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	<title>Berlin-Düppel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T08:17:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Berlin-D%C3%BCppel&amp;diff=417124&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Eriosw: /* Namensgebung 1865 */</title>
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		<updated>2026-02-28T13:36:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Namensgebung 1865&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Düppel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Ortslage]] in den Ortsteilen [[Berlin-Nikolassee|Nikolassee]] und [[Berlin-Zehlendorf|Zehlendorf]], [[Bezirk Steglitz-Zehlendorf]], im Süden [[Berlin]]s. Die Benennung des Ortes erfolgte 1865 zur Erinnerung an die Erstürmung der [[Düppeler Schanzen]] im [[Deutsch-Dänischer Krieg|Deutsch-Dänischen Krieg]] ein Jahr zuvor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Obwohl eine urkundliche Erwähnung nicht belegt ist, lassen [[Archäologie|archäologische]] Funde auf eine erste Besiedelung von Düppel um 1170 schließen. Zu jener Zeit siedelten in der [[Mark Brandenburg]] einheimische [[Wenden|Slawen]] an der Straße nach [[Berlin-Spandau|Spandau]], wo eine befestigte [[Burg]]anlage namens &amp;#039;&amp;#039;Burg Spandow&amp;#039;&amp;#039; stand (ein Vorgängerbau der heutigen [[Zitadelle Spandau]]). Um 1230 zählte die noch einfach &amp;#039;&amp;#039;Slawensiedlung&amp;#039;&amp;#039; genannte Ansiedlung 16&amp;amp;nbsp;Höfe, die zum Schutz hufeisenförmig um einen großen Dorfplatz, den Weideplatz für die Tiere, gelagert waren. Dieses Dorf am &amp;#039;&amp;#039;Landschaftsschutzgebiet Krummes Fenn&amp;#039;&amp;#039; ist freigelegt, nachgebaut und heute in den Sommermonaten als [[Museumsdorf Düppel]] zugänglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1242 wurden die benachbarten Dörfer Zehlendorf und Slatdorp mit dem &amp;#039;&amp;#039;Slatsee&amp;#039;&amp;#039; ([[Schlachtensee]]) sowie einem als &amp;#039;&amp;#039;Tusen&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Imtzen&amp;#039;&amp;#039; bezeichneten See (vermutlich [[Nikolassee]]) mitsamt den dazugehörenden Ländereien und einem Waldgebiet von den gemeinsam regierenden [[Askanier|askanischen]] [[Markgraf]]en [[Johann I. (Brandenburg)|Johann&amp;amp;nbsp;I.]] und [[Otto III. (Brandenburg)|Otto&amp;amp;nbsp;III.]] an das [[Kloster Lehnin]] verkauft. Wahrscheinlich zählte das heutige Gebiet Düppel mit der Slawensiedlung zu Zehlendorf und wechselte so ebenfalls in den Besitz der [[Zisterzienser]]mönche. Im Zuge der [[Reformation]] wurden die kirchlichen Besitzungen eingezogen und Zehlendorf gelangte unter die Verwaltung der brandenburgischen [[Kurfürst]]en und später der [[Königreich Preußen|preußischen]] Könige. Spätestens um 1300 wurde das Dorf zur [[Wüstung|Siedlungswüstung]], also wieder aufgegeben, und gemeinsam mit anderen Ortschaften in der Umgebung nach Zehlendorf oder [[Teltow]] verlegt. Eine landwirtschaftliche Nutzung des kargen Sandbodens fand jedoch weiterhin statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Friedrich W. H. Bensch|Friedrich Bensch]] gründete 1828 einen Gutshof in unmittelbarer Nähe zum einstigen Slawendorf. Seit 1826 hatte der vermögende Salzschifffahrtsdirektor und Holzinspektor große Landflächen östlich von Zehlendorf sowie ein ausgedehntes Waldgebiet erworben. Letzteres erstreckte sich südlich von Schlachtensee und Nikolassee, in westliche Richtung umfasste es auch den heutigen Ortsteil [[Berlin-Wannsee|Wannsee]] bis nach [[Klein Glienicke]]. Das um 1830 fertiggestellte Anwesen trug die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Vorwerk Neu-Zehlendorf&amp;#039;&amp;#039; und wurde zwischenzeitlich als Brennerei zur [[Destillation]] von [[Schnaps]] genutzt. Die im [[Klassizismus|klassizistischen]] Stil gehaltenen Gebäude wurden 1850 umgebaut, um einen Turm und weitere Gebäude ergänzt. Später bezeichnet der Schriftsteller [[Theodor Fontane]] in seinen &amp;#039;&amp;#039;[[Wanderungen durch die Mark Brandenburg]]&amp;#039;&amp;#039; die Bauweise irrtümlich als [[Tudorstil]], da nach