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	<title>Benno Ammann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;CdaMVvWgS am 17. Juli 2025 um 19:07 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Benno Ammann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. Juni]] [[1904]] in [[Gersau]]; † [[14. März]] [[1986]] in [[Rom]]) war ein [[Schweiz]]er [[Dirigent]] und [[Komponist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Den ersten Musikunterricht erhielt Benno Ammann bei seinem Vater. Nach dem Besuch des Gymnasiums der Stiftsschule [[Einsiedeln]] studierte er von 1925 bis 1930 am Landeskonservatorium in [[Leipzig]] (Komposition: [[Sigfrid Karg-Elert]], [[Hermann Grabner]] und [[Fritz Reuter (Musikpädagoge)|Fritz Reuter]]; Dirigieren: [[Max Hochkofler]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Abschluss der Studien hatte er von 1930 bis 1936 die Stelle eines Musikdirektors am Kollegium St. Fidelis in [[Stans]] inne. 1934 und 1935 brachten ihn Studienreisen u.&amp;amp;nbsp;a. nach [[Paris]], wo er bei [[Arthur Honegger]], [[Darius Milhaud]] und [[Albert Roussel]] weitere kompositorische Kenntnisse erwerben konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Besuch eines Meisterkurses bei [[Felix Weingartner]] in [[Basel]] siedelte Benno Ammann 1936 ganz in die Rheinstadt über. Bis 1939 wirkte er hier als [[Korrepetitor]] und Chorleiter am Stadttheater. Dann wechselte er als Solo-Repetitor an die Oper in [[Rom]] unter [[Tullio Serafin]], kehrte aber nach Kriegseintritt Italiens 1941 wieder nach Basel zurück. Nach längerer Aktivdienstzeit in der Schweizer Armee während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] dirigierte er mehrere Symphonie- und Radiokonzerte in [[Paris]], Rom, [[Genf]], Basel sowie in anderen Städten und war auch Leiter verschiedener Chöre in der Region von Basel. Herausragend war seine Tätigkeit als Chorleiter in [[Aesch BL|Aesch (BL)]], wo er mehrere Werke für den dortigen Kirchenchor komponierte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web |url=https://www.musikzeitung.ch/basis/smr/2024/09/das-wirken-und-schaffen-von-benno-ammann-in-aesch |title=Das Wirken und Schaffen von Benno Ammann in Aesch |publisher=Schweizer Musikzeitung |accessdate=2024-09-04 |language=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1951 besuchte er während über 20 Jahren jeden Sommer die zweiwöchigen [[Darmstädter Ferienkurse|internationalen Ferienkurse für Neue Musik]] in [[Darmstadt]], die sich damals zu einem der wichtigsten Foren zeitgenössischer Musik entwickelt hatten und bedeutende Musiker anzogen ([[Pierre Boulez]], [[Olivier Messiaen]], [[Luigi Nono]] und [[Karlheinz Stockhausen]]). Bereits in den 50er-Jahren gehörte das seinerzeit experimentellste Gebiet der musikalischen [[Avantgarde]], die [[elektronische Musik]], zu den ständigen Darmstädter Themen. Benno Ammann belegte regelmässig auch die dort angebotenen Kurse mit praktischem Unterricht in den Kompositions- und Realisationsmethoden der elektronischen Musik ([[Herbert Eimert]] und [[Werner Meyer-Eppler]]), die dann später ins Siemens-Haus in [[München]] verlegt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine letzten Lebensjahrzehnte verbrachte Benno Ammann als freischaffender Komponist in Basel, von wo er zu häufigen Auslandsaufenthalten aufbrach, um in den verschiedensten Studios für elektronische Musik künstlich Ton-, Klang- und Geräuschstrukturen zu erzeugen. So arbeitete er zeitweise von 1969 bis 1971 am Studio R7 in [[Rom]] mit [[Franco Evangelisti]], 1971 und ab 1973 am Institut für Sonologie der Universität [[Utrecht]] (Niederlande), hierauf am Instituut voor Psychoacustica en Elektronische Muziek (IPEM) der Universität [[Gent]] (Belgien), am Experimentalstudio des polnischen Radios in [[Warschau]] und 1977 sowie 1978 im Electronic Music Center der [[Columbia-Princeton University of New York]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benno Ammann starb 1986 während eines Arbeitsaufenthaltes in Rom.