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	<title>Bergell - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Tal Bergell, gelegen zwischen Maloja (Schweiz) und Chiavenna (Italien). Für weitere Bedeutungen siehe [[Bergell (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;{{Infobox Tal&lt;br /&gt;
|NAME               =&lt;br /&gt;
|BILD               =  Val Bregaglia.jpg&lt;br /&gt;
|BILDBESCHREIBUNG   = Blick ins Bergell vom Malojapass aus&lt;br /&gt;
|LAGE               = [[Kanton Graubünden|Graubünden]], [[Schweiz]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[Lombardei]], [[Italien]]&lt;br /&gt;
|GEBIRGE            = [[Bernina-Alpen#Südliches Bergell – Monte Disgrazia|Bergeller Alpen]], [[Rätische Alpen]]&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD        = 46/20//N&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD         = 9/32//E&lt;br /&gt;
|REGION-ISO         = CH-GR&lt;br /&gt;
|TOPO-KARTE         = &lt;br /&gt;
|KARTE              = &lt;br /&gt;
|POSKARTE           = &lt;br /&gt;
|TYP                = &lt;br /&gt;
|GESTEIN            = &lt;br /&gt;
|HÖHE               = 1812&lt;br /&gt;
|HÖHE_VON           = 333&lt;br /&gt;
|HÖHE-BEZUG         = &lt;br /&gt;
|LÄNGE              = &lt;br /&gt;
|GEWÄSSER           = [[Mera]]&lt;br /&gt;
|KLIMA              = &lt;br /&gt;
|FLORA              = &lt;br /&gt;
|NUTZUNG            = &lt;br /&gt;
|BESONDERHEITEN     = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bergell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (im Bergeller Dialekt &amp;#039;&amp;#039;Bargaia,&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;RätNB&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Rätisches Namenbuch]].&amp;#039;&amp;#039; Begründet von Robert von Planta. Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Etymologien,&amp;#039;&amp;#039; bearbeitet und herausgegeben von [[Andrea Schorta]]. Francke, Bern 1964, S.&amp;amp;nbsp;633.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;GrMonatsbl&amp;quot;&amp;gt;P.&amp;amp;nbsp;N. von Salis: &amp;#039;&amp;#039;Woher stammen die Namen Prättigau und Bergell.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bündnerisches Monatsblatt&amp;#039;&amp;#039; 3, 1920, S.&amp;amp;nbsp;83&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Italienische Sprache|italienisch]] &amp;#039;&amp;#039;Val Bregaglia,&amp;#039;&amp;#039; {{rmS|{{Audio|Roh-putèr-Val Bregaglia.ogg|&amp;#039;&amp;#039;Val Bregaglia&amp;#039;&amp;#039;}}}}) ist das Tal der oberen [[Mera]] (im Bergeller Dialekt &amp;#039;&amp;#039;Maira&amp;#039;&amp;#039;) zwischen dem [[Malojapass]] ({{Höhe|1812|CH|link=true}}) und [[Chiavenna]] (333&amp;amp;nbsp;m).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der obere und grössere Teil des Tals bildet die Gemeinde [[Bregaglia]] und liegt im [[Schweiz]]er Kanton [[Kanton Graubünden|Graubünden]], der untere Teil besteht aus den Gemeinden [[Villa di Chiavenna]] und [[Piuro]] und gehört zur italienischen [[Provinz Sondrio]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Val Bregaglia Tafel.jpg|mini|hochkant|Wegweiser der Via Bregaglia]]&lt;br /&gt;
