<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Bergkarabach</id>
	<title>Bergkarabach - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Bergkarabach"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bergkarabach&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-02T19:12:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bergkarabach&amp;diff=54315&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;J budissin am 17. Dezember 2025 um 20:09 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bergkarabach&amp;diff=54315&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-17T20:09:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die geographische Region Bergkarabach; zu der gleichnamigen Republik siehe [[Republik Arzach]].}}&lt;br /&gt;
{{Positionskarte+&lt;br /&gt;
 | Alternativkarte = Karabakh-Map-Mountainous-Karabakh.svg&lt;br /&gt;
 | width=400&lt;br /&gt;
 | float=right&lt;br /&gt;
 | caption=Lage Bergkarabachs in der größeren Region Karabach, die sich über Armenien und Aserbaidschan erstreckt&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Farbindex|A11}} Bergkarabach&lt;br /&gt;
 | places=&lt;br /&gt;
{{Positionskarte~ | Y=35 | X=10 | position=right | label_style=bold | label_color=#646464 | label=Armenien}}&lt;br /&gt;
{{Positionskarte~ | lat=1 | long=-110 |position=right |label=[[Jerewan]]&amp;lt;!-- |label_size=70 |mark=Black triangle2.svg |marksize=12 --&amp;gt; |region=AM-ER}}&lt;br /&gt;
{{Positionskarte~ | Y=35 | X=55 | position=right | label_style=bold | label_color=#646464 | label=Aserbaidschan}}&lt;br /&gt;
{{Positionskarte~ | lat=15 | long=140 |position=right |label=[[Baku]]&amp;lt;!-- |label_size=70 |mark=Black triangle2.svg |marksize=12 --&amp;gt; |region=AZ-BA}}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bergkarabach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{hyS|Լեռնային Ղարաբաղ|Lernajin Gharabagh}}, wissenschaftliche Transliteration &amp;#039;&amp;#039;Leṙnayin Łarabał;&amp;#039;&amp;#039; {{azS|Dağlıq Qarabağ}} oder &amp;#039;&amp;#039;Yuxarı Qarabağ&amp;#039;&amp;#039;, „gebirgiger schwarzer Garten“ oder „oberer schwarzer Garten“; auch &amp;#039;&amp;#039;Berg-Karabach&amp;#039;&amp;#039;) ist eine Region im Südosten des [[Kleiner Kaukasus|Kleinen Kaukasus]]. Sie war mehrheitlich von [[Armenier]]n bewohnt, bevor diese im Zuge der Eroberung durch die [[Aserbaidschan|aserbaidschanische]] Armee im September 2023 flüchteten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://news.am/eng/news/784232.html |titel=Artak Beglaryan: Almost no Armenians are left in Nagorno-Karabakh |datum=2023-10-01 |sprache=en |abruf=2023-10-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist Teil der größeren Region Karabach und umfasst deren mittleren, gebirgigen Teil, dominiert vom [[Karabachgebirge]] und dem [[Karabach-Hochland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Region war lange zwischen [[Armenien]] und [[Aserbaidschan]] umstritten, der [[Bergkarabachkonflikt]] dauerte bis in die 2020er Jahre an. Als politischer Begriff wird Bergkarabach oft mit dem ehemaligen [[Autonome Oblast Bergkarabach|Autonomen Gebiet Bergkarabach]] innerhalb der früheren [[Aserbaidschanische Sozialistische Sowjetrepublik|Aserbaidschanischen SSR]] und mit dem daraus entstandenen [[De-facto-Regime]] der [[Republik Arzach]] gleichgesetzt, das unter anderem nach Ansicht der [[Vereinte Nationen|Vereinten Nationen]] und des [[Europarat]]es weiterhin Teil des Staatsgebietes Aserbaidschans ist. Nach dem [[Zerfall der Sowjetunion]] 1991 eskalierte der Konflikt zu einem Krieg, sodass ab Ende 1994 Bergkarabach und angrenzende Gebiete zu einem großen