame Pompadour (Operette)|Madame Pompadour]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Leo Fall]] und 1923 &amp;#039;&amp;#039;[[Mädi]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Robert Stolz]].&amp;lt;!-- Quellen?? --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Theater des jüdischen Kulturbunds ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel Kommandantenstr 58 (Kreuz) Theater des jüdischen Kulturbundes.jpg|mini|hochkant|[[Gedenktafel]], Kommandantenstraße 58, in [[Berlin-Kreuzberg]]]]1933–1935 erklärten die [[Nationalsozialismus |Nationalsozialisten]] das Haus zum &amp;#039;&amp;#039;Theater des Jüdischen Kulturbunds&amp;#039;&amp;#039;. Dieser eröffnete es mit einer Aufführung von [[Gotthold Ephraim Lessing]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Nathan der Weise]]&amp;#039;&amp;#039; in der Regie von [[Karl Löwenberg]]. Wegen der zunehmenden [[Judenverfolgung]] in der NS-Zeit war dieses Theater die letzte verbliebene Arbeitsmöglichkeit für jüdische Theaterschaffende in Berlin. Dort wurden nur Künstler oder Kritiker zugelassen, die nach nationalsozialistischer Definition Juden waren. Vorgeblich aus Gründen der Bausicherheit wurde das Theatergebäude 1935 geschlossen und danach abgerissen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Berliner Adressbuch|1937|4298| Charlottenstraße 90–94 &amp;gt; Abbruch|Teil=Teil IV|Seite=137}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1938/39 entstand auf dem Gelände Charlottenstraße 90–94 ein Bürogebäude nach Entwurf der Architekten Hans Fritzsche und Friedrich Löhbach, das unter anderem eine Ausländerstelle beherbergte, die ausländische Arbeitskräfte (vermutlich [[Zwangsarbeiter]]) mehrerer Handwerkerberufe vermittelte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Berliner Adressbuch|1943|4598| Charlottenstraße 90–94 &amp;gt; Ausländerstelle |Teil=Teil IV|Seite=135}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute befindet sich dort die [[Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit]]. Das Ensemble des Theaters zog jedoch um in ein Haus in der Kommandantenstraße&amp;amp;nbsp;58, ausgewiesen als Theateratelier Bornemann, das 1941 liquidiert wurde. Genau an dieser Stelle ließ der [[Senat von Berlin]] Ende des 20. Jahrhunderts eine Gedenktafel aufstellen (siehe Bild), die auf die wechselvolle Geschichte in den 1930er und 1940er Jahren hindeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*Otto Weddigen: Geschichte der Berliner Theater: in ihren Grundzügen von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart. Oswald Seehagen’s Verlag, Berlin 1899. Digitalisierung: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2020. URN [https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-15420796 urn:nbn:de:kobv:109-1-15420796]&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Berlin-Archiv&amp;#039;&amp;#039;, Archiv-Verlag, Braunschweig, 1980–90, Sammelblatt  05128&lt;br /&gt;
*Ruth Freydank: Hier wurde Nante geboren. Die Geschichte des Königsstädtischen Theaters, in: Berlinische Monatsschrift, 7. Jg., H. 10, 1998, S. 4–15&lt;br /&gt;
*Ruth Freydank: Theater in Berlin. Von den Anfängen bis 1945, Berlin 1988&lt;br /&gt;
*Hans Huchzermeyer: Franz Wilhelm Ressel (1811–1888) und das Musik- und Theaterleben Berlins. Violinist am Königsstädtischen Theater – Königlicher Kammermusiker an der Hofoper – Lehrer am Königlichen Institut für Kirchenmusik, in: Studien zur Musik- und Kulturgeschichte Berlins, Pommerns und Ostpreußens im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Franz W. Ressel: Violinist in Berlin – Rohloff-Familie: Lehrerorganisten in Pommern – Ernst Maschke: Kirchenmusiker in Königsberg/Preußen – Maschke-Latte: Porträt einer jüdisch-christlichen Königsberger Familie, Minden 2013, S. 10–60. ISBN 978-3-00-041716-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1084617404|VIAF=21146152993005250894}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Theater (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theatergebäude in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Berlin|Theater]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berlin-Kreuzberg|Theater]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Passjosi</name></author>
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