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	<title>Beil - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>~2025-43301-1: Link</title>
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		<updated>2025-09-07T21:29:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Kitchen hatchet full view.jpeg|mini|Beil]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{gohS|bīhal}}, {{angS|&amp;#039;&amp;#039;bil&amp;#039;&amp;#039;}} ‚Hiebschwert‘) ist die kleinere, einhändig geführte Variante der zweihändig geführten &amp;#039;&amp;#039;[[Axt]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Gegenwartsdeutschen als altertümlich empfundene Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;[[Barte (Heraldik)|Barte]]&amp;#039;&amp;#039; konnte Äxte wie auch Beile meinen und wird noch im historischen Kontext (Archäologie, Mediävistik, Heraldik) verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Klinge|Schneide]] des Beils kann für spezifische Aufgaben besonders lang sein, z.&amp;amp;nbsp;B. als Behaubeil im Zimmererhandwerk oder als [[Richtbeil (Strafvollzug)|Richtbeil]] des [[Henker]]s. Beile, die als Waffe verwendet werden, können in der Schneidenbreite je nach Zeitalter und kultureller Herkunft stark variieren. Die Schneide kann fast ohne Krümmung sein, wenn es für präzise Holzarbeiten bestimmt ist (Tischler- oder Schreinerbeil).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Dieses kurzstielige Gerät wird als [[Waffe]] und als [[Werkzeug]] verwendet. Das Beil wird zum Schlagen und Schneiden benutzt. Daher sind Haus und Kopf bei Qualitätswerkzeugen immer geschmiedet. Das Beil ist leichter (bis etwa 800 g) und der Stiel etwa halb so lang wie bei einer Axt und kann daher mit einer Hand geführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beile als Werkzeug ==&lt;br /&gt;
Im Vergleich mit der Axt ist der Einsatzbereich durch den kürzeren Stiel, den leichteren Kopf und die daraus resultierende geringere Wucht auf genauere und feinere Arbeiten eingeschränkt. So wird das Beil z.&amp;amp;nbsp;B. zur Holzgewinnung in kleineren Mengen, oft auch auf Grund des geringeren Gewichts für unterwegs, und zum Zurichten mittlerer Holzstücke verwendet. Im Werkzeughandel sind zahlreiche Klingenformen für spezielle Anwendungen bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Spezial-Beilformen im Werkzeughandel [https://archive.org/details/josef-bratmann-katalog-1928/page/n3/mode/2up Josef Bratmann: &amp;#039;&amp;#039;Werkzeugkatalog von 1928&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachfolgend ein kleiner Ausschnitt der bekannten Beilarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bildhauerbeil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; hat bei manchen Versionen eine lange, gebogene Schneide mit breiter Schneidfase, die das [[bildhauer]]ische Bearbeiten von Holz erleichtert. Der Stiel ist gebogen, um auf kleinem Raum mit wenig Kraftaufwand ausreichend [[Impuls|Wucht]] zu erreichen und gleichzeitig mit der Hand nah am Kopf des Beils kontrollierte Arbeiten ausführen zu können.&lt;br /&gt;
# Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tischlerbeil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; hat eine gerade, lange und dünne Schneide, wodurch eine gleichmäßige Hiebfläche entsteht. Durch die geschmiedete Aussparung im Kopf des Beils (= &amp;quot;Bartbeil&amp;quot;) kann die Hand fast unmittelbar hinter der Schneide gehalten werden, was Stabilität und Genauigkeit erhöht. Der Stiel ist gerade. Die flache und gerade Form des Beils eignet sich ausgezeichnet zur Bearbeitung von trockenem [[Holz]] und war somit für das [[Tischler]]handwerk von Bedeutung.&lt;br /&gt;
