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	<title>Benninger Ried - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T01:43:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Benninger_Ried&amp;diff=731674&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;RudolfSimon: Defekte Quelle durch Archivlink ersetzt</title>
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		<updated>2026-02-15T14:04:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Defekte Quelle durch Archivlink ersetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:BenningerRied 131.jpg|mini|Blick in das Ried]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Blick auf den Riedbach.jpg|mini|Blick auf den Riedbach]]&lt;br /&gt;
{{Lückenhaft|Flächengröße und Gemeinde-/Landkreis-Zugehörigkeit des NSG, Flächengröße und Zugehörigkeit des größeren FFH-Gebiets}}&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Benninger Ried&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{IPA|&amp;#039;bɛnɪŋɐ ri:t|Tondatei=DE-BenningerRied.ogg}}) ist eine Moorlandschaft zwischen [[Benningen]] ([[Landkreis Unterallgäu|Unterallgäu]]) und [[Memmingen]]. Es steht seit 1939 unter Naturschutz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Maximilian Dietrich |Titel=Der Landkreis Memmingen |Verlag=Maximilian Dietrich Verlag |Ort=Memmingen |Datum=1971 |ISBN=3-87164-059-X}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Natura 2000]], das Schutzgebietsnetz der Europäischen Union, verlieh dem Landstrich&amp;lt;ref&amp;gt;{{WDPA|555522090|Benninger Ried|Abruf=2020-12-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1998 unter dem gleichen Namen, aber erheblich erweitert, den Schutzstatus eines [[FFH-Gebiet]]es.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bfn.de/themen/natura-2000/natura-2000-gebiete/steckbriefe/natura/gebiete/show/ffh/DE8027301.html |titel=BfN: Steckbriefe der Natura 2000 Gebiete |sprache=de |archiv-url=https://web.archive.org/web/20191122103627/https://www.bfn.de/themen/natura-2000/natura-2000-gebiete/steckbriefe/natura/gebiete/show/ffh/DE8027301.html |archiv-datum=2019-11-22 |abruf=2026-02-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Memmingen aus kann das [[Moor|Ried]] bequem zu Fuß erreicht und umrundet werden. Einst war diese [[Moor|Riedlandschaft]] sehr viel größer. Durch Kultivierungsmaßnahmen (Trockenlegungen) wurde es auf den heutigen unter [[Naturschutz]] stehenden Bereich zurückgedrängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie ==&lt;br /&gt;
Der Illergletscher der sich in der letzten [[Kaltzeit|Eiszeit]] von den Alpen bis in die Gegend vor [[Bad Grönenbach|Grönenbach]] vorgeschoben hatte, entließ damals die eiszeitlichen Schmelzwässer, die sich in mächtigen weitverzweigten Strömen nach Norden ergossen und das heutige „Memminger Trockental“ bildeten (Niederterrassenschotter). Heute führt die [[Bundesautobahn 7]] und die Eisenbahnstrecke Oberstdorf – Memmingen durch diese Ebene. Westlich des Trockentals schlängelt sich die heutige [[Iller]] durch ein jüngeres, hydrologisch unabhängiges Tal. In der Gegend von Memmingen tritt das Grundwasser großflächig zutage, welches sich durch die mächtigen, in den Eiszeiten gebildeten Schotterflächen hindurchgearbeitet hat ([[Günz-Kaltzeit|Günz-]], [[Mindel-Kaltzeit|Mindel-]], [[Saalekaltzeit|Riß-]] und [[Würmeiszeit]]). Auch Wasserläufe des einstigen [[Rheingletscher]]s, dessen östliche Zungen bis in die Gegend von [[Leutkirch im Allgäu|Leutkirch]] reichten, treffen sich in der Memminger Gegend. Während seines Durchgangs durch die Schotterschichten löst das kohlensäurehaltige Wasser teilweise den dort reichlich vorkommenden Kalk. Beim Austritt des Wassers in den nach Norden dünner werdenden und steiler als das Grundwasser abfallenden Schotterdecken wird dann der Kalk wieder ausgeschieden und es bilden sich verdickende Kalkkrusten die auch als [[Kalktuff]] bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