Teilweise wird auch nur der schweizerische Teil des Tals als Bergell bezeichnet und der italienische Teil zum [[Chiavenna#Valchiavenna|Val Chiavenna]] gezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Tal fällt in drei Stufen vom Malojapass ab: zunächst auf die Ebene von [[Casaccia]], die gleichzeitig den Zugang zum [[Septimerpass]] vermittelt, dann in den Talgrund von [[Vicosoprano]] und [[Stampa]]. Die burgbewehrte Talenge [[Porta GR|Porta]] unterhalb von Stampa trennt das Tal in die beiden Abschnitte [[#Dörfer und ehemalige Gemeinden im Bergell|Sopraporta]] und [[#Dörfer und ehemalige Gemeinden im Bergell|Sottoporta]]. Auf einer Terrasse nördlich des &amp;#039;&amp;#039;Sottoporta&amp;#039;&amp;#039; liegt das Dorf [[Soglio GR|Soglio]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der obere Abschnitt, das &amp;#039;&amp;#039;Sopraporta&amp;#039;&amp;#039;, ist noch alpin geprägt mit [[Lärchen]]. Das &amp;#039;&amp;#039;Sottoporta&amp;#039;&amp;#039; zählt bereits zur [[Insubrische Zone|insubrischen Zone]]; hier findet man bereits [[Edelkastanie|Kastanienwälder]] und [[Selve (Obstbau)|Selven]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.woz.ch/!XN1DCP74AZ38 |titel=In den Kastanienselven des Bergells: Wie Goldstücke im geschnittenen Gras |datum=2016-11-02 |sprache=de |abruf=2024-05-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie vereinzelt schon [[Palmengewächse|Palmen]]. Im italienischen Teil des Bergell finden sich auch bereits Rebpflanzungen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ilgiorno.it/sondrio/cronaca/a-piuro-via-ai-boschi-selvaggi-nati-sui-terrazzi-abbandonati-per-creare-il-parco-dei-vigneti-356694d5 |titel=A Piuro via ai boschi selvaggi nati sui terrazzi abbandonati per creare il &amp;quot;Parco dei vigneti&amp;quot; |werk=IL GIORNO, quotidiano di Milano e della Lombardia. |hrsg=MONRIF S.p.A. |datum=2021-05-18 |sprache=it |abruf=2024-05-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.infopiuro.it/it/enogastronomia-e-ospitalita/sapori/vigneti-e-luppolo |titel=Vigneti e luppolo - InfoPiuro |abruf=2024-05-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Hopfen&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bergell ist tief eingeschnitten zwischen den Bergeller Alpen im Süden und den [[Rätische Alpen|Rätischen Alpen]] im Norden. Schaustück sind die Bergeller Alpen und dort insbesondere die [[Dreitausender]] über dem Val Bondasca ([[Piz Badile]], [[Piz Cengalo]], Gemelli und [[Sciora]]), sowie die weiter östlich sich erhebende Gruppe des [[Piz Bacun]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Seitentäler münden aus den Bergeller Alpen von Süden her ins Bergell: [[Val Forno]], [[Val da l’Albigna]] und [[Val Bondasca]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dörfer und ehemalige Gemeinden im Bergell ===&lt;br /&gt;
Obporta (Sopraporta):&lt;br /&gt;
* [[Casaccia]]&lt;br /&gt;
* [[Vicosoprano]]&lt;br /&gt;
* [[Stampa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterporta (Sottoporta):&lt;br /&gt;
* [[Bondo GR|Bondo]] mit [[Promontogno]] und Castelmur&lt;br /&gt;
* [[Castasegna]]&lt;br /&gt;
* [[Soglio GR|Soglio]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Italien:&lt;br /&gt;
* [[Villa di Chiavenna]]&lt;br /&gt;
* [[Piuro]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Energieversorgung ==&lt;br /&gt;
Im Albignatal wird mittels der in den Jahren 1955–1959 errichteten [[Staumauer]] der seitherige [[Albignasee]] (Lägh da l’Albigna) gestaut&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ewz.ch/de/ueber-ewz/standorte-fuehrungen/kraftwerk-albigna.html |titel=Albigna Staumauer &amp;amp; Stausee {{!}} Besichtigung mit Seilbahn |sprache=de |abruf=2024-05-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, der unter Ausnutzung der zweiten Talstufe der Stromerzeugung dient. Die Konzession besitzt das [[Elektrizitätswerk der Stadt Zürich]] (EWZ), Betreiber der [[Kraftwerk Löbbia|Kraftwerke Löbbia]], [[Kraftwerk Bondo|Bondo]] und [[Kraftwerk Castasegna|Castasegna]]. Die Fernleitungen Castasegna–Vicosoprano und Vicosoprano–Tinizong möchte das EWZ von 220&amp;amp;nbsp;kV auf 380&amp;amp;nbsp;kV ausbauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dialekt ==&lt;br /&gt;
