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	<title>Benedikt XV. - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Hoefler50: HC: Ergänze Kategorie:Staatsoberhaupt (Vatikanstadt)</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Staatsoberhaupt_(Vatikanstadt)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Staatsoberhaupt (Vatikanstadt) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Staatsoberhaupt (Vatikanstadt)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Benedictus XV, by Nicola Perscheid, 1915 (retouched).jpg|mini|hochkant|Benedikt XV. (Fotografie von [[Nicola Perscheid]], 1915)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Benedikt XV.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (gebürtig &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Giacomo della Chiesa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; * [[21. November]] [[1854]] in [[Genua]], [[Königreich Sardinien]]; † [[22. Januar]] [[1922]] in [[Rom]]) war vom 3.&amp;amp;nbsp;September 1914 bis zu seinem Tod 1922 der 258. [[Papst]] und [[Bischof von Rom]]. Wegen seines engagierten Auftretens gegen den [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wurde er als &amp;#039;&amp;#039;Friedenspapst&amp;#039;&amp;#039; bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werdegang ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Coat of arms of Giacomo della Chiesa.svg|miniatur|hochkant|links|Wappen als Kardinal]]&lt;br /&gt;
[[Datei:BenedictPPXVSignature.svg|mini|hochkant|klasse=skin-invert-image|Signatur Benedikts XV.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Benedicthorse.jpg|mini|hochkant|Erzbischof della Chiesa (1906)]]&lt;br /&gt;
Giacomo della Chiesa wurde in Genua, Italien, als Sohn einer markgräflichen Adelsfamilie geboren. Mütterlicherseits entstammte er derselben Familie wie der Anfang des 15. Jahrhunderts amtierende Papst [[Innozenz VII.]] Im Jahre 1875 erlangte er den staatlichen Doktorgrad der Rechtswissenschaften. Erst danach gestattete ihm sein Vater das Studium für das Priesteramt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ernesti, Benedixt XV., S. 27–28&amp;lt;/ref&amp;gt; hierzu wurde er [[Seminarist]] am [[Almo Collegio Capranica]] (Rom). Danach absolvierte er die [[Päpstliche Diplomatenakademie|Accademia dei Nobili Ecclesiastici]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ferdinando Procaccini di Montescaglioso: &amp;#039;&amp;#039;La Pontificia Accademia dei nobili ecclesiastici. Memoria storica&amp;#039;&amp;#039;. Befani, Rom 1889, S. 50.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Ausbildung schloss er 1880 mit der Promotion in [[Kirchenrecht]] ab. Am 21.&amp;amp;nbsp;Dezember 1878 empfing er das [[Sakrament]] der [[Priesterweihe]]. Den größten Teil seiner kirchlichen Laufbahn verbrachte er im [[Vatikanstadt|Vatikan]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Benedikt XV. als KardinalJS.jpg|mini|hochkant|Benedikt XV. als Kardinal, 1914]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Mariano Rampolla del Tindaro|Kardinal Mariano Rampolla]], elf Jahre älter als er, war sein Freund und Mentor. Della Chiesa lernte ihn im Januar 1881 kennen, diente ihm zunächst in [[Madrid]] und später ab 1887, als dieser zum [[Kardinalstaatssekretär]] an der [[Römische Kurie|Kurie]] berufen wurde, als Sekretär. Während dieser Zeit half della Chiesa bei der Vermittlung zur Lösung eines Konfliktes zwischen [[Deutschland]] und [[Spanien]] um die Karolinen-Inselgruppe im Pazifik (Näheres [[Karolinen#Deutsch-spanische Rivalität 1885|hier]]) sowie bei der Organisation von Hilfsaktionen während einer [[Cholera]]epidemie. Als Rampolla mit der Wahl von [[Pius X.]] aus dem bisherigen Amt ausschied und Kardinal [[Rafael Merry del Val y Zulueta|Merry del Val]] ihm nachfolgte, behielt Giacomo della Chiesa zunächst die Position als [[Stellvertreter|Substitut]] des Staatssekretariats, die er seit April 1901 innehatte, bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund seiner engen Beziehung zum frankreichfreundlichen Rampolla, dem Architekten der vergleichsweise offenen Außenpolitik [[Leo XIII.