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	<title>Bergisches Haus - Versionsgeschichte</title>
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&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Mülheim an der Ruhr - Fachwerk in der Altstadt.jpg|mini|Straße in [[Mülheim an der Ruhr]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Deutsches Roentgenmuseum.jpg|mini|Das [[Deutsches Röntgen-Museum|Deutsche Röntgen-Museum]] in [[Remscheid]]-[[Lennep]] befindet sich in einem voll verschieferten [[Patrizier]]haus im Stil des Bergischen Landes]]Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bergische Haus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bergische Bauweise&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist ein im [[Bergisches Land|Bergischen Land]] verbreiteter [[Fachwerkhaus]]typ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
Typisch für den Fachwerk-[[Ständerbauweise|Ständerbau]] sind heute die grünen [[Fensterladen|Fensterläden]] (im Bergischen &amp;#039;&amp;#039;Schlagläden&amp;#039;&amp;#039; genannt), weiße Tür- und Fensterlaibungen in Verbindung mit schwarzem Ständerwerk und weißem Lehmgefache sowie die grau-schwarzen Schieferfassaden und/oder Bruchsteinsockel. Die typische Farbenkombination Grün-Weiß-Schwarz / Schiefergrau wird als [[Bergischer Dreiklang]] gekennzeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www2.solingen.de/eSuite/eSiDi2009-2014.nsf/HTML/80D3EB21CE415032C1257C5B003A6EA7/$FILE/2014-01%20Beschr%20Heresbachstr%2016_1.pdf | wayback=20151222075953 | text=Stadt Solingen – Untere Denkmalbehörde, 8.&amp;amp;nbsp;Januar 2014, Denkmalfachliche Beschreibung und Beurteilung des Objektes Heresbachstr.&amp;amp;nbsp;16, S.&amp;amp;nbsp;1}} (PDF; 2,8&amp;amp;nbsp;MB) auf &amp;#039;&amp;#039;www2.solingen.de&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 16.&amp;amp;nbsp;Oktober 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft führt eine Steintreppe zur Haustür hinauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schieferfassade diente als Wetterschutz für das [[Gefach]]e und war –&amp;amp;nbsp;je nach Stand und Reichtum des Hausbesitzers&amp;amp;nbsp;– entweder lediglich auf der primär windzugewandten Seite angebracht oder an allen vier Seiten, um das gesamte Gefache schützen zu können. Der Schiefer zeigt den regionalen Bezug des Hauses zur geologischen Einheit des [[Rheinisches Schiefergebirge|Rheinischen Schiefergebirges]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Bauernhaustyp (im Gegensatz zum ansonsten identischen, aber etwas größeren Kleinstadttyp) ist die grüne Haustür mit separater Ober- und Untertür ein weiteres Merkmal des Bergischen Hauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Ursprünge ===&lt;br /&gt;
Im traditionell [[landwirtschaft]]lich und [[handwerk]]lich geprägten Bergischen Land war das bergische Bauern- und Bürgerhaus bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts fast ausschließlich als einfaches Fachwerkhaus mit schwarzem [[Gebälk]] und hellweiß gefärbtem [[Gefach]]e ausgebildet. Die dazu verwendeten Materialien konnten regional abgebaut werden: Das [[Eichen]]holz für das Gebälk stammte aus den bergischen Wäldern, der Lehm wurde in einer der zahlreichen [[Lehmkuhle|Lehmgruben]] abgebaut. Das Dach der Gebäude war ursprünglich mit [[Stroh]] gedeckt, die [[Wetterseite]] des Hauses war zum Schutz vor Regenwasser [[Schnittholz|verbrettert]] oder [[Schindel|verschindelt]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; details=&amp;quot;11&amp;quot;&amp;gt;Wolfgang Schwarze: &amp;#039;&amp;#039;[[Geschichte des Wohnens|Wohnkultur]] des 18. Jahrhunderts im Bergischen Land&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Schwarze &amp;amp; Oberhoff, Wuppertal-Barmen 1964&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In wirtschaftlich schwierigen Zeiten nach Ende des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] ab der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts sah sich die Bevölkerung auf dem Land und in den wenigen kleinen Städten des Bergischen Landes nicht imstande, von der traditionellen, schmucklosen Bauweise des Bergischen Hauses abzuweichen. Eine Ausnahme bildeten [[Fürst|Landesfürsten]] wie Johann Wilhelm und [[Karl Theodor (Pfalz und Bayern)|Karl Theodor]], die etwa [[Schloss Benrath]] errichten ließen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; details=&amp;quot;11&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Anfang des 18. Jahrhunderts erhielt der [[Schiefer]] Einzug in die Bergische Bauweise, er wurde ab Mitte des 18. Jahrhunderts verbreitet und ersetzte die äußerst witterungsanfälligen Holzschindeln. Der im Bergischen Land verwendete Schiefer stammte zunächst aus der [[Mosel]]region sowie aus [[Frankreich]]. Doch der Einsatz des dunklen Schiefers verdüsterte zunehmend das ursprünglich helle Bergische Haus, so dass viele Bauherren es sich zur Aufgabe machten, Tür- und Fensterrahmen sowie Balken weiß anzustreichen. Die Fensterläden waren dagegen meist in grün gehalten. So entstand der heute als typisch empfundene sogenannte [[Bergischer Dreiklang|Bergische Dreiklang]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; details=&amp;quot;11, 12&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bergischer Barock ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Remscheid - Haus Cleff 03 ies.jpg|mini|[[Haus Cleff]], erbaut 1778/1779 im Stil des Bergischen Barock]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Bergischer Barock}}&lt;br /&gt;