# Bei den [[Feuerwehr]]en vieler Länder ist ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Feuerwehrbeil]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in seiner Funktion als [[Mehrzweckwerkzeug]] Bestandteil der [[Persönliche Ausrüstung von Feuerwehrangehörigen|persönlichen Schutzausrüstung]] jedes einzelnen [[Feuerwehrmann]]s.&lt;br /&gt;
# [[Datei:WiesenBeil.JPG|miniatur|Restauriertes Wiesenbeil]] Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wiesenbeil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein wichtiges Werkzeug des [[Wiesenbauer]]n. Es wurde verwendet, um [[Wiesenbewässerung|Be-]] oder [[Entwässerung]]sgräben in Wiesen anzulegen. Dazu wurden mit dem Beil zwei Linien in der vorgesehenen Breite des Grabens in das Wiesenstück geschlagen und dabei die [[Grasnarbe]] durchtrennt. Das Mittelstück wurde zu [[Grassode]]n zerteilt und entnommen. Weiterhin wurde es zum Unterhalt der bestehenden Gräben oder zur Ableitung von Regenwasser an Straßen und Wegesrändern verwendet. Zur [[Wiesenbewässerung]] wurde der Bach mit diesen Grassodenstücken aufgestaut. [[Köhler]] benutzten das Wiesenbeil ebenfalls, um rechteckige Soden (Wasenstücke) aus Wiesen zu entnehmen, um damit ihre [[Kohlenmeiler|Meiler]] abzudecken.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv|text=Köhlertage |url=http://www.koehlertage.de/aufbau.html |wayback=20080915180454  }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Andere Bezeichnungen waren auch: &amp;#039;&amp;#039;Grabaxt, Grabenhaue und Doppellangblatthacke&amp;#039;&amp;#039;. Dies waren Kombigeräte des Wiesenbeils. Mit der an der Grabaxt angebrachten Haue (Wiedehopfhacke) wurde das Material aus dem Graben gehoben. Am Grundstückende wurde damit das Gras abgekantet, wenn es in die Ackerfurche gewachsen war.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv|text=Ausstellung historischer Produkte |url=http://www.geiserschmiede.de/content/ausstellung/produkte.htm |wayback=20070928140049  }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Campingbeil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Multifunktionswerkzeug für Camper. Es ist ein sehr kleines und leichtes Beil, das auf der Rückseite einen Hammerkopf mit Flachbahn aufweisen kann. Am Beilblatt können sich seitliche Aussparungen zum Nägel ziehen und Flaschen öffnen etc. befinden. Der Stiel weist am Ende eine Bohrung für eine Hängeschlaufe auf. Spezielle Varianten können im Stielende zusätzlich eine Flachschraubendreherklinge haben, die auch zum Schaben oder Knippen verwendet werden kann. Ebenso gibt es neuzeitliche Aufnahmen für Bit-Einsätze. [[Datei:Campingbeil vor Messraster.jpg|miniatur|Campingbeil vor Messraster für Größenangabe. Es handelt sich um ein Beil aus einer DDR-Produktion]]&lt;br /&gt;
# Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hackbeil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch [[Hackmesser]]) wird in der Metzgerei zum Trennen von Gelenken und Zerhacken von Knochen verwendet. Das Hackbeil hat üblicherweise eine bis ca. 30 cm lange, manchmal gerade Schneide, die einen [[Ballenschliff|balligen Schliff]] aufweist. Damit ist sie robust genug, auch Knochen zu zerbrechen. Im Gegensatz zu anderen Beilen hat diese Version meist eine Flachangel wie ein Messer und ist nicht eingestielt. Es gibt große, beidhändig geführte Versionen, die früher in Schlachthäusern verwendet wurden.&lt;br /&gt;
# Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Handbeil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird vorzugsweise von [[Zimmerer|Zimmerleuten]] benutzt und weist eine lange, schwach gekrümmte Schneide von etwa 20 cm Länge und einen Stiel von 40 bis 45 cm Länge auf. Das Öhr ist abgerundet und hat einen verstählten Hackenteil, der als Hammer benutzt wird und häufig feilenartig angeraut ist. Das deutsche Handbeil hat eine 15 cm lange Schneide, die stark gekrümmt ist. Das englische Handbeil hat eine 17 cm lange Schneide, die fast gerade verläuft. Beides sind Beile, wie sie im [[Küfer|Böttcherhandwerk]] benutzt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Günther Heine: &amp;#039;&amp;#039;Das Werkzeug des Schreiners und Drechslers&amp;#039;&amp;#039;. Schäfer, Hannover 1990, ISBN 3-88746-228-9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Klauenbeil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist meist an der Rückseite des Klingenkopfs mit zwei parallelen, gebogenen Zinken versehen, die es ermöglichen, Nägel zu ziehen.&lt;br /&gt;
# Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Tüllenbeil]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man eine spezielle Form des Beilkopfes. Dabei wird der Stiel nicht von einem „Auge“ im sog. Beilhaus, sondern von einer Tülle aufgenommen. Gegossene Tüllenbeile waren eine Leitform der spätbronzezeitlichen [[Urnenfelderkultur]] in Mitteleuropa.&lt;br /&gt;
# Das breiteste und schwerste Werkzeugbeil ist das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Breitbeil]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Es wird zweihändig geführt und dient dem Zuhauen von Stämmen zu [[Balken]] in der [[Zimmerei]]. Daher wird es auch [[Beschlagbeil]] genannt.&amp;lt;br /&amp;gt;Beschlagbeile gibt es grundsätzlich in drei Versionen. Am verbreitetsten ist das einseitig (rechts) angeschliffene Beil für [[Rechtshänder]]. Der Tüllenkopf liegt oberhalb der Klingenebene, der meist ovale Stiel ist nach rechts ausgestellt und relativ kurz, um Arbeiten am Holz entlang zu vereinfachen, ohne dass man sich die Fingerknöchel verletzt. Der zu bearbeitende Stamm liegt rechts vom [[Zimmerer|Zimmermann]], wenn dieser nicht sogar darauf kniet. In dieser Arbeitshaltung wird die mögliche Verletzung des rechten Beins vermieden.&amp;lt;br /&amp;gt;In der geraden Version liegt die Beilschneide mittig, ist beidseitig angeschliffen und so für vielfältige Arbeiten zu verwenden. Eine seltenere Form sind Beschlagbeile für [[Linkshänder]]. Diese sind, prinzipiell vergleichbar mit den Rechtshänderbeilen, ebenfalls einseitig angeschliffen, wobei der Schliff auf der linken Seite liegt und der Stiel nach links ausgestellt ist. Der Zimmermann steht nun rechts vom Balken und arbeitet mit der Linken. In dieser gebeugten Haltung ist das beidhändige Arbeiten äußerst anstrengend und kann nur kurze Zeit durchgehalten werden.&amp;lt;br /&amp;gt;Mit Beschlagbeilen lassen sich aufgrund der langen Schneide plane Fläche herstellen und grobe Verbindungen zwischen Hölzern schön herausarbeiten. Bis zu drei Kilogramm Gewicht ist nicht ungewöhnlich, ein gewöhnliches Beil hat maximal ca. 800&amp;amp;nbsp;g.&lt;br /&gt;
#Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Daxgrai]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; stellt eine in Süddeutschland und dem Alpenraum verbreitete spezialisierte Form eines Beils zum [[Ausasten]] von [[Nadelbaum|Nadelbäumen]] und zum Zerkleinern der [[Ast|Äste]] dar (ähnlich einer [[Hippe (Werkzeug)|Hippe]] oder eines Hackmessers), bei dem die [[Klinge]] mit dem Handgriff fest verbunden ist und die verlängerte Schneide zum Abschlagen der Äste vom Baum oder Zerkleinern von Ästen auf einem [[Hackklotz]] gegenüber dem Griffstück nach vorne verlängert ist.&lt;br /&gt;
#Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Kaukamm]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Grubenbeil]] mit einseitig geschliffener Klinge. Es wird zur Bearbeitung des [[Grubenausbau]]s im [[Bergbau]] verwendet. &lt;br /&gt;
