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	<title>Bergflucht - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Derkoenig: lf</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bergflucht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Höhenflucht&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet die [[Migration (Soziologie)|Abwanderung]] der Bevölkerung aus [[Gebirge|Bergregionen]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen == &lt;br /&gt;
Bergflucht erfolgt meist in Zeiten wirtschaftlicher Umstrukturierung wie Modernisierung in der [[Landwirtschaft]], [[Industrialisierung]] und wirtschaftlicher [[Globalisierung]]. Die Ursache der Bergflucht ist hauptsächlich in der Benachteiligung der Berggebiete durch die ungünstigeren natürlichen Gegebenheiten (Klima, Entfernung zu den Zentren und den Hauptverbindungswegen etc.) zu sehen. Der technische Fortschritt (bessere Straßenverhältnisse, Eisenbahn, Tunnels) hat auch Dienstleistungsbetriebe entlang der Strecken von alten [[Gebirgspass|Gebirgsübergängen]] überflüssig gemacht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders junge Leute ziehen oft hinunter ins Tal oder in größere Städte wegen fehlender Arbeitsplätze sowie begrenzter Kultur- und Freizeitangebote in den Bergregionen. Das Resultat kann das Aussterben von Bergdörfern und ganzen Nebentälern sein, in der englischsprachigen Literatur &amp;#039;&amp;#039;mountain-blight&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;mountain bleaching&amp;#039;&amp;#039; („Ausbleichen der Berge“, in Bezug auf Karten der Bevölkerungsdichte) genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bergflucht und Landflucht ==&lt;br /&gt;
Dem Phänomen Bergflucht vergleichbar ist die in wirtschaftlich schwachen Weltgegenden primär als Landflucht ([[Urbanisierung]]) auftretende Abwanderung der Landbevölkerung in urbane Räume. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Situation in den Alpenländern ===&lt;br /&gt;
In den [[Alpenland|Alpenländern]] erfolgt die Abwanderung in die Gunsträume innerhalb der Gebirgsregionen. Sie führt zusammen mit der [[Stadtflucht]] des späten 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts zu einer Konzentration in die suburbanen Siedlungsräume am Alpenrand und den guterschlossenen Großtälern, die die klimatische und infrastrukturelle Begünstigung der Niederungen mit den Vorteilen des Landlebens vereinen. Die Bergflucht erfasst hier hauptsächlich die Seitentäler und die Höhenlagen sowie die Regionen abseits der großen Verkehrswege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier zeigt sich der [[Tourismus]] als kräftiger Wirtschaftsmotor. Als beteiligt erweist sich aber auch die traditionell [[Kleinbetrieb|klein-]] und [[mittelbetrieb]]lich orientierte Wirtschaftsstruktur der Länder wie Österreich und der Schweiz. Wo bevorzugt auf dem Sektor der [[Produktveredelung]] und dem [[Tertiärsektor]] gewirtschaftet wird, ist ökonomische Weiterentwicklung weniger auf Ansiedlung in den gewerblichen Ballungszentren angewiesen, sondern auf verkehrstechnische Anbindung. Dort ist die Bergflucht deutlich schwächer (wie etwa in der [[Salzkammergut|Traun]]-[[Land Salzburg|Salzach]]-[[Unterinntal|Inn]]-Region, dem Hinterland des [[Alpenvorland]]s), als in noch primär landwirtschaftlich-kleingewerblich geprägten Regionen oder den auf Bergbau und folgender Schwerindustrie konzentrierten Gebieten (etwa der [[Mur-Mürz-Region]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In weiten Bereichen der [[Ostalpen]] hat sich&amp;amp;nbsp;– wenn auch nicht flächendeckend&amp;amp;nbsp;– der Trend der Bergflucht umgekehrt und Bevölkerung wie auch Wirtschaftskraft nimmt dort wieder zu. In den meisten anderen Bergregionen Europas (und noch viel mehr in den Ländern der Dritten Welt) ist das nicht so.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Alpen#Besiedlung und Verkehr}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gegenmaßnahmen ==&lt;br /&gt;
