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	<title>Begasungsmittel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T16:26:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Begasungsmittel&amp;diff=2513761&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Daempfer: Grammatikalischer Fehler behoben. Es ist der Akkusativ anzuwenden.</title>
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		<updated>2026-02-14T06:35:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Grammatikalischer Fehler behoben. Es ist der Akkusativ anzuwenden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Begasungsmittel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man [[gas]]förmige Stoffe mit giftigen oder gesundheitsschädlichen Eigenschaften, die zur gezielten Abtötung von [[Schädling]]en in Gebäuden, Räumen, Containern bzw. darin gelagerten Vorräten oder Materialien benutzt werden ([[Pestizid]]e, gasförmig freigesetzte biozide Wirkstoffe). Aufgrund ihrer Giftigkeit und hohen Durchdringungsfähigkeit gewährleisten sie einen hohen Wirkungsgrad. Begasungsmittel können zudem miteinander kombiniert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) |url=https://www.dguv.de/ifa/praxishilfen/gefahrenschwerpunkt-frachtcontainer/lexikon/begasungsmittel/index.jsp |titel=Begasungsmittel |abruf=2022-01-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im globalen Transport werden bei Frachtcontainern oft Begasungsmittel eingesetzt, die in Deutschland nicht zugelassen sind. Begaste Frachtcontainer sind nach internationalen Transportvorschriften mit Warnhinweisen zu kennzeichnen und dürfen nach [[Gefahrstoffverordnung]] nur durch sach- oder fachkundige Personen geöffnet werden. Häufig sind diese Kennzeichnungen jedoch mangelhaft oder fehlen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) |url=https://www.dguv.de/ifa/praxishilfen/gefahrenschwerpunkt-frachtcontainer/chemische-gefaehrdungen/begasungsmittel/index.jsp |titel=Begasungsmittel |abruf=2022-01-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anforderungen ==&lt;br /&gt;
Begasungsmittel sollen gelagerte Waren ohne sie bewegen zu müssen von [[Milben]], [[Insekten]] und anderen unerwünschten Lebewesen befreien. Das soll sowohl zwischen den Partikeln der Produkte als auch in deren Innerem geschehen. Es soll die Erfüllung der Anforderungen an Qualität und Schädlingsfreiheit genügt werden. Weitere Eigenschaften sind eine geringe Rückstandsbildung in entwesten Vorräten sowie eine gute Durchdringungsfähigkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Julius-Kühn-Institut: {{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;Arbeitsgruppe Begasungsmittel im Vorratsschutz&amp;#039;&amp;#039; |url=http://www.jki.bund.de/no_cache/de/startseite/institute/oekologische-chemie-analytik-vorratsschutz/arbeitsgruppen/begasungsmittel-im-vorratsschutz.html |wayback=20130926162016 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einsatzgebiete ==&lt;br /&gt;
=== Pestizide ===&lt;br /&gt;
Gasförmige Pestizide werden in geschlossenen Räumen, aber auch im Freiland eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Seecontainer und andere geschlossene Räume ====&lt;br /&gt;
Das bekannteste Einsatzgebiet sind [[ISO-Container|Seecontainer]]. Daneben werden auch [[Lagerraum|Lagerräume]] an Land sowie [[Kirche (Bauwerk)|Kirchen]] begast um Schädlinge abzutöten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anforderungen an den Transport begaster Container ist international durch den [[International Maritime Dangerous Goods Code]] geregelt. Zudem müssen Container gemäß dem Containerhandbuch gekennzeichnet sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Freigabe zum Betreten darf nur durch besonders geschultes Personal erfolgen. Lieferanten und Importeure sind verpflichtet begaste Container anzumelden und zu deklarieren. Trotzdem müssen Empfänger laut einer Hamburger Studie aus dem Jahr 2007 in zwei Prozent aller Fälle damit rechnen, dass ein Container zwar begast, aber nicht gekennzeichnet oder die Kennzeichnung zu früh entfernt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Amt für Arbeitsschutz, Hamburg: [http://www.hamburg.de/contentblob/1972238/data/d30b-schadstoffscreening-engl.pdf Studie: &amp;#039;&amp;#039;Hazardous substances in freight containers&amp;#039;&amp;#039;] (PDF, engl.; 206&amp;amp;nbsp;kB) von Oktober 2009&amp;lt;/ref&amp;gt; In weiteren fünfzehn Prozent der Container befinden sich andere gesundheitsgefährdende Gasreste in der Ladung.&amp;lt;ref&amp;gt;Hamburger [[Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz]]:  {{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;Begaste Container&amp;#039;&amp;#039; |url=http://www.hamburg.de/startseite-branchen/120338/container-begast.html |wayback=20101221030937 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Freiland ====&lt;br /&gt;