#Beim Querbeil oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dechsel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; liegt die Schneide quer zur Stielachse und ist leicht löffelartig gebogen. Es dient zum Aushöhlen von Holzwerkstücken, z.&amp;amp;nbsp;B. Trommelgehäusen, Einbaumbooten oder großen Gefäßen. Der Dechsel konnte unterschiedliche Größen je nach auszuführender Arbeit haben und war das Standardwerkzeug z.&amp;amp;nbsp;B. des Mollenhauers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beile als Gerät im Strafvollzug ==&lt;br /&gt;
Das [[Richtbeil (Strafvollzug)|Richtbeil]] wurde von [[Scharfrichter]]n benutzt, um Urteile zu vollstrecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beile als Waffe ==&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039; Ärmchenbeil&amp;#039;&amp;#039; aus der [[Hallstattzeit]] war aus Eisen und etwa 20&amp;amp;nbsp;cm lang. Es wurde vermutlich als Kriegswaffe im Nahkampf und zum Wurf verwendet. Sehr bekannt ist der [[Tomahawk]], das Beil der [[Indianer]], oder die [[Franziska (Waffe)|Franziska]] der [[Franken (Volk)|Franken]]. Ein auf einer langen Stange befestigtes Beil wurde in der Wikingerzeit &amp;#039;Dänenaxt&amp;#039; genannt, sehr viel später und in veränderter Form als [[Hellebarde]] bezeichnet (&amp;#039;&amp;#039;Helle&amp;#039;&amp;#039; ‚Stiel‘ oder ‚Handhabe‘ und &amp;#039;&amp;#039;Barte&amp;#039;&amp;#039; ‚Beil‘).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Streitbeil}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archäologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Tunnackig yxa fr Segerstads socken 2M16-674-1.jpg|mini|Dünnnackiges Beil von Segerstad – 45,8 cm lang]]&lt;br /&gt;
Die großen Feuersteinbeile gehören neben der Keramik zu den wichtigen typochronologischen Leitformen des nordischen Neolithikums. Die Formen werden im Wesentlichen durch die Form des Beilkörpers, die Gestaltung des Nackens und die Art des Schliffs unterschieden. Die Geräte sind in spitz-, dünn- und dicknackige Geräte gegliedert, die den verschiedenen zeitlichen Stufen des Früh- bis Mittelneolithikums zugeordnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dünnackigen Flintbeile stellen eine der Leitformen innerhalb der nordischen [[Trichterbecherkultur]] (TBK) dar. Die Gerätegruppe wurde in den letzten 50 Jahren umfassend untersucht. Mit Hilfe einer statistischen Analyse von knapp 2000 Geräten aus dem nördlichen Schleswig-Holstein konnten neue Erkenntnisse gewonnen werden. Im Zentrum des Interesses standen dabei die Vergleiche der Längen-&lt;br /&gt;
und Dickenmaße unterschiedlich bearbeiteter Geräte. Die Untersuchungen erweitern die Kenntnisse zum täglichen Gebrauch der Beile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Definition ===&lt;br /&gt;
[[Datei:FlachbeiHu.jpg|miniatur|Klinge eines kupfernen Flach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;beils&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; des Endneolithikums oder der Frühbronzezeit aus Ungarn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im abweichenden Sprachgebrauch der Archäologie haben [[Axt|Äxte]] ein Stielloch (= Auge), [[Steinbeil (Steinzeit)|Beile]] keines. Die Klassifikation ist unabhängig von Material (Bronze, Eisen, Geweih, Kupfer, Stein), Handhabung (ein- oder zweihändig) und Verwendung. Allerdings gibt es auch kleine Steinbeile mit gebohrtem Stielauge.&lt;br /&gt;
