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	<title>Benzylbromid - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T20:48:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Benzylbromid&amp;diff=545124&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Zyirkon: + Link</title>
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		<updated>2026-02-12T22:07:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+ Link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Chemikalie&lt;br /&gt;
| Strukturformel       = [[Datei:(bromomethyl)benzene 200.svg|Strukturformel von Benzylbromid]]&lt;br /&gt;
| Name                 = Benzylbromid&lt;br /&gt;
| Andere Namen         = * Phenylmethylbromid&lt;br /&gt;
* (Brommethyl)benzol&lt;br /&gt;
* α-Bromtoluol&lt;br /&gt;
* (Brommethyl)benzen ([[IUPAC-Nomenklatur|IUPAC]])&lt;br /&gt;
| Summenformel         = C&amp;lt;sub&amp;gt;7&amp;lt;/sub&amp;gt;H&amp;lt;sub&amp;gt;7&amp;lt;/sub&amp;gt;Br&lt;br /&gt;
| CAS                  = {{CASRN|100-39-0}}&lt;br /&gt;
| EG-Nummer            = 202-847-3&lt;br /&gt;
| ECHA-ID              = 100.002.589&lt;br /&gt;
| PubChem              = 7498&lt;br /&gt;
| ChemSpider           = 13851576&lt;br /&gt;
| Beschreibung         = farblose Flüssigkeit mit stechendem Geruch&amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Molare Masse         = 171,04 g·[[mol]]&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Aggregat             = flüssig&amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Dichte               = 1,44 g·cm&amp;lt;sup&amp;gt;−3&amp;lt;/sup&amp;gt; (20 [[Grad Celsius|°C]])&amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot;&amp;gt;{{GESTIS|Name=alpha-Bromtoluol|ZVG=510081|CAS=100-39-0|Abruf=2023-01-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Schmelzpunkt         = −4 [[Grad Celsius|°C]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Siedepunkt           = 198 °C&amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Dampfdruck           = 0,5 h[[Pascal (Einheit)|Pa]] (20 °C)&amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Löslichkeit          = in Wasser langsame Zersetzung&amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Brechungsindex       = 1,575 (20 °C)&amp;lt;ref name=&amp;quot;ALDRICH&amp;quot;&amp;gt;{{Sigma-Aldrich|ALDRICH|B17905|Abruf=2011-01-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| CLH                  = {{CLH-ECHA|ID=100.002.589|Name=α-bromotoluene|Abruf=2016-02-01}}&lt;br /&gt;
| Quelle GHS-Kz        = &amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| GHS-Piktogramme      = {{GHS-Piktogramme|07}}&lt;br /&gt;
| GHS-Signalwort       = Achtung&lt;br /&gt;
| H                    = {{H-Sätze|315|319|335}}&lt;br /&gt;
| EUH                  = {{EUH-Sätze|-}}&lt;br /&gt;
| P                    = {{P-Sätze|261|264|271|280|302+352|305+351+338}}&lt;br /&gt;
| Quelle P             = &amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Benzylbromid&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Organische Chemie|organisch-chemische]] Verbindung aus der [[Stoffgruppe]] der [[Halogenalkane|Alkylhalogenide]] mit der Summenformel C&amp;lt;sub&amp;gt;7&amp;lt;/sub&amp;gt;H&amp;lt;sub&amp;gt;7&amp;lt;/sub&amp;gt;Br. Es ist ein [[Konstitutionsisomer]] der [[Bromtoluole]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Reines Benzylbromid ist bei Raumtemperatur eine farblose, wasserklare Flüssigkeit, die bei etwa −4&amp;amp;nbsp;°C kristallin erstarrt. Es hat bei 25&amp;amp;nbsp;°C eine [[Dichte]] von 1,438&amp;amp;nbsp;g/cm&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;. Mit den meisten gängigen organischen [[Lösungsmittel]]n ist es in jedem Verhältnis mischbar, jedoch nicht mit Wasser, durch das es langsam zu [[Benzylalkohol]] und [[Bromwasserstoff]] [[Hydrolyse|hydrolysiert]] wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dämpfe von Benzylbromid sind stark tränenreizend („lacrimogen“), weshalb es in der Vergangenheit als [[Chemische Waffe#Chemische Kampfmittel|chemisches Kampfmittel]] („[[Tränengas]]“) verwendet wurde. Bereits 0,004&amp;amp;nbsp;mg pro Liter Luft rufen starken Tränenreiz hervor.