===== Wühlmäuse =====&lt;br /&gt;
[[Wühlmäuse]], besonders [[Ostschermaus|Schermäuse]] können Obstplantagen, Gemüse- und Reisfeldern schaden und werden auch durch Begasungsmittel bekämpft.&amp;lt;ref&amp;gt;dlr.rlp.de: {{Webarchiv | url=http://www.dlr.rlp.de/Internet/global/themen.nsf/59cc5a1fc9c7e89ec1256fa50045969a/9cc7643f885314e6c12570b4003cfeaa?OpenDocument | archive-is=20120805000720 | text=&amp;#039;&amp;#039;Maulwürfe und Wühlmäuse&amp;#039;&amp;#039; }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine Begasung wird eher bei größeren, in sich geschlossenen Flächen wie Parks oder Obstanlagen von geschultem Fachpersonal durchgeführt; eingesetzt wird Kohlenstoffmonoxid, Kohlenstoffdioxid und Phosphorwasserstoff oder Pellets (Gasbildung nach Feuchtigkeitsaufnahme)“.&amp;lt;ref&amp;gt;Abfallwirtschaftsbetrieb Landkreis Tübingen: {{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;Was tun bei Ratten, Wühlmäusen und Co. im Haus, Garten und Kompost?&amp;#039;&amp;#039; |url=http://www.abfall-kreis-tuebingen.de/fileadmin/pdf/Infobroschueren/Ratten.pdf |wayback=20111027074336 |format=PDF; 197&amp;amp;nbsp;KB }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Maulwürfe =====&lt;br /&gt;
Umstritten ist die Begasung der sonst geschützten [[Maulwürfe]] etwa zur Erhaltung von [[Golf (Sport)|Golfrasen]]. Dazu wird [[Aluminiumphosphid]] verwendet, das giftige Gase entwickelt und als wassergefährdend eingestuft ist. Die Gase werden beim Kontakt mit der Bodenfeuchtigkeit freigesetzt. Das hochtoxische und nicht spezifisch wirkende Phosphin tötet nahezu alle höheren tierischen Lebewesen im Boden. Durch die Zersetzung im Boden entstehen gasförmige Phosphane, die in kurzer Zeit zu ungiftigen Aluminiumverbindungen reagieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[[NABU]] Berlin: {{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;Der Feind unter unserem Rasen&amp;#039;&amp;#039; |url=http://berlin.nabu.de/tiereundpflanzen/saeugetiere/maulwurf/ |wayback=20120923022542 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reife ===&lt;br /&gt;
Gase können die Reife von Nahrungsmitteln verzögern oder beschleunigen. Klassisches Beispiel dafür sind Äpfel und Bananen&amp;lt;ref name=&amp;quot;obstbau.rlp.de&amp;quot;&amp;gt;[[Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten RLP|Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten, Rheinland-Pfalz]]: {{Webarchiv|url=http://www.obstbau.rlp.de/Internet/global/themen.nsf/0/E8FB6AD250E62733C1256F580033738C?OpenDocument |wayback=20131021111148 |text=&amp;#039;&amp;#039;MCP – Auswirkungen in der Apfel-Lagerung&amp;#039;&amp;#039; }}&amp;lt;/ref&amp;gt;, die beim Reifen das [[Phytohormon]] [[Ethen]] (Ethylen) und [[Kohlenstoffdioxid|CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]] abgeben. Durch Zugabe von CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; wird die Reife verzögert, durch Zugabe von Ethen wird die Reifung angeregt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schlafmittel für Bananen&amp;quot;&amp;gt;Kristina Behrend; Sebastian Jutzi: [http://www.focus.de/digital/multimedia/obst-und-gemuese-schlafmittel-fuer-bananen_aid_420553.html &amp;#039;&amp;#039;Schlafmittel für Bananen&amp;#039;&amp;#039;] in Focus online vom 27. Juli 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist die Reife erwünscht, setzt man [[Ethen#Verwendung|Ethen]] frei, um Früchte schneller und kontrollierter zur Reife zu bringen. Ethen (= Ethylen) wirkt hier wie ein [[Pflanzenhormon]] und wird auch von Pflanzen selbst produziert. Es wird zur Reifung von Äpfeln, Bananen und Tomaten eingesetzt. Ethen wirkt schon in nanomolekularer Menge.