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	<title>Bergehalde - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T23:41:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bergehalde&amp;diff=230997&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Drucker03: Abschnittlink korrigiert</title>
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		<updated>2025-11-27T21:29:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abschnittlink korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Heringen - Monte Kali.jpg|mini|[[Heringen (Werra)|Heringen]] – [[Monte Kali (Heringen)|Monte Kali]], im Hintergrund die Halde bei [[Philippsthal (Werra)|Philippsthal]] im Juni 2009]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bergehalde Zeche Gotthelf.jpg|mini|Bergehalde der [[Zeche Glückauf-Tiefbau]] in [[Dortmund]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwarzer berg.jpg|mini|[[Schwarzer Berg (Eschweiler)|Schwarzer Berg]] bei [[Eschweiler]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bergehalden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind üblicherweise [[Halde]]n aus dem [[Tiefbau (Bergbau)|Tiefbau]] des [[Bergbau]]s, insbesondere aus dem [[Steinkohlenbergbau]]. Diese menschengemachten [[Hügel]] bzw. „Berge“ prägen weithin sichtbar das Landschaftsbild in den Steinkohlerevieren, vor allem im [[Ruhrgebiet]], im [[Aachener Revier]] und im [[Saarrevier]], aber auch in den Kohlerevieren Nordfrankreichs, Belgiens und Englands. Der Wortteil „[[Bergematerial|Berge]]“ ist hier aber nicht als Plural von „Berg“ im [[Gelände|topographischen]] Sinne zu verstehen, sondern ist der [[Bergmannssprache|bergmännische Ausdruck]] für „[[taubes Gestein]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Beim Abbau von [[Steinkohle]] fällt unvermeidbar taubes, d.&amp;amp;nbsp;h. nicht kohleführendes Nebengestein ([[Abraum (Bergbau)|Abraum]]) an. Früher versuchte man, diese sogenannten [[Bergematerial|Berge]] vor Ort möglichst aus der Förderung herauszuhalten; so blieb der Bergeanteil der Förderung gering. Durch die Mechanisierung des Steinkohlenabbaus stieg der Bergeanfall jedoch drastisch an. Die Verlagerung des [[Abbau (Bergbau)|Abbaus]] in [[Teufe]]n von bis zu 1500&amp;amp;nbsp;m erhöhte den Bergeanfall weiter, da zur Beherrschung des [[Gebirgsdruck]]s größere Streckenquerschnitte mit mehr Gesteinsausbruch erforderlich sind. Er erreichte in den 1980er Jahren schließlich einen Spitzenwert von 47–48 % an der Gesamtförderung und blieb bis heute etwa konstant. Stabil ist seit Jahren die Aufteilung bei der Verwendung des Bergematerials: 4 % werden als [[Versatzberge|Versatz]] unter Tage wieder eingebaut. 24 % können als Fremdabsatz genutzt werden, insbesondere als [[Baumaterial]]. Die restlichen 72 % sind unbrauchbar und werden aufgehaldet. Im Laufe der Bergbaugeschichte sind auf diese Weise im Ruhrgebiet z. B. rund 170 Halden als künstliche [[Hügel]] und Berge von teilweise über 100&amp;amp;nbsp;m Höhe entstanden, von denen viele aber aufgrund ihrer ungeeigneten Schüttung und Gestaltung wieder abgetragen wurden. Ende der 1990er Jahre wurden von der [[Ruhrkohle AG]] 19 große Bergehalden betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung der Bergehalden ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schurenbachhalde Plan.JPG|mini|[[Schurenbachhalde]] in Essen: Lageplan mit Verlauf des Höhenprofils]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schurenbachhalde Schnitt.JPG|mini|[[Schurenbachhalde]] in Essen: Höhenprofil; links: Fußpunkt im Westen bei der Nordsternstraße]]&lt;br /&gt;