|Leos XIII.]] und Favoriten im [[Konklave 1903|Konklave von 1903]], wurde der fleißige, energische, aber wenig imposant auftretende della Chiesa bald durch die neue, konservativ geprägte Kirchenführung aus dem diplomatischen Dienst entfernt. Am 16.&amp;amp;nbsp;Dezember 1907 wurde er zum [[Erzbischof]] von [[Erzbistum Bologna|Bologna]] ernannt. Die [[Weihesakrament#Episkopat|Bischofsweihe]] spendete Papst Pius X. ihm am 22.&amp;amp;nbsp;Dezember 1907 als Zeichen der Verbundenheit persönlich; Mitkonsekratoren waren der Erzbischof von [[Erzbistum Cagliari|Cagliari]], [[Pietro Balesta]], und der Erzbischof von [[Erzbistum Vercelli|Vercelli]], [[Teodoro Valfrè di Bonzo]]. Als bischöflichen Wahlspruch wählte er ein Wort aus Psalm 71,2: &amp;#039;&amp;#039;In te Domine speravi; non confundar in aeternum&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrea Riccardi in: 30Giorni 05/2005&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4.&amp;amp;nbsp;August 1909 wurde er in der Konventskirche des hl. [[Dominikus]] in [[Bologna]] in den [[Dominikanische Laiengemeinschaften|Dritten Orden]] der [[Dominikaner]] aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Analecta sacri ordinis fratrum Praedicatorum&amp;#039;&amp;#039;, 17 (1909), Fasz. 4, S.&amp;amp;nbsp;261–262.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst am 25.&amp;amp;nbsp;Mai 1914 wurde della Chiesa als [[Kardinalpriester]] mit der [[Titelkirche]] &amp;#039;&amp;#039;[[Santi Quattro Coronati]]&amp;#039;&amp;#039; Mitglied des [[Kardinalskollegium]]s. Mit dieser neuen Würde ausgestattet, hielt er beim Ausbruch des Ersten Weltkrieges eine Rede, in welcher er die Position und Aufgaben der Kirche angesichts der Weltlage beschrieb, die Notwendigkeit von Neutralität und den Willen zum Frieden betonte und die Milderung von kriegsverursachtem Leiden beschwor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pontifikat ==&lt;br /&gt;
=== Wahl zum Papst ===&lt;br /&gt;
Am 3.&amp;amp;nbsp;September 1914 wurde della Chiesa in einem [[Konklave 1914|schwierigen Konklave]] mit 57 wahlberechtigten Kardinälen im 10. Wahlgang mit 38 zu 18 Stimmen (gegen [[Domenico Serafini]]) zum Papst gewählt und nahm unter Bezugnahme auf das Andenken des Papstes [[Benedikt XIV. (Papst)|Benedikt XIV.]], der auch Erzbischof von Bologna gewesen war, den [[Papstname|Namen]] [[Benedikt]] XV. an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der von Kardinal Merry del Val ausgesprochene Verdacht, della Chiesa habe sich selbst gewählt, was seit [[Gregor XV.]] streng untersagt war, konnte am Morgen des 4.&amp;amp;nbsp;September anhand der Wahlzettel ausgeräumt werden. Er nahm die Wahl an und ergriff sofort erste Maßnahmen. Die Krönung erfolgte kriegsbedingt in aller Eile in der [[Sixtinische Kapelle|Sixtinischen Kapelle]]. Sein Stil war bisweilen ironisch oder cholerisch, aber sehr durchsetzungsstark. Trotz bester Fähigkeiten konnte Benedikt XV. kaum öffentliche Popularität gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Benedetto XV.svg|mini|hochkant|Wappen Benedikts XV.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Papst Benedikt JS.jpg|mini|hochkant|Papst Benedikt XV.