<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Bedaium</id>
	<title>Bedaium - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Bedaium"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bedaium&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-31T01:05:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bedaium&amp;diff=919281&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bedaium&amp;diff=919281&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-02-16T21:20:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[File:Rätischer Donaulimes.png|mini|Lage von Bedaium im Hinterland des Donaulimes]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RMB - Rekonstruktion Bedaium.jpg|mini|Rekonstruktion des römischen BEDAIVM-Seebruck]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kastellmauer Bedaium.jpg|mini|Rekonstruierte Mauer des spätrömischen Kastells]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bedaium&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bedaio&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bidaio&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist der antike Name von [[Seebruck]] im heutigen [[Bayern]] im [[Chiemgau]]. Die [[Siedlung]] entstand an der wichtigen Ost-West-Fernstraße zwischen [[Iuvavum]] ([[Salzburg]]) und [[Augusta Vindelicum]] ([[Augsburg]]) auf dem Gebiet der Provinz &amp;#039;&amp;#039;[[Noricum ripense]]&amp;#039;&amp;#039;. Die Brücke lag direkt am Austritt der [[Alz]] aus dem [[Chiemsee]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Ort erscheint mit verschiedenen Namen in antiken Werken. [[Claudius Ptolemäus]] nennt ihn &amp;#039;&amp;#039;Bedakon&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Badakon&amp;#039;&amp;#039;. Im [[Itinerarium Antonini]] erscheint er als &amp;#039;&amp;#039;Bidaio&amp;#039;&amp;#039; und in der [[Tabula Peutingeriana]] als &amp;#039;&amp;#039;Bedaio&amp;#039;&amp;#039;. Auf Meilensteinen in der Umgebung des Ortes wird der Name &amp;#039;&amp;#039;Bedaium&amp;#039;&amp;#039; genannt, so dass die Identifizierung sicher erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diverse Ausgrabungen kann man sich ein relativ gutes Bild von der antiken Siedlung machen. Der [[Vicus]] erstreckte sich zu seiner Blütezeit im 2./3.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert als [[Straßendorf]] mit nur geringer Breitenausdehnung über eine Länge von mehr als einem Kilometer.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=[[Erwin Keller (Archäologe)|Erwin Keller]] | Titel=Römisches und Keltisches aus Seebruck am Chiemsee, Gemeinde Seeon-Seebruck, Landkreis Traunstein, Oberbayern | Sammelwerk=Das archäologische Jahr in Bayern 1981 | Verlag=Konrad Theiss Verlag | Ort=Stuttgart | Datum=1982 | Seiten=130–131, hier S. 130 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dendrochronologie|Dendrochronologische]] Daten eines Holzbaubefundes aus einer Grabung 1986/87 legen nahe, dass die Siedlung bereits um das Jahr 1 bestanden hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bernd Steidl]]: &amp;#039;&amp;#039;Bedaium – Seebruck. Heiligtum und Straßenvicus auf dem Territorium des municipium Claudium Iuvavum.&amp;#039;&amp;#039; In: Felix Lang, Raimund Kastler, [[Wilfried K. Kovacsovics]], Stefan Traxler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Colloquium Iuvavum 2012. Das municipium Claudium Iuvavum und sein Umland. Bestandsaufnahme und Forschungsstrategien.&amp;#039;&amp;#039; Tagung im Salzburg Museum, 15. bis 17. März 2012 (= &amp;#039;&amp;#039;Archäologie in Salzburg.&amp;#039;&amp;#039; Band 8). Salzburg Museum, Salzburg 2014, ISBN 978-3-900088-61-3, S. 277–294, hier S.&amp;amp;nbsp;279.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die erste Siedlung auf der linken Seite der Alz bestand wahrscheinlich hauptsächlich aus Holzbauten. Ein zweiter Siedlungskern auf der anderen Seite der Alz entstand gegen 100 n.&amp;amp;nbsp;Chr. Schon im ersten Jahrhundert sind die Holzbauten durch solche aus Stein ersetzt worden. Es wurde auch eine Badeanlage errichtet. Durch Inschriften kann vermutet werden, dass es am Ort auch eine [[Benefiziarier]]station gab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{CIL|03|5575}}, {{CIL|03|5580}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besondere Rolle in dem Ort spielte der Kult des Gottes [[Bedaius]], der bisher nur in der Umgebung des Ortes und im Ort selbst auf [[Weihestein]]en belegt ist. Über sein Aussehen und seine Funktion ist nichts bekannt. Doch scheint der Ort Bedaium durch dieses Heiligtum eine überörtliche Bedeutung erlangt zu haben, was vor allem die zahlreichen Weihesteine zu Ehren dieser Gottheit belegen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{CIL|03|05581 (p 2328,201)}}, {{CIL|03|05572}}, {{CIL|03|05574}}, {{CIL|03|05580}}, {{CIL|03|11778}} und weitere, siehe [[Bedaius]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Da die Mehrzahl dieser Weihesteine durch [[Duoviri|Duumvirn]] von Iuvavum dediziert wurden, scheint ein Zusammenhang zwischen dem Bedaius-Kult und der Munizipalorganisation bestanden zu haben. Der Tempel stand offenbar am heutigen Kirchberg, wo entsprechend große Fundamentquader beobachtet wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Felix Lang, Stefan Traxler, Raimund Kastler, Wilfried K Kovacsovics, Martin Pietsch, Bernd Steidl: &amp;#039;&amp;#039;Zivile „Vici“ in Nordwestnoricum – Ein Überblick zum Forschungsstand.