Der Bergeller Dialekt, das «Bargaiot», ist ein Dialekt des [[Lombardische Sprache|Lombardischen]], allerdings auf [[Bündnerromanisch|rätoromanischem]] [[Substrat (Linguistik)|Substrat]]. Innerhalb des Bergells haben die &amp;#039;&amp;#039;Sopraporta,&amp;#039;&amp;#039; die &amp;#039;&amp;#039;Sottoporta&amp;#039;&amp;#039; und der Ort Soglio je ihre eigene Untermundart. Der Wortschatz und die Volkskultur des Bergells werden im [[Vocabolario dei dialetti della Svizzera italiana]] dokumentiert.&lt;br /&gt;
[[Datei:Swisstopo Topographischer Atlas Maloja LT TA 520 1906 (cropped).tif|mini|In der Siegfriedkarte von 1906 verschwanden die italianisierten Flurnamen zugunsten des Bargaiot.]]&lt;br /&gt;
Dass man sich im 16. Jahrhundert für das [[Italienische Sprache|Italienisch]] als Amtssprache entschied, ist den oberitalienischen Glaubensflüchtlingen zuzuschreiben, die im Bergell die [[Reformation]] einführten und in italienischer Sprache predigten. Als Reformator des Bergells gilt insbesondere [[Pietro Paolo Vergerio]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Ausgabe des [[Topographischer Atlas der Schweiz|Topographischen Atlas der Schweiz]], der Siegfriedkarte, wurden 1876 die geografischen Namen des Bergells konsequent der italienischen Schriftsprache angepasst.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Bundesamt für Landestopografie swisstopo |url=https://www.swisstopohistoric.ch/de/text-und-ton/blog/karten-und-das-lsprachliche-schicksal-der-schweizr-101,1-166.html |titel=Karten und das «sprachliche Schicksal der Schweiz» |sprache=de |abruf=2024-12-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bergellerinnen und Bergeller empfanden die italianisierten Flurnamen als fremd. Sie beschwerten sich «über diese ‹falschen› Namen» und verlangten, dass stattdessen die Bargaiot-Bezeichnungen in die Karte aufgenommen würden. Die Bergeller ruhten nicht, «bis auf den fraglichen Siegfriedblättern die ursprünglichen einheimischen Ortsnamen wieder das Feld erobert hatten». Ab 1906 wurden die geographischen Namen des Bergells in der Karte so dargestellt, wie sie von der einheimischen Bevölkerung geschrieben wurden. So wurde z.&amp;amp;nbsp;B. aus Mongatto, Mungat oder aus Pralongo, Parlong.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bilder ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Soglio im bergell.jpg|Soglio&lt;br /&gt;
ETH-BIB-Val Bregaglia, Blick nach Osten auf Bernina-LBS H1-018022.tif|Val Bregaglia, historisches Luftbild von [[Werner Friedli (Fotograf)]] (1954)&lt;br /&gt;
Casaccia.jpg|Bei [[Casaccia]] in Richtung Italien&lt;br /&gt;
Bergell Promontogno.JPG|Bei Promontogno&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Name ===&lt;br /&gt;
