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	<title>Bejaia - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ort&lt;br /&gt;
|BREITE        = 36/44/50/N&lt;br /&gt;
|LÄNGE         = 5/4/29/O&lt;br /&gt;
|NAME          = Bejaia&amp;lt;br /&amp;gt;{{ar|بجاية&amp;amp;lrm;}}&amp;lt;br /&amp;gt;ⴱⴳⴰⵢⴻⵜ&lt;br /&gt;
|AMT-NAME      = &lt;br /&gt;
|KARTE         = &lt;br /&gt;
|WAPPEN        =&lt;br /&gt;
|FLAGGE        = &lt;br /&gt;
|HÖHE          = 10&lt;br /&gt;
|FLÄCHE        = 12&lt;br /&gt;
|EINWOHNER     = 176139&lt;br /&gt;
|STAND         = 2008&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.citypopulation.de/php/algeria-bejaia.php &amp;#039;&amp;#039;Bejaia – Bevölkerungsentwicklung&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|GRÜNDUNG      = 1062&lt;br /&gt;
|ISO-CODE      = DZ-06&lt;br /&gt;
|BILD          = Vue générale de la ville de Bejaia.jpg&lt;br /&gt;
|BILD-TEXT     = Blick auf Bejaia&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bejaia&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{arS|بجاية&amp;amp;lrm;}}, &amp;#039;&amp;#039;Bidschāya&amp;#039;&amp;#039;, [[Kabylische Sprache|kabylisch]] ⴱⴳⴰⵢⴻⵜ, &amp;#039;&amp;#039;Bgayet&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Vgaiet&amp;#039;&amp;#039;; in der Kolonialzeit und teilweise bis heute &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bougie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist eine Hafenstadt in der [[Kabylei]] mit ca. 190.000 Einwohnern am [[Mittelmeer]] und die Hauptstadt der [[Provinz Bejaia]] im Nordosten [[Algerien]]s; sie ist auch Hauptort einer Gemeinde &amp;#039;&amp;#039;([[Gemeinde (Frankreich)|commune]])&amp;#039;&amp;#039; mit ca. 200.000 Einwohnern. Bekannt wurde die Stadt auch, weil [[Leonardo Fibonacci]] um das Jahr 1200 hier die [[Arabische Zahlen|indo-arabischen Ziffern]] kennenlernte und später deren Ausbreitung in Europa jenseits der [[Iberische Halbinsel|Iberischen Halbinsel]] förderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Toponym ==&lt;br /&gt;
Die Namen bzw. Schreibweisen &amp;#039;&amp;#039;Asselden&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Saldae&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;al-Naciriya&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Bougie&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Béjaïa&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Bgayte&amp;#039;&amp;#039; sind überliefert. Seit 1963 hat die Stadt ihren heutigen Namen, vorher war sie unter dem französischen Namen &amp;#039;&amp;#039;Bougie&amp;#039;&amp;#039; bekannt (siehe [[Französisch-Algerien]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage und Klima ==&lt;br /&gt;
Bejaia liegt etwa 250&amp;amp;nbsp;Kilometer (Fahrtstrecke) östlich der Hauptstadt [[Algier]] am westlichen Ufer der gleichnamigen, von den Bergen des [[Tellatlas]] umgebenen Bucht, in welche der [[Soummam|Oued Soummam]] einmündet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://elevationmap.net/rue-boudechicha-tahar-bejaia-algerien#latlng=(36.749212943669754,5.057025684542282) &amp;#039;&amp;#039;Bejaia – Karte mit Höhenangaben&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Klima ist gemäßigt bis warm; der für algerische Verhältnisse reichliche Regen (ca. 830&amp;amp;nbsp;mm/Jahr) fällt hauptsächlich im Winterhalbjahr.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.climate-data.org/location/3597/ &amp;#039;&amp;#039;Bejaia – Klimadiagramme&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; width=&amp;quot;450&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot; class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jahr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1977&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1987&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1998&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;2008&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=left|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einwohner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || ca. 74.000 || 114.500 || 144.405 || 176.139&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Seit den 1960er Jahren erlebt Bejaia eine starke Zuwanderung von [[Berber]]familien aus den ländlichen Regionen Algeriens. Man spricht [[Kabylische Sprache|kabylisch]], [[Arabische Sprache|arabisch]] und [[Französische Sprache|französisch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
