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	<title>Bennigser Burg - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T20:56:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bennigser_Burg&amp;diff=1095788&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hamelenser: /* Beschreibung */ Bild</title>
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		<updated>2024-07-12T22:20:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Beschreibung: &lt;/span&gt; Bild&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Burg&lt;br /&gt;
|Name = &lt;br /&gt;
|Bild = Bennigser Burg Turm.jpg&lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung = Anhand der Ausgrabung rekonstruierter Torbereich mit Turm&lt;br /&gt;
|Alternativname = Meinser Burg&lt;br /&gt;
|Entstehungszeit = um 900 bis 1000&lt;br /&gt;
|Typologie n. geo. Lage = Höhenburg&lt;br /&gt;
|Erhaltungszustand = Mauerreste, Wälle, Gräben&lt;br /&gt;
|Ständische Stellung = &lt;br /&gt;
|Abmessungen oder Fläche = &lt;br /&gt;
|Mauerwerksmerkmale = &lt;br /&gt;
|Heutiger Ortsname = [[Springe]]-Bennigsen&lt;br /&gt;
|Breitengrad = 52/13/48.54/N&lt;br /&gt;
|Längengrad = 9/38/3.18/E&lt;br /&gt;
|Region-ISO = DE-NI&lt;br /&gt;
|Höhenordinate = &lt;br /&gt;
|Höhe-Bezug = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bennigser Burg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Meinser Burg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt, war eine [[Frühmittelalter|frühmittelalterliche]] [[Ringwall]]anlage, deren Reste sich auf der Ostseite des [[Deister]]s beim [[Springe]]r Ortsteil [[Bennigsen]] in [[Niedersachsen]] befinden. Die [[Wallburg]] auf einem Bergrücken diente wahrscheinlich als [[Fliehburg]] der Bevölkerung. Eine [[Ausgrabung]] von 1937 ordnete die Anlage in das 10. Jahrhundert ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Die frühere Befestigungsanlage liegt am Südostende des [[Deister]]s zwei Kilometer südwestlich von Bennigsen und etwa 300&amp;amp;nbsp;m östlich der [[Bundesstraße 217|B 217]]. Sie wurde in der Art einer [[Höhenburg]] strategisch günstig auf einem Geländerücken angelegt. Ihre Wälle fielen mit der Hauptburg von oben beginnend nach unten ab. An zwei Seiten gewährten zwei tief eingeschnittene, schluchtartige Bachläufe natürlichen Schutz. Die Wallanlage lag in der Nähe alter Verkehrswege. Das war der &amp;#039;&amp;#039;Königsweg&amp;#039;&amp;#039;, der als Höhenweg vom Deisterkamm her auf sie zuführte. In der Ebene unterhalb der Anlage verlief im Osten die Heerstraße [[Hameln]]–[[Hannover]], die das [[Leine (Aller)|Leine]]- mit dem [[Weser]]tal verband. In diese Himmelsrichtung orientiert sich die Burg mit ihren Toröffnungen. Das Burggelände war lange mit dichtem [[Hochwald (Waldbau)|Nadelhochwald]] bestanden, der keinen Gesamtüberblick erlaubte. 2023 wurde der Wald auf dem Burggelände gerodet und es erfolgte eine Neubepflanzung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe der Burg am Osthang des Deisters finden sich zahlreiche frühgeschichtliche [[Hügelgrab|Hügelgräber]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bennigser Burg Plan.jpg|mini|Lageplan der Anlage]]&lt;br /&gt;
Von der Befestigungsanlage sind heute noch 3 bis 5&amp;amp;nbsp;Meter hohe Erdwälle vorhanden. Es ist davon auszugehen, dass den Wällen früher eine mehrere Meter hohe Mauer aus Steinen oder Holzstämmen vorgesetzt war. Obwohl es bisher keine genauere archäologische Untersuchung gab, ist dies aufgrund der Bauweise ähnlich gestalteter Anlagen ([[Isenburg (Landringhausen)|Isenburg]], [[Wirkesburg]], [[Heisterburg]]) aus gleicher Zeit in der näheren Umgebung anzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Hauptburg|Kernwerk]] der Wallanlage befindet sich an der höchsten Stelle des Geländerückens. Es besteht aus einem umwallten Rechteck von 140 × 160 Metern. Am darunter liegenden Hang schließt sich eine [[Vorburg]] von 100 × 185 Meter Größe an. Mit rund vier Hektar umwallter Gesamtfläche gehört die Bennigser Burg zu einer der größeren ihrer Art in der Gegend. Etwa 100 Meter hangabwärts von der Vorburg liegt ein 230 Meter langer Vorwall mit einem Graben. Da keine Seitenwälle vorhanden sind, könnten die Flanken früher mit [[Palisade]]n oder Hecken abgesichert worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
