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	<title>Baunach - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Baunach&amp;diff=78326&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<updated>2026-04-16T13:04:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
|Art               = Stadt&lt;br /&gt;
|Wappen            = DEU Baunach COA.svg&lt;br /&gt;
|Breitengrad       = 49/59//N&lt;br /&gt;
|Längengrad        = 10/51//E&lt;br /&gt;
|Lageplan          = Baunach in BA.svg&lt;br /&gt;
|Bundesland        = Bayern&lt;br /&gt;
|Regierungsbezirk  = Oberfranken&lt;br /&gt;
|Landkreis         = Bamberg&lt;br /&gt;
|Verwaltungsgemeinschaft = Baunach&lt;br /&gt;
|Höhe              = 238&lt;br /&gt;
|PLZ               = 96148&lt;br /&gt;
|Vorwahl           = 09544&lt;br /&gt;
|Gemeindeschlüssel = 09471115&lt;br /&gt;
|Gliederung        = 8 [[Gemeindeteil]]e&lt;br /&gt;
|Straße            = Bamberger Straße 1&lt;br /&gt;
|Website           = [https://www.stadt-baunach.de/ www.stadt-baunach.de]&lt;br /&gt;
|Bürgermeister     = Tobias Roppelt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stadt-baunach.de/media/2992/bekanntmachung-ergebnis-b-bgm.pdf |titel=Bekanntmachung des abschließenden Ergebnisses der Wahl des ersten Bürgermeisters am 15.03.2020 |hrsg=Stadt Baunach |datum=2020-03-26 |format=PDF |abruf=2020-05-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Bürgermeistertitel= [[Bürgermeister#Bayern|Erster Bürgermeister]]&lt;br /&gt;
|Partei            = CBB&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Baunach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (fränkisch: &amp;#039;&amp;#039;Baunich&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Stadt]] im [[Oberfranken|oberfränkischen]] [[Landkreis Bamberg]], Sitz der [[Verwaltungsgemeinschaft Baunach]] und zählt zur [[Metropolregion Nürnberg]]. Baunach hat etwa 4000 Einwohner. Bis zur [[Gebietsreform in Bayern|Gebietsreform 1972]] gehörte Baunach zum [[Unterfranken|unterfränkischen]] [[Landkreis Ebern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt hat eine über 1000-jährige Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Ortsname]] stammt von dem [[Indogermanische Ursprache|indogermanischen]] Wort für Fluss: „bunahu“ (wörtlich übersetzt ins [[Deutsche Sprache|Deutsche]]: schwellendes Wasser). In der ersten urkundlichen Erwähnung aus dem Jahr 802 lautete der Name bereits „bunaha“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.vg-baunach.de/index.php?id=0,26 |text=Verwaltungsgemeinschaft Baunach – Historie der Stadt Baunach |wayback=20140222041452}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
=== Geographische Lage ===&lt;br /&gt;
{{Panorama|Baunach-5204547-Pano.jpg|1000|Blick auf Baunach}}&lt;br /&gt;
Baunach nennt sich selbst die „Fränkische Drei-Flüsse-Stadt“,&amp;lt;ref&amp;gt;Willkommenstafel nach dem Ortseingangsschild an der Bundesstraße&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.naturpark-hassberge.de/57.html |text=Naturpark Haßberge: Fränkische Drei-Flüsse-Stadt Baunach |wayback=20140111105751}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://hassberge.bayern-online.de/die-region/staedte-gemeinden/baunach/ bayern-online.de: Fränkische Drei-Flüsse-Stadt Baunach]&amp;lt;/ref&amp;gt; da es an [[Baunach (Fluss)|Baunach]], [[Lauter (Baunach)|Lauter]] und [[Main]] liegt. Diese drei Flüsse liegen auch dem Wappen zugrunde, in dem ein goldener Hecht über drei Flüssen liegt. Durch das Gemeindegebiet fließt auch die [[Itz]] mit ihren umfangreichen [[Flussaue|Auen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der Hausberge, der [[Kraiberg]] (auch Greinberg genannt), gehört als südlichster Berg des Altensteiner Rhätolias-Rückens ([[Zeilberge]]) zum südwestlichen [[Itz-Baunach-Hügelland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gemeindegebiet liegt im oberfränkischen Teil des [[Naturpark Haßberge|Naturparks Haßberge]] und im [[Fränkisches Keuper-Lias-Land|Fränkischen Keuper-Lias-Land]]. Der zweite Hausberg Baunachs ist der [[Stiefenberg]], auf dem sich einst die [[Stufenburg]] befand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachbargemeinden ===&lt;br /&gt;
Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): [[Gerach (Oberfranken)|Gerach]], [[Reckendorf]], [[Rattelsdorf]], [[Breitengüßbach]], [[Kemmern]], [[Oberhaid (Oberfranken)|Oberhaid]], [[Lauter (Oberfranken)|Lauter]], [[Breitbrunn (Unterfranken)|Breitbrunn]] und [[Ebelsbach]] (beide [[Landkreis Haßberge]], [[Unterfranken]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindegliederung ===&lt;br /&gt;
