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	<title>Baugips - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T04:19:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Baugips&amp;diff=1871104&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-40960-97: /* Haftgips */</title>
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		<updated>2025-12-16T07:53:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Haftgips&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Baugips&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Sammelbegriff für Bindemittel, die vor allem für Putz-, [[Stuck]]- und [[Estrich]]arbeiten verwendet werden. Er wird auch bei der Herstellung von [[Gipsbauplatte]]n eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herstellung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Rohstoff wird Gipsstein ([[Anhydrit]] und [[Gips]]) verwendet. Er kommt in der Natur als kristallwasserhaltiges [[Calciumsulfat]] Ca[SO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;]•2 H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O vor. Der Gipsstein wird in [[Drehrohrofen|Drehrohröfen]] gebrannt. Dabei wird dem Gipsstein das [[Kristallwasser]] teilweise oder ganz entzogen. Bei Temperaturen bis 300 °C (bevorzugt 130 bis 160 °C) entsteht Stuckgips (ein [[Bassanit]]), der noch geringe Mengen gebundenes Wasser enthält. Bei Temperaturen zwischen 290 und 900 °C entsteht Anhydritgips.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Produkte werden fein gemahlen in Säcke verpackt oder in Containern bereitgestellt. Durch die Zugabe von Wasser auf der Baustelle entsteht wieder Gipsstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa 80 % des [[Kalzinierung|kalzinierten]] [[Gips]]es werden für die Herstellung von Gipsbauplatten und nur etwa 20 % zur Produktion von Baugips und sonstigen Gipsprodukten eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baugipsarten nach DIN V 18550 ==&lt;br /&gt;
Baugipse werden im Baubereich für verschiedene Anwendungen eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gipsarten ohne Zusatzstoffe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Stuckgips ====&lt;br /&gt;
Schnell härtend und wird für Stuckornamente als Wand-, Decken- und [[Fassade]]nstuck verwendet. Stuckgips erreicht Mindestdruckfähigkeit von 6 N/mm&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stuckgips besteht größtenteils aus Calciumsulfat-Halbhydrat und wird in Niedertemperaturbereich (180 °C) gebrannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Putzgips ====&lt;br /&gt;
Härtet nicht so schnell wie Stuckgips und kann daher länger verarbeitet werden. Er wird als Hand- und Maschinenputz verwendet. Putzgips wird für Innenputz- und Rabitzarbeiten verwendet. Das Brennen findet in Hoch- und Niedertemperaturbereichen statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gipsarten mit Zusatzstoffen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mörtelgips ====&lt;br /&gt;
Durch das Beimischen von Verzögerern wird die Verarbeitungsdauer entscheidend verlängert. Wird beispielsweise für die Befestigung von Elektrodosen verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Haftgips ====&lt;br /&gt;
Besonders gute Oberflächenhaftung. Wird zur Befestigung von Bauteilen verwendet. Elektrikergips ist sehr fest und wird für die Verlegung von Kabeln und die Befestigung von Dosen benutzt. Er hat eine kurze Abbindezeit von ungefähr zehn Minuten. Damit können bereits kurze Zeit später Schalter und Steckdosen angeschlossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Maschinengipsputz ====&lt;br /&gt;
Neben längerer Verarbeitungsfähigkeit ist Maschinengipsputz maschinenverarbeitbar und wird als [[Wand (Bauteil)|Wand]]- und [[Decke (Bauteil)|Deckenputz]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fugengips ====&lt;br /&gt;
Fähigkeit zur Wasserrückhaltung und verzögerter Härtung. Zum Ausfugen von Bauplatten und Rissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Spachtelgips ====&lt;br /&gt;
Fähigkeit zur Wasserrückhaltung und verzögerter Härtung, meistens sehr feinkörnig. Wird zum Spachteln von Wandunebenheiten verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Estrichgips ====&lt;br /&gt;
Zeichnet sich durch langsame Aushärtung und hohe Festigkeit aus und ist meist sehr grobkörnig. Wird als Estrich verwendet (auch Anhydritestrich genannt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fertigputzgips ====&lt;br /&gt;
Langsame Versteifung und Verwendung im Innenbereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verarbeitung ==&lt;br /&gt;