Auf den Äckern zeigt sich dieser lockere Kalk als „Alm“, als sog. „[[Weißerde]]“. Das Wasser für die [[Memminger Brauerei]] stammt aus dem &amp;#039;&amp;#039;Brunnen I&amp;#039;&amp;#039; der Stadtwerke Memmingen südlich des Benninger Riedes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flora und Fauna ==&lt;br /&gt;
[[Datei:BenningerRied 087.jpg|mini|Riednelken]]&lt;br /&gt;
Auf diesen Kalkböden, zwischen Tümpeln, kleinen Seen, trockenen Riedpolstern, auf Torfmoorpolstern und entlang der Bäche entwickelte sich eine reiche Pflanzenwelt mit z. T. sehr seltenen Arten. Man findet den [[Kleiner Klappertopf|Kleinen Klappertopf]], [[Wiesen-Schaumkraut]], Teufelskralle, [[Fettkräuter]], [[Labkräuter]], Wollgras, Zittergras, Lilien u.&amp;amp;nbsp;a.&lt;br /&gt;
Als Prachtstück des Benninger Rieds ist aber die [[Purpur-Grasnelke]] zu nennen. Diese Riednelke (das Riednägele) hat hier im Benninger Ried ihren weltweit einzigen Standort, sie gehört somit zu den [[Endemit]]en. Vorkommen am Untersee des [[Bodensee]]s sind seit den 1960er Jahren verschwunden.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Riednelke blüht wieder.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Memminger Zeitung,&amp;#039;&amp;#039; 6.&amp;amp;nbsp;Mai&amp;amp;nbsp;2009.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von der Pflanze, die früher in dichtem Rasen wuchs, gibt es heute im Ried nur noch wenig Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Tierwelt des Benninger Mooses ist artenreich. Kürzlich wurde ein sehr seltenes Exemplar entdeckt.&amp;lt;ref&amp;gt;„br“: &amp;#039;&amp;#039;Einzigartiger Krebs im Benninger Ried.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Allgäuer Zeitung,&amp;#039;&amp;#039; 5.&amp;amp;nbsp;Juli 2006. &amp;lt;/ref&amp;gt; Demnach soll ein [[Flohkrebs]] der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Niphargus&amp;#039;&amp;#039; mit hoher Wahrscheinlichkeit weltweit nur in Benningen vorkommen. Neben der Riednelke wäre er, wenn die weiteren wissenschaftlichen Untersuchungen dies bestätigen, das zweite „Juwel“ des Benninger Rieds. Nach umfassenden Untersuchungen der letzten Jahre sind im Ried eine ganze Reihe von Tierarten entdeckt worden, die in Bayern und teilweise auch in Deutschland erstmals gesichtet wurden und die zum Teil auf der „[[Rote Liste gefährdeter Arten|Roten Liste]]“ stehen ([[Wassermilben]], Zikaden und Mücken).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Naturschutz ==&lt;br /&gt;
Das Benninger Ried ist Schwabens wichtigstes Quell- und Wasser[[einzugsgebiet]].&amp;lt;!-- Quelle/Beleg? – Die Alpen dürften als Quellgebiet bedeutender sein. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Kalkquellensumpf des Rieds leidet unter starker Vegetationsentwicklung, und das Quellgebiet droht mit Büschen und Bäumen zuzuwachsen. Ausgelöst wurde die unheilvolle Entwicklung durch Eingriffe des Menschen ([[Drainage (technische Systeme)|Drainagen]], Bau von Häusern und Straßen, Trinkwasserentnahme), die den [[Wasserhaushalt (Hydrologie)|Wasserhaushalt]] des Rieds empfindlich störten. Der Grundwasserzufluss sank und damit ging im Ried die Schüttung der Quellen zurück. Es konnte sich daraufhin eine riedfremde Vegetation ansiedeln.&lt;br /&gt;
Wegen seiner weltweiten Bedeutung wurde das Benninger Ried 1996 in ein Naturschutz-Großprojekt aufgenommen, das aus Mitteln der LIFE-Natur-Förderung der Europäischen Union unterstützt wurde. Ziel war es, den Wasserhaushalt im Ried zu optimieren und nachhaltig zu verbessern. Dazu wurden im Ortsbereich von Benningen Drainagen verlegt, die das Wasser aus dem Siedlungsgebiet abziehen. Über ein Verteilersystem wird das Wasser dann dem Ried zugeführt, so dass der Grundwasserspiegel im Naturschutzgebiet wieder stieg. Weitere landschaftspflegerische Maßnahmen dienten und dienen noch dazu, den Lebensraum der einzigartigen Vegetation zu sichern. Obwohl das LIFE-Projekt inzwischen ausgelaufen ist, wird die Entwicklung des Benninger Rieds auch weiter wissenschaftlich betreut.&lt;br /&gt;
Am 10. September 2011 wurde im alten Mesnerhaus neben der Riedkapelle ein Informationszentrum zum Benninger Ried eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Benninger Riedkapelle ==&lt;br /&gt;