Die früheste bekannte Nennung des Namens steckt in der Volksbezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Bergalai&amp;#039;&amp;#039; («die Bergeller») und datiert von 46 n.&amp;amp;nbsp;Chr.; frühe Nennungen des Tals sind &amp;#039;&amp;#039;Ministerium Bergalliae&amp;#039;&amp;#039; (960) und &amp;#039;&amp;#039;castellum ad Bergalliam&amp;#039;&amp;#039; (976), erstmals mit [[Metathese (Phonetik)|Metathese]] findet sich 1335 &amp;#039;&amp;#039;Bregallia,&amp;#039;&amp;#039; erstmals deutsch 1332 &amp;#039;&amp;#039;Valbergeller&amp;#039;&amp;#039; (Einwohnerbezeichnung). Die Form mit &amp;#039;&amp;#039;Bre-&amp;#039;&amp;#039; könnte auf einer Umdeutung zu &amp;#039;&amp;#039;Praegallia&amp;#039;&amp;#039; «Vorgallien» beruhen. Die eigentliche Herkunft des Namens ist allerdings unbekannt; [[Johann Ulrich Hubschmied]] erschloss für den ähnlich lautenden ligurischen Ortsnamen &amp;#039;&amp;#039;Bargaglia&amp;#039;&amp;#039; einen von gallisch &amp;#039;&amp;#039;*berga&amp;#039;&amp;#039; «Böschung, Abhang» abgeleiteten Typus &amp;#039;&amp;#039;*Bergalli&amp;#039;&amp;#039; «die Bergbewohner», wozu er auch den Stammesnamen &amp;#039;&amp;#039;Bergallei&amp;#039;&amp;#039; und den Talnamen &amp;#039;&amp;#039;Bergallia&amp;#039;&amp;#039; stellt, doch bleibt diese Deutung ganz hypothetisch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RätNB&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;GrMonatsbl&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vor- und Frühgeschichte ===&lt;br /&gt;
Im Bergell ist eine ur- und frühgeschichtliche Höhensiedlung nachgewiesen. Das Bergell kam bereits um 100 v.&amp;amp;nbsp;Chr. unter [[Römisches Reich|römische]] Herrschaft. Es war zunächst der Präfektur [[Como]] zugeteilt, nach 350 der Provinz [[Raetia prima|Raetia Prima]] eingegliedert. Im 4. Jahrhundert erfolgte die [[Christianisierung]] durch [[Gaudentius von Brescia|Gaudentius]], der im Bergell Schutz vor den [[Arianer]]n fand. Ihm wurde die [[Kirchenruine San Gaudenzio|Kirche San Gaudenzio]] oberhalb Casaccia geweiht. Ein spätrömischer Wachtturm und ein Merkuraltar befanden sich auf dem Crep da Caslacc oberhalb von Vicosoprano. Bei [[Burg Castelmur|Castelmur]] wurde eine römische Station namens &amp;#039;&amp;#039;Murus&amp;#039;&amp;#039; ausgegraben, zudem wurden Münzen, Strassenfragmente und eine Strassenrampe in Malögin am Weg über den Septimerpass entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
488 kam das Bergell unter [[Ostgotenreich|ostgotische]] Herrschaft, 568 unter jene der [[Langobarden]] und 803 zur Grafschaft Como. In der Zeit der [[Fränkische Reichsteilung|karolingischen Reichsteilung]] bildete das Bergell um 840 das [[Churrätien|churrätische]] Ministerium Bregallia, der [[Loverobach]] war die Südgrenze Churrätiens. 960 schenkte [[Otto I. (HRR)|König Otto&amp;amp;nbsp;I.]] das Bergell dem [[Bistum Chur|Bischof von Chur]], der dadurch die Kontrolle über den [[Septimerpass]] und den [[Julierpass]] gewann. Das Bergell war damals eine Talgemeinde mit weitgehenden Freiheitsrechten. Der Landesausbau war um 1100 bereits fortgeschritten. Von ökonomischer Bedeutung waren das Transportgewerbe und die Kastanienwirtschaft. Die Eröffnung der [[Gotthardpass|Gotthardroute]] beeinträchtigte das Transportgewerbe und bewirkte eine Verlagerung auf die Landwirtschaft. Die Hochebene um [[Maloja]], die Alpweiden im [[Avers GR|Avers]] und im [[Val Madris]] wurden erschlossen. Grundeigentümer waren die Ministerialenfamilien von [[Salis (Adelsgeschlecht)|Salis]], [[Planta (Adelsgeschlecht)|Planta]], Prevost, Castelmur, Stampa und der Bischof von Chur. Die Befestigung Castelmur war gegen Como errichtet worden, das um 1219 die Unterporta besetzt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1367 schloss sich das Bergell als [[Hochgericht (Graubünden)|Hochgericht]] dem [[Gotteshausbund]] an. Der Bischof von Chur behielt den Zoll und die Heersteuer und wählte den [[Podestà]], den Statthalter, aus einem Dreiervorschlag. 