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	<title>Beiname - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Beiname&amp;diff=109806&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Joerg 130: /* Städtebeinamen */ Warburg: Wikilink</title>
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		<updated>2026-03-22T18:30:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Städtebeinamen: &lt;/span&gt; Warburg: Wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zu Beinamen von Siedlungsnamen siehe [[Ortsname#Beinamen von Orten]].}}&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beiname&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Latein|lateinisch]] {{lang|la|&amp;#039;&amp;#039;agnomen&amp;#039;&amp;#039;}}) ist ein zusätzlicher [[Personenname]], der einer Person beigegeben wird, um sie genauer zu bezeichnen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.pons.com/%C3%BCbersetzung/deutsche-rechtschreibung/Beiname Beiname auf PONS]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dwds.de/wb/Agnomen Agnomen auf dwds.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Unterschied zum [[Übername]]n ist der Beiname grundsätzlich ein offizieller, unverzichtbarer Namensbestandteil,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor =[[Konrad Kunze]] |Titel =dtv-Atlas Namenkunde. Vor- und Familiennamen im deutschen Sprachgebiet | Jahr=1998 |Seiten =11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; diese Unterscheidung wird aber in der Fachliteratur nicht überall in diesem Sinne getroffen, und in der Namensgutentwicklung sind die Grenzen oft fließend. Die [[Namenkunde]] spricht denn auch für die mittelalterliche Zeit von (noch unfesten) Beinamen, welche die jeweilige Trägerperson charakterisieren (Aussehen, Beruf, Charakter) und die sich später oft zu [[Familienname]]n verfestigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der von den [[Römisches Reich|Römern]] als &amp;#039;&amp;#039;[[Cognomen]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete Beiname etwa ist der dritte Namensbestandteil der regulären [[Römischer Name|römischen Namensgebung]] &amp;#039;&amp;#039;(tria nomina)&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dwds.de/wb/Kognomen Kognomen auf dwds.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele von unverzichtbaren Namensbestandteilen ==&lt;br /&gt;
* [[Karl der Kühne|Karl &amp;#039;&amp;#039;der Kühne&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
* [[Heinrich der Seefahrer|Heinrich &amp;#039;&amp;#039;der Seefahrer&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
* [[Pippin der Kleine|Pippin &amp;#039;&amp;#039;der Kleine&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
* [[Karl der Große|Karl &amp;#039;&amp;#039;der Große&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele für mittelalterliche Beinamen, die heute Familiennamen sind ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hans Rot:&amp;#039;&amp;#039; ein Hans mit roten Haaren oder ein Hans, dessen Vorfahren rote Haare hatten (heutige Geschlechtsnamen &amp;#039;&amp;#039;Rot, Roth, Rott, Rodt&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hans Schmid:&amp;#039;&amp;#039; ein Hans, der Schmied war oder einen Schmied zum Vorfahren hatte (heutige Geschlechtsnamen &amp;#039;&amp;#039;Schmid, Schmied, Schmidt, Schmitt&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hans Wüeterich:&amp;#039;&amp;#039; ein Hans, der zu Jähzorn neigte oder einen solchen Vorfahren hatte (heutige Geschlechtsnamen &amp;#039;&amp;#039;Wütrich, Wüthrich, [[Wüterich (Person)|Wüterich]], Wütherich&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele von Römern ==&lt;br /&gt;
* Publius Cornelius Scipio Nasica &amp;#039;&amp;#039;Corculum&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Publius Cornelius Scipio &amp;#039;&amp;#039;Africanus&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da [[Cognomen]] und Agnomen sich ähneln, ist es oft schwer, zwischen ihnen zu unterscheiden. Das Agnomen hat ungefähr die Funktion des früheren Cognomen übernommen, da dieses vererbbar wurde. Aus diesem Grund wurde das Agnomen hinter das Cognomen gestellt, um eine weitere Unterscheidung zu ermöglichen. Bei Publius Cornelius Scipio Africanus ist zum Beispiel &amp;#039;&amp;#039;Scipio&amp;#039;&amp;#039; das Cognomen und &amp;#039;&amp;#039;Africanus&amp;#039;&amp;#039; das Agnomen. Das Agnomen wird bei manchen Schriftstellern auch als „cognomen“ bezeichnet (z.&amp;amp;nbsp;B. bei Paasch), Beinamen wie &amp;#039;&amp;#039;Africanus&amp;#039;&amp;#039; als „cognomen ex virtute“. Für diese Ansicht Paaschs sprechen auch die entsprechenden Wörterbucheinträge bspw. bei [[Karl Ernst Georges|Georges]]. Zu beachten ist weiterhin, dass sich die Namensgebung im Laufe der Zeit stark geändert hat. Bereits im 1.&amp;amp;nbsp;Jh. v.&amp;amp;nbsp;Chr. kam das Praenomen als Name außer Gebrauch – Brüder führten oft dasselbe Praenomen. In der Kaiserzeit dann löste sich das hergebrachte römische Namenssystem weitgehend auf und es kam zur sog. Polyonymie, d.&amp;amp;nbsp;h. einzelne Personen trugen oft mehrere Praenomina, mehrere [[Gentilname]]n und mehrere Cognomina.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Akademische Beinamen ==&lt;br /&gt;