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Friedensbemühungen im Ersten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Benedikts Pontifikat war geprägt durch den Krieg und dessen Auswirkungen. Persönlich stand er eher auf Seiten [[Frankreich]]s. Doch in seinen Äußerungen wahrte er strikte Neutralität. Er organisierte humanitäre Hilfe und unternahm mehrere erfolglose Versuche zu Friedensverhandlungen. Das erste Rundschreiben &amp;#039;&amp;#039;[[Ubi primum (Benedikt XV.)|Ubi primum]]&amp;#039;&amp;#039; erließ er hierzu wenige Tage nach seinem Amtsantritt. Im Jahre 1915 wandte er sich erneut in seiner [[Exhortatio]] &amp;#039;&amp;#039;[[Allorché fummo chiamati]]&amp;#039;&amp;#039; mit drastischen Worten an die kriegführenden Nationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders bekannt wurde &amp;#039;&amp;#039;[[Dès le début]]&amp;#039;&amp;#039;, die Friedensnote Benedikts XV. am dritten Jahrestag des Kriegsbeginns (1.&amp;amp;nbsp;August 1917). Darin schlug der Papst als neutraler Vermittler allen kriegführenden Mächten Friedensverhandlungen vor. Er forderte Abrüstung, eine effektive internationale Schiedsgerichtsbarkeit zur Vermeidung künftiger Kriege und den Verzicht auf Gebietsabtretungen. Damit wurden vom Vatikan wesentliche Grundzüge der internationalen Friedensbewegung der Vorkriegszeit aufgegriffen. Der Plan wurde ausgeschlagen, da sich jede der Kriegsparteien als durch ihn benachteiligt ansah. Die [[Triple Entente]] war außerdem argwöhnisch gegenüber dem päpstlichen Geheimkämmerer [[Rudolf von Gerlach]], die wichtigste direkte Kontaktperson der Mittelmächte zum Papst.&amp;lt;ref&amp;gt;René Schlott: &amp;#039;&amp;#039;Doch kein James Bond im Vatikan. Päpstlicher Kammerherr, Verbindungsmann des MI6: Eine Biographie beleuchtet das Leben Rudolf von Gerlachs.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Allgemeine Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, 12. August 2025, S. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Heilige Stuhl wurde sogar von den Verhandlungen zum Waffenstillstand ausgeschlossen. Seine am 23.&amp;amp;nbsp;Mai 1920 veröffentlichte [[Enzyklika]] &amp;#039;&amp;#039;[[Pacem, Dei munus pulcherrimum]]&amp;#039;&amp;#039; war ein Plädoyer für die Versöhnung der Völker. Benedikt wandte sich darin gegen die harten Maßnahmen der Sieger im [[Friedensvertrag von Versailles]]. Während der Nachkriegszeit organisierte er die Kirchenverwaltung neu, um den Anforderungen der neuen internationalen Verhältnisse besser gerecht zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politik in Italien und Frankreich ===&lt;br /&gt;
Seit der [[Risorgimento|Eroberung]] des [[Kirchenstaat]]s durch den neuen [[italien]]ischen Nationalstaat 1870 war es den italienischen Katholiken verboten, an Wahlen teilzunehmen. Benedikt XV. hob dieses Verbot im Jahr 1919 auf und befürwortete die Unterstützung der katholisch orientierten [[Partito Popolare Italiano (1919)|Italienischen Volkspartei]] unter [[Luigi Sturzo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er unternahm Versuche, die Beziehungen zur [[antiklerikal]] eingestellten Regierung [[Frankreich]]s (1913–1920 unter [[Raymond Poincaré]]) zu verbessern, indem er die französische Nationalheldin [[Jeanne d’Arc]] im Mai 1920 [[Heiligsprechung|heiligsprach]]. Die [[diplomatische Anerkennung]] des [[Heiliger Stuhl|Heiligen Stuhls]] durch Frankreich und [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]] gilt als sein politischer Erfolg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Ersten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Nachdem im November 1918 in [[Polen]] die [[Zweite Polnische Republik|Zweite Republik]] ausgerufen war, erkannte Benedikt XV. den neuen Staat an und entsandte [[Pius XI.