1387 liess er eine gepflästerte&amp;lt;!--sic, schweizbezogen--&amp;gt; Strasse von [[Tinizong]] über den Septimerpass nach [[Plurs]] errichten. 1474 erhielt Unterporta ein eigenes Bussengericht, 1489 ein beschränktes Zivilgericht. In Obporta, dem oberen Teil, bildeten sich die vier Squadren San Cassiano, Piazza/Vicosoprano, Coltura und Borgonovo sowie die halbautonome Settima Casaccia. In Unterporta, dem unteren Teil, gab es die &amp;#039;&amp;#039;Terzieri&amp;#039;&amp;#039; Castasegna, Soglio und Bondo. Von 1496 an wurde der Podestà von je acht Wahlmännern und einem Amtsnotar aus Unter- und Obporta gewählt. Das gesamte Tal war einem einzigen, vom Churer Bischof gewählten Pfarrer unterstellt, der in der Hauptkirche [[Nossa Donna Castelmur]] in der [[Burg Castelmur]] residierte. Um 1520 gab es im Tal neun Priester, jeder von ihnen wurde von einem Kaplan unterstützt, der sich um die Gemeinde kümmerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuzeit ===&lt;br /&gt;
1524 schlossen sich die drei Bünde zum Freistaat zusammen, und das Bergell wurde 1526 von allen bischöflichen Feudalrechten befreit. 1535 regelte eine Ordnung das Gerichtswesen neu: Das Kriminalgericht für das ganze Tal tagte nun in Vicosoprano, das Zivilgericht für Unterporta in Soglio. Der Bischof von Chur verlor durch die Einführung der Reformation in der Obporta ab 1532 auch seine kirchlichen Rechte.&amp;lt;ref&amp;gt;Berthold W. Haerter: &amp;#039;&amp;#039;Auf den Spuren der Reformation durchs Bergell im Zusammenhang mit dem Reformationsjubiläum und Möglichkeiten zum Gemeindeaufbau.&amp;#039;&amp;#039; (PDF)&amp;lt;/ref&amp;gt; Italienische «Ketzer», die der [[Inquisition]] entkommen waren, brachten reformatorische Gedanken ins Tal. Der erste Reformator im Bergell war [[Bartolomeo Maturo]], ehemaliger [[Prior]] des [[Dominikaner]]klosters von [[Cremona]]. Seine Arbeit hatte noch nicht durchschlagenden Erfolg. 1546 wurde das Italienische zur Amtssprache erhoben, was die politische Selbstständigkeit förderte. 1550 wurde der ehemalige katholische Bischof von [[Koper]] [[Pier Paolo Vergerio]] reformierter Pfarrer von Vicosoprano. Mit seinen Predigten förderte und festigte er den neuen, evangelischen Glauben bei den Talbewohnern.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv | url=http://www.bregaglia.ch/de/kultur-kunst-natur/sehenswuerdigkeiten/kirchen-des-bergells | wayback=20160516075056 | text=Website bregaglia mit Site Kirchen des Bergells}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er zog bereits 1553 nach [[Tübingen]] weiter, um beim Herzog von [[Württemberg]] als Diplomat ein grösseres Tätigkeitsgebiet zu übernehmen. 1552 wurde auch im unteren Bergell die Reformation eingeführt, auch hier hatten evangelische Glaubensflüchtlinge aus Italien, die ihr Land verlassen mussten, massgeblich mitgewirkt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nzz.ch/article8BHAD-1.414561 &amp;#039;&amp;#039;450 Jahre Reformation im Bergell.&amp;#039;&amp;#039;] Artikel in der &amp;#039;&amp;#039;NZZ,&amp;#039;&amp;#039; 8. August 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.florio-soglio.ch/Riforma.pdf |wayback=20160107121317 |text=Simona Rauch: &amp;#039;&amp;#039;La Riforma in Bregaglia.