File:Bennigser Burg Infotafel Weg.jpg|Infotafel außerhalb der Anlage&lt;br /&gt;
Datei:Bennigser Burg Bach.jpg|Natürlicher Schutz durch einen Bachlauf links, rechts der Wall der Befestigungsanlage&lt;br /&gt;
File:Bennigser Burg Wall Innenraum ohne Wald.jpg|Innenraum ohne Wald&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Untersuchungen ==&lt;br /&gt;
Eine [[Ausgrabung]] begrenzten Umfangs fand auf dem Gelände der Wallburg im Jahr 1937 statt. Sie beschränkte sich auf die Reste eines Tores zwischen der [[Hauptburg|Haupt-]] und der [[Vorburg]]. Der gute Erhaltungszustand der vorgefundenen Mauerreste ließ eine zeichnerische Rekonstruktion dieses Teils der Anlage zu. Weitere Untersuchungen im Inneren der Wallanlage, die Hinweise auf eine frühere Besiedelung ergeben könnten, wurden bis heute nicht vorgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2017 führten Studierende der [[Geoinformatik]] von der [[Universität Hannover]] eine [[Vermessung]] der Befestigungsanlage mittels [[Tachymeter (Geodäsie)|Tachymeter]] durch. Sie diente zur Anfertigung eines digitalen Geländemodells und eines Höhenlinienplans, was dem [[Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege|Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege]] zur Verfügung gestellt wird. Derartige Vermessungen archäologisch bedeutsamer Anlagen finden seit Jahrzehnten im Zusammenwirken der Universität Hannover mit dem Landesamt statt. Für die Bennigser Burg gab es bis dahin einen Höhenlinienplan von 1956.&amp;lt;ref&amp;gt;Jennifer Krebs: {{Webarchiv|url=https://www.haz.de/Umland/Wennigsen/Nachrichten/Studenten-vermessen-Reste-der-Bennigser-Burg |wayback=20210713113549 |text=&amp;#039;&amp;#039;Studenten vermessen Burgreste&amp;#039;&amp;#039; }} in: &amp;#039;&amp;#039;[[Hannoversche Allgemeine Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; vom 19. Juli 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Untersuchtes Tor ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bennigser Burg Torgang.jpg|mini|hochkant=1.2|Nach Ausgrabung von 1937 rekonstruierter Toreingang]]&lt;br /&gt;
Bei der Grabung von 1937 wurde nur der nähere Bereich um ein früheres Tor untersucht. Dabei wurde der Torbereich mit seinen seitlichen Mauerwangen rekonstruiert zurückgelassen, so dass der heutige Besucher eine Vorstellung von dem früheren Eingang erhält. Das Tor lag in dem Wall, der die Hauptburg von der Vorburg abgrenzte. Die Toröffnung bestand aus einer 3 m breiten und etwa 15 m langen Torgasse. Die Gasse führte aus der Hauptburg heraus und wurde durch Steinmauern gebildet. Die Mauern bestanden aus Kalksteinplatten, die mit Lehm und Ton verbunden wurden. Reste von Holzpfosten im Zentrum des Torbereichs ließen auf eine Überbauung mit einem hölzernen [[Torturm]] schließen. Auf dem Steinpflaster der Torgasse lagen Scherben von Keramikgefäßen des 10.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts, auf der im Wesentlichen die zeitliche Einordnung beruht. Darüber hinaus wurde die weitere Absicherung der Hauptburg zur Vorburg hin in diesem Bereich untersucht. Sie bestand aus einem doppelten [[Burggraben|Spitzgraben]], über dem sich, im Bereich der Torzufahrt, eine Erdbrücke befand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bennigser Burg Wallkrone.jpg|mini|hochkant=1.2|Wallkrone]]&lt;br /&gt;
Eine historische Überlieferung zu der Befestigungsanlage besteht nicht. Auf Karten des 16.&amp;amp;nbsp;bis 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts wird sie als „Meinser Burg“ bezeichnet. Der heutige Name ist wahrscheinlich auf die Nähe zum Ort Bennigsen zurückzuführen. Während des 9.&amp;amp;nbsp;und 10.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts, dem vermutlichen Entstehungszeitpunkt der Anlage, bestand in diesem Dorf eine größere Grundherrschaft (erstmals 969 erwähnt), deren Vertreter als Erbauer infrage kommen könnten. Wegen der Größe und des Aufbaus kommt als Funktion der Wallanlage eine [[Fliehburg]] für die Bevölkerung in Zeiten der Gefahr infrage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ähnliche Befestigungsanlagen der näheren Umgebung ==&lt;br /&gt;