Teil von Armeniern kontrolliert wurden. Ab dem [[Krieg um Bergkarabach 2020]] wurden größere Gebiete der Region wieder von Aserbaidschan kontrolliert. Seit [[Offensive Aserbaidschans gegen Arzach (September 2023)|September 2023]] hat Aserbaidschan die alleinige Kontrolle über Bergkarabach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namen ==&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung leitet sich vom Namen der größeren Region &amp;#039;&amp;#039;Karabach&amp;#039;&amp;#039; ab. Diese setzt sich aus ursprünglich persischen und türkischen Wortbestandteilen zusammen, so bedeutet im [[Aserbaidschanische Sprache|Aserbaidschanischen]] &amp;#039;&amp;#039;qara&amp;#039;&amp;#039; „schwarz“ und &amp;#039;&amp;#039;bağ&amp;#039;&amp;#039; „Garten“ (von {{faS|باغ|DMG=bāġ}}), zusammen bedeuten sie „schwarzer Garten“.&amp;lt;ref name=hess&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael Reinhard Heß |Titel=Panzer im Paradies. Der Berg-Karabach-Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan |Verlag=Verlag Dr.&amp;amp;nbsp;Köster |Ort=Berlin |Datum=2016 |ISBN=978-3-89574-906-3 |Seiten=29-32, 23–28 |Kommentar=– Leseprobe des Verlags |Online=https://www.verlag-koester.de/wp-content/uploads/2016/06/6.pdf |Format=PDF |KBytes=1609&amp;lt;!-- |Abruf=2020-09-29 --&amp;gt;}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Armenier nutzen für Bergkarabach vor allem die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Arzach&amp;#039;&amp;#039; (armenisch Արցախ&amp;#039;, in wissenschaftlicher Transliteration &amp;#039;&amp;#039;Arc‘ax&amp;#039;&amp;#039;, in englischer Transkription &amp;#039;&amp;#039;Artsakh&amp;#039;&amp;#039;), die sich historisch auf die [[Provinz Arzach]] des antiken armenischen Königreiches der [[Artaxiden]] und das mittelalterliche [[Königreich Arzach]] bezieht. Gebräuchlich ist außerdem die Transkription der russischen Bezeichnung Нагорный Карабах, &amp;#039;&amp;#039;Nagorny Karabach&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Topo map Arzach de.png|mini|hochkant=1.5|Topographische Karte von Karabach mit Bergkarabach in der Mitte, aus der Zeit bis 2020]]&lt;br /&gt;
Die Region liegt in der Großregion &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karabach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, die sich zwischen den Flüssen [[Kura]] und [[Aras (Fluss)|Aras]] erstreckt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://brockhaus.de/ecs/enzy/article/bergkarabach |titel=Bergkarabach - Enzyklopädie - Brockhaus.de |abruf=2020-10-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Während das nordöstlich benachbarte Niederkarabach in den Ebenen der Kura in der [[Kura-Aras-Niederung]] liegt, umfasst Bergkarabach die daran anschließenden Ausläufer des [[Kleiner Kaukasus|Kleinen Kaukasus]], insbesondere das [[Karabachgebirge]] und das [[Karabach-Hochland]] sowie im Norden den Gebirgszug [[Murovdağ]]. In diesem befindet sich mit dem 3724 Meter hohen [[Gamış dağı]] auch die höchste Erhebung. Im Süden wird die Region vom Aras begrenzt, der hier auch die Staatsgrenze zum [[Iran]] bildet. Im Westen schließt sich die Region [[Sangesur]] beziehungsweise [[Sjunik]] an. Die Region ist nicht genau abgegrenzt. In jüngerer Zeit wird sie oft mit der ehemaligen [[Autonome Oblast Bergkarabach|Autonomen Oblast Bergkarabach]] innerhalb der früheren [[Aserbaidschanische SSR|Aserbaidschanischen SSR]] identifiziert, die sich jedoch nur in einem Teil des Karabach-Gebirges erstreckte. Das Autonomiegebiet umfasste 4400 Quadratkilometer.&amp;lt;ref&amp;gt;Robert H. Hewsen, &amp;#039;&amp;#039;Armenia: A Historical Atlas&amp;#039;&amp;#039;. The University of Chicago Press, 2001, S. 163ff, 264.