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	<title>Bauerngarten - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T00:22:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Bauerngarten&amp;diff=134315&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;EliseeReclus: /* Literatur */</title>
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		<updated>2025-08-24T12:50:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bauerngarten-Hamburg-Botanischer-Garten.jpg|miniatur|Bauerngarten im &amp;#039;&amp;#039;Botanischen Garten&amp;#039;&amp;#039;, Hamburg]]&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bauerngarten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; stand bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts allgemein für [[Garten|Gärten]], die von [[Landwirt|Bauern]] angelegt und bewirtschaftet wurden. Seither wird darunter ein bestimmter [[Stil]] von Hausgärten verstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Entstehung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Johann Sperl - Mädchen im Bauerngarten (um 1885).jpg|mini|[[Johann Sperl (Maler)|Johann Sperl]]: &amp;#039;&amp;#039;Mädchen im Bauerngarten&amp;#039;&amp;#039;, um 1885]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bauerngarten mit Kruzifix.jpg|mini|[[Gustav Klimt]] (1862–1918): &amp;#039;&amp;#039;Bauerngarten mit Kruzifix&amp;#039;&amp;#039;, 1911–1912.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend dem sozialen und wirtschaftlichen Stand der Bauern fanden [[Nutzpflanze]]n für Haus-, Hof- und Stalltiere in einem höheren Maß Berücksichtigung als reine Zierpflanzen und eine Ordnung nach ästhetischen Prinzipien. In der [[Darstellende Kunst|darstellenden Kunst]] wurde der Bauerngarten gern als ungepflegt im Sinne einer [[idyll]]ischen Wildnis verklärt. Eine wissenschaftlich definierte eigenständige Gartenform war er nie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Schrift &amp;#039;&amp;#039;Flora der Bauerngärten in Deutschland&amp;#039;&amp;#039; von [[Anton Kerner von Marilaun|Anton Kerner]] aus dem Jahr 1855 wurde der Begriff des „Bauerngartens“ als Typus eingeführt. Dieser entsprach allerdings nicht einer gärtnerischen Realität, sondern gründete mehr in „tümelnden“ [[Romantik|romantischen]] Vorstellungen des späten 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts. Die Idee verselbständigte sich, so dass erstmals 1913 ein scheinbar authentisch nachempfundener Bauerngarten im [[Planten un Blomen#Alter Botanischer Garten|Botanischen Garten Hamburg]] Einzug hielt.&amp;lt;ref&amp;gt;Poppendieck, S. 79 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bauerngärten vor 1900 entsprachen nicht dem Bild, das mittlerweile von Bauerngärten vermittelt wird. Manchmal reichten Ackerflächen bis dicht ans Haus, oft mit eingestreutem Obst, oder es wurden Freiflächen für das Vieh vorgehalten. Die Anlage der Gärten wurde durch die Gärten der Klöster, der Lehrer, Pastoren und Apotheker beeinflusst. Eine einheitliche Form der Gartengestaltung gab es vor der Konstruktion des „idealen“ Bauerngartens in der zweiten Hälfte des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Ende des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts, beim Übergang zum Industrie-Zeitalter, waren es die Stadt und deren Bürgertum, die dem privaten Garten eine neue Bedeutung zukommen ließen. Dem einen war er das „Idyll“ mit Blumen, geschnittenen Hecken und Gartenlaube, dem anderen ermöglichte er es, für sich Kräuter, Obst und Gemüse anzubauen. Angesichts zunehmender &amp;#039;&amp;#039;Verstädterung&amp;#039;&amp;#039;, des Wachsens der Industrie, das mit zunehmender Umweltverschmutzung einherging, kam es zu rückwärtsgewandten, verklärenden Fantasien, auch hinsichtlich angeblich überkommener Bauerngärten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== {{Anker|Bauerngarten Hamburger Art}} Bauerngarten Hamburger Art ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Riekmoehl 2.jpg|mini|Bauerngarten beim Museum [[Rieckhaus|Rieck-Haus]] in [[Vierlande]]n in [[Hamburg]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Garten Vogtsbauernhof Schwarzwald.jpg|mini|Museumsgarten Vogtsbauernhof im Schwarzwald]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bauerngarten im Botanischen Garten Hamburg wurde mit dem Ziel errichtet, auf relativ kleiner Fläche einen Vorschlag eines Bauerngartens darzustellen: wo Pflanzen sowohl nach ihrer biologischen Kategorie (Kräuter, Gemüse, Obst), als auch nach ästhetischen Prinzipien geordnet sind. Der &amp;#039;&amp;#039;Bauerngarten Hamburger Art&amp;#039;&amp;#039; zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:&lt;br /&gt;