Es gibt acht [[Gemeindeteil]]e&amp;lt;ref&amp;gt;{{BayernPortal Ortsteile |val=26886834443 |objekt=Stadt Baunach |abruf=2021-12-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (in Klammern sind der [[Siedlungstyp]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{BLO Ortsdatenbank |objekt=Gemeinde Baunach |abruf=2018-01-24 |val=1106}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und die Einwohnerzahl&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stadt-baunach.de/leben-wohnen/ortsteile/ |titel=Einwohnerzahlen der Stadt Baunach mit Ortsteilen {{!}} Einwohnerzahlen (mit Haupt- und Nebenwohnungen) |hrsg=Stadt Baunach |datum=2022-01-01 |abruf=2022-05-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; per 1. Januar 2022 angegeben):&lt;br /&gt;
{{Mehrspaltige Liste |breite=16em |anzahl=2 |gesamtbreite=33em |liste=&lt;br /&gt;
* Baunach (Hauptort, 3086)&lt;br /&gt;
* [[Daschendorf]] ([[Kirchdorf (Siedlungstyp)|Kirchdorf]], 88)&lt;br /&gt;
* [[Dorgendorf]] (Kirchdorf, 360)&lt;br /&gt;
* [[Godeldorf]] ([[Dorf]], 39)&lt;br /&gt;
* [[Godelhof]] ([[Weiler]], 11)&lt;br /&gt;
* [[Leucherhof]] ([[Einöde]], 2)&lt;br /&gt;
* [[Priegendorf]] (Kirchdorf, 345)&lt;br /&gt;
* [[Reckenneusig]] (Kirchdorf, 227)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Gemarkungen}}Es gibt die [[Gemarkung]]en [[Appendorf (Lauter)|Appendorf]] (Gemarkungsteil&amp;amp;nbsp;0), Baunach, Daschendorf, [[Daschendorfer Forst]] (Gemarkungsteil&amp;amp;nbsp;1), Dorgendorf, [[Lußberger Forst]] (Gemarkungsteil&amp;amp;nbsp;1), Priegendorf, Reckenneusig und [[Stiefenberg]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ldbv.bayern.de/service/publikationen/arbeitshilfen.html |titel=Gemarkungs- und Gemeindeverzeichnis |hrsg=Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung |werk=ldbv.bayern.de |datum=2025-04-17 |abruf=2025-12-16 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Gemarkung Baunach hat eine Fläche von 10,568&amp;amp;nbsp;km². Sie ist in 4853 [[Flurstück]]e aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 2177,71&amp;amp;nbsp;m² haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://geoindex.io/gemarkungen/092110 |titel= Gemarkung Baunach (092110) |werk=geoindex.io |hrsg=Geoindex Aktiengesellschaft |abruf=2025-11-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://v.bayern.de/d5bbv |titel=Webkarte |titelerg= [[Amtliches Liegenschaftskatasterinformationssystem|ALKIS®]]-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen |werk=[[BayernAtlas]] |hrsg=[[Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Bayern|LDBV]] |abruf=2025-11-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baunach Schloss 1030287.jpg|mini|Schloss Baunach]]&lt;br /&gt;
=== Bis zum 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Die Stadt Baunach, das alte Bunaha, liegt im Bereich eines prähistorischen Siedlungsgebietes, dessen Kern der [[Staffelberg]] war. 50 Hügelgräber in den Wäldern der näheren Umgebung sowie eine Reihe von Fliehburgen aus der Hallstatt- und Latènezeit geben davon Kenntnis. Durch das Stadtgebiet führten vorgeschichtliche Fernstraßen vom Regnitzbecken nach Thüringen und in das Saalegebiet. Die Gründung von Baunach fiel in die zweite fränkische Siedlungsperiode von 650 bis 750 n. Chr. durch fränkische Grafen, die den Ort nach dem Baunachfluss benannten. Die erste urkundliche Erwähnung ist vom 4. Juli 802 nachgewiesen. Das erste Stadtrecht verlieh Kaiser [[Ludwig IV. (HRR)|Ludwig der Bayer]] bereits im Jahre 1328.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Erzbistum Bamberg|Bamberger Bischof]] [[Anton von Rotenhan]] verlieh mit der Urkunde vom 15. Juli 1447 dem Markt Baunach „ein sigill und panir“. Im Schild „sullen steen drey wasserfluss. Und durch dieselben drey wasserfluss soll ein gantzer hecht mit dem haupt von der einen obern ecke des schilts.... geen“. Der in einer Abschrift des 15. Jahrhunderts überlieferte Siegel- und Bannerbrief enthält keine Farbbeschreibung. Sie wurde später festgelegt. Die drei Wellenpfähle versinnbildlichen die Flüsse Baunach, Lauter und Main. Der Hecht steht für den Fischreichtum. Die Legende des Siegels lautete nach dem Siegelbrief „SIGILLUM CIVIUM IN BAWNACH.“ In einer farbigen Wappentafel, gefertigt unter Fürstbischof [[Johann Philipp von Gebsattel]] (1599–1609), wurden folgende Farben festgelegt: drei silberne Bäche auf rotem Grund, belegt von einem Hecht in Gold.