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	<title>Bergreihen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T00:53:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bergreihen&amp;diff=911056&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wheeke: HC: Ergänze Kategorie:Bergbaukultur und -tradition</title>
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		<updated>2025-06-27T07:09:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Bergbaukultur_und_-tradition&quot; title=&quot;Kategorie:Bergbaukultur und -tradition&quot;&gt;Kategorie:Bergbaukultur und -tradition&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bergreihen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von [[Mittelhochdeutsch|mhd.]] &amp;#039;&amp;#039;reie&amp;#039;&amp;#039; „Tanz(lied), Reigen“, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Berglied&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Berggesang&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bergmannslied&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist eine Form des [[Ständeordnung|ständischen]] geistlichen oder weltlichen [[Volkslied]]s der [[Bergmann|Bergleute]]. Der Begriff ist seit dem [[16. Jahrhundert]] bezeugt, obwohl die Tradition weiter zurückreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Tradition ===&lt;br /&gt;
Die Heimat des Bergreihen sind [[Thüringen]], [[Sachsen]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;MKL&amp;quot;&amp;gt;{{Meyers Online|2|745|spezialkapitel=Bergreihen}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Böhmen]] und die [[Steiermark]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gero von Wilpert]]: &amp;#039;&amp;#039;Sachwörterbuch der Literatur&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 231). 6., verbesserte und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 1979, ISBN 3-520-23106-9, S. 81.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war ursprünglich ein [[Reigen (Tanz)|Reigen]] der [[Bergmann|Bergleute]], der zu einem Chorlied getanzt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. auch Stichwörter &amp;#039;&amp;#039;reie&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;reien&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Matthias Lexer]]: &amp;#039;&amp;#039;Mittelhochdeutsches Taschenwörterbuch in der Ausgabe letzter Hand&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage. Leipzig 1885, S. 195 ([https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb11023335_00209.html Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Tradition lässt sich bis ins [[Hochmittelalter]] verfolgen&amp;lt;ref&amp;gt;Barbara von Wulffen: &amp;#039;&amp;#039;Der Natureingang in Minnesang und frühem Volkslied&amp;#039;&amp;#039;. München 1963, S. 8&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;, böhmische Sagen wie der [[Rübezahl]]-Mythos finden ihren Eingang in die Themen wie die täglichen Erlebnisse der Arbeiter im Erz- und Kohleabbau, der von häufigen Gefahren um Leben und Gesundheit geprägt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bergreihen wird 1536 als &amp;#039;&amp;#039;Langer Tanz von [[Goslar]]&amp;#039;&amp;#039; wegen seiner ständischen Herkunft verboten. Seit der [[Reformation]]szeit wurden die ersten geistlichen Texte als [[Parodie#Musik|Parodien]] auf die vorhandenen Melodien gedichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MKL&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbreitung ===&lt;br /&gt;
Vor allem in wirtschaftlichen Krisenzeiten waren Bergleute gezwungen, als wandernde &amp;#039;&amp;#039;Bergreyer&amp;#039;&amp;#039; (nach [[Johann Fischart]], 1572) oder „Bergsinger“ ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Sie trugen ihre Lieder auf [[Messe (Handelsmesse)|Messe]]n in Städten und Dörfern der Bergbauregionen vor. Das in [[Deutschland]] bis in die Gegenwart bekannte &amp;#039;&amp;#039;[[Steigerlied]]&amp;#039;&amp;#039; („Glück auf, Glück auf, der Steiger kommt“) ist in diesem Zusammenhang seit 1531 belegt im ersten erhaltenen Druck von Bergreihen der [[Zwickau]]er Sammlung &amp;#039;&amp;#039;Etliche hübsche bergkreien, geistlich und weltlich&amp;#039;&amp;#039; von 1531, der innerhalb der folgenden Jahre mehrmals neu aufgelegt wurde und sich bis nach [[Nürnberg]] verbreitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Aufblühen der Bergbauindustrie zwischen 1750 und 1850 kam auch eine Blüte der Bergreihen. Ungefähr die Hälfte der bekannten Lieder stammt aus dem [[Erzgebirge]]. Die ersten Sammlungen waren meistens anonym, bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts wurden sie als Sammlungen weltlicher Lieder von Bergarbeitern herausgegeben, von Geistlichen aus den Bergbaugebieten auch als Sammlungen geistlicher Lieder, darunter auch die so genannten Bergmannschoräle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bergmannslied.jpg|mini|Ein Zettel von dem &amp;quot;Bergmannslied&amp;quot;.]]&lt;br /&gt;