In der Tradition Gelehrter Gesellschaften wurden akademische Beinamen als Agnomen, später [[Cognomen]] bezeichnet. Die akademischen Beinamen der Mitglieder der [[Leopoldina]], anfangs (ab 1652) den Gründern und Mitgliedern mit erfüllter Arbeitsaufgabe vorbehalten, wurden seit 1668 gelegentlich und seit 1681 regelmäßig bei Eintritt in die Gesellschaft verliehen. Dieser Brauch wurde bis 1872 beibehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Städtebeinamen ==&lt;br /&gt;
Auch bei [[Ortsname|Städtenamen]] waren in einer Zeit ohne offizielle Länderkennungen oder Postleitzahlen [[Ortsname#Bei- und Übernamen|Beinamen]] notwendig, um gleiche Namen voneinander unterscheiden zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Förstemann: &amp;#039;&amp;#039;Die deutschen Ortsnamen.&amp;#039;&amp;#039; Nortdausen 1863, S. 224 ([https://books.google.de/books?id=s7-pv72bkbgC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Online]).&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;[[Mühlhausen|Mühlhausen/Mülhausen]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Rotenburg|Rotenburg/Rothenburg]]&amp;#039;&amp;#039; tauchen im deutschen Sprachraum mehrfach auf, der Städtename &amp;#039;&amp;#039;[[Neustadt (Ortsname)#Verbreitung|Neustadt]]&amp;#039;&amp;#039; ist gar mehrere Dutzend Mal vorhanden. Um die Städte voneinander unterscheiden zu können, erhielten sie [[Toponym#Klassifikation der Toponyme|Toponyme]] als Beinamen, mit denen über die zusätzliche Nennung von Flüssen ([[Frankfurt am Main]]), Inseln ([[Burg auf Fehmarn]]), Landesnamen ([[Preußisch Ströhen]] und [[Ströhen (Wagenfeld)|Hannoversch Ströhen]]), als [[Bergstadt|Bergstädte]] ([[Bergstadt Bad Grund (Harz)|Bad Grund (Harz)]]) bzw.&amp;amp;nbsp;an einem Berg ([[Neustadt am Rübenberge]]) oder Landschaftsnamen ([[Bormio|Worms im Veltlin]]) eine Unterscheidung ermöglicht werden sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa Ulrich Hussong: [https://www.marburg.de/de/96655 &amp;#039;&amp;#039;Marburg „an der Lahn“. Die Beinamen der Stadt Marburg.&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem gab und gibt es politisch intendierte Städtebeinamen (z.&amp;amp;nbsp;B. Wilhelm-Pieck-Stadt [[Guben]], Landeshauptstadt [[Düsseldorf]]) oder historisch bedingte Beinamen (z.&amp;amp;nbsp;B. Oranienstadt [[Dillenburg]]). Seit einer [[Liste der Städte und Gemeinden mit Namenszusatz in Nordrhein-Westfalen|Gemeinderechtsänderung in Nordrhein-Westfalen]] im Jahr 2011 gaben sich mehrere Städte werblich intendierte Beinamen (z.&amp;amp;nbsp;B. Stadt der [[Fernuniversität in Hagen|FernUniversität]] [[Hagen]]) oder Hansestadt [[Warburg]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.sueddeutsche.de/kultur/staedte-verpassen-sich-absurde-beinamen-heimat-der-fernwaerme-1.1322857 |titel=Heimat der Fernwärme |werk=[[sueddeutsche.de]] |datum=2012-03-31 |zugriff=2018-03-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Beinamen Odins]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{RE|I,1|832||Agnomen|[[August Mau]]|RE:Agnomen}}&lt;br /&gt;
Allgemein: in Epigraphik-Büchern, so z.&amp;amp;nbsp;B. (sehr ausführlich und deutsch):&lt;br /&gt;
* Knud Paasch: &amp;#039;&amp;#039;Inscriptiones Latinae: Eine illustrierte Einführung in die lateinische Epigraphik&amp;#039;&amp;#039;. Odense University Press, 1990.&lt;br /&gt;
Einen Überblick gibt auch:&lt;br /&gt;
* [[Ernst Meyer (Historiker)|Ernst Meyer]]: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die lateinische Epigraphik&amp;#039;&amp;#039;. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1973, 3. Auflage 1991.&lt;br /&gt;
Populärwissenschaftlich:&lt;br /&gt;
* [[Reinhard Lebe]]: &amp;#039;&amp;#039;War Karl der Kahle wirklich kahl? Historische Beinamen und was dahintersteckt.&amp;#039;&amp;#039; dtv, München 1990, ISBN 3-423-11303-0 (zuerst Haude und Spener, Berlin 1969).&lt;br /&gt;
Akademische Beinamen der Leopoldina:&lt;br /&gt;
* [[Johann Daniel Ferdinand Neigebaur]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Kaiserlichen Leopoldino-Carolinischen deutschen Akademie der Naturforscher während des zweiten Jahrhunderts ihres Bestehens.&amp;#039;&amp;#039; [[Frommann-Holzboog Verlag|Friedrich Frommann]], Jena 1860, S. 188 ([https://archive.org/stream/geschichtederka00neiggoog#page/n212/mode/2up archive.org]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Beiname}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4144373-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroponymie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Joerg 130</name></author>
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