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur damaligen Zeit war Baunach auch der Sitz der Kanzlei des [[Ritterkanton Baunach|Ritterkantons Baunach]], der zum [[Fränkischer Ritterkreis|Fränkischen Ritterkreis]] gehörte. Später war es bis zur [[Säkularisation in Bayern|Säkularisation]] Obervogtamt und gehörte zum [[Hochstift Bamberg]]. Im Jahr 1727 wurde die letzte [[Hinrichtung]] in Baunach vollzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zugehörige Gemeindeteil Daschendorf gelangte 1629 von den Herren von Lichtenstein kaufweise an die Herren von Streitberg, die das Gut mit Schloss bis 1690 besaßen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.dieter-zoeberlein.de/ |titel=Die von Streitberg |abruf=2024-11-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Zöberlein, &amp;#039;&amp;#039;Die von Streitberg, Geschichte einer fränkischen Adelsfamilie&amp;#039;&amp;#039;, Selbstverlag, Burggrub 2018, Teil 2, S. 183–188.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seit dem 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Seit dem [[Reichsdeputationshauptschluss]] von 1803 gehört der Ort zu [[Bayern]]. Als im Gefolge der politischen Umwälzungen zu Anfang des 19. Jahrhunderts von München aus das Gemeindewesen in [[Franken (Region)|Franken]] neu geordnet wurde, verlor Baunach sein Stadtrecht. Während der [[Deutsche Revolution 1848/1849|Deutschen Revolution]] kam es 1848 in Baunach zu judenfeindliche Ausschreitungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hermann Greive]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des modernen Antisemitismus in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1983, ISBN 3-534-08859-X, S. 40.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Bekanntmachung vom 11. Mai 1954 des Bayerischen Staatsministeriums des Innern wurde dem Markt Baunach erneut die Bezeichnung „Stadt“ verliehen. 1946 war Baunach ein von der Landwirtschaft geprägtes Städtchen. Dieses Bild hat sich grundlegend gewandelt. In den letzten 50 Jahren entwickelte es sich zu einer modernen Kleinstadt. In Baunach wurden viele [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945 bis 1950|Vertriebene und Flüchtlinge]] aus dem [[Sudetenland]] und dem [[Egerland]] angesiedelt. Aus diesem Grunde übernahm [[Bamberg]] die [[Städtepatenschaft|Patenschaft]] für Baunach.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://www.stadt.bamberg.de/index.phtml?mNavID=1829.24&amp;amp;sNavID=1829.24&amp;amp;La=1 |text=Städtepartnerschaften und -patenschaften Bambergs |wayback=20160527031107}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Mainbrücke, bestehend aus drei Steinpfeilern und einem hölzernen Überbau, entstand 1838/1839 beim Bau einer [[Chaussee]] von Bamberg nach Meiningen bei Mainkilometer 394 am Brückenhaussee. Im April 1945 wurde das Bauwerk gesprengt und in der Folge durch einen stählernen Behelfsüberbau ersetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.frankenbund-baunach.de/Frankenland/1989_62.pdf Reinhold Schweda: &amp;#039;&amp;#039; Baunach fränkische Dreiflüssestadt&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zur Geschichte des Überkum ===&lt;br /&gt;
Viktor Überkom (oder auch Überkum) gilt als [[Stadtpatron]] und ziert als Statue den Marktplatz.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://frankenland.franconica.uni-wuerzburg.de/login/data/1989_65.pdf PDF].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Jahr 1400 lebte der Legende zufolge im damaligen Marktflecken Baunach ein Mann namens Überkom. Dieser fromme Christ zeichnete sich durch viele Wallfahrten nach [[Santiago de Compostela]] aus. Er stiftete außerdem eine Kapelle, in welcher er beerdigt werden wollte. Im Jahre 1440 starb Überkum und über seinem Grab auf einem Hügel nahe dem Ort (inzwischen befindet sich dieser im Siedlungsgebiet) wurde die [[Magdalenenkapelle (Baunach)|Magdalenenkapelle]] errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Legende bestimmte er, an der Stelle begraben zu werden, wo ihn seine blinden Pferde auf einer Schleife zögen. Gott sollte für ihn den Ort des Begräbnisses bestimmen. Die Baunacher hielten diesen Ort jedoch für ungeeignet und begannen mit der Errichtung einer Kapelle ein Stück weiter unterhalb. Erst als ihr Tagwerk mehrere Male nachts wieder an die genannte Stelle versetzt worden war, bauten sie auf dieser Stelle weiter.