In den Anfängen des [[Steinkohlenbergbau]]s wurde das anfallende Bergematerial möglichst unauffällig in die nähere Umgebung verbracht. Typisch für diese Zeit sind „Hangböschungshalden“, die dadurch entstanden, dass das Bergematerial an einen Hang gestürzt wurde. Diese kleinen [[Halde]]n sind heute so gut in die Landschaft integriert, dass sie nur noch schwer zu erkennen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haldentypen  {{Anker|Spitzkegelhalde}} ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Spitzkegelhalde Volkstedt.jpg|mini|links|Spitzkegelhalde nach Abbau von [[Kupferschiefer]], eine der &amp;#039;&amp;#039;[[Pyramiden des Mansfelder Landes]]&amp;#039;&amp;#039; (Foto: Volker Herrmann)]]&lt;br /&gt;
Die anwachsende Menge von Bergematerial machte es notwendig, auf einer möglichst kleinen Fläche viel aufzuschütten. Durch den Transport über Förderbänder entstanden die sogenannten „Spitzkegelhalden“. Diese erste Generation von Bergehalden bestand in der Regel aus mehreren sich überschneidenden [[Kegel (Geometrie)|Kegeln]] mit durchschnittlich 19&amp;amp;nbsp;m Höhe. Aufgrund ihrer lockeren Schüttung und des damit verbundenen ungehinderten [[Sauerstoff]]eintrags neigten diese Halden zur [[Selbstentzündung]]. An vielen Standorten kam es dadurch zu [[Kohlebrand|Haldenbränden]], die nur mit großem Aufwand nach mehreren Monaten gelöscht werden konnten. Zwar fand das ausgebrannte, rot verfärbte Bergematerial als Baustoff Verwendung, doch war die Umweltgefährdung durch Haldenbrände so groß, dass bis Ende der 1960er Jahre die Spitzkegelhalden im Ruhrgebiet nahezu vollständig abgetragen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Probleme mit Rauchentwicklung, Standsicherheit und Schwierigkeiten bei der Begrünung von Spitzkegelhalden führten zu einer neuen Generation von Haldenkörpern: terrassierte &amp;#039;&amp;#039;Tafelberge&amp;#039;&amp;#039; mit strengen Linien und harten Konturen. Die Schütthöhe betrug in der Regel etwa doppelte Baumhöhe, d. h. etwa 40&amp;amp;nbsp;m; sie wurde in einigen Fällen jedoch deutlich übertroffen. Auch bei dieser Form sind [[Brennende Halde|brennende Halden]] bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Volker Mrasek]]: &amp;#039;&amp;#039;Die glühenden Berge der Kohlereviere&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Der Spiegel]], 22. März 2005 ([https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/glimmende-halden-die-gluehenden-berge-der-kohlereviere-a-347541.html online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Halde Oberscholven Geländemodell.jpg|mini|Tafelberghalde: 3D-Geländemodell der [[Halde Oberscholven]] (Erstellung: Rouven Meidlinger)]]&lt;br /&gt;
Je nach Form wird zwischen folgenden Haldentpyen unterschieden:&amp;lt;ref name = MIN&amp;gt;[https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Abraumhalde?lang=de &amp;#039;&amp;#039;Abraumhalde / Bergehalde&amp;#039;&amp;#039;] Mineralienatlas, Lexikon, aufgerufen am 10. November 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tafelberghalde&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: moderne Aufbereitungsvorgänge bedingten feinkönigeres Schüttgut, das sich zu Bergen anhäufen ließ, auf deren Spitze ein Plateau angelegt wurde. Die Tafelberghalde, mit ihren steilen Abhängen zeichnet sich in ihrer Umgebung deutlich ab.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spitzkegelhalden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kegelsturzhalden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, wurden angelegt, seit [[Schrägaufzug|Schrägaufzüge]] mit [[Fördergurt]]e zum Einsatz kamen. Sie benötigen eine kleinere Grundfläche, erheben sich aber, mit einem [[Böschung#Böschungsgeometrie|Böschungswinkel]] von bis zu 38 Grad, deutlich sichtbar in der Landschaft.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hangböschungshalden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; entstehen durch große Abraummengen sogenannter Gruben- bzw. Schachtberge. Dabei wird das Material hangabwärts abgeschüttet, wobei es immer weiter zur Talsohle hingeschoben wurde.