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.britannica.com/place/Nagorno-Karabakh |titel=Nagorno-Karabakh |werk=Encyclopaedia Britannica |abruf=2020-10-07 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bergkarabach fällt nach Osten zur Kuraniederung sowie nach Süden zum Aras hin ab, fast alle Flüsse fließen von Westen nach Osten oder nach Süden. Die größten Flüsse sind der Hakari, der in den Aras mündet, sowie die durch Niederkarabach in den Kura abfließenden [[Tartar (Fluss)|Tartar]] und [[Chatschintschaj|Chatschen]]. Im Laufe der Jahrtausende entstanden an diesen Wasserläufen dabei [[Canyon]]s. Der größte See ist der [[Sarsang-Stausee]] am Tartar. Die größte Stadt in der Region ist mit über 50.000 Einwohnern [[Stepanakert]], das auch Hauptstadt der Republik Arzach ist. Alle anderen Orte sind mit höchstens einigen tausend Einwohnern deutlich kleiner. Historisch bedeutsam als frühere Hauptstadt des Khanats Karabach ist [[Şuşa|Schuscha]] ({{hyS|Շուշի|Schuschi}}), das wegen des Bergkarabachkonflikts jedoch einen großen Teil seiner Bevölkerung verloren hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landschaft wechselt von Steppe in den tieferliegenden Tälern und Ebenen über dichte Eichen- und Buchenwälder zu Birkenwäldern und alpinen Wiesen in den höheren Lagen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die jährliche Durchschnittstemperatur beträgt 11 Grad Celsius.&amp;lt;!-- Wo genau? --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Bis ins 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
[[Datei:2014 Górski Karabach, Klasztor Gandzasar (14).jpg|mini|Das Kloster [[Gandsassar]], 1240 fertiggestellt, 1400 bis 1816 Sitz des [[Katholikat von Albanien|Katholikos von Albania]]]]&lt;br /&gt;
Das Gebiet von Bergkarabach war in der Antike oft Teil Armeniens, mehrfach aber auch des benachbarten [[Albania]] im heutigen Aserbaidschan oder bildete das Grenzland beider Staaten. Im 4. Jahrhundert wurde das [[Christentum]] in beiden Ländern Staatsreligion. Nach armenischer Auffassung war Bergkarabach mindestens ab dem Mittelalter mehrheitlich armenisch besiedelt. Infolge der arabischen Besetzung im 8.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert stand die Region unter der Kontrolle verschiedener, vorwiegend muslimischer Völker, von [[Kurden]], [[Araber]]n, [[Perser (Volk)|Persern]] und ins [[Niederkarabach]] zugewanderten [[Turkvölker|Turk-Stämmen]]. Spätestens mit der Landnahme der [[Seldschuken]] im 11.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert stellten die dem islamischen Kulturkreis zugehörigen Ethnien die Bevölkerungsmehrheit in der Großregion. In Bergkarabach gab es dagegen durch die Fürstentümer der [[Melik]]s eine starke armenische Präsenz, wobei vom 12.&amp;amp;nbsp;bis zum 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert die armenischen Fürsten des [[Haus Hassan-Dschalaljan|Hauses Hassan-Dschalaljan]] vom [[Fürstentum Chatschen]] über das Gebiet herrschten und 1216 das Kloster [[Gandsassar]] als Sitz des [[Katholikat von Albanien|Katholikats von Aghwank (Albanien)]] der [[Armenische Apostolische Kirche|Armenischen Apostolischen Kirche]] gründeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Russia Caucusus 1882.jpg|mini|hochkant=1.5|Grenzen im Jahr 1882]]&lt;br /&gt;