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2024-11 |url=http://pfarrei-baunach.de/bwo/dcms/sites/bistum/pfarreien/homepages/pg_pv/pg_baunach/pfarreien/baunach/Magdalenenkapelle.html |text=Geschichte der Magdalenenkapelle |fix-attempted=1}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kapelle wurde aufgrund verschiedener [[Wunder]] bald ein Wallfahrtsort. Überkum wurde 1508 seliggesprochen. Das Vorhaben, Überkum heiligsprechen zu lassen, wurde in den [[Reformation]]swirren aufgegeben. Dennoch gestattete Bischof [[Lorenz von Bibra]] zu Ehren des Pilgers einen feierlichen Gottesdienst am Mittwoch nach Ostern, der bis heute in Baunach gefeiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung des Stadtgebiets ===&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden zahlreiche neue Baugebiete ausgewiesen. Insgesamt entstanden binnen weniger Jahrzehnte über 20 neue Siedlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eingemeindungen ===&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Gebietsreform in Bayern]] wurde am 1. April 1971 ein Teil der ehemaligen Gemeinde Appendorf eingegliedert. Am 1. Juli 1971 kam die Gemeinde Daschendorf hinzu. Dorgendorf, Priegendorf und Reckenneusig folgten am 1. Januar 1972.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3-406-09669-7|Seite=452}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Auflösung des [[Gemeindefreies Gebiet|gemeindefreien Gebiets]] [[Daschendorfer Forst]] am 1. Januar 2001 wurden 166,61 Hektar oder knapp ein Viertel (23,7 Prozent) der Gebietsfläche nach Baunach eingegliedert. Bei der Auflösung des gemeindefreien Gebiets [[Lußberger Forst]] zum gleichen Stichtag wurden 434,13 Hektar oder 58,8 Prozent der Gebietsfläche nach Baunach eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
Im Zeitraum von 1988 bis 2018 wuchs die Stadt von 3219 auf 4019 um 800 Einwohner bzw. um 24,9 %.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Jahr&lt;br /&gt;
! 1939&lt;br /&gt;
! 1950&lt;br /&gt;
! 1960&lt;br /&gt;
! 1970&lt;br /&gt;
! 1980&lt;br /&gt;
! 1990&lt;br /&gt;
! 1995&lt;br /&gt;
! 1999&lt;br /&gt;
! 2005&lt;br /&gt;
! 2010&lt;br /&gt;
! 2015&lt;br /&gt;
! 2020&lt;br /&gt;
! 2023&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Einwohner&lt;br /&gt;
| 1990&lt;br /&gt;
| 2735&lt;br /&gt;
| 2712&lt;br /&gt;
| 2914&lt;br /&gt;
| 3174&lt;br /&gt;
| 3387&lt;br /&gt;
| 3698&lt;br /&gt;
| 3891&lt;br /&gt;
| 3943&lt;br /&gt;
| 3942&lt;br /&gt;
| 4005&lt;br /&gt;
| 3957&lt;br /&gt;
| 4065 &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
Laut Zensus am 9. Mai 2011 sind 74,5 % der Einwohner römisch-katholisch und 13,2 % evangelisch-lutherisch. 12,3 % der Einwohner gehören einer anderen Religion an oder sind konfessionslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dialekt ==&lt;br /&gt;
Im Stadtgebiet wird eine [[Ostfränkische Dialektgruppe|ostfränkische Mundart]] gesprochen: das [[Bambergisch]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Stadtrat ===&lt;br /&gt;
Nach den Kommunalwahlen waren die 16 Sitze im Stadtrat jeweils wie folgt verteilt:{{Sitzverteilung|PARTEI|SPD||CWU|CBB|CSU|Überschrift=Sitzverteilung im Stadtrat|Land=DE|float=right|SPD=3|PARTEI=1|CSU=4|CBB Farbe=c0c0c0|CBB=6|CWU Farbe=666666|CWU=2}}&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable zebra&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:50px;&amp;quot;| Jahr&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:80px;&amp;quot;| Christliche Bürgerschaft Baunach (CBB)&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:80px;&amp;quot;| [[Christlich-Soziale Union in Bayern|CSU]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:80px;&amp;quot;| [[SPD Bayern|SPD]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:80px;&amp;quot;| Christliche Wählerunion (CWU)&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:80px;&amp;quot;| [[Die PARTEI]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:80px;&amp;quot;| Junge Liste Baunach (JLB)&amp;lt;ref&amp;gt;Die Junge Liste Baunach (JLB) gründete sich erst 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:50px;&amp;quot;| Gesamt&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#FFF5EE&amp;quot;&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Kommunalwahlen in Bayern 2020|2020]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || 6 || 4 || 3 || 2 || 1 || – || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;16&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kommunalwahlen in Bayern 2014|2014]] || 6 || 5 || 3 || 1 || – || 1 || 16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kommunalwahlen in Bayern 2008|2008]] || 6 || 5 || 4 || 1 || – || – || 16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kommunalwahl in Bayern 2002|2002]] || 5 || 6 || 4 || 1 || – || – || 16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kommunalwahl in Bayern 1996|1996]] || 3 ||7 || 5 || 1 || – || – || 16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kommunalwahl in Bayern 1990|1990]] || 2 ||7 || 6 || 1 || – || – || 16&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Rathaus Baunach.jpg|mini|Das neue Rathaus, vormals Schule]]&lt;br /&gt;
