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	<title>Bendlerblock - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;linkfix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Berlin, Tiergarten, Reichpietschufer, Bendler-Block 02.jpg|mini|hochkant=1.3|Südfassade am [[Landwehrkanal]] ([[Reichpietschufer]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bendlerblock&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Gebäudekomplex im [[Berlin]]er Ortsteil [[Berlin-Tiergarten|Tiergarten]] des [[Bezirk Mitte|Bezirks Mitte]] an der [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Tiergarten#Stauffenbergstraße*|Stauffenbergstraße]] 18 (bis 1955: &amp;#039;&amp;#039;[[Stauffenbergstraße|Bendlerstraße]]&amp;#039;&amp;#039; – nach dem Ratsmaurermeister und Kommunalpolitiker [[Johann Christoph Bendler]]) und dem [[Reichpietschufer]] 72–76. Ab 1914 wurde der Bau von verschiedenen militärischen Ämtern genutzt und ist seit 1993 zweiter Dienstsitz des [[Bundesministerium der Verteidigung|Bundesministeriums der Verteidigung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Zeit des Nationalsozialismus]] war das Gebäude Bendlerstraße 11–13 Sitz des [[Allgemeines Heeresamt|Allgemeinen Heeresamtes]] und des [[Chef der Heeresrüstung und Befehlshaber des Ersatzheeres|Befehlshabers des Ersatzheeres]] im [[Oberkommando des Heeres]] (OKH). Dort befand sich das Zentrum der [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandsgruppe]] des [[Attentat vom 20. Juli 1944|Attentats vom 20.&amp;amp;nbsp;Juli 1944]] rund um Generaloberst a.&amp;amp;nbsp;D. [[Ludwig Beck (General)|Ludwig Beck]] und Oberst [[Generalstab|i.&amp;amp;nbsp;G.]] [[Claus Schenk Graf von Stauffenberg]]. An die Widerstandskämpfer erinnern in einigen ehemaligen Diensträumen die Dauerausstellung &amp;#039;&amp;#039;[[Gedenkstätte Deutscher Widerstand]]&amp;#039;&amp;#039; und im Hof das Ehrenmal für die dort hingerichteten Offiziere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bendlerblock finden die meisten [[Großer Zapfenstreich|Großen Zapfenstreiche]] statt. Im Jahr 2025 wurde beispielsweise [[Olaf Scholz]] als Bundeskanzler mit einem Großen Zapfenstreich im Bendlerblock verabschiedet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kaiserreich ===&lt;br /&gt;
Die Grundstücke für den ältesten Teil des Bendlerblocks kamen im November 1909 durch ein Tauschgeschäft mit dem damaligen Betreiber der [[U-Bahn Berlin|Berliner U-Bahn]], der [[Hochbahngesellschaft]], in den Besitz des [[Fiskus]]. Die Hochbahngesellschaft hatte Vorkaufsrechte für Grundstücke in der &amp;#039;&amp;#039;Königin-Augusta-Straße&amp;#039;&amp;#039; (ab 1933: &amp;#039;&amp;#039;Tirpitzufer&amp;#039;&amp;#039;, seit 1947 [[Reichpietschufer]])&amp;lt;ref&amp;gt;{{LuiseLexStr |art=h |bez=02 |id=T222 |zlb98=1992 |name=Tirpitzufer}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und in der Bendlerstraße (der heutigen Stauffenbergstraße) erworben, um die [[U-Bahn-Linie U4 (Berlin)|U-Bahn-Strecke Hauptstraße–Nollendorfplatz]] nach Norden verlängern zu können. Diese Planungen sind bis heute nicht verwirklicht worden. Für den Bau der U-Bahn-Strecke vom [[Bahnhof Berlin Potsdamer Platz#U-Bahnhof Potsdamer Platz (U2)|Potsdamer Platz]] zum [[U-Bahnhof Spittelmarkt|Spittelmarkt]] (heutige [[U-Bahn-Linie U2 (Berlin)|U-Bahn-Linie U2]]) musste der Häuserblock zwischen [[Leipziger Platz (Berlin)|Leipziger Platz]] und Voßstraße unterfahren werden. In diesem Häuserblock residierten große Teiles des [[Reichsmarineamt]]s unter beengten Verhältnissen und verteilt auf mehrere Häuser. Durch den Grundstückstausch kam die Hochbahngesellschaft in den Besitz der Grundstücke am Leipziger Platz, die später an den [[Wertheim-Konzern]] zum Bau des Kaufhauses &amp;#039;&amp;#039;Wertheim Leipziger Straße&amp;#039;&amp;#039; verkauft wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Dorothea Zöbl: &amp;#039;&amp;#039;Das periphere Zentrum. Ort und Entwicklung der Bundes- und Reichsbehörden im Groß-Berliner Stadtraum 1866/67–1914.