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	<title>Beispiel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Beispiel&amp;diff=471842&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Speravir: /* Etymologie */ BKL aufgelöst</title>
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		<updated>2025-05-03T01:40:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Etymologie: &lt;/span&gt; BKL aufgelöst&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Example de.svg|mini|172px|alt=nur als Beispiel dienendes Bild ohne weitere Bedeutung|Beispielbild als Bildbeispiel]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beispiel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird als Erläuterung oder [[Beweis (Logik)|Beweis]] für etwas Allgemeines oder als [[muster]]hafter Einzelfall oder [[Vorbild]] herangezogen. Laut Duden ist ein Beispiel ein „beliebig herausgegriffener, typischer Einzelfall als Erklärung für eine bestimmte Erscheinung oder einen bestimmten Vorgang; Exempel“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/Beispiel &amp;#039;&amp;#039;Beispiel&amp;#039;&amp;#039;] auf duden.de, abgerufen am 12. September 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Der zweite Wortbestandteil &amp;#039;&amp;#039;-spiel&amp;#039;&amp;#039; ist wie in &amp;#039;&amp;#039;[[Kirchspiel]]&amp;#039;&amp;#039; im [[Spätmittelhochdeutsch]]en [[Volksetymologie|volksetymologisch]] an &amp;#039;&amp;#039;[[Spiel]]&amp;#039;&amp;#039; angelehnt worden. Das Grundwort dazu lautete im [[Althochdeutsch]]en {{lang|goh|&amp;#039;&amp;#039;spel&amp;#039;&amp;#039;}} für „[[Erzählung]], [[Rede]]“, im [[Altenglisch]]en {{lang|ang|&amp;#039;&amp;#039;spell&amp;#039;&amp;#039;}} für „Erzählung, [[Geschichte]], Rede, Ausspruch“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.koeblergerhard.de/ae/ae_kurzform.html |titel=Altenglisch Kurzform |abruf=2017-04-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und im [[Altnordisch]]en {{lang|non|&amp;#039;&amp;#039;spjall&amp;#039;&amp;#039;}} (auch „Zauberspruch“) und [[Gotische Sprache|Gotischen]] {{lang|got|&amp;#039;&amp;#039;spill&amp;#039;&amp;#039;}} für „[[Sage]], [[Fabel]]“. Im Außergermanischen sind im [[Altgriechisch]]en {{lang|grc|ἀπειλή|apeilḗ}} „ruhmredige [[Verheißung]], [[Drohung]]“ sowie im [[Lettisch]]en {{lang|lv|&amp;#039;&amp;#039;pelt&amp;#039;&amp;#039;}} „schmähen, verleumden, tadeln“ vergleichbar, so dass von einer gemeinsamen [[Indogermanische Ursprache|indogermanischen]] Wurzel &amp;#039;&amp;#039;(s)pel-&amp;#039;&amp;#039; „laut, nachdrücklich sprechen“ ausgegangen werden kann. In der englischen Sprache wird heute noch mit {{lang|en|&amp;#039;&amp;#039;spell&amp;#039;&amp;#039;}} „Zauberwort“ und mit {{lang|en|&amp;#039;&amp;#039;[[gospel]]&amp;#039;&amp;#039;}} „[[Evangelium (Buch)|Evangelium]]“ (von altenglisch {{lang|ang|&amp;#039;&amp;#039;gōdspel&amp;#039;&amp;#039;}} „Evangelium“, wörtlich „gute Botschaft“) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mit &amp;#039;&amp;#039;bī-&amp;#039;&amp;#039; („bei“) zusammengesetzte westgermanische Kompositum &amp;#039;&amp;#039;bīspil&amp;#039;&amp;#039; „lehrhafter Spruch, [[Gleichnis]]“&amp;amp;nbsp;– etwa [[mittelhochdeutsch]] {{lang|gmh|&amp;#039;&amp;#039;bīspel&amp;#039;&amp;#039;}}, [[mittelniederdeutsch]] {{lang|gml|&amp;#039;&amp;#039;bīspē̌l&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;bīspil&amp;#039;&amp;#039;}}, [[mittelniederländisch]] {{lang|dum|&amp;#039;&amp;#039;bispel&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;amp;nbsp;– bezeichnete „zur Belehrung erdichtete Geschichte, Fabel, Gleichnis, [[Sprichwort]]“; das Altenglische {{lang|ang|&amp;#039;&amp;#039;bīspell&amp;#039;&amp;#039;}} „Beispiel, Gleichnis“ bedeutete „das nebenbei Erzählte“. [[Martin Luther]] verwendet &amp;#039;&amp;#039;Beispiel&amp;#039;&amp;#039; vor allem im Sinne von „lehrreiches Faktum zur Nachahmung oder zur Abschreckung“. Unter Einfluss des