Bis ins 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert konnten sich lokale armenische Fürstentümer halten: die [[Fünf Fürstentümer von Karabach]], die als Vasallen wechselnder Reiche regierten. Unter der Dynastie der [[Safawiden]] (1501–1736) waren die Fürsten Vasallen der persischen Schahs und zeitweise dem [[Khanat Gandscha|Khan von Gandscha]] unterstellt. Im ausgehenden 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert übernahmen zeitweise die [[Osmanisches Reich|Osmanen]] die Vorherrschaft, wurden aber im 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert in mehreren Kriegen vom Persischen Reich erfolgreich zurückgedrängt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hess&amp;quot; /&amp;gt; Mit dem Zerfall der Zentralmacht der Safawiden im 18. Jahrhundert machte sich das benachbarte [[Khanat Karabach]] unabhängig, unterwarf daraufhin die armenischen Fürsten und gliederte sie 1750 in das Khanat ein. 1805 unterstellte sich der Khan von Karabach dem [[Russisches Kaiserreich|Russischen Reich]]. 1813 trat Persien im [[Friede von Gulistan|Vertrag von Golestan]] Karabach und andere Khanate an Russland ab, wobei Karabach Teil des Gouvernements [[Elisawetpol]] wurde.&amp;lt;ref name=aslanyan&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andranik Eduard Aslanyan |Titel=Bergkarabach-Chronologie |Sammelwerk=Energie- und geopolitische Akteure im Südkaukasus. Der Bergkarabach-Konflikt im Spannungsfeld von Interessen (1991–2015) |WerkErg=Hochschulschrift |Verlag=Springer Fachmedien Verlag |Ort=Wiesbaden |Datum=2019 |ISBN=978-3-658-28516-6 |Seiten=335–349 |DOI=10.1007/978-3-658-28516-6 |Online=https://link.springer.com/content/pdf/bbm%3A978-3-658-28516-6%2F1.pdf |Format=PDF |KBytes=710&amp;lt;!-- |Abruf=2020-09-28 --&amp;gt;}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im 20. und 21. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Nach der [[Oktoberrevolution]] von 1917 erhoben sowohl Armenier als auch Aserbaidschaner Anspruch auf Bergkarabach. Um das Gebiet kam es zu heftigen kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen der [[Demokratische Republik Armenien|Demokratischen Republik Armenien]] und der [[Demokratische Republik Aserbaidschan|Demokratischen Republik Aserbaidschan]], nachdem [[Transkaukasische Demokratisch-Föderative Republik|der gemeinsame Staatenbund]] zerfallen war. Nach der Eroberung durch die [[Rote Armee]] entschied das Zentralkomitee der [[Kommunistische Partei Russlands (Bolschewiki)|Kommunistischen Partei Russlands]] im Juli 1921, das Gebiet von Bergkarabach aufzuteilen und den Kernteil davon als sogenannte [[Autonome Oblast Bergkarabach]] und den Rest unmittelbar an die [[Aserbaidschanische SSR]] einzugliedern, was 1923 umgesetzt wurde.&amp;lt;ref name=aslanyan /&amp;gt; Bis 1929 gehörte ein anderer Teil Bergkarabachs zum Roten Kurdistan, einer autonomen Provinz. In den 1960er Jahren kam es erneut zu vereinzelten Unruhen. Die Armenier fühlten sich diskriminiert und waren besorgt, weil ihr Anteil an der Bevölkerung in Bergkarabach langsam, aber stetig abnahm (1926: 93,5 Prozent, 1989: 73,5 Prozent).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Aser Babajew |Titel=Armenien |Sammelwerk=Weder Krieg noch Frieden im Südkaukasus. Hintergründe, Akteure, Entwicklungen zum Bergkarabach-Konflikt |Verlag=Nomos |Ort=Baden-Baden |Datum=2014 |ISBN=978-3-8487-1396-7 |Seiten=73–90&amp;lt;!-- |DNB=1049707125 --&amp;gt; |DOI=10.5771/9783845254500 |Online=https://www.nomos-elibrary.de/369047/armenien |Kommentar=Verlagsvorschau}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1988 eskalierte der Konflikt. Es gab Massendemonstrationen in Armenien sowie Schießereien mit mehreren hundert Toten und [[Pogrom]]e in Aserbaidschan. In der Folge kam es zu beidseitigen Ausweisungswellen und Flucht der jeweiligen Minderheit. Im September 1991 erklärte die [[Republik Arzach|Republik Bergkarabach]] ihre Unabhängigkeit, im November schaffte daraufhin Aserbaidschan den autonomen Status der Region ab. Ab 1992 kam es nach dem [[Massaker von Chodschali]], dem [[Massaker von Maraga]] und mit einer Gegenoffensive der [[Streitkräfte der Republik Bergkarabach|Armee Bergkarabachs]] zu verstärkter Gewaltanwendung von beiden Seiten, ab 1993 beteiligte sich Armenien mit eigenen Verbänden am Konflikt. Beim Waffenstillstand 1994 kontrollierten Armenier einen Großteil des von der Republik Bergkarabach beanspruchten Gebiets und eine Pufferzone zu Aserbaidschan.