Bei der [[Kommunalwahlen in Bayern 2020|Kommunalwahl am 15. März 2020]] wurde Tobias Roppelt (CBB) zum [[Bürgermeister#Bayern|Ersten Bürgermeister]] gewählt. Bei einer Wahlbeteiligung von 73,4 % erhielt dieser 52,2 % der gültigen Stimmen. Dessen Vorgänger war seit 2002 Ekkehard Hojer von der Christlichen Bürgerschaft Baunach (CBB). Er gewann 2002 mit 59 % der Stimmen gegen Reinhold Schweda (CSU), [[Kommunalwahlen in Bayern 2008|2008]] mit 85,31 % gegen Jürgen Gleußner (CSU) und [[Kommunalwahlen in Bayern 2014|2014]] gegen Andrea Weigler (CSU) und Peter Großkopf (SPD) mit 56,72 %. Hojer war Nachfolger von Georg Wild (CSU).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltungsgemeinschaft ===&lt;br /&gt;
Baunach ist Sitz der [[Verwaltungsgemeinschaft Baunach]], zu der auch die Gemeinden [[Reckendorf]], [[Lauter (Oberfranken)|Lauter]] und [[Gerach (Oberfranken)|Gerach]] gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Städtepartnerschaft ===&lt;br /&gt;
Seit 6. Oktober 1990 ist die Stadt [[Bad Lausick]] in [[Sachsen]] Partnerstadt von Baunach. Bamberg ist Patenstadt von Baunach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
{{Wappenbeschreibung&lt;br /&gt;
|Kurzdarstellung=&lt;br /&gt;
|Blasonierung   =In Rot drei silberne Wellenpfähle, überdeckt mit einem schräg liegenden goldenen Fisch.&lt;br /&gt;
|Quelle         = {{HdBG GKZ}}&lt;br /&gt;
|Begründung     = Kaiser Ludwig der Bayer verlieh dem Ort 1328 das Stadtrecht. Der Bamberger Fürstbischofs Anton von Rotenhan (1431 bis 1459) verlieh Baunach 1447 eine &amp;#039;&amp;#039;Urkunde&amp;#039;&amp;#039; mit Siegel und Panier, die in Abschrift überliefert ist. In der Beschreibung werden allerdings keine Farben genannt. Aus dem 16. Jahrhundert ist das älteste bekannte Siegel belegt. Die erste farbige Darstellung des Baunacher Wappens stammt aus dem Jahr 1591 und ist an der Kanzel in der Margaretenkapelle überliefert, eine weitere ist aus dem Jahr 1603 belegt. In der Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts erscheint das Feld bisweilen in Grün. In einigen Darstellungen wechselt der Fisch seine Richtung. Die drei silbernen Wellenpfähle stellen die drei Flüsse Baunach, Lauter und Itz dar. Sie fließen in Baunach, kurz vor der Einmündung in den Main, zusammen. Der Hecht steht für den Fischreichtum in diesen Gewässern.&lt;br /&gt;
|Zusatz         = Rechtsgrundlage: Verleihung durch Fürstbischof Anton von Rotenhan (Urkunde vom 15. Juli 1447).&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Schulen und Kindergärten ===&lt;br /&gt;
In Baunach besteht die Verbandsschule Baunach, die eine [[Grundschule]] und eine [[Mittelschule]] (bayerische Weiterentwicklung der [[Hauptschule]]) vereinigt. Als weiterführende Schulen gibt es in [[Ebern]] und [[Scheßlitz]] [[Realschule]]n, in [[Bamberg]] und Ebern [[Gymnasium|Gymnasien]]. Die nächste [[Berufsschule]] befindet sich in Bamberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Freiwillige Feuerwehren ===&lt;br /&gt;
In Baunach, Daschendorf, Dorgendorf, Priegendorf und Reckenneusig gibt es Freiwillige Feuerwehren. Die Freiwillige Feuerwehr Baunach ist die Stützpunktfeuerwehr des Inspektionsbereiches 2/3 des Landkreises Bamberg. Sie verfügt zurzeit über vier Einsatzkraftfahrzeuge, darunter zwei Löschfahrzeuge (ein [[Löschgruppenfahrzeug#Löschgruppenfahrzeug 16/12|LF 16/12]] und ein [[Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug#Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 10|HLF 10/6]]), einen [[Mannschaftsfahrzeuge|MTW]] sowie einen [[Einsatzleitwagen#Kommandowagen|Kommandowagen]]. Hinzu kommen ein [[Verkehrssicherungsanhänger]] und eine [[Anhängeleiter]] AL 16. In Dorgendorf befindet sich ein MTW, in Priegendorf ein [[Tragkraftspritzenfahrzeug#Tragkraftspritzenfahrzeug-Logistik|TSF-L]] und in Reckenneusig ein [[Tragkraftspritzenfahrzeug#Tragkraftspritzenfahrzeug|TSF]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ansässige Unternehmen ===&lt;br /&gt;
