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	<title>Begegnungszone - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Begegnungszone&amp;diff=412826&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Florian Blaschke: Adjektiv klein</title>
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		<updated>2024-07-31T16:49:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Adjektiv klein&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:CH-Vorschriftssignal-Begegnungszone-1.svg|mini|Verkehrszeichen der Begegnungszone in der Schweiz {{nowrap|(Signal 2.59.5)}}]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Berner Modell Kalchacherstrasse.jpg|mini|Begegnungszone in [[Bremgarten bei Bern]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Begegnungszone Mariahilferstraße, Vienna.jpg|mini|Begegnungszone [[Mariahilfer Straße|Innere Mariahilfer Straße]], Wien]]&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Begegnungszone&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Form der [[Verkehrsberuhigung]], in der Fußgänger gegenüber Fahrzeugführern vortrittsberechtigt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://begegnungszonen.ch/about/recht/ Verkehrsregeln in einer Begegnungszone gemäß Signalisationsverordnung Signalisationsverordnung Art. 22b.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie wurde ursprünglich in der [[Schweiz]], inzwischen aber auch in anderen Ländern wie Belgien, Österreich, Frankreich und [[Luxemburg]] eingeführt. Sie zielt auf eine Steigerung der Straßenraumattraktivität und eine Erhöhung der Verkehrssicherheit ab,&amp;lt;ref&amp;gt;Fussverkehr Schweiz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Unfallgeschehen in Begegnungszonen: Analyse der Unfalldaten vorher – nachher in Burgdorf, Biel, Lyss und Einsiedeln&amp;#039;&amp;#039;. Zürich, April 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt; indem die Wohn- und Geschäftsnutzung gegenüber der Verkehrsfunktion stärker gewichtet und die Aufenthalts- und Verkehrsbedingungen für den langsamen Verkehr verbessert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einsatzbereiche sind vielfältig und umfassen hauptsächlich Bahnhofsvorplätze, Innenstadt- und Schulbereiche, Wohn- und zentrale Geschäftsquartiere sowie zentrale Plätze oder Kreuzungen mit hohem Fußgänger- und Fahrradverkehrsaufkommen. Der vielseitige Anwendungsbereich ist eine Innovation auf dem Gebiet der Verkehrsberuhigung und unterscheidet die Begegnungszone vom [[Verkehrsberuhigter Bereich|verkehrsberuhigten Bereich]] in Deutschland, der abweichende Verkehrsregeln aufweist und in der Anwendung auf Wohngebiete und Gebiete mit geringem Verkehrsaufkommen beschränkt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
* In der Schweiz ist das Konzept seit dem 1. Januar 2002 in der [[Signalisationsverordnung]] geregelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.admin.ch/ch/d/sr/741_21/a22b.html SR 741.21 (Signalisationsverordnung) Art. 22b: „Begegnungszone“]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* In Belgien (seit 2004) und in Frankreich (seit 2008) existiert das Verkehrskonzept als &amp;#039;&amp;#039;Zone de rencontre&amp;#039;&amp;#039;. So wird es auch im [[Romandie|französischsprachigen Teil der Schweiz]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
