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	<title>Battig-Haus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T12:52:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Battig-Haus&amp;diff=2671889&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas-2801: HC: Entferne Kategorie:Erbaut in den 1680er Jahren; Ergänze Kategorie:Erbaut 1680</title>
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		<updated>2025-10-19T06:05:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Erbaut_in_den_1680er_Jahren&quot; title=&quot;Kategorie:Erbaut in den 1680er Jahren&quot;&gt;Kategorie:Erbaut in den 1680er Jahren&lt;/a&gt;; Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Erbaut_1680&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Erbaut 1680 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Erbaut 1680&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Alter-Markt-Bielefeld.JPG|mini|Battig-Haus am Alten Markt (rechts)]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Battig-Haus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein historisches [[Bürgerhaus]] in der Altstadt von [[Bielefeld]] im Stadtbezirk [[Bielefeld-Mitte|Mitte]]. Es wurde 1680&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Dehio-Handbuch]] der Deutschen Kunstdenkmäler, Nordrhein-Westfalen II, Westfalen.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Kunstverlag, München / Berlin 2011, S. 112.&amp;lt;br /&amp;gt;Die Datierung ergibt sich aus den Inschriften an der Fassade, von denen einige als [[Chronogramm]]e zu lesen sind.&amp;lt;/ref&amp;gt; erbaut und gehört heute zum Gebäudekomplex der [[Bankhaus Lampe|Lampe-Bank]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Das Battig-Haus befindet sich an der Südseite des [[Alter Markt (Bielefeld)|Alten Marktes]] im Herzen der Bielefelder Altstadt. Es trägt die Hausnummer &amp;#039;&amp;#039;Alter Markt&amp;amp;nbsp;3&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
Das Gebäude ist heute in den Komplex der Lampe-Bank eingebunden, der sich, vom Markt ausgehend, bis an den Gehrenberg und an die Welle erstreckt. Rechts vom Battighaus erhebt sich die nach dem Zweiten Weltkrieg in schlichten Formen erbaute „Apotheke am Alten Markt“, die noch deutliche Anklänge an die [[Heimatschutzarchitektur]] zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Baugeschichte ==&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung „Battig-Haus“ geht auf einen früheren Eigentümer zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Albert Ludorff]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Bielefeld-Stadt.&amp;#039;&amp;#039; Münster 1906, S. 27.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie man auf alten Fotos erkennen kann, diente es zu Beginn des 20. Jahrhunderts als [[Drogerie]].&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard Vogelsang: &amp;#039;&amp;#039;Bielefeld in alten Ansichtskarten.&amp;#039;&amp;#039; Würzburg 1978, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für die Ladennutzung hatte man beiderseits des Einganges große [[Schaufenster]] eingebrochen. Auf der linken Seite gelangte man durch eine Tür in den so genannten „Butterkeller Jacke“, ein [[Feinkost]]geschäft, von dem aus früher ein Gang zur [[Sparrenburg]] geführt haben soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Günter Gerke: &amp;#039;&amp;#039;Bielefeld so wie es war.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage, Droste, Düsseldorf 1977, S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Vermutung stellte sich allerdings als falsch heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkrieg brannte das Gebäude bis auf die Umfassungsmauern aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl E. Mummenhoff: &amp;#039;&amp;#039;Die Baudenkmäler in Westfalen. Kriegsschäden und Wiederaufbau.&amp;#039;&amp;#039; Münster 1968, S. 84.