|Achille Ratti]], als Pius XI. sein späterer Nachfolger, als Apostolischen Nuntius nach Polen. Ein Anliegen des Heiligen Stuhls war die Beilegung des Konflikts zwischen Polen und Litauen, das sich den Ansprüchen Polens auf dessen [[Polen-Litauen|Territorium von 1772]] widersetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt blieb das diplomatische Vorgehen des Papstes von Erfolg gekrönt; hatten 1914 nur 14 Staaten diplomatische Vertretungen beim Heiligen Stuhl, war diese Zahl nach Benedikts Tod 1922 auf 27 gestiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner am 23. Mai 1920 veröffentlichten Enzyklika &amp;#039;&amp;#039;[[Pacem, Dei munus pulcherrimum]]&amp;#039;&amp;#039; formulierte Benedikt XV. die Idee der Aussöhnung nach Kriegen und betonte die Vernunft der Diplomatie. Gleichzeitig prägte er mit seiner Idee einer Völkergemeinschaft schon 1920 den Begriff der heutigen [[Vereinte Nationen|Vereinten Nationen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benedikt XV. starb Anfang 1922 im Alter von 67 Jahren nach einer [[Pneumonie|Lungenentzündung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kirchliche Anliegen ===&lt;br /&gt;
Innerkirchlich beendete Benedikt XV. angesichts der neuen Weltlage die Exzesse des [[Antimodernismus (Katholizismus)|Antimodernismus]], die das Ende der Ära Pius X. geprägt hatten. In den Missionsgebieten der [[Dritte Welt|Dritten Welt]] förderte er die Ausbildung des einheimischen Priesternachwuchses, der möglichst bald die europäischen Missionare ersetzen sollte. Er [[Promulgation|promulgierte]] das [[Kanonisches Recht|Kanonische Recht]], den [[Codex Iuris Canonici#Codex Iuris Canonici 1917|CIC von 1917]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maria als Miterlöserin ===&lt;br /&gt;
Benedikt XV. erläuterte 1918 seine Ansicht der [[Maria Miterlöserin|Miterlöserschaft Mariens]]: Als Maria unter dem Kreuz stand, litt sie mit dem sterbenden Sohn, verzichtete „für das Heil der Menschen auf die mütterlichen Rechte an dem Sohn“. Somit könne man sagen, „dass sie mit Christus das Menschengeschlecht erlöst habe.“ Daher werden „die verschiedenen Gnaden aus dem Erlösungsschatz gleichsam aus den Händen der leidenden Jungfrau selbst verteilt“.&amp;lt;ref&amp;gt;Benedikt XV. im Brief &amp;#039;&amp;#039;Inter Sodalicia&amp;#039;&amp;#039; (1918); nach [[Walter Delius (Theologe)|Walter Delius]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Marienverehrung.&amp;#039;&amp;#039; 1963, S.&amp;amp;nbsp;267.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== &amp;#039;&amp;#039;Exhortatio&amp;#039;&amp;#039; gegen den Krieg ==&lt;br /&gt;
In seiner [[Exhortatio]] &amp;#039;&amp;#039;Allorché fummo chiamati&amp;#039;&amp;#039; vom 28.&amp;amp;nbsp;Juli 1915 bezeichnete Benedikt XV. den Krieg als „grauenhafte Schlächterei“ („orrenda carneficina“), was in einer deutschen Übersetzung zu einem „entsetzlichen Kampf“ abgemildert wurde. [[Karl Kraus]] übersetzte es (&amp;#039;&amp;#039;[[Die letzten Tage der Menschheit]],&amp;#039;&amp;#039; I. Akt, 27. Szene) als „fürchterliches Morden“.&lt;br /&gt;
{{Zitat|Im heiligen Namen Gottes, unseres himmlischen Vaters und Herrn, um des gesegneten Blutes Jesu willen, welches der Preis der menschlichen Erlösung gewesen, beschwören Wir Euch, die Ihr von der göttlichen Vorsehung zur Regierung der kriegsführenden Nationen bestellt seid, diesem fürchterlichen Morden, das nunmehr seit einem Jahr Europa entehrt, endlich ein Ziel zu setzen. Es ist Bruderblut, das zu Lande und zur See vergossen wird. Die schönsten Gegenden Europas, dieses Gartens der Welt, sind mit Leichen und Ruinen besät. Ihr tragt vor Gott und den Menschen die entsetzliche Verantwortung für Frieden und Krieg. Höret auf Unsere Bitte, auf die väterliche Stimme des Vikars des ewigen und höchsten Richters, dem Ihr werdet Rechenschaft ablegen müssen. Die Fülle der Reichtümer, mit denen Gott der Schöpfer die Euch unterstellten Länder ausgestattet hat, erlauben Euch gewiss die Fortsetzung des Kampfes. Aber um was für einen Preis? Darauf mögen die Tausende junger Menschenleben antworten, die alltäglich auf den Schlachtfeldern erlöschen.