den Umbauten im Dachgeschossbereich und an den Anbauten die Fachwerkkonstruktion sichtbar blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Namensgebung 1865 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel Wolzogenstr Rittergut Düppel.JPG|mini|Gedenktafel im [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Zehlendorf#Oertzenweg*|Oertzenweg]], [[Berlin-Zehlendorf]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der preußische Feldherr Prinz [[Friedrich Karl von Preußen (1828–1885)|Friedrich Karl]], Sohn von [[Carl von Preußen]] und Neffe König [[Wilhelm I. (Deutsches Reich)|Wilhelms&amp;amp;nbsp;I.]], kaufte das Gut 1859 und richtete auf dem Hof ein [[Gestüt|Pferdegestüt]] ein. Den größten Teil seines Landes verpachtete er an einen ortsansässigen Bauern, der auch in das Herrenhaus einzog. Der Prinz selbst wohnte weiterhin im etwa vier Kilometer entfernten [[Friedrich Karl von Preußen (1828–1885)#Jagdschloss Dreilinden|Jagdschloss Dreilinden]]. Zum Dank für seinen Sieg in der Schlacht bei Düppel ([[Dänische Sprache|dänisch]] &amp;#039;&amp;#039;Dybbøl&amp;#039;&amp;#039;) wurde der Besitz des Prinzen nach Beendigung des Deutsch-Dänischen Krieges zum [[Rittergut]] erhoben. In dem von Wilhelm&amp;amp;nbsp;I. ausgestellten [[Patent]] vom 13.&amp;amp;nbsp;Januar 1865 wird das Anwesen als &amp;#039;&amp;#039;Rittergut Düppel&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, so gelangte der Name aus dem [[Dänemark|dänischen]] [[Herzogtum Schleswig]] in den [[Provinz Brandenburg|brandenburgischen]] [[Kreis Teltow]]. Er war auf Antrag der Teltow’schen Kreisstände verliehen worden und als Ehrung Friedrich Karls zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verwaltungsmäßig war Düppel nunmehr ein [[Gutsbezirk]] im Kreis Teltow und umfasste anfänglich den gesamten unbesiedelten Raum zwischen dem [[Großer Wannsee|Wannsee]] im Westen und Zehlendorf im Osten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Gemeindelexikon für den Stadtkreis Berlin und die Provinz Brandenburg |Hrsg=Königliches statistisches Bureau |Sammelwerk=Gemeindelexikon für das Königreich Preußen |Verlag=Verlag des Königlichen statistischen Bureaus |Ort=Berlin |Datum=1898 |Online=https://opus4.kobv.de/opus4-btu/files/3781/Gemeindelexikon.pdf |Format=PDF |Abruf=2020-07-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Industrialisierung sowie die Gründung des [[Deutsches Reich|Deutschen Reichs]] ließen die Hauptstadt schnell anwachsen. Auf dem Gebiet des Gutsbezirks entstanden seit den 1890er Jahren in Zusammenhang mit der guten Eisenbahnverbindung nach Berlin eine Reihe von neuen Villenkolonien, deren Gebiet in der Folge anderen Landgemeinden des Kreises Teltow zugeschlagen wurde. Die Schlachtenseer Villenkolonien kamen auf diese Weise 1894 und 1898 zur Gemeinde Zehlendorf und die [[Am Sandwerder|Villenkolonie Wannsee]] kam 1898 zur Gemeinde [[Berlin-Wannsee|Wannsee]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Amtsblatt der Regierung zu Potsdam und der Stadt Berlin 1894 |TitelErg=Umgliederung von Teilen des Gutsbezirks Düppel in die Gemeinde Zehlendorf|Ort=Potsdam |Datum=1894 |Seiten=437|Online=https://archive.org/details/amtsblattderreg14gergoog/page/n771/mode/2up}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Amtsblatt der Regierung zu Potsdam und der Stadt Berlin 1898 |TitelErg=Umgliederung von Teilen des Gutsbezirks Düppel in die Gemeinde Zehlendorf |Ort=Potsdam |Datum=1898 |Seiten=265 |Online=https://archive.org/details/amtsblattderreg25gergoog/page/n421/mode/2up}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Amtsblatt der Regierung zu Potsdam und der Stadt Berlin 1898 |TitelErg=Umgliederung von Teilen des Gutsbezirks Düppel in die Gemeinde Stolpe (=Wannsee)|Ort=Potsdam |Datum=1898 |Seiten=138 |Online=https://archive.org/details/amtsblattderreg25gergoog/page/n209/mode/2up}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1910 wurde aus Teilen des Gutsbezirks die neue Gemeinde [[Berlin-Nikolassee|Nikolassee]] gebildet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Geschichtslandschaft Berlin: Zehlendorf |Hrsg=Historische Kommission zu Berlin |Sammelwerk=Geschichtslandschaft Berlin: Orte und Ereignisse |Band=4 |Verlag=Nicolai |Ort=Berlin |Datum=1985 |Seiten=67 |ISBN=9783875844023 |Online=https://books.google.de/books?id=w0NLAQAAIAAJ&amp;amp;q=%22neugegr%C3%BCndete+Gemeinde+Nikolassee%22&amp;amp;dq=%22neugegr%C3%BCndete+Gemeinde+Nikolassee%22&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwin5qnc-9PqAhUq86YKHZK-BfkQ6AEwAHoECAAQAg}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Gutsbezirk Düppel umfasste zuletzt noch einen unregelmäßig zugeschnittenen Gebietsstreifen südlich der [[Berlin-Potsdamer Chaussee|Potsdamer Chaussee]] mit einer Fläche von 5,35&amp;amp;nbsp;km² und (Stand: 1925) 135 Einwohnern.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://opus4.kobv.de/opus4-slbp/files/14372/Adre%C3%9F-Buch_Kreis_Teltow_1927.pdf Addressbuch des Kreises Teltow 1927: Daten zum Gutsbezirk Düppel (S. 144) ]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[:Datei:Straube_Spezialkarte_vom_Grunewald_1911.jpg|Straubes Spezialkarte vom Grunewald (1911) mit kommunalen Grenzen]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Während mit der Bildung von [[Groß-Berlin]] im Jahr 1920 umliegende Städte, Gemeinden und Gutsbezirke nach Berlin eingemeindet wurden, folgte der Rest des Gutsbezirks Düppel erst zum 1. Dezember 1928.&amp;lt;ref&amp;gt;Amtsblatt für den Regierungsbezirk Potsdam, Stück 1/1929, 5., Seite 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einwohnerzahlen des Gutsbezirks Düppel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Gutsbezirk Düppel 1911.jpg|mini|Der Gutsbezirk Düppel in den Grenzen von 1911]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1871&amp;lt;ref&amp;gt;[http://opacplus.bsb-muenchen.de/title/BV014917046/ft/bsb11157795?page=55 Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung (1873), S. 45, Fußnote 144]&amp;lt;/ref&amp;gt; || 120&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1885&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=io6_5_t5pncC&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA54#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Gemeindelexikon für das Königreich Preußen 1888, S. 54]&amp;lt;/ref&amp;gt; || 199&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1895&amp;lt;ref&amp;gt;[https://opus4.kobv.de/opus4-btu/frontdoor/index/index/year/2016/docId/3781 Gemeindelexikon für das Königreich Preußen 1898, S. 56]&amp;lt;/ref&amp;gt; || 300&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1905&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dcms.lds.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=IE8323367 Gemeindelexikon für das Königreich Preußen 1908, S. 188]&amp;lt;/ref&amp;gt; || 681&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1910&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900//gem1900.htm?brandenburg/teltow.htm |titel=Landkreis Teltow |titelerg=Gemeindeverzeichnis 1900 |hrsg=Uli Schubert |werk=gemeindeverzeichnis.de |offline=2026-02-28 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20230605051507if_/https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?brandenburg/teltow.htm |archiv-datum=2023-06-05 |abruf=2026-02-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; || {{0}}131{{FN|1}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1925&amp;lt;ref&amp;gt;Volkszählung 1925&amp;lt;/ref&amp;gt; || 135&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{FNZ|1|Nach der Ausgliederung von Nikolassee}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rittergut Düppel ===&lt;br /&gt;
Prinz Friedrich Karl erwarb 1859 Bauernländereien von Zehlendorf und Großmachnow und erbaute darauf das Jagdschloss Dreilinden. 1865 wurde es zum Andenken an die Erstürmung der Düppeler Schanzen zu einem Gutsbezirk zusammengefasst und erhielt den Namen &amp;#039;&amp;#039;Düppel&amp;#039;&amp;#039;. 1927 kaufte die Stadt Berlin das Rittergut Düppel zu Siedlungszwecken (Kaufpreis: elf Millionen [[Reichsmark|Mark]]; kaufkraftbereinigt in heutiger Währung: rund {{Inflation|DE|11|1927|r=1}}&amp;amp;nbsp;Millionen Euro).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Heinrich Ruths |Titel=Fünfzig Jahre Berliner Stadtgüter |Ort=Berlin |Datum=1928 |Seiten=45}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Wirtschaftsjahr 1931/32 war das Gut Düppel eines von 41 Gütern der [[Berliner Stadtgüter]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sigrid Weise |Titel=Die Geschichte der Berliner Stadtgüter 1974–1945, Teil I, eine Datensammlung |Datum=2009 |Seiten=116}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reitschule Rittergut Düppel ===&lt;br /&gt;
