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	<title>Benjamin Veitel Ephraim - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T16:04:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Benjamin_Veitel_Ephraim&amp;diff=919821&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;KukiHaki: /* Literatur */</title>
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		<updated>2025-11-23T17:21:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Benjamin Veitel Ephraim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1742]] in [[Berlin]]; † [[1811]] ebenda) war [[Preußen|königlich preußischer]] [[Hoffaktor]], [[Diplomat]] und [[Unternehmer]]. Er war ein erfolgreicher Heereslieferant unter den preußischen Königen Friedrich dem Großen, dessen Neffen [[Friedrich Wilhelm II. (Preußen)|Friedrich Wilhelm&amp;amp;nbsp;II.]] und dessen Sohn [[Friedrich Wilhelm III. (Preußen)|Friedrich Wilhelm&amp;amp;nbsp;III.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Er war der Sohn und Erbe des preußischen Hoffaktors [[Veitel Heine Ephraim|Nathan Veitel Heine Ephraim]], der [[Friedrich II. (Preußen)|Friedrich dem Großen]] bei der Finanzierung des [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieges]] u.&amp;amp;nbsp;a. durch die Herstellung gefälschter Münzen (sog. [[Ephraimiten]]) behilflich war. 1757 wurde Benjamin von seinem Vater in die [[Münzstätte Leipzig]] geschickt. Im Jahr 1761 zog er nach [[Amsterdam]], wo er die Kaufmannstochter Jeanette Gutche Phillipp (1743–1812) heiratete und einen Zweig der Firma gründete. Mit seiner Ehefrau hatte er mehrere Kinder, darunter die Töchter Edel [Adele, Adelheid] (1763–1840), später verh. mit einem Major Philipp; Jente [Sophie Jeannette] (1764–1843), 1792 verheiratet mit [[Johann Stieglitz]], Obermedizinalrat in Hannover; Elka [Angelika] (1774–?), verheiratet 1804 mit Jehuda Saul (später Julius Eduard Saulsohn).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1764 erhielt Benjamin Veitel eine Konzession zur Anlage einer [[Raffination#Metalle|Silberraffinerie]] in Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;S. Stern: &amp;#039;&amp;#039;Der Preussische Staat Und Die Juden&amp;#039;&amp;#039; (3 Volumes): Dritter Teil / &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit Friedrichs Des Grossen.&amp;#039;&amp;#039; Erste Abteilung: &amp;#039;&amp;#039;Darstellung&amp;#039;&amp;#039;, 1962, S. 389.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im selben Jahr erwarb er einige wertvolle Bilder bereits bekannter Maler wie [[Michelangelo Merisi da Caravaggio|Caravaggio]], [[Poelenburgh]] und [[Roelant Savery]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1767 kaufte Benjamin Veitel seinem Schwiegervater eine [[Schmelzofen|Silberschmelzhütte]] in [[Muiden]] ab und nahm [[Johann Heinrich Müntz]] in Dienst als [[Metallurgie|Metallurg]].&amp;lt;ref&amp;gt;W. Zappey: &amp;#039;&amp;#039;Porselein en zilvergeld in Weesp&amp;#039;&amp;#039;, S. 198, nach: &amp;#039;&amp;#039;Ausführliche Beschreibung von dem Silber- und Kupfer schmeltz-wer, von denen Ofen … aufgericht zu Muiden beij Amsterdam, Eigenthümer davon der Herr B. V. Ephraim&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwei Jahre später floh er aus Holland, nachdem er versucht hatte, einen Versicherungsunternehmer zu betrügen.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Steiner: &amp;#039;&amp;#039;Drei preußische Könige und ein Jude. Erkundungen über Benjamin Veitel Ephraim und seine Welt&amp;#039;&amp;#039;, S. 28–29. Edition Hentrich, 1994.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ephraim behauptete später in seinen Lebenserinnerungen, er sei im Jahr 1768 nach Berlin zurückgekommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.nl/books?id=-uNNAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=benjamin+ephraim+verhaftung&amp;amp;hl=en&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Amsterdam&amp;amp;f=false Benjamin V. Ephraim: &amp;#039;&amp;#039;Über meine Verhaftung und einige andere Vorfälle meines Lebens&amp;#039;&amp;#039;, S. 121].