&amp;lt;ref&amp;gt;Fieser und Fieser: &amp;#039;&amp;#039;Organische Chemie.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Verlag Chemie, Weinheim 1982, ISBN 3-527-25075-1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es greift die Schleimhäute an und führt zu heftigen Reizungen. Besonders bei intensivem Kontakt, beispielsweise beim Verschlucken von Benzylbromid, kommt es durch die erwähnte Hydrolysereaktion zu [[Verätzung]]en durch die entstehende [[Bromwasserstoffsäure]]. Beim Umgang mit Benzylbromid ist daher unbedingt entweder in einer [[Abzug (Gas)|Abzugsanlage]] zu arbeiten oder ein wirksamer Atemschutz zu tragen. Augenschutz ist in jedem Fall erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benzylbromid ist zwar brennbar, jedoch nicht leicht entzündlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gewinnung und Darstellung ==&lt;br /&gt;
Benzylbromid kann durch radikalische [[Bromierung]] von [[Toluol]] hergestellt werden. Diese Reaktion wird üblicherweise in der Siedehitze und unter Einwirkung von Licht ([[SSS-Regel]]) durchgeführt. Dabei ist darauf zu achten, dass das Brom langsam und nur in der [[Stöchiometrie|stöchiometrisch]] benötigten Menge (ein Äquivalent Br&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; pro Äquivalent Toluol) zum Toluol hinzugegeben wird, damit das gebildete Benzylbromid nicht mit einem [[Brom]]-Überschuss zu [[Benzylidendibromid]] weiter reagieren kann. Die Geschwindigkeit für eine zweite Bromierung an der Seitenkette ist allerdings deutlich geringer. [[Benzotribromid]] wird nicht mehr gebildet.&amp;lt;ref&amp;gt;Autorengemeinschaft: &amp;#039;&amp;#039;Organikum.&amp;#039;&amp;#039; 23. Auflage. Wiley-VCH, Weinheim 2009, ISBN 978-3-527-32292-3, S. 206.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Darstellung Benzylbromid.svg|rahmenlos|hochkant=1.8|zentriert|Synthese von Benzylbromid]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung und Reaktionsbeispiele ==&lt;br /&gt;
Als [[elektrophil]]es Alkylierungsmittel wird Benzylbromid zur [[Alkylierung]] (Benzylierung) von [[nukleophil]]en Substanzen verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der organischen Synthesechemie dient es oft als Reagenz zur Einführung der Benzyl-[[Schutzgruppe]] (Abkürzung: Bn oder Bzl) bei [[Alkohole]]n, [[Phenole]]n, [[Carbonsäuren]] oder primären bzw. sekundären [[Amine]]n. Typischerweise reagiert dabei das Benzylbromid mit einem [[Alkoholate|Alkoholat]] (das heißt einem zuvor deprotonierten Alkohol) im Sinne einer [[Nukleophile Substitution|nukleophilen Substitution]] ([[Nukleophile Substitution#SN2-Mechanismus|S&amp;lt;sub&amp;gt;N&amp;lt;/sub&amp;gt;2-Mechanismus]]) zu einem Benzylether. Mit Carbonsäuren – hier werden in der Regel deren Salze, wie zum Beispiel R–COONa, eingesetzt – entstehen entsprechende Benzylester; mit Aminen die &amp;#039;&amp;#039;N&amp;#039;&amp;#039;-Benzylamine. Die Benzyl-Schutzgruppe wird recht häufig verwendet, da sie mit vielen anderen Schutzgruppen kompatibel ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit [[Magnesium]] reagiert Benzylbromid unter wasserfreien Bedingungen sehr leicht zu der [[Grignard-Verbindung]] Benzylmagnesiumbromid. Dies