# die überwiegende Anpflanzung von [[Gemüse]] und [[Krautige Pflanze|Kräutern]],&lt;br /&gt;
# eine rechteckige oder quadratische Anlage mit einem Wegekreuz und&lt;br /&gt;
# eine Einfriedung, meist durch einen Zaun, manchmal durch eine Mauer oder eine Hecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Mitte des Wegekreuzes befindet sich oft ein [[Rondell (Gartenkunst)|Rondell]], häufig mit einer Wasserstelle, oder ein rundes Blumenbeet oder ein kleiner Baum. [[Gewöhnlicher Buchsbaum|Buchsbaum]]hecken zur Einfassung der Beete oder des gesamten Gartens sind typisch. Meistens werden auch Blumen, häufig [[Staude]]n, angepflanzt. Zur Ausstattung eines Bauerngartens gehört in vielen Fällen Beerenobst, zuweilen stehen an seiner Nordseite Obstbäume. Entsprechend weisen Bauerngärten eine klare Struktur auf und sind fast immer [[Geometrie|geometrisch]] angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Stelle authentischer Vorbilder (bis 1900 sind Gärten dieser Art nirgends nachweisbar) wurden nahezu alle Richtungen der Gartenkultur angewandt. Entgegen weit verbreiteter Ansicht und Beschreibungen ist es keine traditionelle Gartenform. Viele „Bauerngärten“ sind jedoch identische oder weiterentwickelte Kopien des Hamburger &amp;#039;&amp;#039;Muttergartens&amp;#039;&amp;#039;. Insofern ist der Bauerngarten eine „Inszenierung“ für pädagogische Zwecke, dessen Anlage und Unterhaltung entsprechendes Wissen und großen Aufwand verlangen. Das mag der Grund dafür gewesen sein, dass sich Gärten dieser Art im Bereich der Privatgärten zunächst kaum durchsetzen konnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Poppendieck.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gegenwart ===&lt;br /&gt;
Nach zahlreichen bunt bebilderten Veröffentlichungen moderner und bisweilen romantisierender Abwandlungen kam es seit den 1980er Jahren in Deutschland zu einer &amp;#039;&amp;#039;kleinen [[Renaissance]]&amp;#039;&amp;#039; des Bauerngartens. Solche oder ähnliche Gartenformen wurden nun in privaten [[Kleingarten|Kleingärten]] nachgestaltet. Dazu beigetragen haben Bauerngärten in Freilichtmuseen und entsprechenden Anlagen, die für den Fremdenverkehr angelegt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- alphabetisch geordnet --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Renate Brockpähler]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bauergärten in Westfalen. Berichte aus dem Archiv für westfälische Volkskunde&amp;#039;&amp;#039;. Mit Fotos von Dieter Rensing. 1984 ([http://www.lwl.org/voko-download/BilderNEU/422_045Brockpaehler_MU.pdf Volltext als PDF])&lt;br /&gt;
* Anemarie Eigner: &amp;#039;&amp;#039;Schleswig-Holsteins alte Bauerngärten.&amp;#039;&amp;#039; Husum 1993.&lt;br /&gt;
* Walter Gröll: &amp;#039;&amp;#039;Bauerngärten der Lüneburger Heide.&amp;#039;&amp;#039; Ehestorf 1988 (= &amp;#039;&amp;#039;Schriften des Freilichtmuseums am Kiekeberg.&amp;#039;&amp;#039; Band 1).&lt;br /&gt;
* H. W. Haase: &amp;#039;&amp;#039;Der Bauerngarten in den Vierlanden&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Lichtwark-Heft|Lichtwark]] 24. Hrsg.: Lichtwark-Ausschuß 1962. {{ISSN|1862-3549}}.&lt;br /&gt;
* [[Albert Hauser]]: &amp;#039;&amp;#039;Bauerngärten der Schweiz - Ursprünge, Entwicklung und Bedeutung.&amp;#039;&amp;#039; Artemis-Verlag, Zürich und München 1976.&lt;br /&gt;
* Karin Hochegger: &amp;#039;&amp;#039;Der Bauerngarten&amp;#039;&amp;#039;. Ulmer, Stuttgart 2003.&lt;br /&gt;
* Janke/Dominka/Scholze: &amp;#039;&amp;#039;Der Dorfschullehrergarten&amp;#039;&amp;#039; - Muesser Blätter des Freilichtmuseums Schwerin-Muess 2003.&lt;br /&gt;
* Hermann Kaiser (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bauerngärten zwischen Weser und Ems.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Cloppenburg 2001.&lt;br /&gt;
* [[Anton Kerner von Marilaun|Anton Kerner]]: &amp;#039;&amp;#039;Flora der Bauerngärten in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Verhandlungen der Zoologisch-Botanischen Gesellschaft in Wien&amp;#039;&amp;#039;, 5, 1855, S. 787–826.&lt;br /&gt;
* Hans-Helmut Poppendiek: &amp;#039;&amp;#039;Der erste Museums-Bauerngarten&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Die Gartenkunst]] 4 (1/1992), S. 79–101.&lt;br /&gt;
* Erich Walter: &amp;#039;&amp;#039;Fränkische Bauerngärten.&amp;#039;&amp;#039; Hof 1995.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Cottage gardens}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.tandaradey.de/garten.htm Der mittelalterliche Garten, Auszug aus dem Buch »Bauerngärten« von Doris Schulmeyer-Torres]&lt;br /&gt;
* [http://www.dg-hagen.de/Aktivitaeten/Bauerngarten/ Seite der Dorfgemeinschaft Hagen über Bauerngärten]&lt;br /&gt;
* [https://www.landespflege.uni-freiburg.de/ressourcen/aktuelles/stoerch_master Bauerngartenkultur in Südbaden]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4004767-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gartentyp]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;EliseeReclus</name></author>
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