&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2024-07-25 19:24:52 InternetArchiveBot }} Vicosoprano, 5. Oktober 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Edwin Welti: &amp;#039;&amp;#039;Kleine Geschichte der italienischen Reformation&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriften des Vereins für Reformationsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 193). Gütersloher Verlagshaus Gerd Mohn, Gütersloh 1985 (digitalisiert 2006 University of Michigan), ISBN 978-3-579-01663-4, S.&amp;amp;nbsp;91–134: &amp;#039;&amp;#039;Das Exil.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im unteren heute italienischen Bergell, von 1512 bis 1797 von den Bündnern besetzt und [[Untertanengebiet]], ereignete sich am 4. September 1618 ein schwerer [[Bergsturz]]. Vom [[Monte Conto]] lösten sich infolge von Unterhöhlungen durch [[Speckstein]]abbau grosse Felsmassen, die das Städtchen [[Piuro]] (Plurs), damals der wohlhabendste Ort Graubündens, samt dem bergseitig o[[Orographisch links und rechts|rographisch links]] der Mera liegenden Ortsteil Scilano (Schilan) begruben. Der Kommissar von Chiavenna, [[Fortunat Sprecher]], nennt in seinem zweiten Bericht an die Bündner Regierung in Chur 930 Opfer,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url= http://www.piuroitalosvizzera.net/htm/frana-rapporto%20-associazione-italo-svizzera-scavi-di-piuro.html|titel=Rapporto del 26 agosto 1618 (5 settembre) di Fortunat Sprecher al Governo di Coira (Rapport von Fortunat Sprecher für die Regierung in Chur) und Descrizione dell&amp;#039;evento del 1629 e 1691|autor=|hrsg=Associazione Italo-Svizzera per gli scavi di Piuro|sprache=italienisch|datum=|zugriff=2018-08-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sprechers Zeitgenosse, der Historiker Benedetto Parravicini, erhöhte die geschätzte Zahl um 300 auf 1200 insgesamt.&amp;lt;ref&amp;gt;Antonio Colombo: &amp;#039;&amp;#039;Piuro Sepolta.&amp;#039;&amp;#039; L’Ariete, Milano 1969. SBN=IT\ICCU\SBL\0367969&amp;lt;/ref&amp;gt; Plurs wurde nicht wieder aufgebaut. Das heutige Piuro ist ein Zusammenschluss verschiedener Gemeinden erst in jüngster Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenreformatorische Versuche der [[Dominikaner]] und [[Jesuiten]] unter dem Schutz der Familien Salis blieben erfolglos, ebenso solche der [[Kapuziner]] 1622 unter dem Schutz päpstlicher Truppen. Notzeiten erlebte die Talbevölkerung während der [[Bündner Wirren]], als es 1621 zu Verwüstungen durch spanische Truppen kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Verlust des [[Veltlin]]s, des [[Valchiavenna]] und des heute italienischen Teils des Val Bregaglia 1797, wurde der schweizerische Teil des Bergells für Graubünden zur Randregion und das Italienische zur Minderheitensprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1827/1828 wurde die Strasse über den [[Malojapass]] gebaut, was 1834–1840 zur Aufgabe des [[Saumpfad|Saumwegs]] über den Septimerpass führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ehemalige Hochgericht Bergell ist seit 1851 ein Kreis des Bezirks Maloja. 1803 zählte das Schweizer Bergell noch 2170 Einwohner, seither erlitt es eine starke Abwanderung, 1990 lebten noch 1434 Bewohner hier. Auch die prägende Berglandwirtschaft verlor an Bedeutung, Wasserkraftnutzung und Tourismus brachten Geld und neue Arbeitsplätze ins Bergtal.