&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Brandenburgische Historische Studien&amp;#039;&amp;#039;, Band&amp;amp;nbsp;10). Verlag für Berlin-Brandenburg, Potsdam 2001, ISBN 3-932981-19-7, S.&amp;amp;nbsp;296–301.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der älteste Teil des Gebäudekomplexes entstand in den Jahren 1911–1914 zur Nutzung durch die oberste Dienststelle der [[Kaiserliche Marine|Kaiserlichen Marine]]. Das Architekturbüro [[Heinrich Reinhardt (Architekt, 1868)|Reinhardt]] &amp;amp; [[Georg Süßenguth|Süßenguth]] entwarf Pläne für den Bau eines fünfgeschossigen Gebäudes mit [[Neoklassizismus (bildende Kunst)|neoklassizistischen]] und [[neobarock]]en Stilelementen. Das Hauptgebäude am [[Landwehrkanal]] in der Königin-Augusta-Straße 38–42 war als Dienstsitz für den Staatssekretär des Reichsmarineamtes vorgesehen; bis 1916 war dies Großadmiral [[Alfred von Tirpitz]]. Die nach Osten liegende Gebäudeseite bezog der [[Admiralstab (Kaiserliche Marine)|Admiralstab]] der Kaiserlichen Marine und den Ostflügel in der Bendlerstraße&amp;amp;nbsp;14 das [[Marinekabinett]], das [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelm&amp;amp;nbsp;II.]] als persönliches Sekretariat in Marineangelegenheiten direkt unterstellt war. Dem Marinestaatssekretär und dem Chef des Marinekabinetts standen zudem Dienstwohnungen in der zweiten Etage zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erinnerung daran wurden in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] Straßen und Plätze in der näheren Umgebung wie folgt benannt:&amp;lt;!-- sic! zeitgenössische Schreibweise war abweichend (ohne Bindestriche) --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Großadmiral Prinz Heinrich Straße (benannt nach [[Heinrich von Preußen (1862–1929)|Heinrich von Preußen]]),&amp;lt;ref&amp;gt;{{LuiseLexStr |art=h |bez=02 |id=G583 |zlb98=733 |name=Großadmiral-Prinz-Heinrich-Straße |abk=Luise}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Hiroshimastraße|Graf-Spee-Straße]] (benannt nach Vizeadmiral [[Maximilian von Spee]]),&amp;lt;ref&amp;gt;{{LuiseLexStr |art=h |bez=02 |id=G481 |zlb98=716 |name=Graf-Spee-Straße |abk=Luise}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Großadmiral-von-Koester-Ufer (benannt nach [[Hans von Koester]]),&amp;lt;ref&amp;gt;{{LuiseLexStr |art=h |bez=02 |id=G584 |zlb98=733 |name=Großadmiral-von-Koester-Ufer |abk=Luise}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Admiral-von-Schröder-Straße (benannt nach [[Ludwig von Schröder]]),&amp;lt;ref&amp;gt;{{LuiseLexStr |art=h |bez=02 |id=A49 |zlb98=14 |name=Admiral-von-Schröder-Straße |abk=Luise}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Kemperplatz|Skagerrakplatz]] (benannt nach der [[Skagerrakschlacht]] im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{LuiseLexStr |art=h |bez=02 |id=S847 |zlb98=1851 |name=Skagerrakplatz |abk=Luise}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weimarer Republik ===&lt;br /&gt;
Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] forderten die militärischen Bestimmungen des [[Friedensvertrag von Versailles|Versailler Friedensvertrages]] von 1919 von der Regierung der [[Weimarer Republik]] neben der drastischen Verringerung der Streitkräfte auch eine Verkleinerung der Kommandobehörden bei (bis Ende 1920 „Vorläufiger“) [[Reichswehr]] und [[Reichsmarine]], die das Gebäude nun zusammen nutzten. Die [[Luftstreitkräfte (Deutsches Kaiserreich)|Luftstreitkräfte]] einschließlich der [[Marineflieger#Marineflieger in Deutschland|Marineflieger]] und [[Militärluftschiff|Marineluftschiffer]] wurden ganz aufgelöst. Der erste [[Reichswehrministerium|Reichswehrminister]], der Sozialdemokrat [[Gustav Noske]], bezog die Dienstwohnung des [[Großadmiral]]s und der damalige Chef der Heeresleitung, General [[Walther Reinhardt]], übernahm die Räume der ehemaligen kaiserlichen Marinebehörde. Während des [[Kapp-Putsch]]es im März 1920 verweigerte der Chef des [[Generalstab|Truppenamtes]], Generalmajor [[Hans von Seeckt]], die Niederschlagung des Berliner Aufstands der [[Freikorps]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;soldaten. Im Dienstzimmer des Reichswehrministers soll er den Schutz der Regierung mit den Worten „Truppe schießt nicht auf Truppe“ abgelehnt haben. Daraufhin flohen die Regierungsmitglieder aus Berlin und wichen für kurze Zeit nach [[Stuttgart]] aus. In der Folge der Aufstände wurde Gustav Noske aus seinem Amt entlassen. 1920 zog [[Otto Geßler]] als dessen Nachfolger in das Gebäude ein und Generalmajor von Seeckt übernahm im selben Jahr den Posten als Chef der Heeresleitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit des Nationalsozialismus ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Karte Botschaftsviertel Planung 1938.png|mini|hochkant=2|Planung des Diplomatenviertels in Berlin von 1938, rechts der Bendlerblock]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz vor der Ernennung [[Adolf Hitler]]s zum [[Reichskanzler]] durch [[Reichspräsident]] [[Paul von Hindenburg]] diskutierte die Reichswehrführung im Januar 1933 über dessen Kanzlerschaft. Trotz der Bedenken, auch von Seiten des damaligen Chefs der Heeresleitung, General [[Kurt von Hammerstein-Equord]], erfolgte die Amtseinführung ohne Widerspruch. Bereits wenige Tage später hielt Hitler am 3.&amp;amp;nbsp;Februar 1933 in Hammerstein-Equords Privatwohnung eine Rede, in der er seine politischen Ziele offenlegte. Er sprach unter anderem von „Ausrottung des [[Marxismus]] mit Stumpf und Stiel“, „straffste autoritäre Staatsführung und Beseitigung des Krebsschadens der Demokratie“, „Kampf gegen Versailles“ sowie „Eroberung neuen [[Lebensraum im Osten|Lebensraums im Osten]] und dessen rücksichtslose [[Germanisierung#Zeit des Nationalsozialismus|Germanisierung]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Erste Besprechung Hitlers […] am 3.2.1933 (bei Hammerstein-Equord)&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Hans-Adolf Jacobsen]]: &amp;#039;&amp;#039;1939–1945 – Der Zweite Weltkrieg in Chronik und Dokumenten&amp;#039;&amp;#039;. Darmstadt 1959, hier S.