: {{Siehe auch|Schäftung (Vor- und Frühgeschichte)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Terminologie ist historisch mit dem Begriff [[Streitaxt]] gewachsen und weicht von der handwerklich gebräuchlichen Bezeichnung ab:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klemm&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur| Autor = Gustav Klemm| Titel = Handbuch der germanischen Alterthumskunde.| Verlag= Walther| Ort = Dresden| Jahr = 1836| Online= {{Google Buch| BuchID = e-kBAAAAYAAJ| Seite = 249| Hervorhebung= streitaxt| Linktext = Online lesen}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier sind Beile kurzstielige, einhändige Schlagwerkzeuge (militärisch: &amp;#039;&amp;#039;Barte&amp;#039;&amp;#039;, etymologisch zum &amp;#039;&amp;#039;Bart&amp;#039;&amp;#039; des Schlüssels, vgl. hierzu auch den heraldischen Fachbegriff [[Barte (Heraldik)|Barte]]), immer mit längs stehendem Blatt, während quer stehende Schneiden als &amp;#039;&amp;#039;[[Dechsel]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Hacke (Werkzeug)|Hacke]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet werden. Die [[Franziska (Waffe)|Franziska]], im archäologischen Verständnis eine „Streitaxt“,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klemm&amp;quot; /&amp;gt; wird in der heutigen Nomenklatur der [[Blankwaffe]]n als „Wurfbeil“ bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Seifert: &amp;#039;&amp;#039;Fachwörterbuch der Blankwaffenkunde. Deutsches ABC der europäischen Trutzwaffen.&amp;#039;&amp;#039; Eigenverlag, Haiger 1981, 46 S.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Steinbeil ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Feuersteinaxt.jpg|miniatur|Steinzeitliches Flintbeil ([[Trichterbecherkultur|TBK]]); Länge 31&amp;amp;nbsp;cm]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Steinbeil (Steinzeit)|Steinbeil]]e sind seit dem [[Mesolithikum]] bekannt ([[Kernbeil|Kern-]] und [[Scheibenbeil]]e aus geschlagenem Feuerstein). Aus Irland ([[Ferriter’s Cove]]) und Skandinavien sind auch mesolithische geschliffene Beile belegt. Auch in der mesolithischen [[Bestattung von Bad Dürrenberg]] wurde ein geschliffenes Flachbeil aus schwarzem [[Hornblende]]schiefer gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Judith M. Grünberg: &amp;#039;&amp;#039;Mesolithische Bestattungen in Europa. Ein Beitrag zur vergleichenden Gräberkunde.&amp;#039;&amp;#039; Internationale Archäologie, Band 40, Rahden, Leidorf 2000&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das [[Neolithikum]] sind geschliffene Beile aus Felsgestein typisch.&amp;lt;ref&amp;gt;J. Winiger: &amp;#039;&amp;#039;Ein Beitrag zur Geschichte des Beils.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Helvetia Archaeologica&amp;#039;&amp;#039; 45/48, 1981, S. 161–188&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits in der ältesten bäuerlichen Kultur Mitteleuropas, der [[Linearbandkeramische Kultur|Bandkeramik]], wurde [[Amphibolit]] als Rohmaterial für die damals üblichen [[Dechsel (Archäologie)|Dechsel]] (auch „[[Schuhleistenkeil]]e“ genannt) verhandelt.&amp;lt;ref&amp;gt;A.-M. Christensen, P. M. Holm, U. Schuessler und Jörg Petrasch: &amp;#039;&amp;#039;Indications of a major Neolithic trade route? An archaeometric geochemical and Sr, Pb isotope study on amphibolitic raw material from present day Europe.&amp;#039;&amp;#039; Applied Geochemistry 21/10, 2006, S. 1635–1655&amp;lt;/ref&amp;gt; Andere neolithisch verwendete Materialien sind [[Basalt]], [[Diabas]], [[Jadeit]] und [[Dolerit]]. Solche Rohmaterialien wurden teilweise über weite Entfernungen gehandelt, zum Beispiel der westalpine Jadeit, der bis nach Großbritannien &amp;#039;&amp;#039;(Sweet-track jade)&amp;#039;&amp;#039; und die Bretagne gelangte.&amp;lt;ref&amp;gt;Pierre Pétrequin, M. Errera, A. M. Pétrequin, P. Allard: &amp;#039;&amp;#039;The neolithic quarries of Mont Viso (Piedmont, Italy). Initial radiocarbon dates.