* In [[Österreich]] wurde am 31.&amp;amp;nbsp;Januar&amp;amp;nbsp;2013 vom [[Nationalrat (Österreich)|Nationalrat]] eine Novelle der [[Straßenverkehrsordnung 1960|Straßenverkehrsordnung]] beschlossen, welche die Schaffung von Begegnungszonen ermöglicht.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/I/I_02119/index.shtml 25. StVO-Novelle]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* In Deutschland gibt es bisher nur den [[Verkehrsberuhigter Bereich|Verkehrsberuhigten Bereich]] und den [[Verkehrsberuhigter Geschäftsbereich|Verkehrsberuhigten Geschäftsbereich]], die sich beide in wesentlichen Punkten von der Begegnungszone unterscheiden: Im Verkehrsberuhigten Bereich darf nur mit [[Schrittgeschwindigkeit]] gefahren werden, während die Begegnungszone Tempo&amp;amp;nbsp;20 erlauben würde; bei beiden sind Fußgänger bevorrechtigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{§§|stvo_2013|juris|seite=anlage_3.html|text=Straßenverkehrs-Ordnung (StVO). Anlage 3 (zu § 42 Absatz 2). Richtzeichen. Zeichen 325.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dieter Müller |Titel=Großkommentar zum Straßenverkehrsrecht |Hrsg=Hermann Lütkes,  Werner Bachmeier, Dieter Müller, Adolf Rebler |Auflage= |Verlag=Luchterhand |Ort=Neuwied |Datum=2019 |ISBN=3-7824-0092-5 |Fundstelle=§ 42 StVO Randnummern 70-71 |Zitat=Durch Anlage 3 zu § 42 Abs. 2 lfd. Nr. 12 Spalte 3 Nr. 2 wird ein Vorrang von Fußgängern gegenüber Fahrzeugführern normiert}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christoph Lafontaine |Titel=jurisPK-Straßenverkehrsrecht |Hrsg=Hans-Peter Freymann, Wolfgang Wellner, Michael Trésoret |Auflage=2 |Verlag=juris |Ort=Saarbrücken |Datum=2022 |ISBN=978-3-86330-377-8 |Fundstelle=§ 42 StVO Randnummern 70-71}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im &amp;#039;&amp;#039;Verkehrsberuhigten Geschäftsbereich&amp;#039;&amp;#039; gelten zwar höhere Geschwindigkeiten (z.&amp;amp;nbsp;B. als Tempo-20-Zone), jedoch haben Fußgänger keinen Vorrang und teilen auch allgemein nicht die Verkehrsfläche mit Fahrzeugen. Ein Beispiel für ein solches Projekt ist die Maaßenstraße in Berlin-Schöneberg. Die Realisierung des Projekt begann 2015. Es soll in einer zweiten Stufe („Begegnungszone 2.0“) mit einer starken Bürgerbeteiligung weiter entwickelt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Claudius Prößer |Titel=Berliner Begegnungszonen: Klötze auf dem Weg |Sammelwerk=Die Tageszeitung: taz |Datum=2018-10-19 |ISSN=0931-9085 |Online=https://taz.de/Berliner-Begegnungszonen/!5540671/ |Abruf=2018-11-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nationales ==&lt;br /&gt;
=== Schweiz ===&lt;br /&gt;
In der Schweiz gilt laut Art.&amp;amp;nbsp;22b der Schweizer Signalisationsverordnung (SSV):&lt;br /&gt;
* Das Signal „Begegnungszone“ (2.59.5) kennzeichnet Straßen in Wohn- oder Geschäftsbereichen, auf denen die [[Fußgänger|Fussgänger]] und Benützer von fahrzeugähnlichen Geräten die ganze Verkehrsflächen benützen dürfen. Sie sind gegenüber den [[Fahrzeugführer]]n vortrittsberechtigt, dürfen jedoch die Fahrzeuge nicht unnötig behindern.&lt;br /&gt;
* Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 20&amp;amp;nbsp;km/h.&lt;br /&gt;
* Das Parkieren ist nur an den durch Signale oder Markierungen gekennzeichneten Stellen erlaubt. Für das Abstellen von Fahrrädern gelten die allgemeinen Vorschriften über das [[Parkieren]].&lt;br /&gt;
Die Anforderungen an die Umgestaltung sind relativ gering: Zwingend vorgeschrieben ist u.&amp;amp;nbsp;a., dass durch Tore oder torähnliche Situationen der Übergang in die Begegnungszone verdeutlicht wird. Darüber hinaus muss in der Begegnungszone konsequent auf die Anlage von [[Fussgängerstreifen]] verzichtet werden. [[Kanton (Schweiz)|Kantone]] und [[Gemeinde (Schweiz)|Gemeinden]] haben bei der Anordnung von flankierenden Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung größtmögliche Freiheiten. Nach spätestens einem Jahr sind die realisierten Maßnahmen von den Kantonen auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen. Zu wenig wirksame Maßnahmen müssen nachgebessert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 CH-Vortrittssignal-Wohnstrasse.svg|Verkehrszeichen Schweiz 3.11: „Wohnstrasse“&amp;lt;br&amp;gt;(bis 2001)&lt;br /&gt;
