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	<title>Begleitalkohol - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T06:51:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Begleitalkohol&amp;diff=1691936&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Liebigkühler: + 2 Links (B. Brinkmann, B. Madea)</title>
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		<updated>2026-04-11T10:00:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+ 2 Links (B. Brinkmann, B. Madea)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Begleitalkohole&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fuselalkohole&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) entstehen neben [[Ethanol]] als Teilfraktion der [[Fuselöle]] bei [[Gärung]]sprozessen zur Getränkeerzeugung. Typische Begleitalkohole sind [[Methanol]], [[n-Propanol|&amp;#039;&amp;#039;n&amp;#039;&amp;#039;-Propanol]] und [[Isobutanol]], die [[Butanole]], die [[Amylalkohole]] sowie [[Hexanol]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Rechtsmedizin]] wurde in den letzten Jahrzehnten der Begriff Fuselalkohole durch den Begriff Begleitalkohole ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten der Begleitalkohole wie &amp;#039;&amp;#039;n&amp;#039;&amp;#039;-Propanol und Isobutanol entstehen während der alkoholischen Gärung durch Prozesse, an denen [[Hefen]] und [[Bakterien]] beteiligt sind. Dabei sind anders als bei Ethanol nicht [[Zucker]], sondern [[Aminosäuren]] die Ausgangsprodukte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Methanol dagegen bildet sich bei der Getränkeherstellung nicht durch Gärung, sondern durch Spaltung von [[Pektin]]en, die vor allem in den Schalen von Früchten enthalten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konzentration in alkoholischen Getränken ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Ethanolgehalt je nach Getränk zwischen 4 und 400&amp;amp;nbsp;g/l liegt, sind die Konzentrationen der Begleitalkohole in den Getränken im Vergleich zur Ethanolkonzentration erheblich geringer und reichen meist von weniger als 1 mg/l bis zu 6000 mg/l. Bei Wodka liegt das Verhältnis meist über dem Faktor 1:1000 (Begleitalkohole:Ethanol). [[Obsttresterbrand]] darf dagegen nach der [[Verordnung (EG) Nr. 110/2008 (Spirituosenverordnung)]] bis zu 15&amp;amp;nbsp;g Methanol pro Liter Reinalkohol enthalten, was etwa 6&amp;amp;nbsp;g Methanol pro Liter Obsttresterbrand entspricht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{EU-Verordnung|2008|110|titel=des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Februar 2008}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier liegt das Verhältnis Begleitalkohole:Ethanol bei etwa 1:50.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verschiedene Getränkesorten unterscheiden sich außer im Gehalt an Ethanol auch im Muster und in den Konzentrationen der Begleitalkohole. Bei Obstbränden können zum Beispiel Methanolgehalte bis 5000 mg/l erreicht werden, während etwa [[Wodka]] praktisch frei von Begleitalkoholen ist. Der hohe Methanolgehalt von [[Obstbrand]] ist darauf zurückzuführen, dass nicht nur der ausgepresste Saft, sondern ganze Früchte inklusive der [[Kerngehäuse]] und Schalen zerkleinert, [[Maischen|eingemaischt]] und [[Gärung|vergoren]] werden. Auch Fruchtsäfte, die nach Lebensmittelrecht als alkoholfrei gelten, können bis zu 180 mg/l Methanol enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Tabelle zeigt exemplarisch den Ethanol- und Begleitalkoholegehalt einzelner Getränkeproben verschiedener Getränke:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Getränk                   !! [[Ethanol]] (g/L)    !! [[Methanol]] (mg/L)     !! [[n-Propanol|&amp;#039;&amp;#039;n&amp;#039;&amp;#039;-Propanol]] (mg/L) !![[Isobutanol]] (mg/L)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  [[Williamsbirne]]            ||    316           ||     5140            ||     173         ||     194&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  [[Wodka]]                    ||    300           ||       22            ||     n.n.        ||     n.n.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  [[obergärig]]es [[Bier]]     ||     37,9         ||        2            ||      13         ||       7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  [[Prosecco]]                 ||     86,9         ||       38            ||      32         ||      44&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  [[Weißwein]]                 ||     94,8         ||       51            ||      34         ||      29&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|  [[Rotwein]]                  ||     98,8         ||      120            ||      34         ||      43&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bestimmung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bestimmung von Begleitalkoholen geschieht in der Regel [[gaschromatograph]]isch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medizinische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Einnahme höherer Dosen der genannten Alkohole zu [[Vergiftung]]en mit zum Teil tödlichem Ausgang führen kann, sind [[akut]]e Vergiftungen durch gängige oder auch selbst gebrannte alkoholische Getränke eher selten. Eine Ausnahme stellt allenfalls die [[Methanol#Toxikologie|Methanolvergiftung]] dar, die im Wesentlichen durch das [[Panschen]] von Spirituosen mit industriellem Methanol auftreten kann.&amp;lt;!--Im Brenngut enthaltener Methanol lässt sich durch das beim Brennen übliche Destillationverfahren nicht abtrennen. Siehe die o.a. Tabelle mit den Methanolgehalten. Wenn die Abtrennung funktionieren würde, würde z.B. der Brand von Williamsbirne nicht so viel Methanol enthalten.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einigen Ländern werden aus [[forensisch]]en Gründen gelegentlich Begleitalkohole bzw. Begleitstoffe im [[Blutserum]] bestimmt. Die sog. [[Begleitalkoholanalyse]] soll hier Aussagen zur Plausibilität einer geäußerten [[Begleitalkoholanalyse#Nachtrunkbehauptungen|Nachtrunkbehauptung]] oder einer möglichen [[Alkoholkrankheit]] treffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einfluss von Begleitalkoholen (sowie den restlichen [[Fuselöle]]n, siehe dort) auf das Allgemeinbefinden (Müdigkeit, Übelkeit, Kopfschmerzen u. a.) nach übermäßigem Genuss alkoholischer Getränke (der sog. [[Kater (Alkoholintoxikation)|Kater]]) ist umstritten, es wird aber allgemein als gegeben angenommen, dass sie im Körper des Menschen zu Giftstoffen abgebaut werden, die zu einer Belastung der Organe, insbesondere Herz, Leber, Nieren und Nervensystem, führen. Fuselalkohole spielen deshalb für die Verträglichkeit von [[alkoholische Getränke|alkoholischen Getränken]] eine entscheidende Rolle. Aus diesem Grund sollte der gesamte Fuselölgehalt von Spirituosen auch nicht über 0,1 % liegen.&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred V. Singer, Stephan Teyssen: &amp;#039;&amp;#039;Alkohol und Alkoholfolgekrankheiten.&amp;#039;&amp;#039; 2005, II, S. 55–88, {{DOI|10.1007/3-540-26446-9_7}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Studienlage zu diesem Thema ist allerdings eher dürftig (Stand 2011).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wolfgang Bonte: &amp;#039;&amp;#039;Begleitsubstanzen in Wein und weinähnlichen Getränken&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Blutalkohol&amp;#039;&amp;#039;. 15, 1978, {{ISSN|0006-5250}}, S. 392–404.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Bonte, J. Decker, J. Busse: &amp;#039;&amp;#039;Begleitsubstanzen hochprozentiger alkoholischer Getränke&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Blutalkohol&amp;#039;&amp;#039;. 15, 1978, {{ISSN|0006-5250}}, S. 323–337.