&amp;amp;nbsp;81&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hammerstein-Equord war ein Gegner des [[Nationalsozialismus]]. Daraus resultierten Differenzen auch mit dem im Januar 1933 zum Reichswehrminister ernannten [[Werner von Blomberg]], der die [[Reichswehr]] mit nationalsozialistischem Gedankengut beeinflusste. Hammerstein-Equord reichte daraufhin im Dezember 1933 seinen Rücktritt ein. Sein Nachfolger wurde im Januar 1934 Generalleutnant [[Werner von Fritsch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 146-1972-109-18A, Berlin, Bendlerstraße, Waffen-SS-Männer.jpg|mini|Soldaten der [[Waffen-SS]] im Bendlerblock, Juli 1944]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den bereits 1926 erworbenen Nachbargrundstücken Bendlerstraße 10–13 entstanden bis 1938 zusätzliche An- und Neubauten nach Entwürfen des Architekten [[Wilhelm Kreis]]. In dieser Zeit erhielt der Gebäudekomplex den nie offiziell eingeführten, aber gebräuchlichen Namen „Bendlerblock“. Im Hauptgebäude am Landwehrkanal waren Teile der [[Seekriegsleitung]] im [[Oberkommando der Marine|Oberkommando der Kriegsmarine]] (OKM) untergebracht und der größte Teil des [[Amt Ausland/Abwehr|Amtes Ausland/Abwehr]] im [[Oberkommando der Wehrmacht]] (OKW) unter Admiral [[Wilhelm Canaris]]. Den Hauptteil des Bendlerblocks an der Bendlerstraße nutzte das [[Allgemeines Heeresamt|Allgemeine Heeresamt]] im OKH unter General [[Friedrich Fromm]], ab 1940 General [[Friedrich Olbricht]] und der [[Oberbefehlshaber]] des [[Heer (Wehrmacht)|Heeres]] – nach der Entlassung von [[Blomberg-Fritsch-Krise|Blomberg und Fritsch]] – Generaloberst [[Walther von Brauchitsch]], bis Hitler selbst im Dezember 1941 den Oberbefehl übernahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kriegs- und Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] diente der Bendlerblock in den letzten Tagen der [[Schlacht um Berlin]] dem [[Kampfkommandant]]en von Berlin, General [[Helmuth Weidling]], als [[Gefechtsstand]], bis ihn Soldaten der [[Rote Armee|Roten Armee]] am 2.&amp;amp;nbsp;Mai 1945 besetzten. Nach Beseitigung der Kriegsschäden waren in dem Gebäudekomplex ab den 1950er Jahren zahlreiche Dienststellen und Bundesbehörden untergebracht, darunter der [[Bundesdisziplinarhof]] und das [[Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen]] (BAKred)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Erich Lindgen |Titel=Handbuch des Disziplinarrechts für Beamte und Richter in Bund und Ländern: Zweiter Band Formelles Disziplinarrecht |Verlag=[[Walter de Gruyter (Verlag)|de Gruyter]] |Ort=Berlin |Datum=1968 |Seiten=35 |DNB=457437219}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Nach dem [[Hauptstadtbeschluss]] des [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestages]] zur Verlegung von [[Deutscher Bundestag|Bundestag]] und [[Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] nach Berlin nutzt seit dem 2.&amp;amp;nbsp;September 1993 das [[Bundesministerium der Verteidigung|Verteidigungsministerium]] den Bendlerblock als zweiten Dienstsitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Widerstand ==&lt;br /&gt;
Im [[Amt Ausland/Abwehr]] –&amp;amp;nbsp;dem deutschen militärischen [[Nachrichtendienst|Auslandsgeheimdienst]], der im Bendlerblock untergebracht war&amp;amp;nbsp;– bildete sich eine erste militärische Widerstandszentrale. Eine Gruppe um General [[Hans Oster]] (1887–1945) plante 1938 den Sturz des [[NS-Staat|NS-Regimes]], um Hitler in der sogenannten [[Sudetenkrise]] an einem militärischen Vorgehen gegen die [[Tschechoslowakei]] zu hindern. Als die europäischen Mächte im [[Münchner Abkommen]] dem Anschluss des [[Sudetenland]]es an das [[NS-Staat|Deutsche Reich]] zustimmten, konnte das Vorhaben jedoch nicht mehr ausgeführt werden. Bis zur Entmachtung durch die [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] 1943 blieb die „Abwehr“ im Bendlerblock weiterhin eine zentrale Stelle des militärischen Widerstands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bendlerblock.jpg|mini|Innenhof