kann in einer [[Grignard-Reaktion]] mit vielen verschiedenen Reaktionspartnern umgesetzt werden. Die [[Benzylgruppe]] im Benzylmagnesiumbromid kann als nukleophiles Alkylierungsmittel aufgefasst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere, synthesechemisch wertvolle Umsetzungsmöglichkeiten bieten die Reaktionen von Benzylbromid mit [[Triphenylphosphan|Triphenylphosphin]] bzw. mit [[Triethylphosphit]]. Triphenylphosphin führt mit Benzylbromid zum Benzyltriphenylphosphoniumbromid, welches in einer [[Wittig-Reaktion]] mit [[Ketone]]n oder [[Aldehyde]]n zu [[phenyl]]-substituierten [[Alkene]]n weiterverarbeitet werden kann. Triethylphosphit liefert in einer [[Arbusow-Reaktion|Michaelis-Arbuzov-Reaktion]] mit Benzylbromid den Benzylphosphonsäurediethylester, der wiederum als Ausgangsstoff für die Synthese von phenyl-substituierten Alkenen aus Ketonen oder Aldehyden nach der [[Horner-Wadsworth-Emmons-Reaktion]] dient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benzylbromid ist im chemischen Labor das für diese Zwecke am häufigsten verwendete Benzylhalogenid, da es&lt;br /&gt;
* deutlich reaktiver ist als [[Benzylfluorid]], welches zudem als sehr toxisch gilt,&lt;br /&gt;
* weniger toxisch und in vielen Fällen auch etwas reaktiver ist als [[Benzylchlorid]] und&lt;br /&gt;
* stabiler ist als das zwar reaktivere, aber besonders an der Luft zur oxidativen Zersetzung neigende [[Benzyliodid]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Synthesen, bei denen die Reaktivität des Benzylbromids nicht ausreicht, werden in katalytischen (das heißt unterstöchiometrischen) Mengen im Reaktionsmedium lösliche [[Iodide]], beispielsweise Tetrabutylammoniumiodid, zugesetzt, welche mit Benzylbromid &amp;#039;&amp;#039;in situ&amp;#039;&amp;#039; das reaktivere Benzyliodid bilden ([[Finkelstein-Reaktion]]). Dieses setzt nach seiner Weiterreaktion das Iodid-Ion wieder frei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entsorgung ==&lt;br /&gt;
Reste von Benzylbromid können durch Reaktion mit wässrigen Basen (beispielsweise verdünnte [[Natronlauge]] oder [[Ammoniak]]-Lösung) vernichtet werden. Die daraus resultierenden Abfälle müssen fachgerecht als halogenhaltige, organisch-chemisch kontaminierte Sonderabfälle entsorgt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Autorengemeinschaft: &amp;#039;&amp;#039;[[Organikum]].&amp;#039;&amp;#039; 19. Auflage. Johann Ambrosius Barth, Leipzig / Berlin / Heidelberg 1993, ISBN 3-335-00343-8, S.&amp;amp;nbsp;175–176.&lt;br /&gt;
* M.A. Tilak: &amp;#039;&amp;#039;A facile method for the synthesis of benzyl esters using benzyl bromide or iodide and its application to solid phase and conventional peptide synthesis; attempted sterical selection in solid phase synthesis.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Tetrahedron Lett.]]&amp;#039;&amp;#039; 1968, 9&amp;amp;nbsp;(60), S.&amp;amp;nbsp;6323–6326, {{DOI|10.1016/S0040-4039(00)75465-7}}, PMID 5701078.&lt;br /&gt;
* N.I. Sadova, N.I. Popik, L.V. Vilkov: &amp;#039;&amp;#039;Electron diffraction study on the molecular structure of benzyl chloride and benzyl bromide in the vapour phase.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[J. Mol. Struct.]]&amp;#039;&amp;#039; 1976, 31&amp;amp;nbsp;(1), S.&amp;amp;nbsp;131–142, {{DOI|10.1016/0022-2860(76)80124-X}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Benzylverbindung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bromalkan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemische Waffe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Zyirkon</name></author>
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