[[Datei:RiedkapelleSchiff06.jpg|mini|Die Riedkapelle von Innen]]&lt;br /&gt;
Am Rand des Riedes gibt es eine [[Riedkapelle (Benningen)|Riedkapelle]]. Sie wurde im Jahre 1218 erbaut. Alljährlich macht die Benninger Pfarrgemeinde bei ihrer [[Fronleichnam]]sprozession Station an der Kapelle. Der Grund für den Bau der Kapelle war das [[Benninger Hostienwunder]], eine angeblich blutende [[Hostie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer lokalen Legende soll im Jahre 1216 ein [[Müller (Berufsbezeichnung)|Müller]] nach der Kommunion eine Hostie mit nach Hause genommen haben und dem Nachbarmüller zwischen die Mühlsteine gelegt haben. Am Fest des heiligen Georg begann sie ob dieser Schändung zu bluten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der Kapelle ist dieses „wundersame Geschehen“ vom Maler [[Johann Friedrich Sichelbein]] in Gemälden dargestellt. Aus dem Hostienwunder entwickelte sich eine Wunderhostienprozession. Bischof [[Friedrich von Augsburg]] legte die Hostie in [[St. Martin (Memmingen)|St. Martin]] im nahen [[Memmingen]] zwecks würdiger Aufbewahrung in ein Schaugefäß. Ein späterer Bischof von [[Augsburg]], Kardinal [[Peter von Schaumberg]] hat im Jahr 1447 allerdings „nach persönlicher Prüfung den eucharistischen Kult des Heiltums“ verboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abt Gallus von Ottobeuren ließ die Kapelle 1674 erneuern und vergrößern, nachdem sie 1586 übel zugerichtet worden war. 1718 bekam sie einen neuen Turm. Im jetzigen Zustand wurde sie am 17. Juni 1987 nach einer umfangreichen Renovierung wieder eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Dorothea Schuster: &amp;#039;&amp;#039;Einst wurde sie zu Fronleichnam gestreut.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Allgäuer Zeitung&amp;#039;&amp;#039; Nr. 183 vom 10.&amp;amp;nbsp;August 2005.&lt;br /&gt;
* Johann Bauer: &amp;#039;&amp;#039;Geologisch-botanische Wanderungen im Allgäu.&amp;#039;&amp;#039; 1. Band, Verlag für Heimatpflege, Kempten 1983.&lt;br /&gt;
* Herbert Scholz und Udo Scholz: &amp;#039;&amp;#039;Das Werden der Allgäuer Landschaft.&amp;#039;&amp;#039; Verlag für Heimatpflege, Kempten 1981.&lt;br /&gt;
* Olav König, Dagobert Smija und Thomas Wittling: &amp;#039;&amp;#039;Das Benninger Ried. Insel der Vielfalt,&amp;#039;&amp;#039; hrsg. von der Regierung von Schwaben, Augsburg 2006.&lt;br /&gt;
* Hubert Anwander und Klaus Möller: &amp;#039;&amp;#039;Damit sie auch morgen noch da sind. Grundwassersanierung des Benninger Rieds,&amp;#039;&amp;#039; hrsg. von der Gemeinde Benningen und dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit, Benningen/München 2011.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Riedkapelle (Benningen)|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [http://www.ewige-anbetung.de/Wunder/Benningen/benningen.html Riedkapelle bei Benningen]&lt;br /&gt;
* [http://www.therealpresence.org/eucharst/mir/german_pdf/Benningen.pdf Das eucharistische Wunder von Benningen, Deutschland 1216] (PDF; 169 kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.benninger-ried.de/de/index.php Naturerlebnis Benninger Ried mit Museum]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Naturschutzgebiete im Landkreis Unterallgäu}}&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=47.974|EW=10.204|type=landmark|dim=400|region=DE-BY}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landschaft in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flusssystem Iller|FBenninger Ried]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Memmingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Benningen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FFH-Gebiet in Bayern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturschutzgebiet im Landkreis Unterallgäu]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schutzgebiet der IUCN-Kategorie IV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schutzgebietsgründung 1939]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;RudolfSimon</name></author>
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