Als Gegenmittel werden staatliche Förderungen mit wirtschaftlichen Subventionen an [[Bergbauer]]n und Unternehmen sowie Solidaritätszahlungen an [[Verwaltungseinheit]]en (siehe zum Beispiel das [[Investitionshilfegesetz|Schweizer Investitionshilfegesetz]]) eingesetzt. In diesem Kontext steht aber die durchaus auch negativ bewertete Rolle des Bauern als „Pfleger der Kulturlandschaft“ im Sinne eines Dienstleisters einer urbanen [[Freizeitgesellschaft]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In manchen Fällen kann die Reduktion der traditionellen Wirtschaftszweige durch die Entwicklung des Tourismus kompensiert werden. Dazu gehört die moderne Profilierung von Tourismus als &amp;#039;&amp;#039;[[Urlaub am Bauernhof]]&amp;#039;&amp;#039; oder als &amp;#039;&amp;#039;[[sanfter Tourismus]]&amp;#039;&amp;#039; im Gegensatz zum Massentourismus, Eventtourismus statt stehender Infrastruktur, die Verlagerung vom Individualtourismus zu einem Seminartourismus der gewerblichen und privaten Weiterbildung, wie auch die &amp;#039;&amp;#039;[[Wellness]]&amp;#039;&amp;#039;-Bewegung, die jeweils einen von Bergflucht betroffenen Standort zur bevorzugten Destination umbilden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Gegentrend ist die [[Ökologiebewegung]], die neben dem Tourismus auch die Land- und Forstwirtschaft erfasst. Sie lässt gerade die Produkte aus wirtschaftlich schlecht erschlossenen Räumen zu einer wertvollen Ressource werden, die den Rückgriff auf typisch alpine Wirtschaftsmethoden (extensive [[Almwirtschaft]], [[Heu]]fütterung, [[Freilandhaltung]], Produktion von Saisonfrüchten, agrarischem [[Landwirtschaftliche Direktvermarktung|Direktvermarktung]] usw.) erlaubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kalte Betten]], zur Zweitwohnsitzproblematik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Werner Bätzing]]: &amp;#039;&amp;#039;Die aktuellen Veränderungen von Umwelt, Wirtschaft, Gesellschaft und Bevölkerung in den Alpen.&amp;#039;&amp;#039; Im Auftrag des Umweltbundesamtes, gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Berlin 2002 ([http://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/publikation/long/2150.pdf Webdokument], PDF; 4,7&amp;amp;nbsp;MB, auf Mediendatenbank, umweltbundesamt.de)&lt;br /&gt;
* Monika M. Böck-King: &amp;#039;&amp;#039;Bergflucht in Vorarlberg&amp;#039;&amp;#039;. Dissertation, Universität Innsbruck, 1983.&lt;br /&gt;
* Elisabeth Lichtenberger: &amp;#039;&amp;#039;Die Sukzession von der Agrar- zur Freizeitgesellschaft in den Hochgebirgen Europas.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Innsbrucker Geographische Studien&amp;#039;&amp;#039; 5, Innsbruck 1979, S.&amp;amp;nbsp;401–436 ([http://www.oeaw.ac.at/mitglieder/lichtenberger/pdf/Nr65.pdf Webdokument], PDF)&lt;br /&gt;
* Harald Uhlig, Hermann Kreutzmann: &amp;#039;&amp;#039;Persistence and Change in High Mountain Agricultural Systems&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Mountain Research and Development&amp;#039;&amp;#039; 15, 3/1995, S.&amp;amp;nbsp;199–212.&lt;br /&gt;
* Alfred Wilhelmer: &amp;#039;&amp;#039;Bergflucht in Osttirol&amp;#039;&amp;#039;. Dissertation, Universität Innsbruck, 1984.&lt;br /&gt;
* [[Elisabeth Lichtenberger]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://homepage.univie.ac.at/elisabeth.lichtenberger/assets/pdf/Bergbauernproblem.pdf Das Bergbauernproblem in den österreichischen Alpen. Perioden und Typen der Entsiedlung]&amp;#039;&amp;#039; In: Erdkunde, Band 19, 1965.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Migration]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialer Wandel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtplanung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauleitplanung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Alpen]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Aufgrund des Fokus auf diesen Bereich--&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Derkoenig</name></author>
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