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Bonte: &amp;#039;&amp;#039;Begleitsubstanzen deutscher und ausländischer Biere&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Blutalkohol&amp;#039;&amp;#039;. 16, 1979, {{ISSN|0006-5250}}, S. 108–124.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Bonte, B. Kühnholz: &amp;#039;&amp;#039;Zur Stabilität des Begleitstoffgehalts alkoholischer Getränke&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur gerichtlichen Medizin&amp;#039;&amp;#039;. 42, 1984, {{ISSN|0067-5016}}, S. 395–401.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Bonte, P. Russmeyer: &amp;#039;&amp;#039;Zur Frage der Normalverteilung von Begleitstoffen in alkoholischen Getränken.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur gerichtlichen Medizin&amp;#039;&amp;#039;. 42, 1984, {{ISSN|0067-5016}}, S. 387–394.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Bonte: &amp;#039;&amp;#039;Begleitstoffe alkoholischer Getränke. Biogenese, Vorkommen, Pharmakologie, Physiologie und Begutachtung&amp;#039;&amp;#039;. Schmidt-Römhild Verlag, Lübeck 1987, ISBN 3-7950-0623-6 (&amp;#039;&amp;#039;Arbeitsmethoden der medizinischen und naturwissenschaftlichen Kriminalistik&amp;#039;&amp;#039; 17).&lt;br /&gt;
* F. Drawer, A. Rapp, H. Ullenmeyer: &amp;#039;&amp;#039;Radio-gas-chromatografische Untersuchung der Stoffwechselleistung von Hefen (Saccharomyces und Schizosaccharomyces) in der Bildung von Aromastoffen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Vitis&amp;#039;&amp;#039;. 6, 1967, {{ISSN|0042-7500}}, S. 177–197.&lt;br /&gt;
* [[Oskar Grüner (Mediziner)|O. Grüner]], N. Bilzer: &amp;#039;&amp;#039;Zum Methanolgehalt von Fruchtsäften. Seine Bedeutung bei der Begleitstoffanalyse&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Blutalkohol&amp;#039;&amp;#039;. 20, 1983, {{ISSN|0006-5250}}, S. 241–252.&lt;br /&gt;
* W. Huckenbeck, W. Bonte: &amp;#039;&amp;#039;Alkohologie&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Burkhard Madea]], [[Bernd Brinkmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch gerichtliche Medizin&amp;#039;&amp;#039;. Band 2. Springer-Verlag, Berlin u. a. 2003, ISBN 3-540-66447-5, S. 379–636.&lt;br /&gt;
* R. Iffland: &amp;#039;&amp;#039;Tödliche Isopropanolvergiftung&amp;#039;&amp;#039;. In: J. Barz, J. Bösche, H. Frohberg, H. Joachim, R. Käppner, R. Mattern (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Fortschritte der Rechtsmedizin&amp;#039;&amp;#039;. Festschrift für [[Georg Schmidt (Mediziner, 1923)|Georg Schmidt]]. Springer-Verlag, Berlin u. a. 1983, ISBN 3-540-12152-8, S. 324–328.&lt;br /&gt;
* R. Iffland, P. Balling, G. Börsch, C. Herold, W. Kaschade, T. Löffler, U. Schmidtmann, J. Stettner: &amp;#039;&amp;#039;Zur Wertung erhöhter Spiegel von GGT,CDT, Methanol, Aceton und Isopropanol im Blut alkoholauffälliger Kraftfahrer&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Blutalkohol&amp;#039;&amp;#039;. 31, 1994, {{ISSN|0006-5250}}, S. 273–314.&lt;br /&gt;
* R. Iffland, A. W. Jones: &amp;#039;&amp;#039;Evaluating alleged drinking after driving – the hip-flask defence&amp;#039;&amp;#039;. Part 2: &amp;#039;&amp;#039;Congener analysis&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Medicine, science and the law&amp;#039;&amp;#039;. 43, 2003, {{ISSN|0025-8024}}, S. 39–68.&lt;br /&gt;
* D. W. Lachenmeier, F. Musshoff: &amp;#039;&amp;#039;Begleitstoffgehalte alkoholischer Getränke. Verlaufskontrollen, Chargenvergleich und aktuelle Konzentrationsvergleiche&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Rechtsmedizin&amp;#039;&amp;#039; 14, 2004, {{ISSN|0937-9819}}, S. 454–462.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffgemisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alkoholkonsum]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Liebigkühler</name></author>
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