des Bendlerblocks]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Diensträumen des Ostflügels arbeitete eine weitere Widerstandsgruppe um General Olbricht Anfang der 1940er Jahre erneut an einem Plan zur Entmachtung des NS-Regimes. Ein „[[Unternehmen Walküre|Walküre]]“ genannter Geheimplan der [[Wehrmacht]] wurde für die eigenen Ziele dahingehend manipuliert, dass nach dem Tod Hitlers eine sofortige Besetzung wichtiger Funktionen zu Gunsten des Widerstands sichergestellt werden konnte. Das Attentat auf Hitler führte Stauffenberg am 20.&amp;amp;nbsp;Juli 1944 aus, da er als Chef des Stabes unter dem Befehlshaber des [[Ersatzheer]]es Generaloberst Fromm, Zugang zu den Lagebesprechungen im [[Führerhauptquartier]] [[Führerhauptquartier Wolfsschanze|Wolfsschanze]] hatte. Nichtwissend, dass es misslungen war, reiste er nach Berlin zurück, wo die Widerstandsgruppe im Bendlerblock vergeblich versuchte, den Plan umzusetzen. Noch in der Nacht zum 21.&amp;amp;nbsp;Juli wurden auf Befehl von Generaloberst Fromm die Widerstandskämpfer General Olbricht, Oberst von Stauffenberg, Oberst [[Albrecht Mertz von Quirnheim|Albrecht Ritter Mertz von Quirnheim]] und der [[Adjutant]] Stauffenbergs, Oberleutnant [[Werner von Haeften]], im Innenhof des Bendlerblocks [[Erschießung|erschossen]]. Den am [[Putsch]]versuch beteiligten Generaloberst a.&amp;amp;nbsp;D. [[Ludwig Beck (General)|Ludwig Beck]] zwang Fromm kurz zuvor zur [[Suizid|Selbsttötung]]. Als Mitwisser des Umsturzplans wurde Fromm einen Tag später selbst verhaftet, [[Todesstrafe|zum Tode verurteilt]] und am 12. März 1945 [[Hinrichtung|hingerichtet]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenkstätte Deutscher Widerstand ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Gedenkstätte Deutscher Widerstand}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Gedenken an die Widerstandskämpfer des 20.&amp;amp;nbsp;Juli 1944 wurde in den 1950er Jahren im Innenhof des Bendlerblocks ein Ehrenmal errichtet. Nach der Grundsteinlegung 1952, durch die Witwe von General Olbricht, enthüllte der [[Regierender Bürgermeister von Berlin|Regierende Bürgermeister von Berlin]], [[Ernst Reuter]], am 20.&amp;amp;nbsp;Juli 1953 eine von [[Richard Scheibe]] erschaffene Bronzefigur, die einen jungen Mann mit gebundenen Händen darstellt. Eine vom Kunsthistoriker [[Edwin Redslob]] entworfene Inschrift besagt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Ihr trugt die Schande nicht, Ihr wehrtet Euch, Ihr gabt das große ewig wache Zeichen der Umkehr, opfernd Euer heißes Leben für Freiheit, Recht und Ehre}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1955 erfolgte die Umbenennung der &amp;#039;&amp;#039;Bendlerstraße&amp;#039;&amp;#039; in Stauffenbergstraße und am 20.&amp;amp;nbsp;Juli 1960 enthüllte der damalige Bürgermeister [[Franz Amrehn]] im Ehrenhof eine Gedenktafel mit den Namen der Offiziere, die 1944 im Bendlerblock erschossen wurden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Hier starben für Deutschland am 20. Juli 1944&amp;lt;br /&amp;gt; Generaloberst Ludwig Beck&amp;amp;nbsp;– General der Infanterie Friedrich Olbricht&amp;amp;nbsp;– Oberst Claus Graf Schenk von Stauffenberg&amp;amp;nbsp;– Oberst Albrecht Ritter Mertz von Quirnheim&amp;amp;nbsp;– Oberleutnant Werner von Haeften}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der Umgestaltung des Hofes nach Plänen des Bildhauers und Architekten [[Erich Reusch]] im Jahr 1980 ist am Hofzugang eine weitere Inschrift in die Wand