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veröffentlichung der Exhortatio in einer neuen Übersetzung im Jahre 1931&amp;lt;ref&amp;gt;[[s:Der Krieg ist eine grauenhafte Schlächterei!|&amp;#039;&amp;#039;Der Krieg ist eine grauenhafte Schlächterei!&amp;#039;&amp;#039;]] auf Wikisource.&amp;lt;/ref&amp;gt; veranlasste [[Kurt Tucholsky]] zu der [[Polemik]],&amp;lt;ref&amp;gt;[https://tucholsky-gesellschaft.de/1931/08/04/ignaz-wrobel-der-bewachte-kriegsschauplatz/ Der bewachte Kriegsschauplatz] Eintrag vom 4. August 1931 auf der Webseite &amp;#039;&amp;#039;tucholsky-gesellschaft.de&amp;#039;&amp;#039;. Abgerufen am 15. März 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; in welcher der umstrittene Satz „[[Soldaten sind Mörder]]“ geprägt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachwirkung als „Friedenspapst“ ==&lt;br /&gt;
Die Friedensdoktrin Benedikts XV. wurde fester Bestandteil des kirchlichen Lehramts seiner Nachfolger. Das [[Zweites Vatikanisches Konzil|Zweite Vatikanische Konzil]] (1962–1965) forderte schließlich, einen Zustand der Welt herbeizuführen, in dem der Krieg völlig untersagt wird (&amp;#039;&amp;#039;bellum est omnino interdicendum;&amp;#039;&amp;#039; [[Gaudium et Spes|GS]] Nr. 82).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Joseph Ratzinger]], als Benedikt XVI. Papst von April 2005 bis Februar 2013, stellte sich mit der Wahl seines Papstnamens bewusst in die Tradition des Friedenspapstes Benedikt XV., wie er in seiner Botschaft zum [[Weltfriedenstag]] am 1.&amp;amp;nbsp;Januar 2006 explizit bekräftigte („Der Name Benedikt selbst, den ich am Tag meiner Wahl auf den Stuhl Petri angenommen habe, weist auf meinen überzeugten Einsatz für den Frieden hin. Ich wollte mich nämlich sowohl auf den heiligen Patron Europas, den geistigen Urheber einer friedenstiftenden Zivilisation im gesamten Kontinent, als auch auf Papst Benedikt XV. beziehen, der den Ersten Weltkrieg als ein »unnötiges Blutbad« ... verurteilte und sich dafür einsetzte, dass die übergeordneten Gründe für den Frieden von allen anerkannt würden.“).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://w2.vatican.va/content/benedict-xvi/de/messages/peace/documents/hf_ben-xvi_mes_20051213_xxxix-world-day-peace.html In der Wahrheit liegt der Friede] &amp;#039;&amp;#039;Botschaft seiner Heiligkeit Papst Benedikt XVI. zur Feier des Weltfriedenstages&amp;#039;&amp;#039; vom 1. Januar 2006 auf der Webseite &amp;#039;&amp;#039;vatican.va&amp;#039;&amp;#039; (Volltext). Abgerufen am 15. März 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benedikt XV. zählt nicht zu den bekannteren Päpsten des 20. Jahrhunderts. Seine friedensfreundliche Haltung unterschied sich von der Haltung der meisten anderen Monarchen und Staatsführer seiner Zeit.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bruder von Papst Benedikt XV. 2 JS.jpg|mini|hochkant|Admiral Giovanni Antonio della Chiesa, Bruder des Papstes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Der Bruder des Papstes, Marchese Giovanni Antonio della Chiesa, war [[Konteradmiral]] der [[Marina Militare|italienischen Marine]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{DDB|Objekt|SIMUAGMB6AHTSXA4SKLR7VOH7CV5TMPS| &amp;#039;&amp;#039;Das Ableben des Bruders Papst Benedikts XV., Konteradmiral Marchese Giovanni Antonio della Chiesa.&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* Antrittsenzyklika &amp;#039;&amp;#039;[[Ad beatissimi Apostolorum principis]]&amp;#039;&amp;#039;, 1.&amp;amp;nbsp;November 1914. In diesem Rundschreiben ruft er angesichts des Weltkrieges vehement zum Frieden auf, wendet sich abermals gegen den [[Modernismus (Katholizismus)|Modernismus]] und warnt vor den Gefahren der innerkirchlichen Zwietracht (gegen Tendenzen des [[Integralismus]]).&lt;br /&gt;