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Das Œuvre Benno Ammanns umfasst über 500 Titel, in welchem sich die ganze Vielseitigkeit der Musik des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts widerspiegelt – vom Repertoire des [[Gregorianischer Gesang|Gregorianischen Gesangs]] über die [[Neue Musik]] zur [[Elektronische Musik|elektronischen Musik]]. Einen Einblick in das umfangreiche Schaffen gibt der Katalog der Öffentlichen Bibliothek der Universität Basel, die im Besitze des künstlerischen Nachlasses von Benno Ammann ist (siehe Weblinks). Die Magnetbänder mit den elektronischen Werken werden als Depositum in der [[Schweizer Nationalphonothek]] Lugano aufbewahrt und sind in der dortigen Datenbank dokumentiert. Ihre Digitalisate sind frei zugänglich und können über jeden Internetanschluss in komprimierter Form online angehört werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web |url=https://www.fonoteca.ch/cgi-bin/oecgi4.exe/inet_fnbasesearch?SEARCH_LINE=benno+ammann&amp;amp;LNG_ID=DEU&amp;amp;N_FLAG=1 |title=Katalog: Benno Ammann |publisher=Schweizerische Nationalphonothek |accessdate=2019-01-24 |language=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Werkliste findet sich sowohl sakrale als auch weltliche Musik, Vokal- und Instrumentalmusik, Stücke für Solo oder Ensemble, Werke aus dem tonalen und atonalen Bereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hauptakzent der ersten Schaffensperiode von Ammann lag auf dem Vokalen und dem Herausbilden eines linearen durchgeistigten Chorstiles. Nach längeren Experimenten mit der hexatonalen Ganzton-Leiter [[Claude Debussy|Debussys]] entstanden als Resultat dieser Versuche einige interessante Chöre, die sich wie Zwölfton-Komplexe anhören. Dazu zählen u.&amp;amp;nbsp;a. Vertonungen von Gedichten [[Meinrad Lienert|Meinrad Lienerts]] und [[Conrad Ferdinand Meyer|Conrad Ferdinand Meyers]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So drang Ammann bald zur freien Tonalität und zur Dodekaphonik vor, ohne sich jedoch zu verbieten, im alten Stile zu schreiben. Nun entstanden auch Kammermusik- und Orchesterwerke, Ballett- sowie Bühnenmusik. Daneben tat er sich als Übersetzer von Opern [[Giuseppe Verdi]]s, [[François-Adrien Boieldieu]]s und [[Étienne-Nicolas Méhul]]s hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1950 widmete sich Benno Ammann den Problemen der Neuen Musik, und er wandte sich fast ausschliesslich experimenteller und elektronischer Musik zu, wo er zu neuen und eigenen kompositorischen Gestaltungsprinzipien fand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Werke Ammanns zeichnen sich durch handwerkliche Vollkommenheit und grosse musikalische Kreativität, Schönheit und Reife sowie im Besonderen durch einen äusserst witzig-spielerischen Umgang mit dem Material aus – Ausdruck seiner professionellen Neugier und Entdeckerlust, die ihm bis ins hohe Alter erhalten blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Werke von Ammann wurden zu Lebzeiten relativ häufig aufgeführt und verlegt. Seit seinem Tod sind vor allem Chorwerke aus seiner mittleren Schaffensperiode wiederaufgeführt und teilweise als Tonträger veröffentlicht worden. Viel Beachtung erhielten etwa 2021 die Ersteinspielung der &amp;#039;&amp;#039;Missa Defensor Pacis&amp;#039;&amp;#039; durch die [[Basler Madrigalisten]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web |url=https://www.srf.ch/play/tv/tagesschau/video/basler-madrigalisten-fuehren-vergessene-messe-wieder-auf?urn=urn:srf:video:b6e0bc25-16a1-426b-9583-8e676af239f4 |title=Basler Madrigalisten führen vergessene Messe wieder auf |publisher=Schweizer Radio und Fernsehen |accessdate=2021-04-04 |language=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und 2024 die Aufführung der &amp;#039;&amp;#039;Missa Christus Dominus&amp;#039;&amp;#039; am [[Sacco di Roma]] im [[Petersdom]] zu Rom durch den Cäcilienchor Aesch, der 1953 dieselbe Messe in Aesch uraufgeführt hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web |url= https://www.bzbasel.ch/basel/baselland/sacco-di-roma-das-ist-eine-besondere-ehre-chorleiter-david-rossel-laesst-die-baselbieter-im-petersdom-singen-ld.2572845 |title=Sacco di Roma – «Das ist eine besondere Ehre»: Chorleiter David Rossel lässt die Baselbieter im Petersdom singen |publisher=Basellandschaftliche Zeitung |accessdate=2024-02-02 |language=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die &amp;#039;&amp;#039;Missa Christus Dominus&amp;#039;&amp;#039; wurde anschliessend zusammen mit den anderen in Aesch entstandenen Werken in einer mehrbändigen Ausgabe beim [[Pizzicato Verlag]] publiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web |url= https://www.pizzicato.ch/biografie_detail.php?id=687 |title=Kurzbiografie und Werke – Ammann Benno |publisher=Pizzicato Verlag Helvetia |accessdate=2025-07-17 |language=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Benno Ammann: &amp;#039;&amp;#039;Benno Ammann.&amp;#039;&amp;#039; In: Heinrich Lindlar (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Musik der Zeit – Schweizer Komponisten.&amp;#039;&amp;#039; Boosey &amp;amp; Hawkes, Bonn 1955, S. 34–38.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Benno Ammann&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Schweizer Komponisten unserer Zeit.&amp;#039;&amp;#039;). Amadeus Verlag, Winterthur 1993, ISBN 3-905049-05-8, S. 21&amp;amp;nbsp;f.&lt;br /&gt;