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zungenhalde&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Die Ablagerungen wurden zungenförmig rund um das Ausgangsloch des [[Stollen (Bergbau)|Stollen]]-[[Mundloch]]s ausgebracht.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fischgrätenhalden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurden angelegt, als die technischen Möglichkeiten noch begrenzter waren. Ausgehend von einem wenige Meter hohen Hauptwall wurden dabei Seitenarme in sämtliche Richtungen aufgeschüttet, wobei mitunter Handkarren zum Einsatz kamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haldenproblematik ===&lt;br /&gt;
Proteste aus der Bevölkerung und den Kommunen gegen diese am [[Reißbrett]] entworfenen, hart-konturigen Gebilde, die störende Elemente in der [[Landschaft]] darstellten, führten dazu, dass die Richtlinien zur Anlage von Bergehalden in den 1980er Jahren geändert wurden. Sie legten fest, dass Bergehalden künftig als „Landschaftsbauwerke“ anzulegen seien, die alle räumlich strukturellen, [[Umweltschutz|ökologischen]], landschaftsgestalterischen und sicherheitstechnischen Anforderungen ganzheitlich berücksichtigen. Diese dritte Generation von Bergehalden zeichnet sich durch eine Grundfläche von mehr als 100 Hektar und eine Höhe von 50–100 Meter aus. Viele dieser Halden sind touristisch erschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Galerie einer Auswahl an Bergehalden ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Gelsenkirchen - Halde Oberscholven (Halde Rungenberg) 01 ies.jpg|Beispiel einer Tafelberghalde: Die [[Halde Oberscholven]], [[Gelsenkirchen]] mit [[Windkraftanlage]]n&amp;lt;br /&amp;gt;(Foto: Frank Vincentz)&lt;br /&gt;
 Hohe Linde 1.jpg|Spitzkegelhalde: Die [[Hohe Linde (Halde)|Hohe Linde]], bei [[Sangerhausen]] &amp;lt;br /&amp;gt;(Foto: Malte J. Krafft)&lt;br /&gt;
 Bottrop - Halde Haniel (Halde Beckstraße) 01 ies.jpg|[[Halde Haniel]], [[Bottrop]] (Foto: Frank Vincentz)&lt;br /&gt;
 KaliAbraumhalde1.JPG|[[Kalibergbau|Kaliabraumhalde]], bei [[Holungen]], [[Thüringen]] (Foto: Witold Grzesiek)&lt;br /&gt;
 Bleicherode Abraumhalde 2005-07-02.jpg|Luftbild der Abraumhalde bei [[Bleicherode]], [[Thüringen]]&amp;lt;br /&amp;gt; (Foto: Michael Köhler)&lt;br /&gt;
 Bergkamen Grosses Holz.jpg|Bergehalde &amp;#039;&amp;#039;[[Halde Großes Holz|Großes Holz]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Bergkamen]]&amp;lt;br /&amp;gt;(Foto: Reinhard Hunscher)&lt;br /&gt;
 Bergehalde Ensdorf.JPG|Bergehalde in [[Ensdorf (Saar)]]&amp;lt;br /&amp;gt;(Foto: A. Josef Dernbecher)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Halden im Ruhrgebiet]]&lt;br /&gt;
* [[Abraumhalde]] (aus dem Tagebau)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Walter Bischoff]], Heinz Bramann, [[Westfälische Berggewerkschaftskasse]] Bochum: &amp;#039;&amp;#039;Das kleine Bergbaulexikon.&amp;#039;&amp;#039; 7. Auflage, Verlag Glückauf GmbH, Essen 1988, ISBN 3-7739-0501-7.&lt;br /&gt;
* Ernst-Ulrich Reuther: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in den Bergbau.&amp;#039;&amp;#039; 1. Auflage, Verlag Glückauf GmbH, Essen 1982, ISBN 3-7739-0390-1.&lt;br /&gt;
* Heinz Kundel: &amp;#039;&amp;#039;Kohlengewinnung.&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage, Verlag Glückauf GmbH, Essen 1983, ISBN 3-7739-0389-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Slag heaps|Bergehalde}}&lt;br /&gt;
* [https://www.lwl.org/LWL/Kultur/Westfalen_Regional/Wirtschaft/Bergehalden Westfalen regional: Bergehalden Westfalens gestern und heute] (abgerufen am 16. März 2015)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kohlebergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbauhalde|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Drucker03</name></author>
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