In der Stadt selbst haben sich Händler, Handwerker und Dienstleister aller Art niedergelassen, die bereits im Mittelalter vom Handel mit Europa (Venedig, Genua, Pisa, Sevilla, Barcelona) profitierten. In den Außenbezirken der Stadt finden sich zahlreiche Unternehmen der [[Petrochemie|petrochemischen Industrie]], die von einer Erdölpipeline aus der [[Sahara]] profitieren. Wichtigste Exportartikel der – nach Algier und Oran – zweit- oder drittgrößten Hafenstadt Algeriens sind Wein, Südfrüchte, Bodenschätze, Tierhäute und Erdölprodukte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Flughafen Bejaia]] wird national und international angeflogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Antike ===&lt;br /&gt;
Bejaia steht an der Stelle der antiken [[Karthago|karthagischen]] Stadt &amp;#039;&amp;#039;Saldae&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Civitas Salditana&amp;#039;&amp;#039;, eines kleinen Hafens in [[Karthago|karthagischer]], [[Mauretanien (Antike)|mauretanischer]] und [[Römisches Reich|römischer]] Zeit (ab 42 v. Chr.). Ursprünglich wurde das Gebiet von Numidern und Berbern bewohnt. [[Augustus]] verlieh der Stadt den Status einer &amp;#039;&amp;#039;colonia&amp;#039;&amp;#039; und [[Honesta missio|überließ]] die Ländereien seinen [[Veteran]]en. In der [[Spätantike]] wurde es ein bedeutender [[Bischofssitz]] in der Provinz [[Mauretania Caesariensis|Mauretania Caesarensis]] (später [[Mauretania Sitifensis|Mauretania stifensis]]). Im 5. Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr. wurde dieser von den [[Vandalen]] unter [[Geiserich]] eingenommen und als Hauptstadt des kurzlebigen Vandalenreichs befestigt. 533 nahm der [[Byzantinisches Reich|byzantinische]] General [[Belisar]] Saldae ein, woraufhin eine afrikanische [[Präfektur]] und später das [[Exarchat von Karthago]] errichtet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Western-mediterranean-rome-hadrian.jpg|mini|Das westliche Mittelmeer im 2. Jahrhundert n. Chr. unter [[Hadrian (Kaiser)|Hadrians]] Herrschaft.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hafsids Bougie Algeria 1249 1276 ornemental Kufic.JPG|links|mini|hochkant|[[Hafsiden|Hafsidische]] Münze mit ornamentaler [[Kufi]]-Schrift aus Bejaia, 1249–1276.]]&lt;br /&gt;
Nach der [[Arabische Eroberung des Maghreb|muslimischen Eroberung]] im 7. Jahrhundert wurde der Ort als &amp;#039;&amp;#039;Bejaia&amp;#039;&amp;#039; neu gegründet und sank zunächst auf den Status eines Fischerdorfes zurück, doch im Jahr 1062 wurde er Sitz des Herrscherhauses der [[Hammadiden]] und blieb für viele Jahre eine der wichtigsten und bevölkerungsreichsten Hafenstädte Nordafrikas und des gesamten Mittelmeerraumes und zugleich ein bedeutendes Kulturzentrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Leonardo Fibonacci]] (um 1170 – um 1250), Sohn eines Handelsattachés der [[Republik Pisa]], verbrachte seine Jugend in der Handelskolonie Bugia. Auf den Marktplätzen und Handelshäuser war die Verwendung der [[Indische Zahlschrift|hindu-arabischen Ziffern]] 0–9 gängig, sie waren so viel effizienter als die [[Römische Zahlschrift|römischen Ziffern]], die in Pisa vorherrschten. Die islamischen Universalgelehrten [[Al-Chwarizmi|Algorismi]] und [[Al-Kindī|Alkindus]] hatten die „christliche Welt“ mit diesen Zahlen bekannt gemacht. Fibonacci studierte in Bugia unter [[Almohaden|almohadischer]] Herrschaft „arabische“ Mathematik, die er als &amp;#039;&amp;#039;Modus indorum&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete. Nach seiner Rückkehr nach Pisa veröffentlichte er 1202 sein Werk „[[Liber abaci]]“, das die indo-arabischen Ziffern und die Rechnenmethoden über Pisa nach Nordeuropa verbreitete und somit einen Grundstein für die moderne angewandte Mathematik legte.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephen Ramsay: &amp;#039;&amp;#039;Reading Machines: Toward an Algorithmic Criticism&amp;#039;&amp;#039;. University of Illinois Press, 2011, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine mathematisch-historische Analyse von Fibonaccis Umfeld in Bugia, damals eine bedeutende Hafenstadt für den [[Bienenwachs|Wachs]]- und Kerzenexport, äußerte die These, dass es damals die [[Imker]] und ihre Kenntnisse der Bienenvölkern es waren, die die [[Fibonacci-Folge|Fibonacci-Zahlen]] inspirierten und nicht die Kaninchenzucht.