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bioham&amp;quot; /&amp;gt; Traditionell wird die Ethenbildung eingeschränkt, indem der Sauerstoffgehalt auf ein bis zwei Prozent gesenkt, der Kohlenstoffdioxidgehalt auf ein bis drei Prozent erhöht und die Temperatur niedrig gehalten wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;obstbau.rlp.de&amp;quot; /&amp;gt; Das Gas [[1-Methylcyclopropen]] (MCP) hingegen kann Reife verzögern, indem es die Ethenrezeptoren blockiert und so die Ethenaufnahme in Pflanzen verhindert. Es muss ständig hinzugefügt werden, da es durch die Pflanzen abgebaut wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;obstbau.rlp.de&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schlafmittel für Bananen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früchte werden oft durch [[Stickstoff]] an der [[Fruchtreife|Reife]] gehindert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.3sat.de/page/?source=/nano/bstuecke/87752/index.html Bericht in der 3Sat-Mediathek über Obstreifung]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Reife kann auch durch [[Unterdruck]] und den damit einhergehenden Entzug von [[Ethen]] verzögert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bioham&amp;quot;&amp;gt;[http://www1.biologie.uni-hamburg.de/b-online/d31/31g.htm Beschreibung der biologischen Wirkung von Ethylen, Uni Hamburg]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Keimabtötung bei Gewürzen ===&lt;br /&gt;
Wegen der häufig sehr hohen mikrobiologischen und durch pathogene Keime verursachte Belastung von Kräutern und Gewürzen wurde früher eine Behandlung mit [[Ethylenoxid]] durchgeführt, welche jedoch 1990 in Europa verboten wurde. Als Alternative wurde eine Behandlung mit [[Ionisierende Strahlung|ionisierenden Strahlen]] eingeführt, welches heute in allen EU-Staaten erlaubt ist. Wegen dessen geringer Anwendung besteht allerdings der Verdacht, dass auch weiterhin Ethylenoxid verwendet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;cvua-karlsruhe.de: {{Webarchiv | url=http://www.cvua-karlsruhe.de/eua/lm/zusbeh/2008_begasung_von_kraeutern.htm | archive-is=20120801172752 | text=&amp;#039;&amp;#039;Begasung von Kräutern und Gewürzen statt Behandlung mit ionisierenden Strahlen?&amp;#039;&amp;#039; }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendete Stoffe und Gefährdung ==&lt;br /&gt;
Durch Einatmen von Begasungsmitteln kommt es häufig schon nach kurzer Zeit zu Beschwerden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;port&amp;quot;&amp;gt;port-health.org: {{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;Datenbank: Patienten nach Intoxikation mit Begasungsmitteln&amp;#039;&amp;#039; |url=http://www.port-health.org/html-tox/dabad.html |wayback=20130926052610 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu solchen Kontakten kann es schon bei Expositionen in Getreidelagern oder sogar im Privatbereich beim Ausbringen von Wühlmauspräparaten kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kohlenstoffdioxid ===&lt;br /&gt;
Kohlenstoffdioxid wird in großen Mengen eingesetzt, um wirksam die Reife zu verzögern, durch das notwendige Verdrängen des Sauerstoffes kann das Betreten von damit begasten Lagerräumen zu Erstickung führen. Derzeit ist innerhalb der EU der Einsatz von Kohlendioxid für die Schädlingsbekämpfung durch die [[Verordnung (EU) Nr. 528/2012]] zu Biozidprodukten&amp;lt;ref name=&amp;quot;VO-2012-528&amp;quot;&amp;gt;{{EU-Verordnung|2012|528|titel=des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Mai 2012 über die Bereitstellung auf dem Markt und die Verwendung von Biozidprodukten |abruf=2019-10-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; verboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stickstoff ===&lt;br /&gt;
[[Stickstoff]] ist ein [[Inertgas]]. Inertgase kommen immer häufiger als Begasungsmittel zum Einsatz. Da die Atemluft zu 78 % aus Stickstoff besteht, kann man von einem ungiftigen Begasungsmittel sprechen. Stickstoffbegasungen werden gegen Fraßinsekten und Parasiten eingesetzt. Die Begasung wird in gasdichten Folienzelten oder Kammern umgesetzt, bei denen durch Ersatz des Sauerstoffs durch Stickstoff nach und nach der Sauerstoffgehalt abgesenkt wird. Bei einem Restsauerstoffanteil von unter 1 % sterben Insekten innerhalb von drei bis zehn Wochen durch [[Anoxia]] ([[Anoxie]], [[Hypoxie (Medizin)|Hypoxie]]), weshalb das Verfahren auch Anoxia-Verfahren genannt wird. Ausschlaggebend für eine erfolgreiche Begasung ist das Abtöten der Eier der Insekten. Beschleunigt werden kann die Stickstoffbegasungen durch Einsatz von gasdichten [[Druckbehälter|Druckkammern]]. Da hier der Restsauerstoffanteil bei 0,5 % bis 0,1 % gehalten werden kann, erfolgt eine Abtötung der Eier der Insekten bereits nach vier bis sieben Tagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inerte Gase lösen bei der Schädlingsbekämpfung keine Schäden an den begasten Materialien aus. Daher ist das Anoxia-Verfahren universell einsetzbar und besonders für Museen, Archiven und Bibliotheken das Mittel der Wahl beim Kulturgüterschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derzeit ist innerhalb der EU der Einsatz von durch Generatoren erzeugtem Stickstoff für die Schädlingsbekämpfung durch die [[Verordnung (EU) Nr. 528/2012]] zu Biozidprodukten&amp;lt;ref name=&amp;quot;VO-2012-528&amp;quot;&amp;gt;{{EU-Verordnung|2012|528|titel=des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Mai 2012 über die Bereitstellung auf dem Markt und die Verwendung von Biozidprodukten |abruf=2019-10-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; verboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Phosphorwasserstoff ===&lt;br /&gt;
[[Phosphorwasserstoff]] ist ein farbloses Gas mit Geruch von [[Knoblauch]] oder [[Speisefisch|Fisch]]. Es kommt sowohl im gewerblichen als auch im privaten Bereich zum Einsatz. Es darf nur von eingewiesenen Fachleuten angewendet werden. Es kann aber ebenso im Körper aus [[Aluminium]]- oder [[Magnesiumphosphid]] entstehen, welche bei oraler Aufnahme in der Regel als nicht gefährlich gelten. Es kann sich aber in Getreidelagern bei Feuchte Phosphorwasserstoff (PH&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;) bilden, der wegen der geringen Molekülgröße sogar durch Mauerwerk [[Penetration|penetrieren]] kann. Die Belastung mit PH&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt; kann mit [[Prüfröhrchen]] oder durch elektrochemische Apparate nachgewiesen werden. [[Vergiftung]]serscheinungen können auch noch nach 24 bis 48 Stunden auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgen stellen sich durch Blockade wichtiger [[Enzyme|Fermentprozesse]] im Körper in Form möglicher dauerhafte Nieren- oder Leberschäden ein. Bei einer sehr hohen Konzentration im Blut kommt es zu der Ausbildung von bis zu 30 Prozent [[Methämoglobin]]. Am gefährlichsten ist aber die Gefährdung der Funktion der Atemwege. Dabei kann es sowohl zu akuten Vergiftungen bis hin zu einem plötzlichen Tod führen als auch zu subakuten Vergiftungen mit Übelkeit und Mattigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er gilt in reinem Zustand als sehr giftig, [[hochentzündlich]], [[ätzende Stoffe|ätzend]] und [[umweltgefährlich]]. Zudem ist er [[Selbstentzündung|selbstentzündlich]] an der Luft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hamburg.de/contentblob/121068/data/trgs512.pdf Unter 12.3] (PDF; 218&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brommethan ===&lt;br /&gt;
[[Brommethan]], auch Methylbromid, gilt als giftig und umweltgefährlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein geschlossener Raum mit einer Brommethankonzentration über 2&amp;amp;nbsp;g/m³ darf nicht betreten werden. Bei Konzentrationen über 0,4&amp;amp;nbsp;g/m³ ist ein Aufenthalt von längstens 10 Minuten unter Atemschutz zulässig. Beim Lüften von Räumen muss zunächst ein [[Atemschutz]] getragen werden und es darf der Raum zunächst nicht betreten werden. Frühestens nach einer Stunde darf der Raum betreten werden um weitere Durchzugsöffnungen zu schaffen. Andere Arbeiten dürfen erst nach vollständiger Lüftung unter ständiger Überwachung des Brommethananteils durchgeführt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hamburg.de/contentblob/121068/data/trgs512.pdf Siehe 12.1 über den Umgang mit Brommethan, S. 20] (PDF; 218&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cyanwasserstoff ===&lt;br /&gt;
[[Cyanwasserstoff]], auch Hydrogencyanid, wird als sehr giftig, umweltgefährlich und hochentzündlich angesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim [[Begasung|Begasen]] kann er zudem über die Haut aufgenommen werden. Begünstigt wird dies durch Wunden, weswegen Personen mit offenen Wunden nicht mit diesem Stoff arbeiten dürfen. Beschäftigte müssen körperbedeckende Arbeitskleidung sowie Atemschutzgeräte mit Gasfilter Typ B2 tragen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hamburg.de/contentblob/121068/data/trgs512.pdf Unter 12.2] (PDF; 218&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sulfurylfluorid ===&lt;br /&gt;
