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	<title>Beletage - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T00:51:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Beletage&amp;diff=113884&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rüdiger Überall: /* Geschichtliche Entwicklung */</title>
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		<updated>2026-04-03T09:51:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichtliche Entwicklung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Villamartha ziller dresden.JPG|mini|Historistische [[Villa Martha (Dresden)|Villa Martha]] in Dresden (Neorenaissance) mit Beletage im Obergeschoss aus den 1870er Jahren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beletage&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{frS|&amp;#039;&amp;#039;bel étage&amp;#039;&amp;#039;}}, das ‚schöne Geschoss‘) war das bevorzugte [[Geschoss (Architektur)|Geschoss]] eines adligen oder [[großbürger]]lichen Wohnhauses beziehungsweise die am besten ausgestattete [[Wohnung]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Berliner Mieterverein |url=https://www.berliner-mieterverein.de/magazin/online/mm1213/die-beletage-schoener-wohnen-im-altbau-der-gruenderzeit-des-19-jahrhunderts-121324.htm |titel=Die Beletage – Schöner Wohnen im 19. Jahrhundert |werk=Berliner Mieterverein e.&amp;amp;nbsp;V. |datum=2013-12-28 |sprache=de |abruf=2023-01-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die italienische Bezeichnung lautet [[Piano nobile]]. Beide Formen des Begriffs stammen aus dem 17. Jahrhundert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Cord Meckseper]]|Titel=Das Piano Nobile. Eine abendländische Raumkategorie |Verlag=Georg Olms |Ort=Hildesheim |Datum=2012 |ISBN=978-3-487-14742-0}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichtliche Entwicklung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Waltherstr._19_Muenchen-1.jpg|mini|right|Mietshaus in München mit Betonung der Fenster im 1. Obergeschoss (1879).]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rue_de_la_Glacière_angle_rue_Léon-Maurice_Normann.jpg|mini|Gebäude in Paris mit der Bel Étage im 2. Stock]]&lt;br /&gt;
Das italienische Piano nobile war in der Regel das erste Obergeschoss, wobei man bei der Zählung auch Tief- und [[Parterre (Architektur)|Hochparterre]] oder ein [[Mezzanin]] berücksichtigen muss. Teilweise konnte in Norditalien ein [[Profanbau]] auch mehrere &amp;#039;&amp;#039;{{lang|it|Piani nobili}}&amp;#039;&amp;#039; aufweisen, die sich nur geringfügig voneinander unterscheiden, wie es beispielsweise beim [[Palazzo Strozzi]] in [[Florenz]] zu sehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in [[Mittelalter|mittelalterlichen]] [[Bürgerhaus|Bürgerhäusern]] lagen die Wohnräume im 1. Obergeschoss, während im Erdgeschoss Wirtschaftsräume, Lager und Läden untergebracht waren. In den [[Stadtpalais]] der [[Adel|Adligen]] befanden sich im ersten Obergeschoss die Repräsentationsräume. Im deutschen Schlossbau und im italienischen Stadtpalais befanden sich die Prunkräume ursprünglich im zweiten Obergeschoss. Beispiele dafür sind das [[Berliner Stadtschloss]], die [[Neue Residenz (Bamberg)|Neue Residenz Bamberg]] und die [[Residenz Ellingen]]. Unter dem Einfluss der französischen Schlossbautradition liegen Prunkräume dann bei jüngeren Bauten ebenfalls in der ersten Etage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach diesem Muster wurden auch gründerzeitliche [[Villa|Villen]] angelegt, die den Repräsentationsansprüchen des aufstrebenden Bürgertums entsprachen, sowie repräsentative städtische Mietshäuser. Das erste Obergeschoss im [[Mietshaus]] zeichnete sich dadurch aus, dass es vom kalten und feuchten Grund des Erdgeschosses und dem Geschehen der Straße entfernt, der Zugang aber über ein häufig repräsentatives [[Treppenhaus]] leicht möglich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb hatte das erste Obergeschoss die höchsten Räume und war in der Regel am besten ausgestattet,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://silo.tips/download/das-berliner-mietshaus-der-kaiserzeit |titel=Das Berliner Mietshaus der Kaiserzeit |sprache=en |abruf=2023-01-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; außen zum Beispiel durch [[Balkon]] oder [[Erker]] an der Fassade,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Google Buch| BuchID=IIBlCwAAQBAJ| Seite=241 | Hervorhebung=Beletage| Linktext=Das Haus in der Geschichte Europas: Ein Handbuch }}&amp;lt;/ref&amp;gt; innen durch [[Stuck]]verzierungen an den Decken und gegebenenfalls sogar einen separaten Eingang. Bei aufwändigen Mietsgebäuden sank der Repräsentationsaufwand von der Beletage aufwärts von Stockwerk zu Stockwerk. Das Dachgeschoss –&amp;amp;nbsp;sofern ausgebaut&amp;amp;nbsp;– war wie das Tiefparterre in aller Regel den Hausangestellten vorbehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den von [[Georges-Eugène Haussmann]] gestalteten Häuserblocks in [[Paris]] befindet sich die &amp;#039;&amp;#039;Bel Étage&amp;#039;&amp;#039; hingegen im 2. Stock, oft mit durchgehendem Balkon, während im 1. Stock die Wohnungen der Ladenbesitzer des Erdgeschosses lagen. Die darüber gelegenen Wohnungen wurden stockwerkweise günstiger.&amp;lt;ref&amp;gt; Manuela-Susanne Klotzbücher: [https://www.google.de/books/edition/Nach_oben_hin_offen/UpMHEQAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=bel+%C3%A9tage+haussmannien&amp;amp;pg=PA118&amp;amp;printsec=frontcover &amp;#039;&amp;#039;Nach oben hin offen – Historisch-kulturanalytische Perspektiven auf den Balkon&amp;#039;&amp;#039;] Büchner Verlag, 20. Dezember 2024, S. 118&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsübertragung ==&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Beletage&amp;#039;&amp;#039; wird auch metaphorisch verwendet. Im [[Fußball]] wird mit &amp;#039;&amp;#039;Beletage&amp;#039;&amp;#039; die höchste Spielklasse eines Landes bezeichnet, zum Beispiel die [[Fußball-Bundesliga|Bundesliga]] in Deutschland, also die sportlich und finanziell attraktivste Klasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Cord Meckseper]]|Titel=Das Piano Nobile. Eine abendländische Raumkategorie |Verlag=Georg Olms |Ort=Hildesheim |Jahr=2012 |ISBN=978-3-487-14742-0}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Heiko Laß |Titel=Piano nobile|Hrsg=[[Horst Wolfgang Böhme]], Reinhard Friedrich, [[Barbara Schock-Werner]] |Sammelwerk=Wörterbuch der Burgen, Schlösser und Festungen |Band= |Auflage= |Verlag=Philipp Reclam |Ort=Stuttgart |Datum=2004 |ISBN=3-15-010547-1 |Seiten=201|DOI=10.11588/arthistoricum.535}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|7715137-9}}&lt;br /&gt;
* [https://www.berlin.de/museum-pankow/standorte/heynstrasse-8/ Museum Pankow: Heynstraße, Leben in der Beletage um 1900]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=7715137-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wohnung (Gebäudeteil)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schlösser (Architektur)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rüdiger Überall</name></author>
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