&amp;lt;ref&amp;gt;T. C. Scott, P. Marketos: [http://www-history.mcs.st-andrews.ac.uk/Publications/fibonacci.pdf &amp;#039;&amp;#039;On the Origin of the Fibonacci Sequence.&amp;#039;&amp;#039;] MacTutor History of Mathematics Archive, University of St Andrews, März 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den mittelalterlichen romanischen Sprachen war Bugia (von arabisch Bugāya; spanisch Bujía und italienisch Bugía) die Bezeichnung für die Stadt. Bougie wurde die französische Form dieser Transkription des arabischen Namens und die Bezeichnung für [[Kerze]] und den langstieligen Kerzenständer, der von katholischen Bischöfen und hochrangigen Priestern verwendet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.cnrtl.fr/definition/bougie&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.catholicculture.org/culture/library/dictionary/index.cfm?id=32252&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 13. Jahrhundert übernahmen die [[Hafsiden]] die Herrschaft über Bejaia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1315 wurde [[Ramon Llull]] in Bejaia [[Steinigung|gesteinigt]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;Morcelli-S269&amp;quot;&amp;gt;[[Stefano Antonio Morcelli]]: [https://books.google.com/books?id=dO4-AAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA269 &amp;#039;&amp;#039;Africa christiana&amp;#039;&amp;#039;], Band 1, Brescia 1816, S. 269.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jaubert&amp;quot;&amp;gt;H. Jaubert: [http://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k5457275x/f157.image &amp;#039;&amp;#039;Anciens évêchés et ruines chrétiennes de la Numidie et de la Sitifienne&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;Recueil des Notices et Mémoires de la Société archéologique de Constantine&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 46, 1913, S. 127 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; wo ein paar Jahre zuvor möglicherweise Peter Armengaudius (Peter Armengol) gehängt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jaubert&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;J. Frank Henderson: [http://www.jfrankhenderson.com/pdf/moslems_liturgicalyear.pdf &amp;#039;&amp;#039;Moslems and the Roman Catholic Liturgical Calendar. Documentation&amp;#039;&amp;#039;] 2003, S. 18.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuzeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Algiers and Bejaia by Piri Reis.jpg|mini|hochkant|Historische Karte Algeriens von [[Piri Reis]]]]&lt;br /&gt;
Nach der spanischen Besetzung wurde die Stadt 1555 von den [[Osmanisches Reich|Osmanen]] erobert. Sie lag im [[Beylik von Constantine]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Bernard Lugan]] |Titel=Le Sahara Occidental en 10 questions |Verlag=Éditions Ellipses |Ort=Paris |Datum=2024 |ISBN=978-2-340-09393-5 |Fundstelle=Carte V}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Fast drei Jahrhunderte lang verwendeten [[Barbareskenstaat|Berberpiraten]] Bejaia als Stützpunkt. Die Stadt wurde hauptsächlich von arabischsprachigen [[Mauren]], [[Morisken]] und [[Juden]] bevölkert. Von den Letzteren flüchteten viele wegen der Verfolgungen in Spanien durch die [[Inquisition]] nach Bejaia. Die Berber in den umgebenden Dörfern kamen nur zu den Markttagen in die Stadt. Mit der sich im 16. Jahrhundert abwechselnden Besetzung des Gebietes durch Spanier und Türken sank die Bedeutung der Stadt zugunsten von Algier immer mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Albert Marquet, 1925 - Le Port de Bougie (Alger) sous le soleil.jpg|mini|[[Albert Marquet]]: &amp;#039;&amp;#039;Le Port de Bougie (Alger) sous le soleil&amp;#039;&amp;#039;, 1925]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bejaia wurde 1833 von Frankreich als Teil der [[Algerien#Französische Kolonialherrschaft|Kolonie Algerien]] eingenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mostefa Lacheraf |Titel=L’Algérie, nation et société |Auflage=2 |Verlag=Éditions S. N. E. D. |Ort=Alger |Datum=1978 |Seiten=169}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die meiste Zeit diente der Ort als Verwaltungssitz eines eigenen [[Arrondissement]]s innerhalb des [[Département Constantine|Départements Constantine]]. Der Hafen wurde erweitert und modernisiert und durch eine Nebenstrecke an die Bahnstrecke [[Tunis]]–[[Oran]] angeschlossen. 