* In der Ebene:&lt;br /&gt;
** [[Isenburg (Landringhausen)|Isenburg]] bei [[Barsinghausen]]-Landringhausen&lt;br /&gt;
** [[Düsselburg]] bei [[Rehburg]]&lt;br /&gt;
** [[Lüningsburg]] bei [[Neustadt am Rübenberge]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* In der Höhe:&lt;br /&gt;
** [[Heisterburg]] bei [[Lauenau]]-[[Feggendorf]]&lt;br /&gt;
** [[Wirkesburg]] bei Lauenau-Feggendorf&lt;br /&gt;
** [[Barenburg (Osterwald)|Barenburg]] bei [[Stadt Eldagsen|Eldagsen]]&lt;br /&gt;
** [[Heisterschlösschen]] bei [[Beckedorf]]&lt;br /&gt;
** [[Kukesburg]] bei [[Springe]]-Altenhagen&lt;br /&gt;
** [[Ringwall der Marienburg bei Nordstemmen|Sachsenwall]] bei [[Nordstemmen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Befestigungswerke dieser Art wurden von der archäologischen Forschung ursprünglich als [[Sachsen (Volk)|sächsisch]] oder als [[Heinrich I. (Ostfrankenreich)|Heinrichsburgen]] angesehen. Die neuere Forschung ordnet die Bauwerke im Raum der [[Mittleres Wesertal|Mittelweser]] und der [[Leine (Aller)|Leine]] dagegen einer Zeitspanne vom 8.–12. Jahrhundert zu. Wegen fehlender Besiedlung dürften die Anlagen nur sporadisch genutzt worden sein und als Fliehburgen gedient haben. Bei den im [[Deister]]raum gelegenen Anlagen (Wirkesburg, Bennigser Burg, Heisterschlösschen) ist typisch, dass sie auf abfallenden Bergrücken und in der Nähe eines Bachlaufs errichtet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Martin Claus (Prähistoriker)|Martin Claus]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Bennigser Burg&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Führer zu vor- und frühgeschichtlichen Denkmälern&amp;#039;&amp;#039;. Band 49: &amp;#039;&amp;#039;Hannover – Nienburg – Hildesheim – Alfeld&amp;#039;&amp;#039;. Teil II: &amp;#039;&amp;#039;Exkursionen&amp;#039;&amp;#039;. Zabern, Mainz 1981, S. 179–185, ISBN 3-8053-0548-6.&lt;br /&gt;
* [[Hans-Jürgen Häßler]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ur- und Frühgeschichte in Niedersachsen&amp;#039;&amp;#039;. Theiss, Stuttgart 1991, S. 523–524.&lt;br /&gt;
* [[Hans-Wilhelm Heine]]: &amp;#039;&amp;#039;Die ur- und frühgeschichtlichen Burgwälle im Regierungsbezirk Hannover&amp;#039;&amp;#039;, 2000, Hannover, ISBN 3-7752-5645-8, s. 111–113.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Ebidat|5623||Hans-Wilhelm Heine und Stefan Eismann}}&lt;br /&gt;
* [https://denkmalatlas.niedersachsen.de/viewer/metadata/28971773/1/-/ &amp;#039;&amp;#039;Bennigser Burg&amp;#039;&amp;#039;] im [[Denkmalatlas Niedersachsen]]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.fuf-hannover.de/flyer/deister/deister03.htm | wayback=20141107021300 | text=Kurzbeschreibung und Karte 1}} und {{Webarchiv | url=http://www.fuf-hannover.de/flyer/deister/deister04.htm | wayback=20141107021847 | text=Grabungsfoto}}&lt;br /&gt;
* [https://jimdo-storage.freetls.fastly.net/image/147974685/9512f9df-c6bb-448c-b36d-743959c479cc.jpg Rekonstruktionsversuch] als Zeichnung im frühmittelalterlichen Zustand von Wolfgang Braun&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Niedersachsen|Bennigser Burg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burgwall in Niedersachsen|Bennigser Burg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Springe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodendenkmal in Niedersachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Höhenburg in Niedersachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burg in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Springe)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Springe)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hamelenser</name></author>
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