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	<title>Berggeschrey - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T04:44:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Berggeschrey&amp;diff=408440&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phzh: Form, typo</title>
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		<updated>2026-03-04T07:52:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Form, typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Berggeschrey&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder Berggeschrei versteht man eine schnell umlaufende Kunde reicher Erzfunde,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Deutsches Wörterbuch |Lemma=Geschrei |Wortart=n. |Band=5 |Sp=3963 |lemid=G10683 |Bedeutung=1 c}}&amp;lt;/ref&amp;gt; die zur raschen Entwicklung eines Bergbaureviers führte, wie zu Beginn des [[Silbererz]]-[[Bergbau]]s im [[Erzgebirge]]. Dieser ist in mancher Hinsicht mit dem [[Goldrausch]] in [[Nordamerika]] vergleichbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erstes Berggeschrey ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Annaberger-Bergaltar2.jpg|mini|Darstellung des historischen Bergbaus auf dem [[St. Annenkirche (Annaberg-Buchholz)#Bergaltar|Annaberger Bergaltar]] von 1522]]&lt;br /&gt;
Schon im Zuge der ersten Besiedlung gab es kleinere [[Zinn]]-, [[Eisen]]- und [[Kupfer]]funde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als aber 1168 reiche [[Silber]]funde im Raum [[Freiberg]] bekannt wurden&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gerlach&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Siegfried Gerlach |Titel=Sachsen. Eine politische Landeskunde |Verlag=W. Kohlhammer Verlag |Ort=Stuttgart / Berlin / Köln |ISBN=3-17-011691-6 |Seiten=36f |Sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, lösten diese das &amp;#039;&amp;#039;Erste Berggeschrey&amp;#039;&amp;#039; aus. Schnell kamen auf die Kunde vom Silberreichtum Bergleute, Händler, [[Köhler]] und Vagabunden in dieses damals unwirtliche Gebiet. {{&amp;quot; |Wo eyn man ercz suchen will, das meg her thun mit rechte}} hatte der [[Markgrafschaft Meißen|Markgraf von Meißen]], Inhaber des Bergnutzungsrechtes ([[Bergregal]]), den ins Land strömenden Siedlern zugestanden. Um die Bergleute, welche größtenteils aus dem [[Harz (Mittelgebirge)|Harz]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gerlach&amp;quot; /&amp;gt; stammten, anzusiedeln, wurden sie von [[Lehnswesen|Feudalabgaben]] an Grundherren befreit und konnten sich so ganz ihrer Arbeit widmen. Eine [[direkte Steuer]] mussten sie jedoch in Form des [[Bergzehnt]]en an den Landesherrn entrichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweites oder Großes Berggeschrey ==&lt;br /&gt;
Die Suche nach [[Erz]] dehnte sich im Laufe der Jahrhunderte bis in die Kammlagen des [[Erzgebirge]]s aus. Dreihundert Jahre nach dem Ersten Berggeschrey wurden ergiebige [[Silbererz]]vorkommen 1470 in [[Schneeberg (Erzgebirge)|Schneeberg]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gerlach&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.zwickau.de/de/tourismus/stadtgeschichte/stadtchronik.php |text=Zwickauer Stadtchronik |wayback=20101124050959}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1491/92 am [[Schreckenberg]] im heutigen [[Annaberg-Buchholz]] entdeckt. Von dieser Kunde ging das &amp;#039;&amp;#039;Zweite Berggeschrey&amp;#039;&amp;#039; aus, das als das &amp;#039;&amp;#039;Große Berggeschrey&amp;#039;&amp;#039; bekannter ist. Rege Bergbautätigkeit und der damit verbundene Zuzug von Menschen aus anderen Regionen dehnten sich auf das ganze Erzgebirge aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Bergleuten lockten die Nachrichten über diese Funde auch kapitalkräftige Kaufleute als Kapitalgeber an und in der Folge setzte eine rasche Blüte des Silberbergbaus ein. Zugleich erlebte auch der Bergbau auf Buntmetalle einen Aufschwung, da sich im Erzgebirge Silber, Kupfer und Zinn in gemeinsamen Lagerstätten befinden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Hanns-Heinz Kasper]] |Hrsg=Saigerhüttenverein Olbernhau-Grünthal e.