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Uwe Halbach |url=https://www.bpb.de/internationales/weltweit/innerstaatliche-konflikte/224129/nagorny-karabach |titel=Nagorny-Karabach |titelerg=Dossier |werk=Konfliktporträts |hrsg=Bundeszentrale für politische Bildung |datum=2017-11-20 |abruf=2020-09-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Unabhängigkeit Bergkarabachs wird international nicht anerkannt. Nach 1994 gab es mehrere gescheiterte Vermittlungsversuche sowie wiederholt Kampfhandlungen. Nach Gefechten im Sommer 2020 kam es Ende September zu [[Krieg um Bergkarabach 2020|einem erneuten Krieg]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dw.com/de/schwere-k%C3%A4mpfe-in-aserbaidschanischer-region-berg-karabach/a-55068261 |titel=Schwere Kämpfe in aserbaidschanischer Region Berg-Karabach |hrsg=[[Deutsche Welle]] |datum=2020-09-27 |abruf=2020-09-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 9. November 2020 unterzeichneten beide Konfliktparteien eine erneute [[Waffenstillstandsabkommen im Bergkarabachkrieg 2020|Waffenruhevereinbarung]] unter Vermittlung Russlands.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeit-2020-11-10&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.zeit.de/politik/ausland/2020-11/bergkarabach-russischer-hubschrauber-abschuss-aserbaidschan-armenien |titel=Bergkarabach: Armeniens Regierungschef ordnet Ende der Kämpfe um Bergkarabach an |werk=[[Die Zeit#Zeit Online|zeit.de]] |datum=2020-11-10 |abruf=2020-11-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch die aserbaidschanische Offensive hatte die Republik Arzach ein Drittel ihres Gebietes verloren, darunter auch früher zur Autonomen Oblast zählende, traditionell armenische Siedlungen und Städte wie [[Hadrut (Stadt)|Hadrut]]. In Folge des Waffenstillstands musste Arzach ein weiteres Drittel seines Gebiets, das die frühere Oblast umgab, an aserbaidschanische Kontrolle abgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem Sommer 2023 war der [[Latschin-Korridor]] gesperrt, und [[Nahrungsmittel]] und [[Medikament]]e kamen nicht mehr nach Bergkarabach. Deswegen breitete sich eine [[Hungersnot]] in Bergkarabach aus. Die armenische Regierung versuchte über den [[Europarat]] oder den [[UN-Sicherheitsrat]] auf das Thema aufmerksam zu machen, jedoch konnte sich die internationale Staatengemeinschaft nicht auf ein gemeinsames Vorgehen verständigen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Alexander Kauschanski |url=https://www.zeit.de/gesellschaft/2023-08/bergkarabach-armenien-aserbaidschan-hunger-tod/komplettansicht |titel=Vor dem Verhungern |titelerg=Seit Monaten ist Bergkarabach von der Versorgung abgeschnitten. Nun soll es einen Hungertoten geben. Der unterernährten Bevölkerung läuft die Zeit davon. |werk=Zeit Online |hrsg=Zeit Online GmbH |datum=2023-08-25 |abruf=2023-08-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Offensive Aserbaidschans gegen Arzach (September 2023)|September 2023 eroberte Aserbaidschan Bergkarabach]] vollständig, was zur Flucht der Armenier führte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://news.am/eng/news/784232.html |titel=Artak Beglaryan: Almost no Armenians are left in Nagorno-Karabakh |datum=2023-10-01 |sprache=en |abruf=2023-10-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;200&amp;quot; heights=&amp;quot;200&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Five principalities of karabakh.png|Die [[Fünf Fürstentümer von Karabach]] im 16. Jh.&lt;br /&gt;