&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie schon sein Vater so stellte auch Benjamin nach der ersten [[Teilung Polens]] (1772) für die preußischen Gebiete Polens neue, verfälschte Münzen mit nachgeschnittenem [[Prägestempel|Münzstempel]] her. Ephraim lieferte Getreide, bezahlt mit [[Scheidemünzen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Benjamin V. Ephraim: &amp;#039;&amp;#039;Über meine Verhaftung und einige andere Vorfälle meines Lebens&amp;#039;&amp;#039;, S. 128.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als äußerst wohlhabender [[Juden in Deutschland|Jude in Preußen]] hatte Ephraim bald viele Neider und Feinde. Doch mit seinen ständigen [[Denkschrift]]en und Verbesserungsvorschlägen an die preußische Regierung mehrte er selbst den Hass auf sich. So machte er beispielsweise Vorschläge zur Verbesserung der preußischen Tresorscheine ([[Geldschein]]e), die als [[Holzschnitt]]-Drucke sehr primitiv waren). Er dachte dabei an Geheimzeichen, die nur von Experten, nicht aber von Betrügern erkannt werden konnten. Doch jeder Ratschlag, die Geldscheine [[Geldfälschung|fälschungssicher]] zu machen, wurde von der Regierung bzw. ihren Ministern, allen voran vom später als Reformer bekannt gewordenen [[Heinrich Friedrich Karl vom Stein|Karl Reichsfreiherr vom Stein]], als Einmischung und Kritik empfunden und abgelehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ephraim, der als überzeugter [[Patriotismus|Patriot]] eben jenes Staates, dem er als Jude nicht angehören durfte, sich sein Leben lang für die [[Jüdische Emanzipation]] einsetzte und in dessen Berliner Salon, im &amp;#039;&amp;#039;[[Ephraimpalais]]&amp;#039;&amp;#039;, sich die aufgeklärte und auch den Juden gegenüber aufgeschlossene Berliner Gesellschaft traf, geriet in die Mühlen zwischen [[Spionage]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;verdacht&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, politischen Anfeindungen und Intrigen: Er wurde schließlich als Parteigänger der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] verunglimpft und – auf einer Fahrt zurück nach Berlin – als französischer Spion verhaftet. Als Diplomat hatte er sich zuvor im post-revolutionären Paris für einen Ausgleich zwischen Frankreich und Preußen eingesetzt. Kurz vor seinem Tod musste er schließlich [[Insolvenz|Konkurs]] anmelden. Er starb als armer und geächteter Mann. Seiner Witwe blieb nur wenig von dem ursprünglich großen Vermögen und den Kunstsammlungen ihres Mannes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ephraim gründete in [[Potsdam]] eine [[Industrieschule]] in Verbindung mit der Manufaktur [[Provinz Brabant|Brabanter]] [[Spitze (Stoff)|Spitzen]]. Im Jahr 1779 nahm er arbeitsuchende jüdische Mädchen und Frauen aus den kurz zuvor [[Annexion|annektierten]] polnischen Gebieten in seiner Spitzenmanufaktur auf. Mit dem Hinweis auf die Nützlichkeit seiner 700 bis 1.500 Beschäftigten für den Staat gelang es ihm, die Ausweisungsbefehle Friedrichs&amp;amp;nbsp;II. abzuwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benjamins Bruder Ephraim Veitel Ephraim (1729–1803) verfasste am 6. Februar 1799&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ephraim-veitel-stiftung.de/stiftung/stiftungsgeschichte/ ephraim-veitel-stiftung.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; sein Testament, in dem er die Gründung einer [[Gemeinnützige Stiftung|gemeinnützigen &amp;#039;&amp;#039;milden&amp;#039;&amp;#039; Stiftung]] ([[Ephraim Veitel Stiftung]]) verfügte, die sich der Unterstützung von Jugendlichen und der Entwicklung der Bildung und Wissenschaft widmete. Für diesen Zweck stellte er einen größeren Geldbetrag zur Verfügung, der nach seinem Tod wirksam werden sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ephraim-veitel-stiftung.de/rthlr-33333-8g/ ephraim-veitel-stiftung.