Mit Beginn des Mischens bis zum Zeitpunkt des Erhärtens liegt ein kurzer Zeitraum. Je nach Gipsart beginnt das Erhärten zwischen 5 und 90 Minuten nach Verarbeitungsbeginn. Die kürzeste Verarbeitungszeit haben Gipsbinden und Zahngips. Bis zum Erhärtungszeitpunkt ist der Baugips verarbeitbar. Der Gips erreicht etwa 40 % seiner Endfestigkeit mit dem Versteifungsbeginn. Der Gips darf ab diesem Zeitpunkt, auch unter Zugabe von Wasser, nicht mehr verarbeitet werden. Durch chemische Zusätze, oder Beimengen von [[Luftkalk]], lässt sich der Erhärtungsbeginn verzögern. Warmes Zugabewasser und alte Gipsreste von teilweise abgebundenem Gips an den Werkzeugen und Mörtelkästen verkürzen die Verarbeitungszeit wesentlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die völlige Erhärtung von Baugipsen erfolgt über 1–20 Stunden. Überschüssiges Zugabewasser [[Diffusion|diffundiert]] und die Gipsoberfläche wird durch den Erhärtungsvorgang vergrößert. Die anschließende Trocknung von Gipsputz hängt von der Temperatur, der Luftfeuchtigkeit, der Durchlüftung und der Schichtdicke ab und kann mehrere Wochen dauern. Schichten von mehr als fünf Zentimetern können Risse bilden, in solchen Fällen wird der Gipsputz in mehreren Schichten verarbeitet. Gips reagiert mit Eisen und verzinktem Eisen und führt in kurzer Zeit zur Rostbildung. Gipsplatten werden aus diesem Grund mit schwarz [[Phosphatierung|phosphatierten]] Schrauben befestigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Eigenschaften von Gipsputzen&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot; style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align: left; vertical-align: bottom;&amp;quot;| Gipsputz aus&lt;br /&gt;
! Wasser-&amp;lt;br /&amp;gt;gipswert&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
! [[Rohdichte]]&amp;lt;br /&amp;gt;(abgebunden,&amp;lt;br /&amp;gt;trocken)&amp;lt;br /&amp;gt;[kg/m³]&lt;br /&gt;
! [[Porosität|Poren-&amp;lt;br /&amp;gt;volumen]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;[Vol.-%]&lt;br /&gt;
! [[E-Modul]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;[N/mm²]&lt;br /&gt;
! [[Druckfestigkeit|Druck-&amp;lt;br /&amp;gt;festigkeit]]&amp;lt;sup&amp;gt;*&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;[N/mm²]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Stuckgips&lt;br /&gt;
| 0,75&lt;br /&gt;
| ca. 1.000&lt;br /&gt;
| 57&lt;br /&gt;
| ca. 4.800&lt;br /&gt;
| &amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Putzgips&lt;br /&gt;
| 0,80&lt;br /&gt;
| ca. 1.050&lt;br /&gt;
| 54&lt;br /&gt;
| ca. 5.200&lt;br /&gt;
| &amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Maschinenputzgips&lt;br /&gt;
| 0,48&lt;br /&gt;
| ca. 1.110&lt;br /&gt;
| 52&lt;br /&gt;
| ca. 2.800&lt;br /&gt;
| 2,5 – 5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Haftputzgips&lt;br /&gt;
| 0,62&lt;br /&gt;
| ca. 900&lt;br /&gt;
| 61&lt;br /&gt;
| &amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
| 2,5 – 4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Fertigputzgips&lt;br /&gt;
| 0,62&lt;br /&gt;
| ca. 950&lt;br /&gt;
| 58&lt;br /&gt;
| &amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
| 2,5 – 4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;sortbottom&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;6&amp;quot; | &amp;lt;sup&amp;gt;*&amp;lt;/sup&amp;gt; vom Wassergipswert abhängig&amp;lt;br /&amp;gt; Daten aus &amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |hrsg=Bundesverband der Gipsindustrie e.&amp;amp;nbsp;V. |titel=GIPS-Datenbuch |url=https://www.gips.de/fileadmin/user_upload/gipsdatenbuch_2013.pdf |datum=Mai 2013 |format=PDF; 1,73 MB |zugriff=2017-03-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=DIN EN 12860, Gipskleber für Gips-Wandbauplatten – Begriffe, Anforderungen und Prüfverfahren&lt;br /&gt;
   |Verlag=Beuth Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin&lt;br /&gt;
   |Datum=2001}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=DIN EN 13279, Gipsbinder und Gips-Trockenmörtel&lt;br /&gt;
   |Verlag=Beuth Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin&lt;br /&gt;
   |Datum=2008-11}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Bautechnik Fachkunde Bau&lt;br /&gt;
   |TitelErg=Fachkunde für Maurer, Maurerinnen, Beton- und Stahlbetonbauer, Beton- und Stahlbetonbauerinnen, Zimmerer, Zimmerinnen und Bauzeichner, Bauzeichnerinnen, [mit CD]&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Europa-Fachbuchreihe für Bautechnik&lt;br /&gt;
   |Auflage=12., überarbeitete&lt;br /&gt;
   |Verlag=Europa-Lehrmittel Nourney&lt;br /&gt;
   |Ort=Vollmer&lt;br /&gt;
   |Datum=2007&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-8085-4462-4}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Otto Henning, [[Dietbert Knöfel]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Baustoffchemie&lt;br /&gt;
   |TitelErg=Eine Einführung für Bauingenieure und Architekten&lt;br /&gt;
   |Auflage=5., aktualisierte&lt;br /&gt;
   |Verlag=Bauverlag Wiesbaden / Verlag für Bauwesen&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin&lt;br /&gt;
   |Datum=2001&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-7625-3247-8&lt;br /&gt;
   |Kommentar=oder ISBN 3-345-00611-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.gips.de/ Bundesverband der Gipsindustrie]&lt;br /&gt;
* [https://materialarchiv.ch/de/ma:material_1242 Material Archiv: Stuckgips] – Materialinformationen und Bilder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gipswerkstoff| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bindemittel für Feststoffe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stuckatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-40960-97</name></author>
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