Zu den größten ansässigen Unternehmen zählen die Messingschlager GmbH &amp;amp; Co. KG, Megger Germany GmbH, Wills Ideenschmiede Sondermaschinenbau, die FGB Flüssiggas GmbH, Fritz Hegenwald GmbH sowie HSG Heizung-Sanitär-Gehring GmbH. Daneben gibt es zahlreiche mittelständische Unternehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Brauereien&lt;br /&gt;
Auf dem Stadtgebiet gab es die 1648 gegründete Brauerei Sippel mit einem Ausstoß von etwa 350 [[Hektoliter]]n pro Jahr, womit sie zu den kleinsten Brauereien der Welt zählte. Sie musste 2010 ihre Produktion einstellen. Bis 1987 gab es noch die Brauerei zum Löwen (Inhaber: Theo Schmitt) und bis 1989 das Baunacher Brauhaus/Lechnerbräu ([[Stufenburg]]bier).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehrsanbindung ===&lt;br /&gt;
Die Stadt liegt an der [[Bundesstraße 279]] und ist ca. drei Kilometer von der Bundesautobahn [[BAB 73|A 73]] entfernt. Der Bahnhof an der [[Bahnstrecke Breitengüßbach–Maroldsweisach|Bahnstrecke Breitengüßbach–Ebern]] wird im Stundentakt durch die Linie RB&amp;amp;nbsp;26 bedient.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bahnhof.de/downloads/schedule/Regeltafel_431.pdf |titel=Regelfahrplan Baunach 2025 |werk=bahnhof.de |datum=2024-12-15 |sprache=de |abruf=2025-05-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Steuereinnahmen ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 2020 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 6,843 Mio. Euro, davon waren 3,812 Mio. Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.statistik.bayern.de/mam/produkte/statistik_kommunal/2021/09471115.pdf |titel=Kommunalstatistik 2021 |hrsg=Bayerisches Landesamt für Statistik |seiten=10 |datum=2021-02 |format=PDF |sprache=de |abruf=2023-01-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die 141 Umsatzsteuerpflichtigen erwirtschafteten 2019 ca. 231,490 Mio. Euro steuerbaren Umsatz aus Lieferungen und Dienstleistungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.statistik.bayern.de/mam/produkte/statistik_kommunal/2021/09471115.pdf |titel=Kommunalstatistik 2021 |hrsg=Bayerisches Landesamt für Statistik |seiten=11 |datum=2021-02 |format=PDF |sprache=de |abruf=2023-01-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Freizeit-Sportanlagen, Vereine ==&lt;br /&gt;
* Fußballplatz (1.&amp;amp;nbsp;FC Baunach 1911 e.&amp;amp;nbsp;V.)&lt;br /&gt;
* Tennisplatz (1.&amp;amp;nbsp;FC Baunach 1911 e.&amp;amp;nbsp;V., TC Baunach)&lt;br /&gt;
* Hallenbad (Wasserwacht Baunach)&lt;br /&gt;
* Turnhalle (1.&amp;amp;nbsp;FC Baunach 1911 e.&amp;amp;nbsp;V. Abteilungen Basketball und Tischtennis, Gymnastikgruppe)&lt;br /&gt;
* Skaterbahn&lt;br /&gt;
* [[Brückenhaussee|Badesee Brückenhaussee]] (Wasserwacht Baunach, Anglerverein Baunach)&lt;br /&gt;
* Kegelbahn (SKK Baunach)&lt;br /&gt;
* Angelteiche (Anglerverein Baunach)&lt;br /&gt;
* Musikvereine: Stadtkapelle Baunach, Corso-Band, Just for Ouzo, The Elements, Gesangsvereine&lt;br /&gt;
* Naturvereine [[Obst- und Gartenbauverein]], Wanderclub&lt;br /&gt;
* [[1. FC Baunach]] mit einer großen Fußball- und Basketballabteilung (Baunach Young Pikes)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Museen ===&lt;br /&gt;
Das Heimatmuseum Baunach im Alten Rathaus (Schloss Schadeck) mit Zeugnissen aus der Vor- und Frühgeschichte, der Stadt- und Kirchengeschichte und dem Baunacher Vereinsleben, sowie Geräten aus der Landwirtschaft, den historischen Handwerksberufen und aus dem bürgerlichen und bäuerlichen Haushalt. Im ehemaligen Sitzungssaal des Rathauses befindet sich eine umfangreiche Sammlung des Malers und Grafikers [[Max Schnös]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bauwerke ===&lt;br /&gt;
* Historischer Marktplatz mit Fachwerkhäusern, u.&amp;amp;nbsp;a. dem Obleyhof, der 1385 erstmals urkundlich erwähnt wurde und im Besitz des [[Bamberg]]er Domkapitels war. Jeweils ein Domkapitular erhielt den Hof als Obley (Zugabe); Brunnen mit Statue des seligen Überkum.&lt;br /&gt;