eingelassen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Hier im ehemaligen Oberkommando des Heeres organisierten Deutsche den Versuch, am 20. Juli 1944 die nationalsozialistische Unrechtsherrschaft zu stürzen. Dafür opferten sie ihr Leben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Innern des Bendlerblocks öffnete 1968 auf Beschluss des [[Senat von Berlin|Berliner Senats]] eine erste Ausstellung mit Informationen über den Widerstand gegen den Nationalsozialismus, die der Historiker [[Peter Steinbach (Historiker)|Peter Steinbach]] im Auftrag des Regierenden Bürgermeisters [[Richard von Weizsäcker]] ab 1983 erweiterte. Die „Gedenkstätte Deutscher Widerstand“ mit der Dauerausstellung „Widerstand gegen den Nationalsozialismus“ fand ihren Platz in den Räumen, in denen der Umsturz geplant wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht zuletzt aufgrund der „bedeutsamen Stelle“ des Widerstands gegen den Nationalsozialismus hat sich der Bundesminister der Verteidigung 1993 für den Bendlerblock als zweiten Dienstsitz entschieden. „Er hat damit erneut deutlich unterstrichen, dass sich die Bundeswehr in die Tradition des militärischen Widerstands gegen das NS-Regime stellt. In der Verteidigung rechtsstaatlicher Grundsätze und im Eintreten für die Würde des Menschen sieht sie ihre vornehmste Aufgabe. Dies verbindet sie mit den Frauen und Männern des 20.&amp;amp;nbsp;Juli 1944.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bundesministerium der Verteidigung|BMVg]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Bendlerblock&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;6.&amp;lt;/ref&amp;gt; In diesem Gedenken findet seit 1999 (bis 2007 jedes Jahr, seit 2012 im jährlichen Wechsel mit dem [[Platz der Republik (Berlin)|Platz der Republik]] vor dem [[Reichstagsgebäude]])&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.berliner-zeitung.de/berlin/bundeswehrgeloebnis-berlin-einmal-am-reichstag--einmal-im-bendlerblock,10809148,16626010.html Bundeswehrgelöbnis Berlin &amp;#039;&amp;#039;Einmal am Reichstag, einmal im Bendlerblock&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 16. Juli 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; jeweils am 20.&amp;amp;nbsp;Juli auf dem Paradeplatz des Bendlerblocks ein öffentliches [[Feierliches Gelöbnis|Gelöbnis]] statt, das des Öfteren von Kritikern mit einer [[Gelöbnix|Gegenveranstaltung]] gestört wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
  Gedenktafel Stauffenbergstr 13 (Tierg) Widerstandskämpfer.jpg|Gedenktafel in der Stauffenbergstraße 13 für die Widerstandskämpfer vom 20. Juli 1944&lt;br /&gt;
  Richard Scheibe, Widerstand 1.jpg|Ehrenmal im Innenhof des Bendlerblocks. &amp;#039;&amp;#039;Junger Mann mit gebundenen Händen&amp;#039;&amp;#039;, Bronzefigur von [[Richard Scheibe]], 1953&lt;br /&gt;
  Gedenkkranz im Bendler-Block.jpg|Gedenktafel mit den Namen der erschossenen Offiziere&lt;br /&gt;
  Bendlerblock, Berlin, Hofzugang, Inschrift.png|Inschrift am Hofzugang des Bendlerblocks&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrenmal für die Gefallenen der Bundeswehr ==&lt;br /&gt;