1925 malte [[Albert Marquet]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=François Blondel |Titel=Albert Marquet, ses voyages, sa vie, son œuvre |Auflage=2 |Verlag=VisiMuZ Éditions |Ort=Prévessin-Moëns |Datum=2023 |ISBN=979-10-90996-66-3 |Seiten=117 ff.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; die [[Corniche]] und den Hafen und leistete den Künstlern [[Jean Launois]], [[Étienne Bouchaud]], [[Frédéric Marius de Buzon]] und [[Eugène Cornaud]] in der Villa Abd-el-Tif Gesellschaft,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; während er mit seiner Frau Marcelle im Hôtel d’Orient logierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] landeten in der „[[Operation Torch]]“ britische und amerikanische Truppen in Nordafrika, inklusive eines [[Bataillon]]s des britischen Royal West Kent Regiment, welches am 11. November 1942 in Bejaia stationiert wurde. An demselben Tag um 16:40 warfen 30 [[Junkers Ju 88|Ju 88-Bomber]] und mehrere [[Torpedobomber]] der deutschen [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe]] über Bejaia ihre Bomben ab. Die Transporter &amp;#039;&amp;#039;Awatea&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Cathay (Schiff)|Cathay]]&amp;#039;&amp;#039; wurden versenkt und die [[Monitor (Schiffstyp)|Monitor]] HMS &amp;#039;&amp;#039;Roberts&amp;#039;&amp;#039; beschädigt. Am nächsten Tag wurde das [[Flugabwehrkreuzer|Flakschiff]] &amp;#039;&amp;#039;Tynwald&amp;#039;&amp;#039; torpediert und versenkt, während der Transporter &amp;#039;&amp;#039;Karanja&amp;#039;&amp;#039; von Bomben zerstört wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Atkinson: 2002&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte des 20. Jahrhunderts lebten in dem Arrondissement 513.000 Einwohner, davon 20.000 in Bougie/Bejaia selbst. Im [[Algerienkrieg]] gehörte die Stadt zum 1956 neu eingeteilten französischen Verwaltungsgebiet Wilaya 3.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Benjamin Stora]] |Titel=Appelés en guerre d’Algérie |Verlag=Éditions Gallimard |Ort=Paris |Datum=1997 |Reihe=Collection Découvertes Gallimard |NummerReihe=316 |HrsgReihe=Pierre Marchand, Elisabeth de Farcy |ISBN=2-07-053404-9 |Seiten=37}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nicht alle Menschen sahen das Zusammenleben – gar in einer &amp;#039;&amp;#039;Algérie algérienne&amp;#039;&amp;#039; – als unmöglich an. Im [[Vélo Club Bougiote]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Niek Pas |Titel=Le sport cycliste malgré la guerre |Hrsg=Marie Chominot, Sébastien Ledoux |Sammelwerk=Algérie – La guerre prise de vues |Verlag=CNRS Éditions ([[Centre national de la recherche scientifique]]) |Ort=Paris |Datum=2024 |ISBN=978-2-271-15201-5 |Seiten=46–59, hier S. 51 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; galten Djebbar Mouloud und Omar Mayouche 1960 als die großen Hoffnungen, während französische Kriegseinberufene (&amp;#039;&amp;#039;appelés&amp;#039;&amp;#039;) und [[Pied-noir]]s mittrainierten. Nach der algerischen Unabhängigkeit wurde Bejaia zur Hauptstadt der gleichnamigen [[Provinz Bejaia]] in der östlichen [[Kabylei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kirchengeschichte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bordj moussa.jpeg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Musée Bordj Moussa&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Mit der Ausbreitung des [[Christentum]]s wurde Saldae zum Bischofssitz. Sein Bischof Paschasius zählte zu denjenigen, welche der [[Arianismus|arianische]] Vandalenkönig [[Hunerich]] 484 nach Karthago berufen und anschließend exiliert wurde. Das Christentum überlebte die muslimische Eroberung, das Verschwinden des alten Saldae und die Gründung der neuen Stadt Bejaia. Es existiert ein an &amp;#039;&amp;#039;clero et populo Buzee&amp;#039;&amp;#039; (Klerus und Volk Bejaias) adressierter Brief von Papst [[Gregor VII.]] (im Amt 1073–1085), in welchem er die Amtseinführung eines Bischofs namens Serandus für das christliche Nordafrika anspricht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Morcelli-S269&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jaubert2&amp;quot;&amp;gt;H. Jaubert: [http://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k5457275x/f157.image &amp;#039;&amp;#039;Anciens évêchés et ruines chrétiennes de la Numidie et de la Sitifienne&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;Recueil des Notices et Mémoires de la Société archéologique de Constantine&amp;#039;&amp;#039;, vol. 46, 1913, S.&amp;amp;nbsp;127–129.