&amp;amp;nbsp;V. |Titel=Von der Saigerhütte zum Kupferhammer Grünthal 1537–1873. Aus der 450-jährigen Geschichte eines metallurgischen Betriebes in Olbernhau-Grünthal |Verlag=Druckerei Olbernhau |Ort=Olbernhau-Grünthal |Datum=1994 |Seiten=9–10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon Ende des [[15. Jahrhundert]]s war das Erzgebirge wesentlich dichter besiedelt als vorher. In dieser Zeit entstanden die [[Bergstadt|Bergstädte]] [[Jáchymov|Sankt Joachimsthal]], [[Annaberg-Buchholz|Annaberg]], [[Buchholz (Annaberg-Buchholz)|Buchholz]], [[Schneeberg (Erzgebirge)|Schneeberg]] oder [[Marienberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Drittes Berggeschrey ==&lt;br /&gt;
[[Datei:MarktplatzJGStadt.jpg|mini|Teile der Altstadt von Johanngeorgenstadt wurden ab 1953 aufgrund von Bodensenkungen abgerissen und aufgeforstet]]&lt;br /&gt;
Beide Seiten des Erzgebirges (also auch jene Teile, die heute in der [[Tschechien|tschechischen Republik]] liegen) waren wichtig in der Geschichte der Entdeckung der [[Radioaktivität]]. So ist die [[Typlokalität]] des noch heute wichtigen Uranerzes [[Pechblende]] im Erzgebirge gelegen. Auch der Name stammt aus der Sprache der [[Bergmann|Bergleute]] im Erzgebirge und deutet auf die vermeintliche Wertlosigkeit dieses [[Mineral]]s hin. Erst im [[18. Jahrhundert]] gelang es [[Martin Heinrich Klaproth]] das [[Metalle|Metall]] aus dem Erz zu gewinnen – er nannte es zu Ehren des kürzlich entdecken [[Uranus (Planet)|Planeten]] „[[Uran]]“. Bis ins späte 19. Jahrhundert hielten sich jedoch die Anwendungen dieses [[Schwermetalle|Schwermetalls]] sehr in Grenzen. Mit Entdeckung der Radioaktivität gewann Uran plötzlich wissenschaftliche Anwendungen und eine Zeitlang auch sein Zerfallsprodukt, das [[Radium]]. Noch in den 1920er Jahren wurde bei der Gewinnung von Radium tonnenweise Uran auf [[Halde]]n geworfen, um an das begehrte radioaktive [[Erdalkalimetalle|Erdalkalimetall]] zu gelangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast achthundert Jahre nach dem ersten Berggeschrey brach in den [[Nachkriegszeit nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland|Nachkriegsjahren]] ab 1946 mit dem Uranabbau der [[Wismut (Unternehmen)|SDAG Wismut]] noch einmal Goldgräberstimmung im Erzgebirge aus. Infolge des rasanten und rücksichtslosen Aufschwungs stieg die Einwohnerzahl in einigen Orten, wie beispielsweise [[Johanngeorgenstadt#Entwicklung der Bevölkerungszahlen|Johanngeorgenstadt]], erneut stark an. Vor allem in der Anfangszeit des Wismut-Bergbaus entstanden erhebliche Belastungen für die Umwelt, historische Ortskerne und Infrastruktur (z.&amp;amp;nbsp;B. Kurhaus und Anlagen des ehemals international sehr bekannten [[Bad Schlema|Radiumbades Schlema]]) wurden zerstört. Die Wismut-[[Bergarbeiter|Kumpel]] waren in hohem Maße schlechten Arbeitsbedingungen, Strahlenbelastungen und Giftstoffen ausgesetzt, was schwerwiegende gesundheitliche Folgen nach sich zog. Insbesondere in der Anfangsphase war die [[Bewetterung]] unzureichend, sodass sich [[Radon]] lokal anreichern konnte, was zusammen mit [[Staublunge]] und dem verbreiteten Rauchen von Zigaretten zu erhöhten Inzidenzen von Lungenkrebs führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer [[Silber]] und [[Uran]] wurde im Erzgebirge auch [[Zinn]], [[Eisen]], [[Kupfer]], [[Arsen]], [[Blei]], [[Cobalt|Kobalt]], [[Nickel]], [[Bismut|Wismut]], [[Wolfram]] und [[Zink]] abgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachwendezeit ==&lt;br /&gt;