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Römische Vici und Verkehrsinfrastruktur in Raetien und Noricum.&amp;#039;&amp;#039; Colloquium Bedaium Seebruck 26.–28. März 2015 (= &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege.&amp;#039;&amp;#039; Nummer 15). Volk Verlag, München 2016, ISBN 978-3-86222-227-8, S. 11–30, hier S.&amp;amp;nbsp;13: „Den Kern der Siedlung bildet ein monumentaler Tempel, auf den massive, sorgfältig gehauene Fundamentquader unter dem spätantiken Burgus verweisen.“ – {{Internetquelle |url=https://roemermuseum-bedaium.byseum.de/de/archaeologischer-rundweg/station-1 |titel=Archäologischer Rundweg, Station 1: Museumsvorplatz mit Kastellmauer |werk=roemermuseum-bedaium.byseum.de |hrsg=Römermuseum Bedaium |abruf=2021-05-09 |abruf-verborgen=1 |zitat=Der Kern der römischen Siedlung liegt im Winkel von Alz und Seeufer, also im näheren Umfeld des Flussübergangs, an dem am heutigen Kirchberg erst der Bedaius-Tempel und später das Kastell errichtet wurden.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rund 400&amp;amp;nbsp;Meter östlich des eigentlichen Ortes konnte in den Jahren 1972 bis 1974 eine Nekropole mit 250 Urnengräbern und 6 Körperbestattungen ausgegraben werden. Sie gilt als die bestausgegrabene und -dokumentierte der ganzen Region. Die Bestattungen datieren von flavischer Zeit bis zum Ende des dritten Jahrhunderts. Sie enthielten vorwiegend Keramik. [[Terra Sigillata]] ist gut bezeugt. Hier waren besonders Schalen zahlreich. Glasgefäße waren auch beliebte Beigaben. Fibeln kommen in diversen Gräbern vor. Andere Beigaben wie Waffen sind sporadisch bezeugt. In 20 Gräbern fanden sich Münzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Klestil: &amp;#039;&amp;#039;Römische Gräberfelder des 1. bis 3. Jhs. in Noricum.&amp;#039;&amp;#039; Diplomarbeit, Wien 2013, S. 111, 239–254, Tafeln 97–117 ([https://othes.univie.ac.at/27212/1/2013-01-31_0207107.pdf PDF]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit etwa 230 n.&amp;amp;nbsp;Chr. wurde die Gegend um Bedaium wiederholt von germanischen Einfällen heimgesucht. Es begann der Niedergang der Zivilsiedlung, die mit ca. 100&amp;amp;nbsp;× 400&amp;amp;nbsp;Meter (linke Alzseite) und ca. 100&amp;amp;nbsp;× 100&amp;amp;nbsp;Meter (rechte Alzseite) ansehnliche Ausmaße gehabt hat. Um 300 n.&amp;amp;nbsp;Chr. wurde schließlich ein [[Römisches Militärlager#Kleinkastelle|Kleinkastell]] errichtet, das ein Quadrat von 26&amp;amp;nbsp;Meter Seitenlänge bildete. Außerhalb des Kastells scheint noch bis etwa 350 n.&amp;amp;nbsp;Chr. eine kleine [[Vicus|Zivilsiedlung]] bestanden zu haben. Danach zog sich die Bevölkerung anscheinend in das Kastell zurück. Nach 400 scheint der Ort ganz verlassen worden zu sein. Es gibt bisher keine Belege für eine Siedlungskontinuität in das Mittelalter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Römermuseum Bedaium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Bedaium}}&lt;br /&gt;
* [http://roemermuseum-bedaium.byseum.de/de/home Römermuseum Bedaium]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Silke Burmeister: &amp;#039;&amp;#039;Seebruck, Gde. Seeon-Seebruck-Truchtlaching, Lkr. Traunstein, Obb.: Römische Zivilsiedlung.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wolfgang Czysz]] u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Die Römer in Bayern.&amp;#039;&amp;#039; Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1995, ISBN 3-8062-1058-6, S.&amp;amp;nbsp;515–516.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Czysz]], [[Erwin Keller (Archäologe)|Erwin Keller]]: &amp;#039;&amp;#039;Bedaium, Seebruck zur Römerzeit.&amp;#039;&amp;#039; München 1981 (erweiterte Auflage).&lt;br /&gt;
* [[Peter Fasold]]: &amp;#039;&amp;#039;Das römisch-norische Gräberfeld von Seebruck-Bedaium&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Materialhefte zur Bayerischen Vorgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 64). Kallmünz 1993.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=47/56/1.11/N |EW=12/28/35.79/E |type=city |region=DE-BY}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisches Bauwerk in Bayern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römische Befestigungsanlage (Noricum Ripense)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte des Chiemgaus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Seeon-Seebruck)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsname der Tabula Peutingeriana]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
	</entry>
</feed>