Danach wurde die Form des Bergreihen besonders von Bergbeamten von der frühen [[Arbeiterdichtung]] z.&amp;amp;nbsp;B. durch [[Karl Bröger]] zum literarischen [[Genre]] des &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bergmannslieds&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; weiterentwickelt. Vor allem wollten die Autoren mit der beginnenden [[Industrialisierung]] der Auflösung bergmännischer Traditionen durch die damalige [[Arbeitsmigration]] entgegenwirken – wozu sie auch den Begriff des Bergreihen wieder zu etablieren versuchten&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Christian Wilhelm Kolbe (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Neues Berg-Reien-Buch&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig 1802 ([http://digital.ub.tu-freiberg.de/id420407286 Digitalisat]), 2. Auflage 1830/31 ({{URN|nbn|de:bvb:12-bsb10706306-0}}; {{URN|nbn|de:bvb:12-bsb10706305-5}}); [[Moritz Döring]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sächsische Bergreyhen&amp;#039;&amp;#039;. 2 Bände. Grimma 1839/40 ({{URN|nbn|de:bvb:12-bsb10706299-9}}; {{URN|nbn|de:bvb:12-bsb10706300-8}})&amp;lt;/ref&amp;gt; – was ihnen jedoch nicht gelang; die von [[Johann Gottfried Herder]] geprägte Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Bergmannslied&amp;#039;&amp;#039; setzte sich durch. Bis ins 21. Jahrhundert ist die Wiederbelebungen der Bergreihen eine Aufgabe interessierter Vereine geblieben, die der berufsständischen Gemeinschaft der Bergleute nicht mehr angehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Resonanz in Musik und Dichtung ==&lt;br /&gt;
Auch in der Kunst wurde der Bergreihen aufgenommen, z.&amp;amp;nbsp;B. in der vierstimmigen Bearbeitung &amp;#039;&amp;#039;Musicalische Bergreihen&amp;#039;&amp;#039; von [[Melchior Franck]], die bis heute im Druck erhältlich ist. [[Achim von Arnim]] nahm einen Bergreihen-Text in die Volksliedsammlung &amp;#039;&amp;#039;[[Des Knaben Wunderhorn]]&amp;#039;&amp;#039; auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{PGDW|arnim/wh2/wh2436|Bergreihen aus Nürnberg (1547)|von Achim von Arnim in &amp;#039;&amp;#039;Des Knaben Wunderhorn&amp;#039;&amp;#039; aufgenommen}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Bode: &amp;#039;&amp;#039;Die Bearbeitung der Vorlagen in des Knaben Wunderhorn&amp;#039;&amp;#039;. (Dissertation) Berlin 1909. S. 32.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ludwig Denecke: &amp;#039;&amp;#039;Ein Bergreihen des 16. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch für Volksliedforschung&amp;#039;&amp;#039;. 31. Jahrgang 1986, S. 29–32.&lt;br /&gt;
* [[Martin Geck]], Antoinette Hellkuhl: &amp;#039;&amp;#039;Bergmannslieder&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Musik im Ruhrgebiet&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 3). Klett, Stuttgart 1984, ISBN 3-12-177520-0.&lt;br /&gt;
* Gerhard Heilfurth: &amp;#039;&amp;#039;Das erzgebirgische Bergmannslied. Ein Aufriss seiner literarischen Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. (Dissertation) Schwarzenberg 1936 (Nachdruck Frankfurt am Main 1982, ISBN 3-8035-1180-1).&lt;br /&gt;
* Gerhard Heilfurth: &amp;#039;&amp;#039;Das Bergmannslied. Wesen, Leben, Funktion. Ein Beitrag zur Erhellung von Bestand und Wandlung der sozialkulturellen Elemente im Aufbau der industriellen Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;. Kassel 1954.&lt;br /&gt;
* Günther und Irmgard Schweikle (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Metzler-Literatur-Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; Metzler, Stuttgart 1984, ISBN 3-476-00560-7, S. 44.&lt;br /&gt;
* {{MGG2|Verfasser=Wolfram Steude, Kurt Gudewill|Lemma=Bergreihen|Band=S1|SpalteVon=|SpalteBis=|ID=mgg15154}}&lt;br /&gt;
* Kurt Wassermann: &amp;#039;&amp;#039;Die Herkunft der Motive in den weltlichen Bergreihen&amp;#039;&amp;#039;. (Dissertation) Halle-Wittenberg 1930.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{PGDW|kernstoc/tageweis/chap013|Ein Bergreihen|[[Ottokar Kernstock]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4144647-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volksmusik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geistliche Musik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbaukultur und -tradition]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wheeke</name></author>
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