* Siehe auch die [[Liste der päpstlichen Enzykliken#Benedikt XV.|Auflistung seiner Enzykliken]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kardinalskreierungen Benedikts XV.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;in der Reihenfolge des Erscheinens&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Anton de Waal]]: &amp;#039;&amp;#039;Papst Benedikt XV. Ein Lebensbild des Hl. Vaters.&amp;#039;&amp;#039; (= Der neue Papst. Unser Hl. Vater Benedikt XV.) Breer und Thiemann, Hamm 1915.&lt;br /&gt;
* Arnold Struker (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Kundgebungen Papst Benedikts XV. zum Weltfrieden&amp;#039;&amp;#039; (Im Urtext und in deutscher Übersetzung). Herder, Freiburg i.Br. 1917.&lt;br /&gt;
* [[Klemens Löffler]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit des großen Krieges. Benedikt XV.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Franz Xaver Seppelt]], Klemens Löffler: &amp;#039;&amp;#039;Papstgeschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Josef Kösel und Friedrich Pustet, München 1933, S. 499–518. [mit s/w Abbildungen].&lt;br /&gt;
* [[Joseph Schmidlin]]: &amp;#039;&amp;#039;Papstgeschichte der Neuesten Zeit. 3. Band. Papsttum und Päpste im XX. Jahrhundert. Pius X. und Benedikt XV. (1903–1922)&amp;#039;&amp;#039;. Pustet, Regensburg 1936.&lt;br /&gt;
* [[Hubert Jedin]]: &amp;#039;&amp;#039;Benedikt XV.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Gabriel Adriányi]] u. v. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Weltkirche im 20. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039; (= [[Handbuch der Kirchengeschichte]] Band VII). Herder, Freiburg im Breisgau 1979, Sonderausgabe 1999, ISBN 3-451-27100-1, S. 22–24. [Biografie und innerkirchliches Wirken]&lt;br /&gt;
* [[Konrad Repgen]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Erste Weltkrieg und die Nachkriegsjahre: Benedikt XV.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Gabriel Adriányi]] u. v. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Weltkirche im 20. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039; (= [[Handbuch der Kirchengeschichte]] Band VII). Herder, Freiburg im Breisgau 1979, Sonderausgabe 1999, ISBN 3-451-27100-1, S. 40–51 [Außenpolitik].&lt;br /&gt;
* J. R. Grigulevic: &amp;#039;&amp;#039;Die Päpste des 20. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Urania, Leipzig 1984.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070613073018/http://www.bautz.de/bbkl/b/benedikt_xv_p.shtml |band=1|spalten=491–493|autor=[[Friedrich Wilhelm Bautz]]|Benedikt XV}}&lt;br /&gt;
* [[Michael Matheus]], [[Lutz Klinkhammer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Eigenbild im Konflikt. Krisensituationen des Papsttums zwischen Gregor VII. und Benedikt XV.&amp;#039;&amp;#039; WBG, Darmstadt 2009, ISBN 978-3-534-20936-1.&lt;br /&gt;
* Jean Mathieu-Rosay: &amp;#039;&amp;#039;Die Päpste im 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Primus, Darmstadt 2005, ISBN 3-89678-531-1.&lt;br /&gt;
* [[Ralph Rotte]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Außen- und Friedenspolitik des Heiligen Stuhls. Eine Einführung.&amp;#039;&amp;#039; VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-531-14998-1.  2., vollständig überarbeitete Aufl. 2014, ISBN 978-3-531-19959-7.&lt;br /&gt;