&amp;#039;&amp;#039; European Journal of Archaeology 9/1, 2006, S. 7–30&amp;lt;/ref&amp;gt; In einigen jungsteinzeitlichen Kulturen wie der [[Trichterbecherkultur]] und der [[Kugelamphorenkultur]] wurden Beile aus [[Feuerstein]] zugeschlagen und anschließend mehr oder weniger vollständig überschliffen. Die europaweit zu findenden Jadeit-Prunkbeile der Jungsteinzeit stammen vom [[Monte Viso]] und [[Monte Beigua]]. Steinbeile wurden bis in die [[späte Bronzezeit]] genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kupfer- und Bronzebeile ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Mittelständiges Lappenbeil Tüllenbeil.jpg|mini|Mittelständiges Lappenbeil (oben) und Tüllenbeil (unten) aus der mittleren bzw. späten Bronzezeit aus dem Stadtmuseum Wels (OÖ)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bisher ersten Nachweise mittels [[Verhüttung]] gewonnener Kupferbeile stammen aus dem 6.&amp;amp;nbsp;vorchristlichen Jahrtausend im heutigen Serbien ([[Pločnik (Archäologischer Fundplatz)|Pločnik]])&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;7500 Jahre alte Werkzeuge.&amp;#039;&amp;#039; |url=http://www.n-tv.de/wissen/fundsache/7500-Jahre-alte-Werkzeuge-article515581.html |wayback=20131005003118  }} Nachricht auf [[n-tv]], 22. September 2009 (abgerufen am 2. Oktober 2013)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Angelika Franz: &amp;#039;&amp;#039; {{Webarchiv|text=Archäologen rätseln über 7000 Jahre alte Kupferfunde |url=http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,734391,00.html |wayback=20120512130027  }}&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Spiegel Online]]&amp;#039;&amp;#039; vom 27. Dezember 2010 (abgerufen am 2. Oktober 2013)&amp;lt;/ref&amp;gt;. Deren Klingen wurden bereits kalt [[Schmieden|ausgeschmiedet]] und somit [[Verfestigung (Werkstoffkunde)|oberflächlich verfestigt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tuellenbeil.jpg|mini|Absatzbeil, Fundort: Pösing, Cordonhaus Cham]] Flachbeile aus Kupfer sind v.&amp;amp;nbsp;a. aus der [[Michelsberger Kultur]] und der [[Trichterbecherkultur]] bekannt. Sie bestanden aus reinem Kupfer oder Kupfer mit natürlichen Verunreinigungen. So ist etwa das Beil der [[Ötzi|Similaun-Mumie]] aus fast reinem Kupfer gefertigt. Später wurde mit Arsen, Antimon, Blei und Zinn legiert. Die ersten Beilformen der Bronzezeit sind die [[Flachbeil]]e, gefolgt von [[Randleistenbeil]]en. [[Absatzbeil]]e, [[Lappenbeil]]e und [[Tüllenbeil]]e (meist mit einer Öse) folgen ab der mittleren Bronzezeit. Absatzbeile haben einen Absatz zwischen der Klinge und dem Stielansatz, der die Spaltung des Stiels durch die Schlagwirkung verhindern sollte. Sie gelten deshalb als Weiterentwicklung des Randleistenbeils. Tüllenbeile können auf gerade oder natürlich gebogene Stiele (sog. Knieholz) gesetzt sein. Sie laufen bis in die frühe Eisenzeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Bartenhauer]], Werkzeugschmied, der auch &amp;#039;&amp;#039;Barten&amp;#039;&amp;#039; (= mittelalterliche Bezeichnung für ‚Beile‘) herstellt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Beil}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Hatchets|Beil}}&lt;br /&gt;
* [https://hobelaxt.wordpress.com/ &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hobel und Axt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; alte Holzbearbeitungswerkzeuge]&lt;br /&gt;
* [https://www.spektrum.de/news/neolithische-axt-samt-schaft-in-daenemark-entdeckt/1320308 Beilfund (fälschlich als Axtfund bezeichnet) von Rødbyhavn]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4140714-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beil| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Axt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[da:Økse]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-43301-1</name></author>
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