Die seit 1930 in Düppel bestehende Reitschule auf dem ehemaligen Rittergut Düppel wurde ab 1937/1938 von der SA als „Reichs-Reiter-Führerschule“ genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=RdU7AAAAMAAJ&amp;amp;newbks=1&amp;amp;newbks_redir=0&amp;amp;dq=Reichs%20reiter%20f%C3%BChrerschule&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=RA3-PA27#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Der SA-Führer, 1937, S. 27]&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] gelangte sie kurzzeitig zur US-Militärpolizei und wurde anschließend zur Deutschen Reiterschule. Von 1947 bis 1951 wurde für den amerikanischen Reitclub ein Stall errichtet, der die Basis für die Tierklinik der FU Berlin darstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== DP-Lager 1945/1948 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel Potsdamer Chaussee 86 (Nikol) DP Lager.jpg|mini|links|Gedenktafel zur Lagergeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Berliner Gedenktafel Potsdamer Chaussee 87 (Nikol) Düppel Center.jpg|mini|[[Berliner Gedenktafel]] am Haus Potsdamer Chaussee 87, in [[Berlin-Nikolassee]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gehörte Düppel zum [[Amerikanischer Sektor|Amerikanischen Sektor]] in Berlin. Die US-Militärverwaltung errichtete im Januar 1946 an der [[Berlin-Potsdamer Chaussee|Potsdamer Chaussee]] das größte [[DP-Lager]] für sogenannte [[Displaced Person]]s in Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://plus.tagesspiegel.de/berlin/kleine-judische-stadte-mitten-im-nachkriegsberlin-als-yehudi-menuhin-spielte-und-kaum-einer-kam-301576.html |titel=Kleine jüdische Städte mitten im Nachkriegsberlin: Als Yehudi Menuhin spielte und kaum einer kam  |hrsg=&amp;#039;&amp;#039;[[Der Tagesspiegel]]&amp;#039;&amp;#039; |datum=2021-11-11 |abruf=2021-11-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In dem Lager, das unter den Namen &amp;#039;&amp;#039;Düppel Center&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;DP Camp [[Schlachtensee]]&amp;#039;&amp;#039; bekannt war&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dpcamp.de/ausstellung-zum-dp-camp-schlachtensee/ Informationssammlung zum DP Camp Schlachtensee (aber nicht nur)]&amp;lt;/ref&amp;gt;, lebten zeitweise bis zu 5130 jüdische DPs. Die [[Berlin-Blockade]] verschlechterte die Versorgungslage der Bewohner derart, dass das Lager bereits im Juli 1948 evakuiert werden musste. Die Lagerbewohner wurden auf dem Luftwege nach Westdeutschland gebracht. Der größte Teil von ihnen wurde in das [[Frankfurt-Zeilsheim#Das jüdische DP-Lager|DP-Camp Zeilsheim]] im gleichnamigen [[Frankfurt-Zeilsheim|Frankfurter Stadtteil]] verlegt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fr.de/politik/salomon-korn-von-hier-aus-die-demokratischen-kraefte-in-israel-zu-staerken-92318974.html Salomon Korn: „Von hier aus die demokratischen Kräfte in Israel zu stärken“], Interview von Ursula Rüssmann mit [[Salomon Korn]], dem ehemaligen Vizepräsidenten des [[Zentralrat der Juden in Deutschland|Zentralrats der Juden in Deutschland]], der in den DP-Lagern Düppeln und Zeilsheim aufwuchs, [[Frankfurter Rundschau]], 2. Juni 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anschließend wurden in den Baracken DDR-Flüchtlinge, nach dem Mauerbau sozial schwache [[West-Berlin]]er Familien untergebracht. Anfang der 1970er Jahre wurden die Baracken abgerissen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dpcamp.de/ausstellung-zum-dp-camp-schlachtensee/ Informationssammlung zum DP Camp Schlachtensee (aber nicht nur)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bahnverkehr ==&lt;br /&gt;