* Andreas Schenker: &amp;#039;&amp;#039;Benno Ammann – Senior und kein bisschen konventionell.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Bruno Spoerri]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Musik aus dem Nichts – Die Geschichte der elektroakustischen Musik in der Schweiz.&amp;#039;&amp;#039; Chronos-Verlag, Zürich 2010, ISBN 978-3-0340-1038-2, S. 44–48.&lt;br /&gt;
* Andreas Schenker: &amp;#039;&amp;#039;Es begann mit einem Klebeband: Die Geschichte eines Komponistennachlasses.&amp;#039;&amp;#039; In: Universitätsbibliothek Basel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Momentaufnahmen 2011/12.&amp;#039;&amp;#039; Steudler Press, Basel 2011, S. 28&amp;amp;nbsp;f. ([http://www.ub.unibas.ch/digi/a100/diverse_projekte/ubpublikationen/momentaufnahmen/BAU_1_004683195_2011.pdf PDF; 1,46 MB]).&lt;br /&gt;
* Andreas Schenker: &amp;#039;&amp;#039;Benno Ammann, 1904-1986: Werkverzeichnis / Liste des œuvres.&amp;#039;&amp;#039; Schweizerisches Musik-Archiv / Archives musicales suisses, Zürich 2015, ISBN 978-3-7965-3501-7.&lt;br /&gt;
* David Rossel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Benno Ammann in Aesch, 1951–1959&amp;#039;&amp;#039;. 5 Bände, Pizzicato Verlag Helvetia, Horgen 2024.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstellung ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Benno Ammann&amp;#039;&amp;#039; im Ortsmuseum des Alten Rathauses von Gersau: Die Dauerausstellung eröffnet Einblicke in das Leben und Schaffen des Komponisten. An einer Multimedia-Station werden Musikbeispiele aus allen Schaffensperioden präsentiert und kommentiert. Eingeschränkte Öffnungszeiten, [https://www.gersautourismus.ch/kultur/ortsmuseum/ Informationen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{HLS|20529|&amp;#039;&amp;#039;Ammann, Benno&amp;#039;&amp;#039;|Autor= Thomas Gartmann}}&lt;br /&gt;
* {{UBNL|000073139}} (Musikwerke)&lt;br /&gt;
* [https://basel.swisscovery.org/discovery/search?query=any,contains,Ammann,%20Benno,NOT&amp;amp;query=holding_call_number,contains,UBH%20kr%2066,AND&amp;amp;pfilter=rtype,exact,scores,AND&amp;amp;tab=UBS&amp;amp;search_scope=UBS&amp;amp;vid=41SLSP_UBS:live&amp;amp;mode=advanced&amp;amp;offset=60 Publizierte Werke von Benno Ammann] im Katalog des [http://www.ub.unibas.ch/ub-hauptbibliothek/ Informationsverbundes IDS Basel/Bern]&lt;br /&gt;
* [http://www.fonoteca.ch/fond/74917.011 Sammlung v. a. der elektroakustischen Werke von Benno Ammann (online hörbar)] in der [[Schweizerische Nationalphonothek|Schweizerischen Nationalphonothek]]&lt;br /&gt;
* {{Helveticat}}&lt;br /&gt;
* {{UBNL|000007928}} (Unterlagen zu Person und Werk)&lt;br /&gt;
* [https://www.gersautourismus.ch/kultur/ortsmuseum/#ammann Benno Ammann] im [https://www.gersautourismus.ch/kultur/ortsmuseum Ortsmuseum Gersau]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=134818075|LCCN=no/92/25919|VIAF=79267082}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Ammann, Benno}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist klassischer Musik (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dirigent]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1904]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1986]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ammann, Benno&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Schweizer Dirigent und Komponist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Juni 1904&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Gersau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. März 1986&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Rom]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;CdaMVvWgS</name></author>
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