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HLS|8064|&amp;#039;&amp;#039;Bergell&amp;#039;&amp;#039;|Autor=Adolf Collenberg}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 2009 bestand das Schweizer Bergell aus den Gemeinden [[Bondo GR|Bondo]], [[Castasegna]], [[Soglio GR|Soglio]], [[Stampa]] und [[Vicosoprano]], die dann zur Gemeinde [[Bregaglia]] fusionierten. Der Bregaglia zugehörige [[Kreis Bergell]], dessen einzige Gemeinde sie war, wurde 2015 aufgelöst. Seit 2016 ist das Bergell Teil der [[Region Maloja]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23. August 2017 kam es in der Val [[Bondasca]], einem Seitental, ausgehend vom [[Piz Cengalo]] zu dem [[Bergsturz von Bondo]], dem seit Jahrzehnten schwersten [[Bergsturz]] in Graubünden, der unter Bergwanderern acht Menschenleben forderte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.srf.ch/news/schweiz/bergsturz-von-2017-gutachten-zu-bondo-behoerden-haetten-das-tal-sperren-muessen |titel=Bergsturz von 2017 - Gutachten zu Bondo: Behörden hätten das Tal sperren müssen |datum=2023-12-22 |sprache=de |abruf=2024-05-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kunst, Kultur und Tourismus ==&lt;br /&gt;
In der Nähe von Promontogno steht die Kirche [[Nossa Donna Castelmur]], in der die Barone von Castelmur begraben wurden. In der Kirche San Martino in Bondo sind Fresken aus dem 15. Jahrhundert zu sehen. In Castasegna, Vicosoprano und Soglio stehen weitere reformierte Kirchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bergell ist berühmt geworden durch den italienischen Maler [[Giovanni Segantini]], die Künstlerfamilie [[Giacometti]] aus Stampa sowie den Maler [[Willy Guggenheim|Varlin]], welcher in Bondo lebte. In den Kirchen von Borgonovo und Coltura befinden sich Werke des Künstlers [[Augusto Giacometti]].&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv | url=http://www.bregaglia.ch/de/kultur-kunst-natur/sehenswuerdigkeiten/kirchen-des-bergells | wayback=20160516075056 | text=Website bregaglia mit den Kirchen des Bergells}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die Künstlerin [[Elvezia Michel-Baldini]] wirkte im Bergell. Der Dichter [[Rainer Maria Rilke]] lebte unter anderem in Soglio.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Palazzo Castelmur]] ist eines der Wahrzeichen des Bergells. Das Gebäude geht auf den Baron [[Giovanni von Castelmur]] zurück, der einer der ältesten Familien des Bergells entstammt, sein Geld aber als Kaufmann in Frankreich und seinen Adelstitel vermutlich ebenfalls dort käuflich erworben hat.&amp;lt;ref&amp;gt; [http://bergell-blog.ch/kultur/kultur-institutionen/ Website des BERGELL-BLOG] (Private Seite).&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute gehört der Palazo der Gemeinde [[Stampa]] und ist als Museum öffentlich zugänglich. Im obersten Stockwerk befindet sich eine Ausstellung über die Geschichte der [[Engadiner Zuckerbäcker|Zuckerbäcker]]-Migration aus dem Bergell und dem Engadin, beispielsweise wurde das berühmte Café Josty in Berlin (das man aus Erich Kästners Emil und die Detektive kennt) von Migranten aus Sils Maria gegründet. Ebenfalls untergebracht ist im Palazzo das Historische Archiv des Bergells, das von der Società culturale di Bregaglia gepflegt wird und auch online zur Verfügung steht: Viele Fotografien sind digitalisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Bregaglia-Quartett]] wurde 2004 anlässlich der &amp;#039;&amp;#039;Musiktage Bergell&amp;#039;&amp;#039; (ital. &amp;#039;&amp;#039;Incontro musicale Bregaglia&amp;#039;&amp;#039;) in Vicosoprano, unter der künstlerischen Leitung Christian Sikorskis von der Musikhochschule Stuttgart, gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Bergell führen markierte Wander- und Bergwege, unter anderem der Fernwanderweg [[Via