Die [[Trasse (Verkehrsweg)|Trasse]] der [[Bahnstrecke Berlin–Magdeburg|Stammbahn]], der ersten [[Eisenbahnstrecke]] in [[Königreich Preußen|Preußen]], verlief ab 1838 etwa 500&amp;amp;nbsp;Meter südlich vom Gutshof auf dessen Feldern vorbei. Die Linie war die erste Bahnverbindung zwischen den Orten [[Potsdam]], Zehlendorf und Berlin. Eine Anbindung Düppels an den Berliner Vorortverkehr erfolgte 1939 mit der Eröffnung des zwischen Potsdam und Zehlendorf gelegenen [[Bahnhof Düppel|Bahnhofs Düppel]]. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Gleise als [[Reparationen|Reparationsleistung]] teilweise abgebaut, es fuhren nur noch Pendelzüge zwischen Düppel und Zehlendorf, die ab 1948 elektrisch betrieben wurden. Mit dem Bau der [[Berliner Mauer]] lag Düppel am südlichen Rand von [[West-Berlin]]. Eine Wiederinbetriebnahme der gesamten Strecke wurde unmöglich. Am 20.&amp;amp;nbsp;Dezember 1972 wurde an der Strecke der neue [[Bahnhof Zehlendorf Süd|S-Bahnhof Zehlendorf Süd]] eröffnet. 1980 wurde der [[S-Bahn Berlin|S-Bahn]]-Verkehr auf dem noch verbliebenen Streckenabschnitt eingestellt. Die Durchführung des Fernverkehrs geschah ohnehin bereits über die [[Bahnstrecke Berlin–Blankenheim|Wetzlarer Bahn]]. Seit dem [[Mauerfall]] werden Wiederaufbau und Inbetriebnahme der Stammbahn im Regionalverkehr immer wieder erfolglos diskutiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://stadtschnellbahn-berlin.de/strecken/07/index.php |titel=Die Stammbahn |autor=Detlef Hoge |werk=stadtschnellbahn-berlin.de |datum=2008-10-26 |zugriff=2017-12-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Düppel in der Gegenwart ==&lt;br /&gt;
Neben dem Waldgebiet ist der Name Düppel vor allem mit drei Einrichtungen verbunden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Museumsdorf Düppel]]. 1967 waren [[mittelalter]]liche Fundamente und Reste eines Dorfplatzes aus dem 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert entdeckt worden. Ein Förderkreis ließ 1975 Bauernhäuser, eine Werkstätte und eine [[Schänke]] rekonstruieren.&lt;br /&gt;
* Tierklinikum der [[FU Berlin]]&lt;br /&gt;
* [[Justizvollzugsanstalt Düppel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ansonsten gilt Düppel als Stadtviertel in grüner Lage und ist vorwiegend durch Villen, Ein- und Mehrfamilienhäuser geprägt. Ein eigenes Zentrum im [[Stadtplanung|stadtplanerischen]] und [[Raumordnung|raumordnerischen]] Sinne existiert in Düppel nicht, das nächste [[Unterzentrum]] ist der im Bereich des Teltower Damms gelegene Ortskern im östlich gelegenen Zehlendorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.vetmed.fu-berlin.de/einrichtungen/zentrale/bibliothek/digarchiv/einzelkategorie20.html Chronik des Rittergutes Düppel mit historischen Bildern] Fachbereich Veterinärmedizin FU Berlin&lt;br /&gt;
* [https://www.ushmm.org/exhibition/displaced-persons/camp15.htm# DP-Camp Düppel Center] United States Holocaust Memorial Museum&lt;br /&gt;
* [http://www.dpcamp.de Infos und Zeitzeugen zum DP-Camp Schlachtensee (Düppel-Center)] Weblog&lt;br /&gt;
* [http://www.berliner-verkehrsseiten.de/wub/Die_Projekte/Tunnel/Dueppel/dueppel.html Proteste gegen die Bebauung des Düppeler Feldes 1978] Wählergemeinschaft Unabhängiger Bürger Zehlendorf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Alexandra Fiand: [https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/6386 Die Geschichte Düppels von 1950 bis 1990.] Dissertation Freie Universität Fachbereich Veterinärmedizin, Berlin 2002.&lt;br /&gt;
* [[Andreas Jüttemann]]: &amp;#039;&amp;#039;Berlin-Düppel&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 2015.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=52.42565|EW=13.236272|type=city |region=DE-BE}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Berlin|Duppel, Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berlin-Nikolassee]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berlin-Zehlendorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gutsbezirk (Preußen)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Eriosw</name></author>
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