Auf dem Gelände des Bendlerblocks, am östlichen Rand der Hildebrandstraße, ist eine zentrale Gedenkstätte für die Gefallenen der [[Bundeswehr]] eingerichtet. Das Denkmal wurde von dem Architekten [[Andreas Meck]] entworfen und am 8.&amp;amp;nbsp;September 2009 durch den damaligen [[Bundespräsident (Deutschland)|Bundespräsidenten]] [[Horst Köhler]] eingeweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://morgenpost.de/printarchiv/seite3/article1165655/Ein_neues_Ehrenmal_fuer_die_gefallenen_Soldaten.html &amp;#039;&amp;#039;Ein neues Ehrenmal für die gefallenen Soldaten.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Morgenpost]]&amp;#039;&amp;#039; vom 8. September 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Ehrenmal der Bundeswehr}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmische Rezeptionen ==&lt;br /&gt;
Der Ehrenhof des Bendlerblocks diente mehreren Regisseuren als Filmkulisse. Im Jahr 2004 drehte [[Jo Baier]] den Fernsehfilm &amp;#039;&amp;#039;[[Stauffenberg (Film)|Stauffenberg]]&amp;#039;&amp;#039; mit [[Sebastian Koch]] in der Hauptrolle, in dem die Erschießung der Widerstandskämpfer des 20.&amp;amp;nbsp;Juli 1944 in einer Szene am Originalschauplatz nachgestellt wurde. Aus gleichem Anlass nutzte der Regisseur [[Bryan Singer]] den Ehrenhof im September und Oktober 2007 für Dreharbeiten zu dem Kinofilm &amp;#039;&amp;#039;[[Operation Walküre – Das Stauffenberg-Attentat]]&amp;#039;&amp;#039;, in dem [[Tom Cruise]] den Oberst i.&amp;amp;nbsp;G. Stauffenberg spielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Bundesministerium der Verteidigung, Presse- und Informationsstab (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Bendlerblock&amp;#039;&amp;#039;. [[Führungsstab der Streitkräfte|Fü&amp;amp;nbsp;S]]&amp;amp;nbsp;I&amp;amp;nbsp;4 in Zusammenarbeit mit dem [[Militärgeschichtliches Forschungsamt|Militärgeschichtlichen Forschungsamt]], 2.&amp;amp;nbsp;aktual. Aufl., Mai 2005.&lt;br /&gt;
* [[Reinhard Scholzen]]: &amp;#039;&amp;#039;Ein Denkmal für die Bundeswehr.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mut,&amp;#039;&amp;#039; Forum für Kultur Politik und Geschichte Nr. 469, September 2006, S.&amp;amp;nbsp;6–11.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Bendlerblock}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.publikationen-bundesregierung.de/pp-de/publikationssuche/der-bendlerblock-730630 |titel=Der Bendlerblock |hrsg=Bundesministerium der Verteidigung: Presse- und Informationsstab |datum=2017-08 |abruf=2024-11-04 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{LDLBerlin|09050300}}&lt;br /&gt;
* [http://www.gdw-berlin.de/ Website] der &amp;#039;&amp;#039;[[Gedenkstätte Deutscher Widerstand]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=52/30/25/N |EW=13/21/41/E |type=landmark |region=DE-BE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=7728255-3|VIAF=236182171}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk des Historismus in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Attentat vom 20. Juli 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gedenkstätte (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundesministerium der Verteidigung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärische Einrichtung (Bundeswehr)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berlin-Tiergarten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwehrkanal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1910er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hinrichtungsstätte in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürogebäude in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Standort der Exekutive in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäudekomplex in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäudekomplex in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
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