 CH-Vortrittssignal-Ende der Wohnstrasse.svg|3.12: „Ende der Wohnstrasse“&amp;lt;br&amp;gt;(bis 2001)&lt;br /&gt;
 CH-Vorschriftssignal-Begegnungszone-1.svg|2.59.5: „Begegnungszone“&amp;lt;br&amp;gt;(seit 2002)&lt;br /&gt;
 CH-Vorschriftssignal-Ende der Begegnungszone-1.svg|2.59.6: „Ende der Begegnungszone“&amp;lt;br&amp;gt;(seit 2002)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Entwicklung in der Schweiz ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1980er Jahren wurden in der Schweiz nach niederländischem Vorbild &amp;#039;&amp;#039;Wohnstrassen&amp;#039;&amp;#039; eingerichtet (vgl. [[Woonerf]]). Die Auflagen für die Umsetzung einer &amp;#039;&amp;#039;Wohnstrasse&amp;#039;&amp;#039; waren wesentlich strenger als heute bei der Begegnungszone: Die aufwendigen baulichen Maßnahmen zur Aufwertung der Lebens- und Aufenthaltsqualität waren in der Regel sehr kostenintensiv und der notwendige Prozess bis zur Bewilligung sehr langwierig. Das Verkehrsschild entsprach etwa dem heutigen Schild der Begegnungszone, jedoch ohne die Höchstgeschwindigkeit in der unteren rechten Ecke. 1995 wurde in [[Burgdorf BE|Burgdorf]] ein Versuch einer vereinfachten &amp;#039;&amp;#039;Wohnstrasse&amp;#039;&amp;#039; unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Flanierzone&amp;#039;&amp;#039; eingerichtet. Mit dem Erfolg der &amp;#039;&amp;#039;Flanierzone&amp;#039;&amp;#039; wurde der Name 2001 in &amp;#039;&amp;#039;Begegnungszone&amp;#039;&amp;#039; geändert und 2002 wurde das Konzept offiziell eingeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://begegnungszonen.ch/about/geschichte/ |titel=Wie alles begann |werk=begegnungszonen.ch |hrsg=[[Fussverkehr Schweiz]] |abruf=2023-04-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Innerhalb der nächsten 20 Jahre wurden nahezu 1000 Begegnungszonen realisiert, insbesondere in den Städten [[Zürich]] und [[Bern]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Begegnungszonen – Tendenzen und Herausforderungen nach 20 Jahren |Online=https://www.astra.admin.ch/dam/astra/de/dokumente/langsamverkehr/lv-begegnungszonen-20-jahre.pdf.download.pdf/Begegnungszonen%20%E2%80%93%20Tendenzen%20und%20Herausforderungen%20nach%2020%20Jahren.pdf |Format=PDF |Hrsg=[[Bundesamt für Strassen]], Fussverkehr Schweiz |Datum=2022-06-23 |Abruf=2023-04-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich ===&lt;br /&gt;
Schon länger gibt es in Österreich die &amp;#039;&amp;#039;[[Fußgängerzone]]&amp;#039;&amp;#039; {{Zeile|(§53 9a/b StVO)}} und die &amp;#039;&amp;#039;[[Wohnstraße (Österreich)|Wohnstraße]]&amp;#039;&amp;#039; {{Zeile|(§53 9c/d StVO).}}&lt;br /&gt;
Mit der Novelle der [[Straßenverkehrsordnung (Österreich)|Straßenverkehrsordnung]] wurde 2013 die &amp;#039;&amp;#039;Begegnungszone&amp;#039;&amp;#039; {{Zeile|(§53 9e/f StVO)}} eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu anderen EU-Ländern sind in Österreich die Fußgänger nicht [[vorrang]]berechtigt, sondern den anderen Verkehrsmitteln ebenbürtig.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wien.gv.at/verkehr/verkehrssicherheit/massnahmen/begegnungszonen.html Begegnungszonen – Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung], wien.gv.at, abgerufen am 31. Jänner 2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Detailliert heißt es folgendermaßen:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
|Text=Zufußgehende dürfen die gesamte Fahrbahn benützen. Sie dürfen den Fahrzeugverkehr jedoch nicht mutwillig behindern |Quelle= §76c Abs.&amp;amp;nbsp;3}}&lt;br /&gt;
Zudem gilt für Fahrzeuge:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