lateinischen {{lang|la|&amp;#039;&amp;#039;exemplum&amp;#039;&amp;#039;}} entwickelte sich seit dem 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert die Bedeutung „Vorbild, Muster“. Auf französischem Einfluss beruhen die Verbindungen &amp;#039;&amp;#039;zum Beispiel&amp;#039;&amp;#039; (nach {{lang|fr|&amp;#039;&amp;#039;par exemple&amp;#039;&amp;#039;}}) und &amp;#039;&amp;#039;ohne Beispiel&amp;#039;&amp;#039; (nach {{lang|fr|&amp;#039;&amp;#039;sans exemple&amp;#039;&amp;#039;}}) Ende des 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts. Das Adverb &amp;#039;&amp;#039;beispielsweise&amp;#039;&amp;#039; als Variation zu „zum Beispiel“ entwickelte sich Ende des 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts, das Adjektiv &amp;#039;&amp;#039;beispiellos&amp;#039;&amp;#039; „einmalig, noch nicht dagewesen, unerhört“ entstand in der zweiten Hälfte des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts und &amp;#039;&amp;#039;beispielhaft&amp;#039;&amp;#039; „vorbildlich, mustergültig“ Anfang des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Pfeifer (Etymologe)|Wolfgang Pfeifer]]: &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch des Deutschen.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1993, ISBN 3-05-000626-9. Taschenbuchausgabe: Ungekürzte, durchgesehene Ausgabe, 7.&amp;amp;nbsp;Auflage. dtv, München 2004, ISBN 3-423-32511-9 ([https://www.dwds.de/wb/etymwb/Beispiel Digitalisat] im [[DWDS]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Exemplar|Exemplarität}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rhetorische Stilfigur ==&lt;br /&gt;
Nach [[Gert Ueding]]&amp;lt;ref&amp;gt;Gert Ueding: &amp;#039;&amp;#039;Rhetorik des Schreibens. Eine Einführung.&amp;#039;&amp;#039; Weinheim, 4. Auflage. 1996, S. 63–83, [https://web.archive.org/web/20140910201619/http://www.lmz-bw.de/nc/medienbildung/bibliothek/buecher-und-texte/autoren-a-z/autoren-single.html?tx_ptlmzmco_ptlmzmco%5Bcontroller%5D=Medium&amp;amp;tx_ptlmzmco_ptlmzmco%5Baction%5D=show&amp;amp;tx_ptlmzmco_ptlmzmcomedium%5BlibraryMedium%5D=289 online] auf &amp;#039;&amp;#039;mediaculture online&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet ein Beispiel (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;exemplum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) in der [[Rhetorik]] einen [[Relation (Philosophie)|Kontext]] von [[Beweis (Logik)|Beweisen]] und [[Argument]]en. Für [[Quintilian]] ist das Exemplum ein der [[Rede]] zugefügter, veranschaulichender Beleg, oder auch „die Erwähnung eines zur Überzeugung von dem, worauf es dir ankommt, nützlichen, wirklichen oder angeblich wirklichen Vorgangs“. Allerdings muss im Gegensatz zu [[Indiz]]ien der Zusammenhang zum Redegegenstand erst noch durch den Autor, bzw. den Redner hergestellt werden. Sie habe aber nicht „bloß Beweis- oder Belegfunktion“, sondern solle „am einsichtigen, anschaulichen, möglicherweise allgemein bekannten Fall einen schwer zugänglichen, spröden oder [[Abstraktion|abstrakten]] Sachverhalt“ erleuchten und hat somit „auch schmückende, unterhaltende, also emotional bewegende Wirkung“ und gehöre zu den [[Rhetorische Figuren|rhetorischen Figuren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rhetorik unterscheidet dabei drei Typen von Beispielen:&lt;br /&gt;
* Das Beispiel aus dem gegenwärtigen Leben, aus der unmittelbaren [[Zeitgeschichte]]. Der Glaubwürdigkeit würde nach Ueding hier einen hohen Wert eingeräumt, „da es aus einer wahren Begebenheit stammt, die allgemein bekannt ist oder nachgewiesen werden kann“.&lt;br /&gt;
* Das Beispiel aus der [[Geschichte]]. Das historische Exempel würde wohl am meisten gebraucht, da es „nicht nur auf Wahrheit beruhe, sondern darüber hinaus autoritätshaltig“ sei. Es ist – so Ueding – „auch das durch die Geschichte schon bewährte, durch vorbildliche historische Personen bekräftigte, in seinen Auswirkungen weitgehend überschaubare Geschehen, das die Überzeugungskraft der Tradition mitbringt“.&lt;br /&gt;