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erhalten blieb lediglich der Giebel, der anschließend in einen von [[Paul Griesser]] entworfenen Bank-Neubau einbezogen wurde. Beim Wiederaufbau wurden an der [[Fassade]] einige Veränderungen vorgenommen. Im Erdgeschoss setzte man anstelle der beiden Schaufenster insgesamt vier [[Sprossenfenster]] ein, die – gemeinsam mit dem Portal – von einer Sandsteinrahmung eingefasst wurden. Das in Höhe der ersten Giebelstaffel vorhandene Gesimsband, das auch zwischen den Fenstern verlief, wurde soweit reduziert, dass die frühere Einteilung des unteren Giebelfeldes in zwei Abschnitte heutzutage nicht mehr deutlich wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1973 bis 1975 wurden die Giebelfronten des Bankhauses Lampe auf Anregung von Dr. Oetker erneuert. Die Leitung hatte der Architekt [[Cäsar F. Pinnau]] (Hamburg) übernommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Dietrich Ellger: &amp;#039;&amp;#039;Einzelberichte zur Denkmalpflege für die Jahre 1974-1976.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Westfalen&amp;#039;&amp;#039; (Jahrbuch), Band 56, 1978, S. 353, Abbildung 307.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei wurden die großen Öffnungen des Erdgeschosses durch kleinere Fenster ersetzt und die Rahmung wieder entfernt. Oberhalb des Erdgeschosses wurde ein breites Gesims eingefügt. Allerdings gab es gegen die vom Bildhauer [[Hans Wimmer]] geschaffene Bronzetür Bedenken seitens der Denkmalpflege, da sie „nicht axialsymmetrisch aufgeteilt“ ist, „dem Kompositionsschema der Fassade widerspricht und außerdem bei der Öffnung in zwei Flügel auseinandergerissen und unverständlich würde.“&amp;lt;ref&amp;gt;Dietrich Ellger: &amp;#039;&amp;#039;Einzelberichte zur Denkmalpflege&amp;#039;&amp;#039;, S. 353.&amp;lt;/ref&amp;gt; Trotz dieser Einwände wurde die Tür schließlich eingebaut. Im Zuge der Renovierungsmaßnahmen wurde dem links anschließenden, recht schlicht gehaltenen Nachbargebäude der [[Renaissance]]-Giebel des Hauses [[Obernstraße (Bielefeld)|Obernstraße]] 29 vorgeblendet, der fast zwei Jahrzehnte auf dem städtischen Bauhof eingelagert war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baubeschreibung ==&lt;br /&gt;
Das Battig-Haus ist ein zweigeschossiger Bau mit [[Satteldach]]. Die unverputzte Fassade von fünf [[Achse (Architektur)|Achsen]] wurde aus sorgfältig behauenen Sandsteinquadern errichtet. Erd- und Obergeschoss werden durch ein kräftiges [[Gesims]] voneinander geschieden, das mit [[Maueranker]]n besetzt ist. In der Mittelachse des Erdgeschosses befindet sich der Haupteingang des Hauses, das mit einem zweiflügeligen Bronzeportal ausgestattet ist. Den oberen Abschluss des Hauses bildet ein reich verzierter [[Volutengiebel]], dessen einzelne Geschosse ebenfalls durch Gesimse voneinander getrennt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl erst 1680 erbaut, lehnt sich die Fassade des Battig-Hauses noch stark an die Formensprache der [[Weserrenaissance]] an. Dies betrifft vor allem die Gliederung des Baukörpers durch Gesimse. Die „Art der Staffelfüllungen“ ist jedoch schon [[barock]].&amp;lt;ref&amp;gt;Wilfried Hansmann: &amp;#039;&amp;#039;Belser Kunstwanderungen Westfalen.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1966, S. 463.&amp;lt;/ref&amp;gt; So fehlen die für Giebel der späten Weserrenaissance so typischen [[Obelisk]]en auf den oberen Staffeln. An ihre Stelle treten Vasen, denen heute jedoch die deckelartigen Abschlüsse fehlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inschriften ==&lt;br /&gt;
Die Fassade ist mit zahlreichen vergoldeten [[Inschrift]]en versehen. Unterhalb der Fenster des ersten Obergeschosses ist Folgendes zu lesen:&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Flaskamp: &amp;#039;&amp;#039;Inschriften, Wappen, Hausmarken und Steinmetzzeichen der Gräflich-Ravensberger Landeshauptstadt Bielefeld.&amp;#039;&amp;#039; Wiedenbrück 1940, S. 34–35.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Links:&lt;br /&gt;
* Quod pia fata volunt, hominum non invida [pac]ta&lt;br /&gt;
* tollunt; constanter sors sua quemque manet.&lt;br /&gt;
* VICInVs bonVs, ast oMnIs Longe InVIDVs esto.&amp;lt;ref&amp;gt;Chronogramm „1680“ nach Flaskamp, wie oben&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Übersetzung: Was das fromme Geschick will, heben missgünsige Taten der Menschen nicht auf;&lt;br /&gt;
unabänderlich erwartet jeden sein Los. Der Nachbar sei gut, aber jeder missgünstige [Nachbar] bleibe fern.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mitte:&lt;br /&gt;
* es VVolle gott seLbst Ins haVs Legen&lt;br /&gt;