* Pfarrkirche [[St. Oswald (Baunach)|St. Oswald]], 823 durch den Würzburger Bischof Wolfger dem [[Oswald (Northumbria)|Heiligen Oswald]] geweiht, mit Turm aus dem Jahre 1244 und Chor um 1460.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bauwerk&amp;quot;&amp;gt;vgl. hierzu {{Webarchiv |url=http://www.pfarrei-baunach.de/ueber-unsere-pfarrei |text=&amp;#039;&amp;#039;Unsere Pfarrei&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20161031193241}}, Pfarrei St. Oswald – Baunach; abgerufen am 30. Oktober 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der barocke Hochaltar ergänzt das Ensemble. Sie ist eine der ältesten Kirchen im Landkreis Bamberg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bauwerk&amp;quot; /&amp;gt; Alle drei Jahre ist zu Ostern das Heilige Grab zu sehen, das Teile der Heilsgeschichte beschreibt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bauwerk&amp;quot; /&amp;gt; Eine weitere Sehenswürdigkeit in der Kirche ist die Orgel. Neben der Kirche befindet sich ein ehemaliges zweigeschossiges [[Beinhaus]]. Der spätgotische Bau war laut einer Holztafel am Gebäude von 1543 bis 1803 die Friedhofskapelle. Der Friedhof musste dem Pfarrhaus weichen. Der neue Friedhof befindet sich bei der Magdalenenkapelle.&lt;br /&gt;
* Spätgotische [[Magdalenenkapelle (Baunach)|Magdalenenkapelle]] am Friedhof: 1401 erstmals urkundlich erwähnt, 1473 mit der Stiftung des seligen Überkum erweitert; innen befindet sich ein Hochaltar aus dem Jahre 1693 und das Grab des seligen Überkum.&lt;br /&gt;
* Zehntscheune; dort lagerte der [[Zehnt]], die Naturalsteuer für das Fuldaer Tochterkloster Holzkirchen.&lt;br /&gt;
* Schächer, eine kleine Kapelle mit Holzkreuz aus dem Jahre 1520, steht am Weg zur ehemaligen Richtstätte.&lt;br /&gt;
* Altes Rathaus, genannt Schloss Schadeck, erbaut 1742 bis 1746 von Baumeister Justus Dientzenhofer; es beherbergt das Heimatmuseum.&lt;br /&gt;
* Reste der alten Stadtmauer mit Marienmarter um 1720&lt;br /&gt;
* Fürstbischöfliches Amtsschloss, auch Jagdschloss genannt, ein spätbarockes Gebäude, in den Jahren 1689 bis 1692 als „Kastenhof“ erbaut im Auftrag des Fürstbischofs von Bamberg [[Marquard Sebastian Schenk von Stauffenberg]] und später seines Nachfolgers Fürstbischof [[Lothar Franz von Schönborn]]. Architekt war [[Leonhard Dientzenhofer]]. Im Gebäude gab es Räume für die Verwaltung des zum Hochstift gehörenden Amtes Baunach, im ersten Stock Prunkräume für den Fürstbischof und seine Jagdgäste und im Dachgeschoss einen Getreidespeicher. Von 1832 bis 1870 war in dem Gebäude das Landgericht, anschließend bis 1932 das Amtsgericht untergebracht. Von 1932 bis 1939 stand das Gebäude leer. Ab 1939 beherbergte das Gebäude eine Zweigstelle der [[Lichtenfels (Oberfranken)|Lichtenfelser]] Bekleidungsfabrik Striegel und Wagner (Striwa) mit rund 150 Beschäftigten. Es wurden überwiegend Fliegermonturen hergestellt. Nach der Einnahme durch die amerikanische Armee im Zweiten Weltkrieg wurde dort ein Hauptquartier der Streitkräfte eingerichtet. Die Textilfabrik war während dieser Zeit geschlossen und nahm nach dem Abzug der Amerikaner die Arbeit wieder auf. Bis zur Schließung der Striwa im Jahr 1982 wurden Mäntel und Hosen produziert. Von 1982 bis 2008 stand das Gebäude abermals leer, bis es in Zusammenarbeit mit der Gemeinnützigen Krankenhausgesellschaft des Landkreises Bamberg mbH Seniotel nach den Plänen der Bamberger Architekten Vollmann und Postler für 8,2 Millionen Euro restauriert und in ein Seniorenzentrum mit einer Praxis für Physiotherapie ausgebaut wurde. Flussseitig wurde ein Neubau hinzugefügt. Am 1. Januar 2009 wurde das Seniotel mit 48 Pflegeplätzen eingeweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://www.vg-baunach.de/index.php?id=0,26 |text=Webseite der Verwaltungsgemeinschaft Baunach |wayback=20160217101414}}, abgerufen am 23. Juli 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Artikel &amp;#039;&amp;#039;13 Menschen leben schon im Schloss&amp;#039;&amp;#039; vom 23. Januar 2009, [https://www.infranken.de/regional/bamberg/13-Menschen-leben-schon-im-Schloss;art212,62091 online] auf den Internetseiten der Mediengruppe Oberfranken, abgerufen am 25. Juli 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Hölzerne Männer, ein Eichenholztor mit zwei Männern. Es stand ursprünglich vor dem gegenüberliegenden Gebäude, dem alten Kastenhof, der von 1710 bis 1803 das Gericht beherbergte. Inzwischen steht es an der Einmündung der Überkumstraße in die [[Bundesstraße 279|B 279]] (Hassbergstraße).&lt;br /&gt;
* Jugendheim, früher Kinderbewahranstalt, erbaut 1911 als Stiftung des promovierten Tierarztes Max Schmitt, laut Gedenktafel geboren in München am 10. Januar 1864, gestorben in Baunach am 30. November 1902. Es war bis 1976 Kindergarten und wird seit der Renovierung im Jahr 1986 als Jugendheim genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Baudenkmäler in Baunach|Liste der Bodendenkmäler in Baunach}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=&amp;quot;6&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Baunach Marktplatz mit Kirche.jpg|Historischer Marktplatz mit Blick auf Kirche, Maibaum und Überkum-Brunnen&lt;br /&gt;