 Nagorno Karabakh03.png|Die [[Autonome Oblast Bergkarabach]], 1923–1991&lt;br /&gt;
 Artsakh locator.png|[[Republik Arzach]] von 1994 bis 2020&amp;lt;br&amp;gt;orange: Bergkarabach, wie es sich 1991 für unabhängig erklärt hat&amp;lt;br&amp;gt;gelb: Andere besetzte Gebiete Aserbaidschans&amp;lt;br&amp;gt;gelb-orange schraffiert: Von Bergkarabach beanspruchte Gebiete unter aserbaidschanischer Kontrolle&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Emil Souleimanov: &amp;#039;&amp;#039;Der Konflikt um Berg-Karabach.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;OSZE-Jahrbuch&amp;#039;&amp;#039; 10 (2004), Bd.&amp;amp;nbsp;10 (2004), S.&amp;amp;nbsp;217–236.&lt;br /&gt;
* Haig E. Asenbauer: &amp;#039;&amp;#039;Zum Selbstbestimmungsrecht des armenischen Volkes von Berg-Karabach&amp;#039;&amp;#039;. Wilhelm Braumüller, Wien 1993, (Reihe Ethnos Bd.&amp;amp;nbsp;41), ISBN 3-7003-0978-3.&lt;br /&gt;
* Hravard Hakobian, Manfred Richter (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Armenisches Berg-Karabach/Arzach im Überlebenskampf: christliche Kunst, Kultur, Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. Edition Hentrich, Berlin 1993, ISBN 3-89468-072-5.&lt;br /&gt;
* Johannes Rau: &amp;#039;&amp;#039;Berg-Karabach in der Geschichte Aserbaidschans und die Aggression Armeniens gegen Aserbaidschan&amp;#039;&amp;#039;. Köster, Berlin 2009, (Schriftenreihe Politikwissenschaft; Band 16), ISBN 978-3-89574-695-6.&lt;br /&gt;
* Heiko Langner: &amp;#039;&amp;#039;Krisenzone Südkaukasus – Berg-Karabach, Abchasien und Südossetien im Spannungsfeld von Identität, Völkerrecht und geostrategischen Interessen.&amp;#039;&amp;#039; Köster, Berlin 2009, (Schriftenreihe Sicherheitspolitik; Band 1), ISBN 978-3-89574-702-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Republic of Artsakh|Bergkarabach|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://karabakh.co.uk/ Internetseite über Geschichte und Kultur der Aserbaidschaner von Karabach] (englisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/541909/das-ende-der-republik-berg-karabach/ „Das Ende der Republik Berg-Karabach“, Bundeszentrale für politische Bildung, 19. Oktober 2023]&lt;br /&gt;
* [http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/europe/country_profiles/3658938.stm BBC] über Bergkarabach (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.nkr.am/en/ Außenministerium] der international nicht anerkannten Republik Arzach (englisch){{Toter Link|date=2025-01-06|url= http://www.nkr.am/en/}}&lt;br /&gt;
* [https://eng.kavkaz-uzel.eu/karabah Englischsprachige] und [https://www.kavkaz-uzel.eu/karabakh russischsprachige] Kurznachrichten von [[Kawkasski Usel]] aus Bergkarabach&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4224579-5|LCCN=n92070805|VIAF=239968712}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=39.8|EW=46.7|dim=150000|type=landmark|region=AZ}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergkarabach| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Umstrittenes Territorium]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region im Kaukasus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Armenisch-aserbaidschanische Beziehungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;J budissin</name></author>
	</entry>
</feed>