[[Sulfurylfluorid]] ist als giftig und umweltgefährlich eingestuft. Daneben ist es nahezu [[inert]], farblos, nicht brennbar, geruchlos und schwerer als Luft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ang&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Öffnen von Flaschenventilen sind hierbei körperbedeckende Arbeitskleidung, Sicherheitsschuhe und ein Gesichtsspritzschutz zu tragen. Beim Betreten von begasten Objekten darf nur umluftunabhängiger Atemschutz getragen werden, kein bloßer Filter.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hamburg.de/contentblob/121068/data/trgs512.pdf Siehe 12.4] (PDF; 218&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sulfurylfluorid ist vor allem im Kunstbereich bekannt und hat in den [[USA]] seit den 1950er Jahren Brommethan fast vollständig verdrängt. Gründe dafür sind die geringere [[Toxizität]], das schnellere Einwirken, das gefahrlose Lüften und das bessere Umweltverhalten. Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge ist Sulfurylfluorid ohne schädliche Auswirkungen auf [[Pigmente]], [[Metall]], [[Papier]], [[Leder]] und [[Gummi]], so dass die Originalität der Kunstgegenstände nicht beeinträchtigt wird. Sulfurylfluorid wird zur Bekämpfung von Holz-, Textil- und sonstigen Materialschädlingen in Museen, Kirchen und Restaurierungswerkstätten eingesetzt. Durch den [[Siedepunkt]] von −55 °C [[kondensiert]] es unter normalen Bedingungen nicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ang&amp;quot;&amp;gt;angermeier1869.de: {{Webarchiv|url=http://www.angermeier1869.de/SO2F2.htm |wayback=20150625022604 |text=&amp;#039;&amp;#039;Sulfuryldifluorid – ein neuzeitliches Begasungsmittel&amp;#039;&amp;#039; }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1,2-Dichlorethan ===&lt;br /&gt;
Vergiftungen durch [[1,2-Dichlorethan]] treten gelegentlich beim Entladen von Seecontainern auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;port&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1-Methylcyclopropen ===&lt;br /&gt;
[[1-Methylcyclopropen]] (MCP) hat nur eine niedrige Toxizität und wird als ungefährlich eingestuft, weil es schon in geringster Dosis wirkt und so auch nur zu extrem niedrigen Rückständen von weniger als 0,01 ppm führt. Es ist nicht krebserregend, nicht mutagen und schädigt die Fortpflanzung nicht. Ihm wird kein Einfluss auf [[Ozon]], Erd- oder Wasserorganismen zugeschrieben. Es ist weltweit in vielen Ländern zur Apfelbehandlung zugelassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;obstbau.rlp.de&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Hersteller ==&lt;br /&gt;
In Deutschland gehörte die [[Degesch]] zu den größten Herstellern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Begasung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.julius-kuehn.de/oepv/ab/vorratsschutz/ Arbeitsgruppe Vorratsschutz] des Julius Kühn-Instituts&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.storck-verlag.de/download/imdg/kapitel_5.pdf | wayback=20120329032752 |format=PDF; 2,46&amp;amp;nbsp;MB | text=IMDG }}. Unter den Punkten 5.3.2.5 und 5.4.4.2 sind die Bestimmungen zum Transport begaster Container zu finden&lt;br /&gt;
* [http://www.hamburg.de/contentblob/121068/data/trgs512.pdf Regelungen bezüglich Begasungen des Hamburger Ausschusses für Gefahrenstoffe] (PDF; 218&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.hamburg.de/contentblob/121054/data/zfam-merkbl-2007.pdf Information über Risiken durch Begasungsmittel des Zentralinstituts für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin] (PDF; 221&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.dguv.de/ifa/de/pra/container/stoffe/index.jsp Auflistung aller zugelassenen Begasungsmittel laut deutscher Gefahrstoffverordnung]&lt;br /&gt;
* [http://rosdok.uni-rostock.de/file/rosdok_derivate_000000003948/Dissertation_Baltaci_2009.pdf Sulfurylfluorid gegen vorratsschädliche Insekten (Dissertation)]&lt;br /&gt;
* [https://www.bfr.bund.de/cm/343/fragen_und_antworten_zu_begasten_containern.pdf Fragen und Antworten zu begasten Containern] – [[Bundesinstitut für Risikobewertung|Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)]]. 13. März 2009, abgerufen am 20. Februar 2024.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Begasungsmittel| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Daempfer</name></author>
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