|Text=FahrzeuglenkerInnen dürfen andere VerkehrsteilnehmerInnen wie FußgängerInnen oder RadfahrerInnen weder gefährden noch behindern. Sie haben von ortsgebundenen Gegenständen oder Einrichtungen einen der Verkehrssicherheit entsprechenden seitlichen Abstand einzuhalten|Quelle= §76c Abs.&amp;amp;nbsp;2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich gilt in Begegnungszonen Tempo&amp;amp;nbsp;20. Allerdings sieht das österreichische Gesetz Ausnahmen vor, insbesondere wenn es der „Leichtigkeit und Flüssigkeit des Verkehrs dient und aus Gründen der Sicherheit des Verkehrs keine Bedenken dagegen bestehen“. Unter Berücksichtigung dessen dürfen Begegnungszonen mit 30&amp;amp;nbsp;km/h Höchstgeschwindigkeit errichtet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.begegnungszonen.or.at/ Begegnungszonen in Österreich], begegnungszonen.or.at unter „Rechtliche Information“, abgerufen am 31. Jänner 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; Weiters ist Parken nur auf gekennzeichneten Flächen erlaubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Österreich wird grundsätzlich zwischen drei verschiedenen baulichen Typen von Begegnungszonen unterschieden ([[Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr|FSV]]&amp;amp;nbsp;2014,&amp;amp;nbsp;2f):&amp;lt;ref&amp;gt;[[#Literatur|Lit.]] Hofer 2016, 2.2. &amp;#039;&amp;#039;Einsatzbereiche und Voraussetzungen&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;20 (wörtlich zitiert).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=RVS Arbeitspapier Nr.&amp;amp;nbsp;27 Einsatzkriterien für Begegnungszonen |Hrsg=FSV Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr |Datum=2016-07 |Sprache=de |Online=http://www.fsv.at/shop/produktdetail.aspx?IDProdukt=82a88d2f-2712-4de3-bbdb-4390ef27a6d3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Straßen:&amp;#039;&amp;#039; Straßen mit hohem Fußgängeraufkommen und zusätzlich hohem Querungsbedarf sind der häufigste Typ.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Plätze:&amp;#039;&amp;#039; Zentrale Plätze oder Plätze vor publikumsintensiven Einrichtungen (Bahnhöfe etc.) sind vor allem stadtplanerisch interessant. Eine verbesserte Zentrumswirkung kann durch Begegnungszonen erreicht werden. Besonders empfehlenswert ist eine Begegnungszone, wenn eine Trennung der einzelnen Verkehrsarten nicht möglich ist.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Straßen mit schmalem Querschnitt:&amp;#039;&amp;#039; Dieser Typ wird von der FSV empfohlen, wenn die Gesamtbreite des Straßenquerschnitts es nicht zulässt, für alle Verkehrsteilnehmer Flächen mit entsprechender Breite bereitzustellen. Dies dient vor allem zur rechtlichen Absicherung von Fußgehern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=300px&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Hinweiszeichen 9e new.svg|§53 9e: Begegnungszone&lt;br /&gt;
 Hinweiszeichen 9f.svg|§53 9f: Ende einer Begegnungszone&lt;br /&gt;
 Begegnungszone 30er.jpg|§53 9e: Begegnungszone &amp;quot;30&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Entwicklung in Österreich ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Meraner Straße Begegnungszone (IMG 20210630 181658).jpg|mini|Begegnungszone in der [[Meraner Straße]] in [[Innsbruck]]]]&lt;br /&gt;
Vor der straßenverkehrsrechtlichen Einführung der Begegnungszone 2013 entstanden ab 2009 etwa ein Dutzend Pilotprojekte, darunter in [[Graz]] und [[Villach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Oberösterreich geht die Entwicklung aber bereits auf das Jahr 1995 zurück, konkret auf einen Konflikt über die Verkehrsberuhigung in einem Teil der Innenstadt von Freistadt. Basis der Entwicklung der österreichischen Variante der Begegnungszonen waren Ergebnisse von Befragungen, die von der Wirtschaftskammer Oberösterreich gemeinsam und im Einvernehmen mit den jeweiligen Gemeinden durchgeführt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dieser und bei weiteren Befragungen stellte sich heraus, dass die bestehenden Verkehrsregelungen (Fußgängerzone, Wohnstraße) nicht den Wünschen vor allem der anrainenden Bevölkerung und Unternehmerschaft entsprachen: Was soll erlaubt und was soll verboten sein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach jahrelangen wiederholten gleichartigen Problematiken starteten das Land Oberösterreich und die Wirtschaftskammer Oberösterreich unter dem Titel „Zentrumszone“ Pilotprojekte in mehreren Gemeinden (Freistadt, Unterach am Attersee, Ottensheim). Weitere Gemeinden und Teile von Städten folgten (Enns, Linz-Landstraße).