Mit dem Einzug von [[barock]]en und [[Rokoko]]-Stilformen, vor allem in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, erhielt das Bergische Haus eine zeitgemäße neue Ausprägung. Die Einfluss der französischen Dekorationsstile erfasste zunächst Düsseldorf, ehe er durch den Architekten [[Eberhard Haarmann]] auch auf die Städte [[Barmen]], [[Elberfeld]] und [[Solingen]] überging. Zu den bedeutendsten Bauwerken des [[Bergischer Barock|Bergischen Barock]] zählen die aus der Feder von Haarmann und dessen Bruder stammenden 1774 erbauten Häuser Wortmann und Molineus in Barmen, das Amtshaus von Barmen von 1775, Haus Wülfing von 1775 in Elberfeld, Haus Toelle von 1778 sowie das Haus Bredt-Rübel von 1784 in Barmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; details=&amp;quot;12&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einheimischen Tischler- und Schnitzermeister griffen die französischen Dekorationsformen auf, fanden jedoch zumeist auch eine eigene Formensprache. Es bildeten sich unterschiedliche regionale Schwerpunkte heraus, so dass die repräsentativen Bürgerhäuser in [[Lüttringhausen]], [[Gummersbach]], [[Wermelskirchen]], [[Haan]] und [[Langenberg (Rheinland)|Langenberg]] weitgehend barock gestaltet waren, in Barmen, [[Remscheid]] und Solingen üblicherweise Rokoko, in Elberfeld, [[Lennep]], [[Hückeswagen]] und [[Radevormwald]] hingegen zumeist [[Klassizismus|klassizistisch]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; details=&amp;quot;13&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Zerstörungen der Altstädte des Bergischen Landes im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] gingen viele der bedeutenden Bauwerke jedoch verloren. Bedeutende Beispiele für erhaltene Bauwerke in den Formen des Bergischen Barock sind das [[Haus Cleff]] in Remscheid sowie das [[Haus Harkorten]] in Hagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neubergischer Stil ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Museum-baden.jpg|mini|Ehemaliges Rathaus von Solingen-[[Gräfrath]], erbaut 1907/1908 im Neubergischen Stil mit Jugendstilelementen]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Neubergischer Stil}}&lt;br /&gt;
Anfang des 20. Jahrhunderts entstand eine historisierende Bewegung im Rahmen der [[Heimatschutzarchitektur]], welche zu einer Fülle an regionaltypischen Gebäuden im Bergischen Land führte. Vom altbergischen Stil unterscheidet sich diese Architekturform durch höhere Gebäude mit massiven Außenwänden. Ein Beispiel für den Neubergischen Stil ist das [[Rathaus Gräfrath]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wolfgang Schwarze: &amp;#039;&amp;#039;Wohnkultur des 18. Jahrhunderts im Bergischen Land&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Schwarze &amp;amp; Oberhoff, Wuppertal-Barmen 1964&lt;br /&gt;
*R.&amp;amp;nbsp;Schmidt-de Bruyn: &amp;#039;&amp;#039;Das Bergische Patrizierhaus bis 1800.&amp;#039;&amp;#039; Köln 1983&lt;br /&gt;
* J.&amp;amp;nbsp;de Jonge: &amp;#039;&amp;#039;Beschreibung des Bergischen Bürgerhauses.&amp;#039;&amp;#039; In: Bergische Bauweise, herausgegeben vom Ausschuss zur Förderung Bergischer Bauweise, Seite 6&lt;br /&gt;
* [[Florian Speer]]: &amp;#039;&amp;#039;Heimatschutz-Stil. Anmerkungen zu einem Stilphänomen in der Architektur der Jahrhundertwende.&amp;#039;&amp;#039; Hausarbeit zum Seminar „Kunst in der Wupperregion“. 1994/95&lt;br /&gt;
* Hella Nußbaum: &amp;#039;&amp;#039;Die Renaissance der Bergischen Bauweise&amp;#039;&amp;#039;, In: Hermann J. Mahlberg, Hella Nußbaum (Hg.): Der Aufbruch um 1900 und die Moderne in der Architektur des Wuppertales. Abendrot einer Epoche. Wuppertal 2008, S. 261–275, ISBN 978-3-928766-87-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lokale Bauform]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauform (Fachwerk)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauform (Wohngebäude)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergisches Land]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fachwerkhaus in Nordrhein-Westfalen| ]]&lt;/div&gt;</summary>
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