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;J. Mesnage: [http://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k1096329/f283.image &amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;Afrique chrétienne&amp;#039;&amp;#039;], Paris 1912, pp.&amp;amp;nbsp;8 et 268–269.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutzutage ist Saldae ein [[Titularbischof|Titularbistum]] der [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholischen Kirche]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Annuario Pontificio 2013&amp;#039;&amp;#039;. Libreria Editrice Vaticana 2013, ISBN 978-88-209-9070-1, S. 963.&amp;lt;/ref&amp;gt; und hatte immer wieder Amtsinhaber (meist aus dem niedrigsten bischöflichen Rang, einige vom mittleren erzbischöflichen Rang).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Liste der Titularbischöfe vom Bugia/Saldae ====&lt;br /&gt;
* Miguel Morro (1510 – ?), [[Weihbischof]] von [[Mallorca]] (1510 – ?)&lt;br /&gt;
* Fernando de Vera y Zuñiga, ein [[Augustinerorden|Augustinermönch]], als Weihbischof von [[Badajoz]] (17. Februar 1614 bis 13. November 1628); später [[Erzbischof]] von [[Santo Domingo]], schließlich Erzbischof von [[Cusco]] (16. Juli 1629 – † 9. November 1638)&lt;br /&gt;
* François Perez (5. Februar 1687 – † 20. September 1728), als [[Apostolisches Vikariat|apostolischer Vikar]] von [[Bistum Cochin|Cochin]]&lt;br /&gt;
* Antonio Mauricio Ribeiro (* 27. September 1824 – † ?), als Weihbischof von [[Évora]] (27. September 1824 – ?)&lt;br /&gt;
* George Hilary Brown (5. Juli 1840 bis 22. April 1842), als einziger apostolischer Vikar von [[Lancashire]] (5. Juni 1840 bis 29. September 1850), später Titularbischof von [[Tlos]] (22. April 1842 – September 1850), erster Bischof von [[Liverpool]] (29. September 1850 – † 25. Januar 1856).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sidi Soufi Béjaïa.jpg|mini|hochkant|Sidi-Soufi-Moschee]]&lt;br /&gt;
Trotz ihrer langen Geschichte verfügt die Stadt nur über wenige Sehenswürdigkeiten:&lt;br /&gt;
* Das &amp;#039;&amp;#039;Bab el Bahr&amp;#039;&amp;#039; und das &amp;#039;&amp;#039;Bab El Bounoud&amp;#039;&amp;#039; sind Stadttore aus dem 11./12. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
* Dominierendes Bauwerk der Stadt ist die auf einer Anhöhe gelegene Festung &amp;#039;&amp;#039;([[kasbah]])&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* Das &amp;#039;&amp;#039;Musée Bordj Moussa&amp;#039;&amp;#039; wurde im Jahr 1989 in einem spanischen Festungsbauwerk von 1545 eingerichtet. Es zeigt archäologische Funde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.odej-bejaia.dz/musee.php |text=&amp;#039;&amp;#039;Bejaia – Museen&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20180514083459}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die [[Moschee]] des Stadtheiligen Sidi Soufi wurde im Jahr 1889 anstelle eines Vorgängerbaus aus dem 16. Jahrhundert errichtet und wird von Muslimen gerne aufgesucht. Das langgestreckte dreischiffige Innere mit seinen gedrehten Säulen ist für Moscheebauten – nicht nur im Maghreb – völlig untypisch und erinnert in vielem an eine Kirche, wenngleich [[Mihrāb]]-Nische und hölzerne [[Minbar]]-Kanzel deutlich zu erkennen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Partnerstadt ==&lt;br /&gt;
* {{FRA|#}} [[Brest (Finistère)|Brest]], Frankreich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Söhne und Töchter der Stadt ==&lt;br /&gt;
* [[Rachid Natouri]] (1946–2017), Fußballspieler&lt;br /&gt;
* [[Mustapha Dahleb]] (* 1952), Fußballspieler&lt;br /&gt;
* [[Patrick Birocheau]] (* 1955), französischer Tischtennisspieler&lt;br /&gt;
* [[Gilles Apap]] (* 1963), französischer Violinist&lt;br /&gt;
* [[Kenza Farah]] (* 1986), Sängerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Béjaïa}}&lt;br /&gt;
* [http://www.univ-bejaia.dz/ Website der Universität Bejaia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4087103-4|VIAF=235043050}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Algerien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Afrika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hauptort einer Verwaltungseinheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort mit Seehafen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschul- oder Universitätsstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bejaia| ]]&lt;/div&gt;</summary>
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