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig wurde aus Oberösterreich auf breiter politischer und sozialpartnerschaftlicher Basis an das damalige [[Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie]] der Antrag zur Einführung einer neuen Verkehrsregelung in der [[Straßenverkehrsordnung 1960|StVO]] gestellt – mit detaillierten Vorschlägen zur Änderung der einzelnen Bestimmungen in der StVO und detaillierten Vorteil/Nachteil-Vergleichen der bestehenden anderen Verkehrsregelungen (Fußgängerzone, Wohnstraße, 30&amp;amp;nbsp;km/h-Zone). Dieser breite Vorstoß aus Oberösterreich führte letztlich zur rechtlichen Einführung der Begegnungszonen in der StVO.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Einführung der Begegnungszone in der StVO wurden die Pilotprojekte der „Zentrumszonen“ in reguläre Begegnungszonen übergeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Begegnungszone aller drei Typen gemischt als zu schmaler Dorfplatz mit Durchzugstraße war die Ortsdurchfahrt der L103 durch [[Thalgau]] (&amp;#039;&amp;#039;Koexistenzzone&amp;#039;&amp;#039; 2012, von der Bad Architects Group geplant).&lt;br /&gt;
:Siehe auch: [[Liste der Shared-Space-Projekte #Österreich|Liste der Shared-Space-Projekte: Österreich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss an die Novelle der Straßenverkehrsordnung wurden in Österreich ab 2013 in mehreren weiteren Städten Begegnungszonen umgesetzt, unter anderem in der [[Mariahilfer Straße]] in Wien.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv |text=Begegnungszonen setzen sich langsam in Österreich durch |url=http://www.vcoe.at/de/presse/aussendungen-archiv/details/items/vcoe-begegnungszonen-setzen-sich-langsam-in-oesterreich-durch-25072013 |wayback=20140527220557}}, Presseaussendung des VCÖ vom 25. Juli 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Oktober 2015 ist die Schleifmühlbrücke, die den [[Wiener Naschmarkt]] quert, niveaugleiche Begegnungszone und bleibt somit auch für Pkw als Verbindung bei Tempo&amp;amp;nbsp;20 erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wien.orf.at/v2/news/stories/2735092/ &amp;#039;&amp;#039;Begegnungszone bei Naschmarkt eröffnet.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;News › Stories.&amp;#039;&amp;#039; 5.&amp;amp;nbsp;Oktober 2015; Österreichischer Rundfunk; ORF.at, abgerufen am 28.&amp;amp;nbsp;August 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verein &amp;#039;&amp;#039;Walk-space.at&amp;#039;&amp;#039; listet auf seiner Webseite 71&amp;amp;nbsp;Projekte in Österreich auf (Stand August 2019).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.begegnungszonen.or.at/bezo.php?sort=Gemeinde_ASC |titel=Projektübersicht |werk=Begegnungszonen in Österreich |hrsg=Walk-space.at |zugriff=2019-02-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Praxis ====&lt;br /&gt;
In der Praxis zeigt es sich, dass die in der Begegnungszone geltenden Regeln insbesondere von vielen Autofahrern nicht eingehalten werden (wie auch in der [[Wohnstraße (Österreich)|Wohnstraße]]). Ohne Detailwissen ist es aus dem Verkehrszeichen nicht erkennbar, dass nur auf gekennzeichneten Flächen geparkt werden darf. Weiters wird häufig die Geschwindigkeit überschritten. Mit ein Grund für die Regelverstöße ist aber auch, dass sich viele Begegnungszonen hinsichtlich der Straßenraumgestaltung nicht von herkömmlichen Straßen unterscheiden, dem Lenker eines Kraftfahrzeuges müsse durch eine bauliche Umgestaltung verdeutlicht werden, dass in dieser Straße andere Regeln gelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