Bregaglia]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.graubuenden.ch/wandern-schweiz/wanderungen.html |wayback=20130206033506 |text=Wanderungen im Bergell |archiv-bot=2022-10-10 03:14:36 InternetArchiveBot }} (in der Liste der Regionen &amp;#039;&amp;#039;Bregaglia Engadin&amp;#039;&amp;#039; auswählen)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die südlich des Bergells liegende Bergkette ist vor allem auch bei [[Klettern|Kletterern]] beliebt, mit der &amp;#039;&amp;#039;[[Fiamma]]&amp;#039;&amp;#039; als Wahrzeichen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.graubuenden.ch/klettern-bergsteigen-schweiz/klettern/bergell-spazzacaldeira-mit-fiamma.html Klettern in der Schweiz: Bergell, Fiamma, Graubünden]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Ereignisse und Themen aus dem Bergell berichtet die Radiosendung &amp;#039;&amp;#039;[[Voci del Grigione italiano]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ursula Bauer]], [[Jürg Frischknecht]]: &amp;#039;&amp;#039;Grenzland Bergell.&amp;#039;&amp;#039; Rotpunkt Verlag, Zürich 2003, ISBN 3-85869-267-0.&lt;br /&gt;
* {{HLS|8064|&amp;#039;&amp;#039;Bergell&amp;#039;&amp;#039;|Autor=Adolf Collenberg}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Themenschwerpunkt Bergell.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Berge. Das internationale Magazin der Bergwelt.&amp;#039;&amp;#039; Ausgabe Nr. 29, April 1988, {{ISSN|0947-5958}}.&lt;br /&gt;
* Walter Hunkeler: &amp;#039;&amp;#039;Warum der Piz Badile so jung ist. Eine vorsichtige Annäherung an die Geologie des Bergells.&amp;#039;&amp;#039; Stampa 2022.&lt;br /&gt;
* Renato Stampa: &amp;#039;&amp;#039;Storia della Bregaglia.&amp;#039;&amp;#039; Tipografia Menghini, Poschiavo (1991).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zum Dialekt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Luigi Giacometti: &amp;#039;&amp;#039;Dizionario del dialetto bregagliotto. Variante di Sopraporta. Traduzioni in italiano, romancio, tedesco.&amp;#039;&amp;#039; Edizioni Casagrande, Bellinzona 2012.&lt;br /&gt;
* Marco Ranzoni (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Repertorio del dialetto bregagliotto a partire dai termini in italiano e in tedesco.&amp;#039;&amp;#039; Edizioni Casagrande, Bellinzona 2015.&lt;br /&gt;
* Sascha Rinaldi: &amp;#039;&amp;#039;Das Bergell – Tal des Übergangs. Die Stellung der Bergeller Mundart unter besonderer Berücksichtigung der Intonation (Tonhöhenverlauf); mit einer  geographisch-hististorischen Einleitung&amp;#039;&amp;#039; (= Romania Helvetica, Bd. 100). Francke, Bern 1985, ISBN 3-7720-1600-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Val Bregaglia|Bergell|audio=1|video=1}}&lt;br /&gt;
* [https://www.bregaglia.ch/de Website Bregaglia]&lt;br /&gt;
* [https://lanostrastoria.ch/entries/D5lApbxzXQ0 Ritratto della Val Bregaglia nel 1972] (italienisch) auf lanostrastoria.ch/entries/&lt;br /&gt;
* {{ethorama|7501kKsjOlQ944WiGvf2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4005627-2|VIAF=235453170}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergell| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tal in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tal im Kanton Graubünden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landschaft im Kanton Graubünden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bernina-Alpen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Plutowiki</name></author>
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