* LiIecht, frIeD, HeIL, gLVeCk VnD reIChen segen.&amp;lt;ref&amp;gt;Chronogramm „1680“ nach Flaskamp, wie oben&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* a IhoVa DoMVI hVIC Ipsa VeniIto saLVs&amp;lt;ref&amp;gt;Chronogramm „1680“ nach Flaskamp, wie oben&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Übersetzung: Von Gott (Jehova) komme diesem Hause das Heil selbst).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Rechts:&lt;br /&gt;
* Utque alios alii de religione docerent,&lt;br /&gt;
* contiguas pietas iussit habere preces.&lt;br /&gt;
* HAVD MorIor, VIVVs narro pLaCIta Ipsa IehoVae&amp;lt;ref&amp;gt;Bei der unteren Zeile handelt es sich wiederum um ein Chronogramm: Als römische Zahlen gelesen, ergeben die Großbuchstaben zusammengerechnet die Jahreszahl 1680, das Baudatum des Hauses.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Übersetzung: und damit die einen über die Religion bekehrten, hat die Frömmigkeit befohlen, fortlaufend Gebete abzuhalten. Ich sterbe nicht, sondern verkünde Gottes eigene Beschlüsse.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei weitere Inschriften befinden sich im unteren Giebelfeld unterhalb der Fenster:&lt;br /&gt;
* Links:&lt;br /&gt;
* In CoeLIs nobIs habItaCVLa ConDIta fIxa&lt;br /&gt;
* sVnt, Ipsa aeternI fabrICa CeLsa DeI.&amp;lt;ref&amp;gt;Chronogramm „1680“ nach Flaskamp, wie oben&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Übersetzung: Im Himmel sind uns feste Wohnungen gegründet, des ewigen Gottes hohes Gebäude selbst.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Rechts:&lt;br /&gt;
* IhoVa NIsI faCIat, frVstra qVIs strVXerIt aeDes;&lt;br /&gt;
* hVIVs DIreXIt DeXtra strVentIs opVs.&amp;lt;ref&amp;gt;Chronogramm „1680“ nach Flaskamp, wie oben&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Übersetzung: Wenn Gott (Jehova) es nicht tut, baut einer das Haus vergeblich. Seine rechte Hand hat die Arbeit des Bauenden geleitet.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die größeren Buchstaben bilden [[Chronogramm|Chronogramme]], die jeweils das Baudatum 1680 angeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Am Alten Markt verfügen nur noch das Battig-Haus und das den Beginn der Obernstraße markierende [[Crüwell-Haus (Bielefeld)|Crüwell-Haus]] über eine historische Fassade. Alle anderen Gebäude wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört oder bereits um 1900 abgebrochen. Das linke Nachbarhaus ist kein Altbau, sondern wurde erst 1976 mit einem [[Renaissance]]-Giebel versehen, der ursprünglich vom Haus Obernstraße 29 stammt. Durch die schlichten, sich an den Dimensionen des Battig-Hauses orientierenden Nachbarbauten gelang es dem Architekten Paul Griesser, den historischen Charakter des Marktes zu bewahren. Obwohl erst zur Zeit des [[Barock]]s errichtet, zeigt das Battig-Haus noch deutliche Anklänge an die Bauformen der Weserrenaissance, so dass es als letzter Vertreter dieser Epoche angesehen wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Kreft und Soenke bezeichnen es „trotz des barocken Giebelumrisses wegen der Fassadengliederung durch Gesimse als Ausklang der Weserrenaissance.“ Vgl.: Herbert Kreft, Jürgen Soenke: &amp;#039;&amp;#039;Die Weserrenaissance.&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage, Hameln 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wilfried Hansmann spricht vom „spätesten Schaugiebel der Weserrenaissance“ Vgl. Hansmann: &amp;#039;&amp;#039;Kunstwanderungen in Westfalen&amp;#039;&amp;#039;, S. 463.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Joachim Wolfgang von Moltke|J. W. von Moltke]] (Redaktion): &amp;#039;&amp;#039;Die vier Elemente : die Bronzetür von Hans Wimmer an der Lampe Bank am Alten Markt in Bielefeld&amp;#039;&amp;#039;. Bielefeld : Stadt Bielefeld, Oberstadtdirektor, 1976&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=52.020213|EW=8.531774|type=landmark|region=DE-NW}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Bielefeld]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bielefeld-Mitte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wohngebäude in Bielefeld]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut 1680]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas-2801</name></author>
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