Die [[Verkehrsministerkonferenz]] hat am 15./16. April 2021 das Bundesverkehrsministerium gebeten, die Vorschläge der Ad-hoc-Arbeitsgruppe Fußverkehrspolitik der Verkehrsministerkonferenz zu prüfen und im Rahmen einer zeitnahen Novellierung des Rechtsrahmens ggf. zu berücksichtigen. In den Vorschlägen der [[Ad-hoc-Gesetzgebung|Ad-hoc-Arbeitsgruppe]] ist die Einführung einer Begegnungszone enthalten, welche sich an der österreichischen Regelung orientiert (Punkt 16).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.verkehrsministerkonferenz.de/VMK/DE/termine/sitzungen/21-04-15-16-vmk-telefonschaltkonferenz/21-04-15-16-bericht-ad-hoc-ag-fussverkehrspolitik-6-3.pdf |titel=Vorschläge der Ad-hoc-Arbeitsgruppe Fußverkehrspolitik der Verkehrsministerkonferenz |zugriff=2022-01-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Koalitionsvertrag des [[Kabinett Scholz]] für die Legislaturperiode 2021 bis 2025 ist das Thema entgegen dem Beschluss der Verkehrsministerkonferenz nicht berücksichtigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bundesregierung.de/resource/blob/974430/1990812/04221173eef9a6720059cc353d759a2b/2021-12-10-koav2021-data.pdf?download=1 |titel=Koalitionsvertrag der Bundesregierung |zugriff=2022-01-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Shared Space]]&lt;br /&gt;
* [[Berner Modell]]&lt;br /&gt;
* [[Verkehrsberuhigte Zonen in Österreich]]&lt;br /&gt;
* [[Fußgängerzone]], [[Spielstraße]], [[Verkehrsberuhigter Bereich]], [[Verkehrsberuhigter Geschäftsbereich]]&lt;br /&gt;
* [[Woonerf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Florian Hofer: &amp;#039;&amp;#039;Begegnungszonen in Österreich. Analyse ausgewählter Beispiele anhand qualitativer Kriterien.&amp;#039;&amp;#039; Masterarbeit, Universität für Bodenkultur Wien, April 2016 ([https://abstracts.boku.ac.at/download.php?dataset_id=13751&amp;amp;property_id=107 pdf], boku.ac.at) – vergleichende Studie insbesondere mit der Schweiz.&lt;br /&gt;
* Christoph Klein: &amp;#039;&amp;#039;Laufenstrasse wird Wohnstrasse&amp;#039;&amp;#039;. In: [https://www.baslerstadtbuch.ch/stadtbuch/1977/1977_1472.html Basler Stadtbuch 1977, S. 43–46].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Meeting zones}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|7840914-7}}&lt;br /&gt;
* [http://www.begegnungszonen.ch/ begegnungszonen.ch]&lt;br /&gt;
** [http://www.begegnungszonen.ch/files/ASTRA_Innerorts-Verkehrsberuhigung_d_2003.pdf Broschüre des Schweizer Bundesamts für Strassen ASTRA] (PDF-Datei; 2,10 MB)&lt;br /&gt;
** [http://www.admin.ch/ch/d/as/2002/149.pdf admin.ch: Verordnungstext als PDF-Datei] (16 kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.begegnungszonen.or.at/ begegnungszonen.or.at]&lt;br /&gt;
* [http://www.dorfanger-blankenburg.de/cms/index.php/shared-space/begegnungszonen dorfanger-blankenburg.de]: Vergleich von Begegnungszone, [[Shared Space]] und [[Verkehrsberuhigter Bereich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Verkehrszonen}}&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=7840914-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußverkehr]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßenverkehr]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kommunalpolitik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßentyp]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehrsberuhigung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Florian Blaschke</name></author>
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