Obleyhof Baunach.jpg|Der Marktplatz mit Blick auf den Obleyhof&lt;br /&gt;
Baunach Beinhaus.jpg|Altes Beinhaus hinter der Kirche Sankt Oswald&lt;br /&gt;
Baunach Altes Rathaus.jpg|Schloss Schadeck, ehemals Rathaus, jetzt als Heimatmuseum genutzt&lt;br /&gt;
Obleyhof.jpg|Obleyhof&lt;br /&gt;
Baunach (Bahnhof).jpg|Bahnhof&lt;br /&gt;
Schrepfersmmuehle und Pfarrkirche.jpg|Schrepfersmühle (Tremelsmühle) und Pfarrkirche mit Beinhaus von der Baunach aus&lt;br /&gt;
Baunach Magdalenenkapelle 8214602.jpg|[[Magdalenenkapelle (Baunach)|Magdalenenkapelle]]&lt;br /&gt;
Kindergarten Baunach.jpg|Der alte Kindergarten bzw. das Jugendheim an der Lauter&lt;br /&gt;
Baunach Hoelzerne Maenner.jpg|Die Hölzernen Männer. Das ehemalige Hoftor des Kastenhofes (um 1710).&lt;br /&gt;
Baunach alte Brücke 5260499.jpg|Alte Brücke über die Baunach&lt;br /&gt;
Schloss Baunach.jpg|Schloss Baunach (heute Seniorenzentrum)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
Regelmäßig stattfindende Veranstaltungen sind beispielsweise die Kirchweih, das Altstadtfest, das Oktoberfest des Ortskulturrings (OKR), der Magdalenenmarkt und der Weihnachtsmarkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Joseph Heinrich Groß von Trockau]] (1766–1850), Bruder des Würzburger Bischofs [[Adam Friedrich Groß zu Trockau|Adam Friedrich Groß von Trockau]], [[Komtur (Amt)|Komtur]] des [[Deutscher Orden|Deutschen Ordens]], [[Hofrat]] und [[Kammerherr]] im [[Hochstift Bamberg]]; wirkte als Bamberger [[Oberamtmann]] in Baunach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Baunach. Festschrift der Stadt Baunach zur 1175-Jahrfeier und zur 650. Wiederkehr der Verleihung des Stadtrechtes, 803 – 1328 – 1978&amp;#039;&amp;#039; (Historische und statistische Informationen über die Stadt). Baunach 1978.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Baunach und seine Stadtteile in Bildern aus vergangenen Tagen&amp;#039;&amp;#039;. Horb am Neckar 1989. ISBN 3-89264-408-X.&lt;br /&gt;
* {{LexikonFranken |Band=1 |Sp=263 |SpBis=264}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Chronik Stadt Baunach, 3&amp;#039;&amp;#039;. Baunach 2002. ISBN 3-88778-257-7 (Weitere Bände siehe Schenk und Grimm).&lt;br /&gt;
* {{Hönn Lexicon Topographicum |SEITE = 10}}&lt;br /&gt;
* {{Karlinger Bezirksamt Ebern|SEITE=24|SEITE_BIS=41}}&lt;br /&gt;
* Karl Krimm: &amp;#039;&amp;#039;Stadt und Amt Baunach – ein Beitrag zur Heimatkunde&amp;#039;&amp;#039;. Hallstadt 1974 (Nachdruck Baunach, 2001 = Chronik Stadt Baunach. ISBN 3-88778-264-X).&lt;br /&gt;
* Aloys Schenk: &amp;#039;&amp;#039;Chronik von Baunach&amp;#039;&amp;#039;. 1924 (Nachdruck Baunach, 2001 = Chronik Stadt Baunach. ISBN 3-88778-255-0).&lt;br /&gt;
* {{Stumpf Bayern 2. Teil 1853|SEITE = 809}}&lt;br /&gt;
* Erich Walter: &amp;#039;&amp;#039;1200-jähriges Baunach – Stadt und Landschaft&amp;#039;&amp;#039; (Heimatbeilage zum Oberfränkischen Schulanzeiger, 297). Bayreuth 2002.&lt;br /&gt;
* {{MerianTopo |Titel=Baunach |Band=9 |Seite=29}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage}}&lt;br /&gt;
* [https://www.stadt-baunach.de/ Homepage]&lt;br /&gt;
* [http://pfarrei-baunach.de/bwo/dcms/sites/bistum/pfarreien/homepages/pg_pv/pg_baunach/pfarreien/baunach/ueberkum-lied-litanei.pdf Überkum-Lied] (PDF-Datei; 34&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* {{LStDV GKZ|9471115}} (PDF; 1,24 MB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Gemeindeteile der Stadt Baunach&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Landkreis Bamberg&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4080290-5|LCCN=n2010012554|VIAF=234765301}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Bamberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort am Main]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Obermainland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 802]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt in Bayern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtrechtsverleihung 1328]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baunach| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bamberg]]&lt;/div&gt;</summary>
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