Mit der politischen [[Wende (DDR)|Wende]] wurde nach 1990 der Bergbaubetrieb der SDAG Wismut komplett eingestellt. Damit fiel unvermittelt der größte Arbeitgeber und wichtigste Wirtschaftsfaktor der Region weg. Der Grubenbetrieb des [[Kalkwerk Lengefeld|Kalkwerkes im gleichnamigen Lengefelder Ortsteil Kalkwerk]] war das letzte mit [[Schachtförderung]] arbeitende [[Bergwerk]] Sachsens bzw. der deutschen Seite des Erzgebirges. Die gesamte [[Montanregion Erzgebirge]] mit ihren oberirdischen Bergbauzeugnissen, [[Schaubergwerk]]en, Technischen Denkmälern, [[Bergbaulehrpfad]]en und den Traditionen der Einheimischen sind Zeugnisse dieser drei prägenden Epochen des Erzbergbaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit etwa 2010 wird der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Berggeschrey&amp;#039;&amp;#039; für Pläne verwendet, im Erzgebirge wieder Erze zu fördern. Die Entwicklung der Rohstoffpreise macht manche [[Bergwerk|Grube]] wieder rentabel – möglicherweise rechtzeitig, um an die Erfahrungen der Träger der Bergbautradition anzuknüpfen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ralf Hübner |url=https://www.sächsische.de/wieder-berggeschrey-im-erzgebirge-2700142.html |titel=Wieder „Berggeschrey“ im Erzgebirge |werk=sächsische.de |datum=2013-11-04 |abruf=2025-02-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=CVD |url=http://www.freiepresse.de/THEMEN/Berggeschrey-erfuellt-wieder-das-Erzgebirge-artikel1130761.php |titel=Berggeschrey erfüllt wieder das Erzgebirge |werk=freiepresse.de |datum=2007-12-03 |abruf=2025-02-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 2013 begann in der schon aus Wismut-Zeiten bekannten [[Grube Niederschlag]] der Abbau von [[Fluorit]] und [[Schwerspat]].&lt;br /&gt;
Seit 2019 gehört die [[Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří]] zum [[UNESCO-Welterbe]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.unesco.de/staette/montanregion-erzgebirgekrusnohori/ |titel=Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří |werk=unesco.de |sprache=de |abruf=2024-11-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Siegfried Sieber]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Zur Geschichte des erzgebirgischen Bergbaues&lt;br /&gt;
   |Verlag=Wilhelm-Knapp-Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Halle (Saale)&lt;br /&gt;
   |Datum=1954&lt;br /&gt;
   |ISBN=&lt;br /&gt;
   |Seiten=135}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Wladimir Reschetilowski&lt;br /&gt;
   |Titel=Das sächsische &amp;quot;Berggeschrey&amp;quot; geht um die Welt&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Nachrichten aus der Chemie&lt;br /&gt;
   |Band=71(9)&lt;br /&gt;
   |Datum=2023&lt;br /&gt;
   |Seiten=20-25&lt;br /&gt;
   |Sprache=de&lt;br /&gt;
   |Online=https://www.researchgate.net/publication/373572051_Das_sachsische_Berggeschrey_geht_um_die_Welt&lt;br /&gt;
   |Abruf=2024-11-30&lt;br /&gt;
   |DOI=10.1002/nadc.20234137547}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=7847403-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbau (Erzgebirge)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbaugeschichte (Deutschland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phzh</name></author>
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