* [[René Schlott]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Friedensnote Papst Benedikts XV. vom 1.&amp;amp;nbsp;August 1917. Eine Untersuchung zur Berichterstattung und Kommentierung in der zeitgenössischen Berliner Tagespresse.&amp;#039;&amp;#039; Kovac, Hamburg 2007, ISBN 978-3-8300-2688-4.&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Lill]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Macht der Päpste.&amp;#039;&amp;#039; Butzon &amp;amp; Bercker, Kevelaer 2011, ISBN 978-3-7666-1543-5.&lt;br /&gt;
* [[Stefan Heid]]: Art. &amp;#039;&amp;#039;Benedikt XV.&amp;#039;&amp;#039; In: Stefan Heid, Martin Dennert (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Personenlexikon zur Christlichen Archäologie]].&amp;#039;&amp;#039; Forscher und Persönlichkeiten vom 16. bis zum 21. Jahrhundert. Schnell &amp;amp; Steiner, Regensburg 2012, ISBN 978-3-7954-2620-0, Band 1, S.&amp;amp;nbsp;157.&lt;br /&gt;
* [[Jörg Ernesti]]: &amp;#039;&amp;#039;Benedikt XV. Papst zwischen den Fronten.&amp;#039;&amp;#039; Herder-Verlag, Freiburg-Basel-Wien 2016, ISBN 978-3-451-31015-7.&lt;br /&gt;
* {{EnciclopediaDeiPapi |Autor=Gabriele De Rosa |ID=benedetto-xv_(Enciclopedia-dei-Papi)/ |Lemma=Benedetto XV |Band=3 |SeiteVon= |SeiteBis= |Kommentar= |kurz=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Benedictus XV|Benedikt XV.|audio=1|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118655442}} &amp;lt;!--- nach isoure suche --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118655442}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|GND=118655442}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste&lt;br /&gt;
|ZEIT=1907–1914|AMT=[[Liste der Erzbischöfe von Bologna|Erzbischof von Bologna]]|VORGÄNGER=[[Domenico Svampa|Domenico Kardinal Svampa]]|NACHFOLGER=[[Giorgio Gusmini|Giorgio Kardinal Gusmini]]&lt;br /&gt;
|ZEIT2=1914–1922|AMT2=[[Datei:Croix de l Ordre du Saint-Sepulcre.svg|20px]] [[Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem|Großmeister des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem]]|VORGÄNGER2=[[Pius X.]]|NACHFOLGER2=[[Pius XI.]]&lt;br /&gt;
|ZEIT3=1914–1922|AMT3=[[Datei:Benedetto XV.svg|25px]] [[Liste der Päpste|Papst]]|VORGÄNGER3=[[Pius X.]]|NACHFOLGER3=[[Pius XI.]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118655442|LCCN=n88167935|VIAF=78769797}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Benedikt 15.}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Benedikt XV.| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Papst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzbischof von Bologna]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Großmeister (Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Päpstlichen Universität Gregoriana]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Italiener]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1854]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1922]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatsoberhaupt (Vatikanstadt)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Benedikt XV.&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Chiesa, Giacomo della (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=italienischer Geistlicher, 258. Papst, Bischof von Rom&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. November 1854&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Genua]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. Januar 1922&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Rom]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hoefler50</name></author>
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