* Das poetische Exempel; seine Glaubwürdigkeit sei geringer, „weil ihm historische Wahrheit gar nicht oder nur in einem sehr vermittelten Sinne zukommt.“ Doch könne es „eine existenzielle, religiöse oder allgemein geistige Wahrheit vermitteln“ und so „in vielen Bereichen der öffentlichen Rede wirksamer, ja glaubwürdiger sein als das [[Empirie|empirisch]] stichhaltige Faktum.“ Beispielsweise wird in [[Ferdinand Freiligrath]]s [[Gedicht]] &amp;#039;&amp;#039;Hamlet&amp;#039;&amp;#039; von 1844, das mit der Zeile beginnt „Deutschland ist Hamlet“, der zaudernde Hamlet mit der politischen Situation des [[vormärz]]lichen Deutschlands verglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
Die Angabe von Beispielen erfolgt im deutschen Sprachgebrauch häufig mit der Formulierung &amp;#039;&amp;#039;zum Beispiel&amp;#039;&amp;#039;, die dann oft mit &amp;#039;&amp;#039;z. B.&amp;#039;&amp;#039; [[Abkürzung|abgekürzt]] wird. Die korrekte Schreibweise ist mit Punkten und Leerzeichen, in [[Österreich]] ist auch die Schreibweise ohne Punkte und Leerzeichen (&amp;#039;&amp;#039;zB&amp;#039;&amp;#039;) zulässig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://de.wiktionary.org/wiki/z._B.|titel=Wiktionary Eintrag zu z. B.|zugriff=2017-06-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Österreichisches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;. 43. Auflage. [[Österreichischer Bundesverlag|Österreichischer Bundesverlag Schulbuch GmbH &amp;amp; Co. KG]], Wien 2018, ISBN 978-3-209-10546-2, S. 856.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liber exemplorum ad usum predicantium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Günther Buck]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Immanuel Kant|Kants]] Lehre vom Exempel.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Archiv für Begriffsgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039; 11 (1967), S.&amp;amp;nbsp;148–183.&lt;br /&gt;
* Alexander Gelley (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Unruly Examples. On the Rhetoric of Exemplarity.&amp;#039;&amp;#039; Stanford University Press, Stanford, CA 1995, ISBN 0-8047-2490-3.&lt;br /&gt;
* Jens Ruchatz, Nicolas Pethes, Stefan Willer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Beispiel. Epistemologie des Exemplarischen.&amp;#039;&amp;#039; Kadmos, Berlin 2007, ISBN 978-3-86599-038-9.&lt;br /&gt;
* Christian Lück, Michael Niehaus, Peter Risthaus, Manfred Schneider (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Archiv des Beispiels. Vorarbeiten und Überlegungen.&amp;#039;&amp;#039; Diaphanes, Zürich-Berlin 2013, ISBN 978-3-03734-252-7.&lt;br /&gt;
* [[Daniel Schäfer (Medizinhistoriker)|Daniel Schäfer]]: &amp;#039;&amp;#039;Langlebige Beispiele. Überlegungen zur Funktion und Gestaltung historischer Exempla für ein hohes Alter in der diätetischen Literatur der frühen Neuzeit.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Würzburger medizinhistorische Mitteilungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 22, 2003, S. 188–203.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://beispiel.germanistik.rub.de/ &amp;#039;&amp;#039;Archiv des Beispiels&amp;#039;&amp;#039;] Datenbank zur Erforschung des Beispielgebrauchs in den Wissensdiskursen der Moderne.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://ub-deposit.fernuni-hagen.de/receive/mir_mods_00001320 z.&amp;amp;nbsp;B. Zeitschrift zum Beispiel]&amp;#039;&amp;#039; Literatur-, medien- und kulturwissenschaftliche Online-Zeitschrift zur Erforschung von Beispielen und ihrem Gebrauch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4144383-4|LCCN=sh/85/46090}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rhetorischer Begriff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosophie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Speravir</name></author>
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