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Zeit des Nationalsozialismus|NS-Zeit]] musste die Stiftung [[Arisierung|arisiert]] werden (also einen &amp;#039;&amp;#039;Arischen Vorstand&amp;#039;&amp;#039; bekommen), um weiter bestehen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Ephraim Veitel Stiftung&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Berliner Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, 28. Mai 2018, S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ephraim-veitel-stiftung.de/stiftung/der-stifter/ Homepage der Ephraim Veitel Stiftung], abgerufen am 12. Mai 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angeleitet durch den [[Philosoph]]en und [[Haskala|jüdischen Aufklärer]] [[Moses Mendelssohn]] und den Dichter [[Gotthold Ephraim Lessing]] versuchte sich Benjamin Veitel Ephraim auch als Literat und schrieb ein [[Drama]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner Haft schrieb Benjamin Veitel Ephraim in der Gefängniszelle seine [[Autobiografie]] &amp;#039;&amp;#039;Ueber meine Verhaftung und einige andere Vorfälle meines Lebens&amp;#039;&amp;#039; (Berlin 1807), die schon im Folgejahr in einer zweiten, ergänzten Auflage erschien und später sogar ins Französische übersetzt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Digitalisat|GB=ifg5AAAAcAAJ}} 2. Aufl. 1808.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Steiner (Literaturhistoriker)|Gerhard Steiner]]: &amp;#039;&amp;#039;Drei preußische Könige und ein Jude: Erkundungen über Benjamin Veitel Ephraim und seine Welt&amp;#039;&amp;#039;. Edition Hentrich, Berlin 1995, ISBN 3-89468-166-7.&lt;br /&gt;
* [[Liliane Weissberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Wie schnell kann man verhaftet werden? Benjamin Veitel Ephraim, Preußens erster jüdischer Geheimrat, reflektiert über das Berufsrisiko um 1800&amp;#039;&amp;#039;. In: Willi Jasper, [[Joachim H. Knoll]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Preußens Himmel breitet seine Sterne …&amp;#039;&amp;#039; Beiträge zur Kultur-, Politik- und Geistesgeschichte der Neuzeit. Band 1. Festschrift zum 60. Geburtstag von [[Julius H. Schoeps]] (Haskala 26/1), Hildesheim 2002&lt;br /&gt;
* {{LuiseBMS |Autor=Helmut Caspar |Titel=Possierliche Tresorscheine |ID=gesa |Nr=9 |Jahr=1999 |Seite=92–95}}&lt;br /&gt;
* Liliane Weissberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Benjamin Veitel Ephraim – Kaufmann, Schriftsteller, Geheimagent. Gesammelte Schriften.&amp;#039;&amp;#039; de Gruyter, Berlin 2021 (Frühe Neuzeit; 242), ISBN 978-3-11-073979-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119291843}}&lt;br /&gt;
* [http://stabikat.de/CMD?ACT=SRCHA&amp;amp;IKT=1016&amp;amp;SRT=YOP&amp;amp;TRM=Ephraim%2C+Benjamin+Veitel Literaturliste] im Online-Katalog der Staatsbibliothek zu Berlin&lt;br /&gt;
* Liliane Weissberg: [http://www.ajsnet.org/pers04sp.pdf &amp;#039;&amp;#039;The study of early german-jewish autobiographies&amp;#039;&amp;#039;.] (PDF; 1,66 MB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119291843|LCCN=n/95/94173|VIAF=69735620}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ephraim, Benjamin Veitel}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Preußischer Diplomat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1742]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1811]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ephraim, Benjamin Veitel&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=preußischer Hoffaktor, Diplomat und Unternehmer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1742&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1811&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;KukiHaki</name></author>
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